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MS, ständige Schwindelattacken

WOolfgaxng


Ja, zwingen kann man sie nicht. Sie ist ja erwachsen.

"Dein Wille geschehe..."

Immerhin ist sie in der anderen Klinik in der Neurologie. Die sollten das eigentlich auch behandeln können, aber eine Spezialklinik wäre schon besser.

t,atYuTa


Also ist der Schub durch die dreitägige intravenöse Gabe von Cortison nicht gestoppt worden?

Ich frage mich jetzt, ob der Schwindel noch der Schub ist oder die "normalen Begleiterscheinungen" von MS.

Das kann man aus der Ferne nicht beantworten.

Bei vielen ist nach einer Weile Schwindel ein immer mal wieder vorkommendes Symptom. Das ist einer der Restschäden, die dann immer mal wieder aufflackern.

ABER – wenn erstmalig Schwindel im Rahmen eines Schubs auftritt, dann kann der auch ganz wieder verschwinden und wie ich im ersten Post schon sagte – nur 3 Cortisoninfusionen sind eher wenig. Wenn die Beschwerden nicht weg sind, kann man durchaus noch mal nachlegen.

Ein Schub lässt sich noch behandeln – ein Dauerschaden durch einen nicht, oder zu wenig behandelten Schub nicht.

Ich habe nicht den Eindruck, dass deine Tante medizinisch gut betreut ist. Statt ab und zu Rehasport könnte sie regelmäßig Physiotherapie haben und da deine Tante ja Schübe hat, frage ich mich, warum ihr niemand zu einer Basistherapie rät?

Mir scheint weder der Hausarzt noch das Krankenhaus sehr kompetent – zumindest die Schubtherapie wird nicht nach den Behandlungsrichtlinien durchgeführt (zu kurz).

Deine Tante muss wissen, was sie will, aber vielleicht sollte sie sich doch noch mal mehr informieren.

Wer keine Ahnung hat, ist mit einer solchen Krankheit am A*** um es mal deutlich zu sagen.

Xwochhipillxi


Tatua :)^ :)^

Bei der Aussage über den Zustand des Gehirns scheint das ja nicht seit gestern aufzutreten. Da ist wahrscheinlich schon viel versäumt worden. Aber MS kann auch weiter fortschreiten und das muss gestoppt werden.

W+olfgxang


Ein Schub wird oft auch ausgelöst durch seelische Belastungen, Stress, Probleme irgendwelcher Art. Das kann bei jedem Patienten anders sein. Deine Tante sollte sich auch mal klar werden, wie sie solche Auslöser vermeiden kann. In dieser Klinik hätte sie auch Betreuung, die sie in diesen Fragen unterstützt.

CVatWi8llowxs


Danke für eure Antworten. Ich bin wirklich sehr dankbar für die vielen Tipps und Hinweise.

Dieses war der ersteSchub meiner Tante. Vorher hatte sie keine Beschwerden.

Die ganze Sache mit dem Schwidel fing an, als ihre heißgelaufene Katze vor vier Wochen eingeschläfert wurde und ihr Mann nach mehreren Operationen an der Hüfte keine Arbeit mehr hat. Sie macht sich seither große Sorge um die finanziellen Dinge.

Wie vor ein

Wie vor ein paar Stunden besteht sie weiterhin darauf, dass die Neurologie-Station bereits eine Spezialabteilung für MS ist und sie im akuten Fall dort hin gehen will, weil es in ihrer Nähe ist.

C\atWAilMloxws


HeissGELIEBTE Katze %-|

Wtolfxgang


Solche Sorgen können schon ein Auslöser für MS-Schub sein. Können! nicht müssen!

Ich kann die Qualität der besagten Neurologiestation nicht beurteilen. Fest steht aber, dass die Tante, wenn sie denn tatsächlich MS hat, dauernd weiter medikamentöse Behandlung braucht. Sonst kann das schnell aus der Spur laufen...Nochmals: Auch Krankengymnastik ist dann sehr wichtig, auch gegen den Schwindel, aber auch darüberhinaus. Diese Neurologiestation kann doch die Patientin nicht ohne jede weitere Betreuung nach Hause entlassen. Irgendeine Empfehlung müssen die doch gegeben haben ??? ":/ Und das kann aber auch nicht die Empfehlung für Homöopathie gewesen sein...

sPlowTgxan


Sie hat vor vier Wochen ihren ersten heftigen Schwindelanfall gehabt, hat es aufs warme Wetter geschoben. Ene Woche später wieder das gleiche, sie ging zum Hausarzt, dieser hat ihr dann ein Kreislaufmittel verschrieben.

Der Hausarzt sagte ihr gerade noch, dass Schwindel leider ein begleitendes Symptom der MS sei und sie dagegen nicht viel tun kann. Sie soll nun aufs Autofahren verzichten und sich ne Woche ausruhen.

:-o :-o Ich bin sprachlos...

Ich glaube, Deine Tante hat sich wohl überhaupt nicht über ihre Krankheit informiert. Ich rate auch dringend zu einen Neurologen zu wechseln.

Wenn sie oder Du noch allgemeine Fragen ha(s)t gibt es auch solche Stellen:

[[http://www.ms-life.de/mslife/ms-service-telefon/content-144257.html]]

I2oretxh


Eine Freundin von mir hat MS. Sie nimmt jede Woche ein Medikament, welches die MS unterdrücken bzw verzögern soll. Es sorgt auch dafür, dass sie viel seltener Schübe hat. Warum deine Tante sowas noch nicht bekommt, ist mir schleierhaft.

Und mit dem Cortison ist das so eine Sache... es hilft praktisch dem Körper, die Entzündung zu bekämpfen, aber wenn der Körper "mal nicht kämpfen will" (um es laienhaft auszudrücken), dann kann da auch das Cortison nichts machen, dann wirkt es eben nicht.

Deine Tante sollte sich wirklich dringend von einem Neurologen beraten lassen.

B\revmenxsie


Um mal mit einer Sache aufzuräumen. Nicht jeder MS Erkrankte nimmt gleich Medikamente. Ich selber habe MS und bin halt oft mit solchen Leuten zusammen. Für jeden der diese Diagnose bekommt ist erst einmal der Schreck und die Verwirrung groß.

Wenn der Erkrankte dann noch mit sovielen Iddeen und Vorschlägen eventuell bedrängt wird was er nun so alles machen kann oder soltte kann es sein, dass er erstenmal alles ablehnt und auf Rückzug geht. Sicherlich ist es gut noch eine Zweitmeinung einzuholen und in eine kompetente Klinik zu gehen.

Doch bitte sei ihr nicht böse wenn sie alle deine Vorschläge nicht gleich in die Tat umsetzt. Biete ihr immer mal deine Hilfe an. Das wichtigste wäre wenn sie sich mit ihrer Erkrankung in die Hände eines Neurologen begibt. Der ist dafür die richtige Anlaufstelle. Biete ihr doch an das du sie eventuell dahin auch begleitest wenn sie es denn möchte.

In meinen Augen ist allerdings der Hausarzt eine Nullnummer. Aber dies haben andere vor mir auch festgestellt.

Und wie gesagt deine Tante st erwachsen. Sie entscheidet wie sie vorgehen will. Die Arbeitslosigkeit ihres Mannes und der Tot der Katze sind Sachen die sie zusätzlich auch noch verarbeiten muss.

sLlsowgxan


Um mal mit einer Sache aufzuräumen. Nicht jeder MS Erkrankte nimmt gleich Medikamente.

Ob man Medikamente nehmen und gewisse Therapien machen möchte, ist sicher eine ganz persönliche Entscheidung. Kann sein, dass ich mich täusche, aber ich habe den Eindruck, dass hier überhaupt nicht richtig aufgeklärt wurde. Wenn sie weiss, welche Risiken damit verbunden sind, dass durch ein Schub Vernarbungen bleiben können und sich aus welchen Gründen auch immer gegen eine Behandlung entscheidet, ist das natürlich der freie Wille. Aber bei der Kompetenz des Hausartztes, die ja anscheined alle fragwürdig finden, habe ich Zweifel, dass hier richtig informiert wurde. Ohne die ganze Geschichte zu kennen, finde ich es auch sehr ungewöhnlich, dass der Hausarzt da überhaupt die Behandlung übernimmt. Meiner ist da nicht so mutig. Der sichert sich immer ab und sagt im Zweifelsfall, ich soll den Neurologen fragen. Ich nehme mal an, dass das KH hier als Fachansprechpartner gesehn wird, aber da verstehe ich auch nicht, wieso da nicht nochmal Rücksprache gehalten wird, bevor nach Hause gehen und eine Woche ausruhen verordnet wird. Ist aus meiner Erfahrung eher ungewöhnlich, aber ich bin auch kein Arzt. Ob man sich darauf verlassen möchte, ist aber wie gesagt auch jedem selbst überlassen. Ich persönlich würde die Tante erstmal fragen, ob sie ausreichend informiert ist. Ob und wie weit da Unterstützung gegeben werden möchte (und wenn auch nur zum Zuhören), ist auch eine ganz persönliche Entscheidung und wohl auch von dem Verhältnis abhängig.

CSaPtWillxows


Mit so vielen Antworten und Denkanstößen habe ich hier gar nicht gerechnet, vielen Dank dafür!

Also der Hauptansprechpartner meiner Tante ist immer die neurologische Abteilung im Klinikum gewesen, so auch letzte Woche als der Schub auftrat.

Das Krankenhaus hat nun alle Untersuchungsergebnisse an den Hausarzt geschickt, deswegen ging meine Tante auch gestern dort hin. Er sagte aber, bei weiteren Beschwerden soll sie wieder ins Krankenhaus gehen.

Bremensie

Ich kann gut verstehen, dass ihr die vielen Vorschläge zu viel werden. Aber sie möchte nicht mal zu einem anderen Arzt bzw. in eine andere Klinik fahren. Mich macht das irgendwie traurig. Ihre Einstellung ist da "Neurologie ist Neurologie – ob jetzt in Essen oder in Soest". Das sehe ICH eben nicht so. Aber gut, da kann man ihr nicht reinreden.

Mein Freund und ich würden auch zusammen mit ihr hinfahren, aber sie nimmt das ja nicht an.

Sie informiert sich täglich im Internet auf Fachseiten, nicht in Foren. Das finde ich schonmal gut. Aber gerade hat sie wieder angerufen und ich muss ganz ehrlich gestehen – ich konnte nicht rangehen. Wenn sie wieder jammert, halte ich das nicht aus. Immer ihr geht es schlecht, immer sie hat Beschwerden, immer sie ist die arme Kranke. Aber helfen lassen, das will sie ja gar nicht!

Ich habe auch mein eigenes Leben zu bewältigen und möchte nicht immer nur Elend sehen und hören.

Da ich im Moment Urlaub habe, ruft sie mich auch noch öfters an als sonst. Wenn ich arbeite, ruft sie sogar dort an. Das geht so bis zu 4 mal am Tag. Und nicht nur ihre Krankheit ist dann Hauptthema, sondern auch dass ihr Mann ja wegen seinen Hüften auch keine Arbeit mehr findet.

Das dreht sich alles so im Kreis.

Gestern habe ich ihr noch das mit der Physiotherapie erzählt. Dann sagt sie immer nur "Erstmal hören, was jetzt bei dem abschließendem MRT rauskommt. Das wird der Arzt dann schon sagen, ob ich Physio brauche."

Vielleicht wird sie ja dann wirklich auf Tabletten eingestellt und kann wieder einigermaßen alles machen. Ich würde mir das schon wünschen, damit es bei mir dann auch mal ruhiger wird. Das ist schon sehr belastend, wenn man sich immer alles in Ruhe anhören muss, aber jegliche Hilfe dann abgelehnt wird.

W(olfMgaxng


ist immer die neurologische Abteilung im Klinikum gewesen, so auch letzte Woche als der Schub auftrat.

Ich verstehe jetzt gerade nicht: Ich dachte bisher, dass sie nur einmal, also vor ganz kurzer Zeit in dieser Neurologie gewesen wäre. Ist das ein Missverständnis? War sie schon öfter dort? Weshalb? Mit welchem Ergebnis?

s\lowgxan


Das Krankenhaus hat nun alle Untersuchungsergebnisse an den Hausarzt geschickt, deswegen ging meine Tante auch gestern dort hin. Er sagte aber, bei weiteren Beschwerden soll sie wieder ins Krankenhaus gehen.

Na immerhin. Ich hatte das irgendwie anders verstanden.

Dass das Hauptproblem nicht die MS ist, sondern, dass Deine Tante sich da an Dich klammert, hatte ich auch schon etwas rausgelesen. Manchmal will man auch keine Ratschläge sondern sich einfach nur ausheulen, aber viermal am Tag ist wohl etwas viel. Da brauchst Du Dir auch kein schlechtes Gewissen zu machen, wenn Du das etwas einschränken möchtest. Ich hab es ja schonmal geschrieben, dass es Deine ganz persönliche Entscheidung sein sollte, wieviel Zeit Du ihr zu geben bereit bist (ohne Dich dann zu ärgern, dass sie es auf ihre Art handhaben möchte). Fällt nicht immer leicht, aber da muss sie sich vielleicht sonst an anderer Stelle Unterstützung holen.

BDrememns2ie


Sie informiert sich täglich im Internet auf Fachseiten, nicht in Foren.

Da deine Tante sich ja im I-net informiert über ihre Krankheit wird sie sicherlich hoffentlich auch gelesen haben das sie sich damit von einem Neurologen behandeln lassen muss.

Ich hoffe doch das sie auch in dem einen oder anderen MS Forum liest denn da würde se auch erfahren dass sie was für ihr seelisches Wohlbefinden tun muss. Das heißt sich einer Selbsthilfegruppe anschließen sollte oder sich in einem Forum anmelden könnte.

Ich denke du kannst deiner Tante ruhig sagen dass du dich auch schützen musst und du nicht ihr alleiniger seelischer Müllabladeplatz bist. Vielleicht kannst du ihr ja Adressen geben die in ihrer Nähe sind und an die sie sich wenden kann um auch ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu finden.

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