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Demenz mit Mitte 40, wie soll ich mich da verhalten?

c@in'derelTla10x00 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin 40, mein Freund 3 Jahre älter und ich brauche dringend Rat, es geht um meinen Freund, erste Anzeichen habe ich schon vor einem Jahr bemerkt, da war plötzlich mal die Wurst im Geschirrschrank und das Messer im Kühlschrank, es wurde oft die Kühlschranktür offen gelassen oder wir waren in der Stadt und er wusste auf ein Mal nicht mehr wo das Einkaufszentrum ist (stand direkt davor) Auch gab es da oft Stimmungsschwankungen.

In seiner Familie gab es 2 Fälle von Demenz und einen mit Gehirntumor in der nahen Verwandtschaft (Vater, Mutter, Tante). Seit fast vier Monaten gehe ich durch die Hölle, er hatte extreme Stimmungsschwankungen, lieb und anhänglich und ein paar Minuten später redete er kein Wort mehr und das tagelang ohne Grund. Dann sprach er das erste Mal von Trennung, er liebe mich nicht mehr. Zwei Tage später wusste er von nichts mehr, so ging das immer mal wieder, er machte Schluss, ging für eine Woche, redete wirres Zeug um dann wieder zu erscheinen als sei nichts gewesen, bis vor 6 Wochen, er machte Schluss und ging, ich habe versucht mit ihm zu reden er reagierte teils normal, dann wieder aggressiv, unterstellte mir Sachen und einen Streit der schon Jahre zurücklag. Ich beschloss dann nach vielen Tränen ihn gehen zu lassen.

Seit 2 Wochen geht es mir wieder gut seelisch, da ruft er gestern an, weinte wie sehr er mich doch liebt, ich traf mich dann mit ihm und redete, er weiß nicht mehr das und warum er Schluss gemacht hat, ich habe schon lange auf ihn eingeredet sich untersuchen zu lassen und auch er weiß, das im Kopf bei ihm irgendwas nicht stimmt. Er steht zum Beispiel oft irgendwo und weiß überhaupt nichts mehr, hat so kleine Blackouts, er hat Sprachstörungen, d.h. er kann manchmal einen Satz nicht zu Ende sprechen, lallt dann fast. Schreiben bereitet ihm Probleme, er sagt selbst er könne nicht mehr richtig schreiben und wenn er schreibt dann langsam und verschnörkelt wie ein Erstklässler. Auch anderen ist dieses Verhalten aufgefallen, er wirkt wie unter Drogen, verwirrt obwohl ich weiß er nimmt keine, er trinkt nicht mal Alkohol, das hat er vor einem Jahr aufgegeben nachdem er nach ein paar Bier einen totalen Blackout bekam und mich nicht mehr erkannte.

Jetzt hat er sich bereit erklärt sich untersuchen zu lassen ich werde ihn unterstützen, aber er weinte und vermisst mich so und ich weiß nicht, ob ich mich wieder auf eine Beziehung einlassen soll, solange nicht feststeht was ihm fehlt, ich gehe dran kaputt. Er hat sich so an mich geklammert und seine Stimmung fiel um, er war plötzlich wie ein Baby, hat auch wie ein kleines Kind geredet, mich angefleht bei ihm zu bleiben, aber ich weiß das seine Stimmung nach einer Woche wieder umschlagen kann, was soll ich nur machen?

Kann dieses Verhalten auf eine frühe Demenz hindeuten?

Antworten
tkatuxa


Kann dieses Verhalten auf eine frühe Demenz hindeuten?

Es deutet auf jeden Fall auf ein neurologisches Problem hin, was dringend abgeklärt werden muss. Ob Demenz, Tumor, oder vielleicht auch etwas viel harmloseres, ihr müsst das Problem angehen.

Vieelleicht hat dein Freund Angst klarzukriegen, was mit ihm los, aber so geht es doch nicht weiter ":/

Smchli8tzauage67


Er muß wollen, dass er untersucht wird. Er muß wissen, was er vom Leben will. Und wenn er sich nicht kümmert, muß er auch damit leben, so wie es ist. Vielleicht könnte man ihn behandeln, vielleicht auch nicht.

Vielleicht hat er einen Tumor, Demenz oder einfach eine Angsterkrankung. Das kann nur ein Arzt herausfinden. Den ER aufsuchen müßte, darum kommt er nicht herum, denke ich.

Aber wenn er nicht will.....

Hilflose Helfer gibt es schon genug....

c%inder/ellxa1000


Ich bin bereit mit ihm zum Arzt zu gehen, nur zieht auch mich das alles runter.

Ich weiß nicht ob ich mich vorher wieder auf ihn einlassen soll. Er hat Schluss gemacht, ich bin seit Wochen allein, habe mich gerade damit abgefunden das er nicht auf meine SMS reagiert und dann kommt er an und weint wie ein kleines Kind. Er weiß nicht mehr das ER Schluss gemacht hat und nicht mehr warum. Er ist total verwirrt und fleht mich an bei ihm zu bleiben aber was kommt dann? Die nächste Stimmungsschwankung, der nächste Wutausbruch?

Wie geschrieben, seltsame Symptome sind schon lange da und es wird immer schlimmer, ich glaube auch nicht an etwas harmloses, dazu sind die Symptome zu krass. Wenn es wirklich Demenz ist, wie geht es weiter? Ich pflege meine Eltern und hätte dann nochmals einen Pflegefall wenn die Demenz fortschreitet. Ich bin schon jetzt am Ende meiner Kräfte.

CWinder9ella6x8


Hat er früher mal viel Alkohol getrunken?

CeindervellFax68


huch, du bist ja eine Namensvetterin *:)

c@inderePlla1x000


er hat früher Alkohol getrunken aber auch nicht täglich manchmal eine Woche nichts, und auch nicht mehr als andere. Er ist ein großer, starker Mann dem man sonst auch nie ein paar Bier anmerkte (wenn er mal was trank), letztes Jahr kam es vor das er schon nach einem Bier Sprachstörungen bekam, dann kamen immer mehr Blackouts, jetzt wo er gar keinen Alkohol mehr trinkt kommen die Blackouts seit ca. 3 Monaten wieder wenn auch nur kurz.

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