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Plötzliche anhaltende Muskelschwäche in Beinen und Armen

CsindXerexlla68 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Das Ganze kam quasi über Nacht: In der Nacht vom letzten DO auf FR wurde ich in den frühen Morgenstunden wach, weil ich auf Toilette musste. Beim Gehen merkte ich, dass mir meine Beine nicht so recht gehorchten, ich torkelte fast herum beim Versuch, geradeaus zu gehen. Ich dachte mir noch, komisch, aber vll. hats mich aus ner Tiefschlafphase geholt oder so, morgen ist das sicher wieder weg. War es aber leider nicht.

Ich hatte morgens ziemliche Probleme, richtig geradeaus zu gehen (auf nem Strich wie beim Neuro-Test geradeaus zu gehen hätte sicher nicht geklappt, inzwischen geht das wieder) – die Füße bzw. Zehen verdrehten sich auch immer so leicht nach innen und es war schwierig, sie richtig anzuheben. Insgesamt fiel mir ein Schwächegefühl in beiden Beinen und beiden Armen auf, und zwar ziemlich genau lokalisiert, einmal direkt ÜBER den Kniegelenken und direkt an / über den Ellenbogen. Dort fühlt es sich an wie Pudding! :-(

Zusätzlich meinte ich auch, ein komisches Gefühl in der Zunge zu haben, so als sei die etwas "lahm" und meinte, ich würde auch etwas nuscheln, am Telefon später meinte mein Gegenüber aber, ihm würde nichts auffallen.

Ich hab mich erst gefragt, ob einen Schlaganfall gehabt hätte nachts und einen Notarzt brauchen würde, aber da ich die Symptome beidseitig hatte, habe ich erstmal abgewartet und gehofft, die Muskelschwäche würde wieder abklingen – ist aber bis heute (3 Tage später) leider so geblieben, etwas schwächer geworden, wobei die linke Körperseite mehr betroffen ist als die rechte.

Sonstige Symptome: keine. Keine Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehstörungen, Schwindel, Verwirrtheit, Kribbeln auf der Haut oder Schmerzen jeglicher Art.

Ich bin dann testhalber am Freitag auf den Stepper (mache ich fast täglich) und das ging ohne Probleme – der große Oberschenkelmuskel ist also nicht beeinträchtigt. Mit den Armen kann ich auch Dinge tragen oder aufheben, es ist "nur dieses "wabbelige schwache Gefühl" in Gelenknähe mit unsicherem Gang und eine leichte ungewohnte Koordinationsstörung, wenn ich die Arme anhebe und was feinmotorisches mache, wie zB schminken (also das Ellenbogengelenk benutze).

Auch beim Treppen-raufgehen hab ich nicht so die Probleme, dafür beim Treppen runtergehen: das kann ich nur vorsichtig und viel langsamer als sonst und zittrig und möchte mich am liebsten am Geländer festhalten. Beim Geradeausgehen hab ich auch das Gefühl von Pudding in den Beinen, weiche Knie, zu wenig "Spannung" in den Beinen (so wie wenn ich meine Schlaftabletten Temazepam oder Lornetazepam nehme, dann kriege ich auch, wenn ich nochmal aufstehe und gehe, so ein verqueres wabbliges Geh-Gefühl, aber das ist ja dann normal).

Zusätzlich merke ich, ich tippe langsamer als sonst auf der Tastatur, verschreib mich eher, vor allem mit der linken Hand – komme ständig auf die caps lock usw.

Am Abend bevor das begann habe ich mir die Haare gefärbt. In die Richtung ging mein erster Verdacht: Hat das Zeug bei mir neurologische Symptome ausgelöst? Es stank mehr als sonst und der Geruch hat mich die ganze Nacht quasi noch umwabert. Zusätzlich habe ich ungewohnt lange unbequem über dem Waschbecken gehangen deshalb – und das, wo ich eh schon einige Wirbelblockaden habe ....

So versuche ich gerade die Ursache einzukreisen, auch um -Ärztemäßig – möglichst sinnvoll anzusetzen. Zum Neurologen? Zum Orthopäden? Eine plötzliche Nebenwirkung meiner diversen Medis? Oder tatsächliche eine giftige Haarfarbe??

Bisherige neurologische Symptome: Seit nunmehr über 30 Jahren habe ich Augen-Migräne mit Flimmerskotom. In der 80-ern eine Zeitlang Probleme mit der Zielmotorik, wenn ich nach etwas griff, warf ich es dabei um. Oder verfehlte eine Treppenstufe oder knallte blöd irgendwo gegen (das passiert mir heute auch noch). Seit 2007 passagere Doppelbilder (beide Augen betroffen), Ursache bis heute ungeklärt, Neuro sagte, wahrscheinlich Migräneäquivalent. Hatte damals ein MRT: Befund: Einzige Auffälligkeit ein etwas asymmetrischer Basilariskopf mit minimaler Erweiterung des SUCA-Abgangs (also etwas, was man nicht unbedingt wissen WILL {:( ). Sonst war alles normal. Seit ca. 2010 (?) zeitweise Anfälle von starkem Drehschwindel, teils mit Übelkeit und vegetativen Reaktionen (so alle 2 Monate mal). In Jahren zuvor oft anderen Schwindel.

Orthopädische Symptome / ERkrankungen Mit den Nackenwirbeln habe ich seit Ewigkeiten Probleme mit Verspannungern, Knacksen, Spannungskopfschmerz, bin äußerst zugempfindlich. Ebenso sind – laut Aussage meiner Osteopathin 3 Wirbel im oberen Rücken verschoben (das beginnt so ab BH-Verschluss-Höhe aufwärts). Ich habe da auch öfter Schmerzen bzw. Verspannungen, laut Aussage von Masseusen usw ist mein ganzer oberer Rücken "bretthart". Die oberen Wirbel habe ich wenige Stunden bevor die Symptome auftauchten, ja auch ziemlich strapaziert beim Haarewaschen / – färben. vor ca 2 Monaten bin ich heftig gestürzt auf einer Treppe und habe mir quasi die ganze Wirbelsäule gestaucht.

Medikamente: Seit Nov. 2010 Inhalans Spiriva (Wirkstoff Tiotropiumbromid) 1-0-0- nach diagnostizierter COPD (hilft sowieso nicht) siwei Budesionsid (inhalatives Kortison) 4 Hub täglich.

Seit März 2011 Bludrucksenker Ramipril 2,5 mg 1-0-1- und Nebivolol (Betablocker) 1/4 -0 1/4. Seit ca. 4 Monaten unregelmäßig Salbutamol wegen Asthma, seit ca. 4-5- Wochen Forair (Wirkstoff Formoterol) wg. Asthma, 1-0-0-. Seit ca. 6 Wochen kardiologisch verordnetes Procoralan 1-0-1-zum Senken des Ruhepulses (Diagnose hyperkinetisches Herzsyndrom).

Das Dumme ist, bei allen dieser Medis steht als Nebenwirkungen "Muskelkrämpfe" dabei (wenn Muskelkrämpfe möglich sind, dann vll. auch Muskelschwäche?) Anfangs bekam ich von dem Forair nachts heftigste Krämpfe in den Füßen. Nach Magnesiumeinnahme hat das nachgelassen (das Magnesium lasse ich jetzt aber seit der Muskelschwäche weg). Ich frage mich: Kann diese Muskelschwäche in den Extremitäten nicht auch von einem der Medis kommen? Versuchsweise lasse ich das Procoralan jetzt mal ein paar Tage weg. Bei den beta-2-Aginisten würde mir das weglassen schon schwerer fallen, weil ich oft Atemnot habe. Den Blutdrucksenker + Betablocker will ich gar nicht testhalber weglassen – die nehm ich ja auch schon lange und habe zudem die Dosis des BB kürzlich halbieren dürfen. Fällt aus dem Verdacht also eigentlich raus.

Seit Freitag googele ich mich halb blöde und auch in Panik. MS? ALS?? Eine Krebserkrankung mit Hirnmetastasen?? Oder doch eher etwas "Orthopädisches"?

Ich versuche das ganze gerade einzugrenzen. Vielleicht hat jemand einen Hinweis für mich aus ähnlicher Erfahrung oder so?

*:)

Antworten
tHatuxa


Seit Freitag googele ich mich halb blöde und auch in Panik. MS? ALS?? Eine Krebserkrankung mit Hirnmetastasen??

Das klingt alles nicht danach.

Ich würde ein paar Tage abwarten und wenn es sich dann nicht gibt, mal beim Hausarzt vorbeigucken.

ALS betrifft nicht plötzlich alle vier Gliedmassen. MS dito. Und auch ein Hirntumor macht andere Ausfälle.

Ich würde das googlen lassen. :)_

B(rom%beerkücxhlein


Ne ganz banale Frage: wieso gehst du mit solchen Symptomen nicht zum Arzt? Das hier ist ein Laienforum und Ferndiagnosen sind unmöglich. Selbst wenn hier einer schreibt, bei mir ist es ähnlich, was bringt dir das? Du solltest zum HA und ihm deine Symptome schildern – der wird dann wissen welcher FA für dich der richtige ist. Laut schilderung würde ich sagen Neurologe – aber auch ich bin kein Arzt.

Gute Besserung @:)

Cninde^rell}a6x8


@ Brombeerküchlein

Ne ganz banale Frage: wieso gehst du mit solchen Symptomen nicht zum Arzt?

Weil Wochenende ist....? :-)

Selbst wenn hier einer schreibt, bei mir ist es ähnlich, was bringt dir das?

Ne ganze Menge. Natürlich ersetzt das nicht den Arztbesuch, lässt mich aber gezielter vorgehen. Es gibt genügend Menschen, die aufgrund eigener Betroffenheit über manche Krankheiten fast besser informiert sind als Ärzte!

CoinderXellIa68


@ tatua

Das klingt alles nicht danach.

ALS betrifft nicht plötzlich alle vier Gliedmassen. MS dito.

Echt nicht? – Gerade, was MS betrifft, dachte ich beim Lesen im net, ich hätte "typische" Symptome (auch wenn es da eine Vielzahl von Formen und Symptomen gibt), vor allem auch das Doppeltsehen. Aber war halt nur so mein Eindruck.

B7r,ombee"rküchlexin


Weil Wochenende ist....? :-)

Und warum bist du nicht schon Freitag gegangen? ;-) ;-) ;-)

Egal ALS Symptome sind das nicht und mit MS kannste auf tatua vertrauen – sie kennt sich damit bestens aus. ;-)

C inderrella68


Und warum bist du nicht schon Freitag gegangen? ;-) ;-) ;-)

ich wollte erstmal abwarten, ob es sich nicht wieder legt. Außerdem hatte ich keine Zeit; mein Freund musste an dem Tag seinen Kater einschläfern lassen und brauchte mich.

Das Schlimmste, was ich mir so vorstellen konnte / kann, war, als Notfall hier im Klinikum durch die Diagnosemühle gedreht zu werden. MRT (Horror ... hatte dort letztes Mal ne Panikattacke allerfeinster Art), Lumbalpunktion, was weiß ich noch, und dann fürchterliche Diagnosen zu hören. Habe da einige Erlebnisse dieser Art in Vergangenheit gehabt und bin da einigermaßen sensibilisiert. Klar – sich mit googeln in Panik zu bringen ist natürlich auch nicht zielführend .... Hier hatte ich halt die Hoffnung, es bringt mich vll. jemand auf eine (möglichst harmlose) Ursache, auf die ich noch nicht gekommen bin.

Eine ist mir noch eingefallen: Vll. ist mein Kaliumwert abgerutscht, der war die letzten Male am unteren Grenzbereich, und das verursacht auch Muskelschwäche. Müsste ich also messen lassen .... Ich guck mal, wie es morgen ist und entscheide, ob ich zu meiner Hausärztin gehe. Hoffentlich macht sie nicht auch gleich die Pferde scheu. Am liebsten möchte ich eigentlich zu gar keinem Arzt mehr gehen.

*:)

CwindeJrellax68


Ich habe heute nachmittag eine kleine Radtour gemacht und das ging muskelmäßig. Es sind eben nicht alle Muskeln im Bein schwach, sondern nur die direkt über dem Kniegelenk – so dass ich das Gefühl habe beim gehen (und noch mehr beim Treppen runtergehen), ich seh dabei aus wie einer aus der Augsburger Puppenkiste. Wabbel wackel. Obwohl man mir sagte, man sähe es nicht so direkt.

Und das mit dem Vertippen auf der Tastatur ist extrem krass.

tMatxua


Echt nicht? – Gerade, was MS betrifft, dachte ich beim Lesen im net, ich hätte "typische" Symptome (auch wenn es da eine Vielzahl von Formen und Symptomen gibt), vor allem auch das Doppeltsehen. Aber war halt nur so mein Eindruck

Motorische und sensible Störungen sind oft einseitig – zumindest aber deutlich seitenbetont.

Am Ende sind oft beide Seiten betroffen, wenn sich die Dauerschäden aufaddieren.

Doppeltsehen würde schon passen...Aber das hast du ja neurologisch abklären lassen und das MRT war ja unauffällig.

Klar – MS ist schon ein eine Krankheit, die sehr vielseitig ist, aber richtig typisch ist es nicht.

Egal – ich würde, wenn es nicht besser geworden ist, auf jeden Fall nochmal zum Arzt gehen – wenn du in neurologischer Behandlung bist – dahin, sonst zum Hausarzt.

Migräne mit Aura kann übrigens auch jede Menge neurologische Ausfälle machen, bis hin zu vorrübergehenden Lähmungen. Aber wir können hier lange spekulieren ohne, dass es dir hilft. Sicherheit gibt es nur beim Doc. :)*

CCinderqella6x8


Doppeltsehen würde schon passen...Aber das hast du ja neurologisch abklären lassen und das MRT war ja unauffällig.

stimmt :)^ Das hatte ich noch gar nicht bedacht. Oder ist zur MS-Abklärung ein MRT mit Kontrastmitteln nötig? Ich hatte keines.

Ich hab heute nachm. erstmal einen Termin bei meiner Hausärztin. Hoffe immer noch auf eine "harmlose" Ursache, Kaliumwert, Medi-Nebenwirkung oder so. Das Haarfärbemittel habe ich auch noch verstärkt im Verdacht. Ich wäre da ja nicht die erste, die auf Umweltgifte mit neurologischen Ausfällen reagiert.

Heute vormittag hatte ich, als ich mir vor dem Spiegel die Haare kämmte, für Sekunden ein krisseliges Flimmern vor den Augen und sah nur unzureichend. War anders als mein typisches Flimmerskotom bei Migräne und hat mich total in Panik versetzt. {:(

t atxua


Das hatte ich noch gar nicht bedacht. Oder ist zur MS-Abklärung ein MRT mit Kontrastmitteln nötig? Ich hatte keines.

Man macht es in der Regel mit Kontrastmittel um frische Entzündungen von alten Herden abzugrenzen.

Aber sehen tut man die Herde auch ohne Kontrastmittel.

Erzähl mal, was deine Hausärztin sagt... :)*

Cnind/ereMllxa68


hallo tatua,

tja, das war vorhin ein recht kurzes Vergnügen. Ich hab im Grunde nur ne Überweisung zum Neuro und zum Orthopäden (da bekomm ich dann wohl nen Termin in 3 Monaten oder so ....) und Blut abgenommen für Elektrolyte. Hoffe jetzt, dass es vll. tatsächlich ein Kaliummangel ist – obwohl gerade bei Kalium ja oft satte Laborfehler vorkommen und der Wert dann falsch ist, ist bei mir schon 2 x passiert. Bin reichlich frustriert.

Was Orthopädisches denkt sie wohl eher nicht. Dafür wär das alles "zu unspezifisch". ":/ Und es persistiert halt seit 4 Tagen ohne Unterbrechung.

Caindoere<lla68


Kalium ist bei mir mit 3,7 (noch) im Normbereich von 3,6 bis 4,8. Mal ein paar mehr Bananen essen – aber als Ursache scheidet das wohl (leider) aus.

C[inderjel.la6x8


Mein Neuro bietet mir einen Termin an für Ende Oktober, das ist ja supi .... >:(

Alternative ist nur, in die Notfallaufnahme hier ins Klinikum zu gehen, das will ich ja nun gerade nicht ....!

SVchrauZberexr


Hallo Cinderella,

ich würde es dann an Deiner Stelle mal bei nem anderen Neurologen versuchen. Viele haben eine Notfallsprechstunde, bei der man allerdings seeeeehr viel Zeit mitbringen muss. Evtl. kannst Du aber auch mal mit den Sprechstundenhilfen bei Deiner Hausärztin reden, dass die nen Termin bei nem Neurologen besorgen...das geht in der Regel schneller, als wenn man selbst anruft.

Ansonsten bleibt tatsächlich nur die Notaufnahme, wenn es schnell gehen soll.

Wünsche Dir viel Erfolg.

Gruß,

Schrauberer

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