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Hypokaliämische Periodische Lähmung und Magnesiumzufuhr

HUypoKxal hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich möchte hier meine mittlerweile 5-jährige Erfahrung mit hypokaliämischer periodischer Lähmung und die Einnahme von Kalium und Magnesium beschreiben.

Den 1.Anfall bekam ich vor ca. 5 Jahren.Ich war auf dem Parkplatz eines Supermarktes und spürte eine plötzliche allgemeine Schwäche, als ob ich in Ohnmacht fallen würde und einen leichten Schwindel.Meine Beine wollten nicht mehr richtig gehen.Ich fuhr deswegen zum nächsten Krankenhaus.Ich erreichte wegen der Gangschwäche den Ausgang des Parkhauses mit großer Mühe, da ich nur ganz kleine Schritte gehen konnte.Vor dem Parkhaus konnte ich überhaupt nicht mehr gehen.Passanten alamierten das KH, ich wurde mit einer Trage im Liegen auf die Aufnahmestation verlegt.

Dort wurde neben einem EKG (i.O.) Blut abgenommen und mir wurde mitgeteilt, daß Kalium unter Norm war.Deswegen wurde mir eine Kaliuminfusion verabreicht.Anschliessend erfolgte eine geringfügige Besserung der Gehfähigkeit und ich wurde als "gesund" entlassen, obwohl ich immer noch Gehwschwierigkeiten hatte.Vor dem KH konnte ich wieder nicht mehr gehen, so daß ich erneut auf die Aufnahmestation getragen wurde.Dort bekam ich eine 2.Infusion, die erneut nur eine geringfügige Besserung hervorrief.Diesmal holte mich mein Mann vom KH ab.

Da ich damals seit 2 Jahren an einer Hashimoto Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die zu einer Unterfunktion führt) litt, stellte ich im Hashimoto Forum meine Laborwerte rein (die ich vom Assistenzarzt vor meiner Entlassung verlangt hatte).Dort sagte mir ein Hashimoto Patient, der sich mit Orthomolekular Medizin sehr gut auskennt, daß nicht nur mein Kaliumwert zu niedrig sei, sondern auch mein Magnesiumwert (beide im Serum, wie üblich in den KH).Dieser war genau an der Grenze der Norm des KH-Labors, nach Recherchen dieses Patienten aber doch unter der Norm eines Fachbuches für innere Medizin.Er empfahl mir, neben Kalium Magnesium zusätzlich hochdosiert (900 mg als Magnesiumcitrat) einzunehmen.Innerhalb ein paar Tage kam die Muskelkraft wieder, die Lähmung der Beinmuskulatur (Oberschenkel, Waden) verschwand komplett.

Nach ein paar Tagen hörte ich auf, Kalium (Kalinor) einzunehmen und ein paar Wochen später, Magnesium (Diasporal 300 Granulat = Magnesiumcitrat).

Ca. 1 Jahr später trat erneut eine Lähmung der Beinmuskulatur auf, nach dem selben Muster: Morgens nach dem Aufstehen merkte ich zuerst gar nichts, fuhr meine Tochter in den Kindergarten, dann zum Supermarkt.Als ich auf dem Parkplatz ausstieg, merkte ich eine zunehmende allgemeine Schwäche (das Gefühl, in Ohnmacht gleich zu fallen), eine Muskelschwäche der Beine, im Supermarkt wurde das Gehen immer schwieriger, so daß ich mich an den Regalen festhalten mußte, um nicht zu fallen.Meine Freundin kam zufällig vorbei und riet mir, sofort zur Hausärztin zu fahren.

Ich erzählte ihr vom letzten Anfall, bat sie darum, Blut abzunehmen, um den Kalium-und Magnesiumwert im Serum zu bestimmen.Sie konnte das Blut aber erst am nächsten Tag abnehmen, da ihr Labor an diesem Tag nicht arbeitete.Ich sagte ihr, ich fahre dann zum Neurologe.Da ich in dem Zustand nicht eine halbe Stunde im Auto fahren wollte, fuhr ich nach Hause, um den nächsten Neurologen anzurufen.Er riet mir, mich sofort in die neurologische Station des KH einweisen zu lassen.Ich rief meine Ärztin an, die mir am Tel. aber sagte, sie könne mir keine Einweisung in die Neurologie ausstellen, ich müsste dafür zuerst zum Neurologen (niedergelassen) fahren.Ich rief den Neurologen erneut an, der mir bestätigte, daß die Hausärztin mir durchaus den Einweisungsschein austellen dürfte.Ich rief die Hausärztin erneut an, die mir sagte, ich könnte ohne Einweisung ins KH fahren.Ich rief meine Freundin an, die mich ins KH fuhr.

Dort fand sie am Eingang einen Rollstuhl, auf den ich mich setzte.Damit fuhr sie nach Einweisung der Pfortenfrau zur Notaufnahmestation, die nach Anblick meines Zustandes und Erklärung meiner Freundin die Aufnahme ohne Einweisungsschein weigerte und uns auf die neurologische Ambulanz verwies.Dort wollte man mich zuerst nicht aufnehmen, da ich keine Überweisungsschein hatte.Man liess uns eine Stunde auf den Neurologen warten, der kam, als wir uns entschieden hatten, das KH zu verlassen, um ins nächste psychiatrische KH zu fahren (mit neurologischer Abteilung).Also fuhr mich meine Freundin zurück zur Hausärztin, die plötzlich imstande war, mir einen KH Einweisungschein zu geben.Darauf schrieb sie die Diagnose (ohne jegliche Untersuchung!!!) "psychogene Lähmung".Ich protestierte, da ich damit sicher nicht in die Neurologie, sondern in die Psychiatrie landen würde.Sie schrieb einen anderen ÜBschein.

Mein Mann kam in die Praxis und fuhr mich in dieses KH (Bezirkkrankenhaus).Er fuhr gleich wieder zur Arbeit und liess mich allein in der Eingangshalle.Dort fuhr mich die Empfangsmitarbeiterin schweigend zu der geschlossenen Psychiatrie.Die Tür wurde hinter mir geschlossen und erst auf mein Fragen hin, verstand ich, wo ich mich gerade befand.Die Tränen kullerten auf mein Gesicht.Ich rief meine Hausärztin, die mir erst nach langem Zögern zugab, daß sie beim Anrufen die Einweisung in die geschlossene Psychiatrie empfohlen hatte.Dort nahm man mir die mitgebrachten Kaliumbrausetabletten und Magnesiumbeutel, mit dem Hinweis, daß dies gefährlich für andere Patienten sein könnte.Es wurde zwar Blut abgenommen, aber weder Kalium noch Magnesium gemessen.Ein Psychiater untersuchte mich neurologisch (klinisch) und fand nichts Auffälliges.Die Beinlähmung war inzwischen komplett, ich konnte überhaupt nicht mehr gehen und fuhr die 3 Tage im Rollstuhl.Gleichzeitig waren Hände und Bein eiskalt und oft (vor Allem beim Stehen für die Beine) war ein Tremor zu beobachten.Dazu spürte ich eine allgemeine Schwäche und einen leichten Schwindel.Der Arzt versprach, daß ein Neurologe am nächsten Tag vorbeikommen würde, um mich gründlich zu untersuchen und lass mir verstehen, daß beim fehlenden organischen Befunde von einer psychosomatischen Ursache ("psychogene Lähmung") auszugehen sei (als ob die aktuelle Medizin komplett unfehlbar wäre...dann frage ich mich, warum man nicht alle medizinische Forschungsinstitute dieser Welt schliesst, wenn alle Ursachen aller Symptome herausgefunden worden sind).

Am nächsten Tag werde ich vom nächsten Psychiater (jeden Tag bei der Visite ein neuer Psychiater) wieder über mein psychisches Befinden befragt und es wird wieder die Visiste eines Neurologen versprochen.

Am 3.Tag wird es mir langsam zu bunt, denn Psyche hin und her, ich fühle mich weder niedergeschlagen noch suizidal und meine Beine gehen immer noch nicht.Also frage ich, ob dieser Neurologe heute kommen wird und wenn nicht, verlange ich meine sofortige Entlassung, da ich weder für mich selbst noch für die anderen eine Gefahr darstelle.Der 3.Psychiater hat dazu nichts einzuwenden und verspricht mir die sofortige Entlassung.Am Abend bin ich wieder zu Hause und entscheide mich, Kalium-und Magnesium erneut auf eigene Faust hochdosiert (40 mmol Kalium/Tag + 900 mg Magnesium als Magnesiumcitrat) einzunehmen.

Schon am nächsten Tag merke ich das Herablassen der Muskelschwäche/-lähmung, nach 3 Tagen sind alle Symptome komplett verschwunden.

Wieder ca. 1 Jahhr später tritt erneut ein Episode auf.Wieder fährt mich meine Freundin zum Arzt, da ich mich diesmal das Autofahren wegen der starken Ohnmachtsgefühlen nicht zutraue.Diesmal habe ich Glück, denn meine Hausärztin ist in Urlaub.Also fahren wir zum vertretenden Kollegen, der mich nach einem unauffälligen EKG ins nächste KH mit Verdacht auf Hypokaliämie einweisen lässt, nachdem ich ihn vom 1.Anfall erzählt habe.

Mein Mann fährt mich in dieses KH (ein anderes KH als das 1.Mal), dort werde ich auf der Innere Medizin verlegt.Ich erzähle dem jungen Assistenzarzt vom 1.Anfall, er kann zwar keine Hypokaliämie mehr feststellen, da sich aber der Kaliumwert nach einer Lähmungsattacke wieder von selbst normalisieren könne, verabreicht er mir eine Kaliuminfusion.Unmittelbar nach der Infusion ist die Muskelkraft wieder vorhanden und ich kann aufstehen und gehen.Ich werde eine Nacht zur Beobachtung behalten und am nächsten Vormittag entlassen.

Zu Hause merke ich, daß ich zwar wieder gehen kann, daß ich mich aber noch schwach (allgemeine Schwäche), schwindelig fühle.Also entscheide ich mich, Magnesium wieder hochdosiert mit Kalium einzunehmen.Wieder verschwinden alle Symptome innerhalb ein paar Tage.

Antworten
Hrypo4Kal


Folge

Vor 2 Tagen (also ca. 1 Jahr später) merke ich zwischen 10 und 11 Uhr in der Arbeit wieder eine unerklärliche allgemeine Schwäche, wieder das Gefühl, gleich in Ohnmacht zu fallen.Ich denke an Unterzucker, esse deswegen einen Fruchtriegel mit Maltodextrin.Daraufhin geht es mir noch schlechter, ich merke eine zunehmende Schwäche in der Beinmuskulatur und denke sofort an die Hypokaliämie.Da ich in einer Klinik arbeite, gehe ich in die medizinische Abteilung und biete um eine Kalinor Tablette.Unmittelbar kann ich etwas besser laufen und gehe wieder zu meinem Arbeitsbereich.Aber ich merke schnell, daß ich bald wieder zunehmend unter Muskelschwäche leide, daß das Gehen immer schwieriger wird.Ich biete meine Chefin gegen Mittag um Entlassung, um zum Arzt gehen zu können.Mein Mann holt mich ab, muß mich auf dem Rücken tragen, weil meine Beine nach ein paar mühsamen Schritten überhaupt nicht mehr gehorchen.

Da meine Hausärztin in Urlaub ist, fahren wir zu meinem Internisten.Eigentlich will ich nur eine Krankschreibung für ein paar Tage und zu Hause Kalium und Magnesium wieder hochdosiert einnehmen und abwarten, daß die Schwäche und Lähmung sich zurückbilden.Der Arzt aber vermutet eine neurologische Ursache und empfiehlt eine sofortige Einweisung in die Neurologie, um eine gründliche Untersuchung mit MRT, CT, usw. vorzunehmen.Ich stimme zu.

Im Krankenhaus machen alle-Assistentärzte, Pfleger und Krankenschwester- große Augen.Nach näherem Fragen geben sie zu, so was nie gesehen zu haben.Eine junge Assistenzärztin macht eine klinische neurologische Untersuchung und findet nichts Auffälliges.Alle Reflexe sind vorhanden, die Sensibilität ist uneingeschränkt, also scheint kei Nerv betroffen zu sein.Ich erzähle vom bisherigen Krankheitsverlauf (ca. 1 Anfall von ein paar Tagen pro Jahr), vom hypokaliämischen Befund und meine Reaktion auf die Kaliuminfusion (refraktär beim 1.Anfall, positiv beim 3.Anfall) und sage ihr, daß ich zuvor in der Arbeit 80 mmol Kalium zu mir genommen habe und am Nachmittag 600 mg Magnesium (mein Mann war auf dem Weg zum Internisten in die Apotheke gegangen und hatte mir eine Packung Magnesium gekauft).Im Blut entdeckt sie keinen Kaliummangel, aber Kalium sei im Serum grenzwertig normal.Sie gehe davon aus, daß der Wert ohne Kaliumtabletten unter Norm gewesen wäre.Eine Kaliuminfusion bekomme ich wegen des normalen Wertes aber nicht.Stattdessen fragt mich danach der Chefarzt (der mich kurz aufstehen lässt), ob mich jemand Morgen abholen könne.

Am Abend vor dem Schlafengehen versuche ich aufzustehen und stelle eine Besserung fest.Ich kann, wenn auch mit kleinen wackeligen Schritten ins Bad gehen und dort meine Zähne putzen.

Am nächsten Tag versuche ich erneut aufzustehen und kann fast normal gehen (nur eine leichte Schwäche vorhanden).Die 2 Kalium Tab und Magnesium Beutel scheinen ihre Wirkung entfaltet zu haben, ich atme erleichtert auf.

Der Stellvertreter des Chefarztes kommt dann zur Visite und sagt mir mit einem ziemlich arroganten und verachtenden Ton und Mimik, daß ich dringend einen Nervenarzt brauche.Auf meine Frage nach dem Warum sagt er mir, daß ich keinen Kaliummangel habe, da der Wert in der Norm sei und daß ich deswegen nur psychisch krank sein kann.Von den vorherigen Befunden (Hypokaliämie), dem Ansprechen auf Kalium und Magnesium will er nichts hören, blockt ein weiteres Diskutieren ab.Ich habe keine muskuläre Krankheit, eine hypokaliämische Lähmung gebe es nicht.Ich gebe auf und warte auf den Arztbrief.Dort entdecke ich mit Entsetzen, daß der bisherige Krankheitsverlauf nicht wahrheitsgemäß wieder gegeben wurde und daß ich meine "Kalziumtabletten" die Tage vor dem Anfall angeblich nicht genommen habe.Dabei handelt es sich nicht um Kalzium, sondern Magnesium.Aber es wurde Kalzium verstanden.

Zu Hause nehme ich wieder 900 mg Magnesium mit 40 mmol Kalium über den Tag verteilt und merke eine weitere Besserung der Gehfähigkeit und der Muskelkraft.Am Abend bin ich weitgehend beschwerdenfrei (bis auf leichten Durchfall und Blähungen).

H)ypoKxal


Folge 2

Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, wer denn Recht hat, dieser junge Assistenzarzt, der die Hypokaliämische Periodische Lähmung nach Recherchen im Internet gestellt hat, nachdem die Symptome nach einer Kaliuminfusion weitgehend gebessert wurden oder meine Hausärztin und der letzte Chefarzt, die die Ursache in der Psyche sehen.

Was mich stutzig macht, ist daß die 1.Kaliuminfusion vor 5 Jahren nur eine geringfügige Besserung erbracht hatte.Erst nach zusätzlicher Zufuhr von hochdosiertem, schnell verfügbarem Magnesium (Magnesiumcitrat wird sehr gut im Darm resorbiert und in die Zellen transportiert) verschwanden die Muskelschwäche-und Lähmung vollständig.

Ich hatte damals recherchiert und Folgendes gefunden: ein intrazellulärer Kaliummangel (Kalium befindet sich zu 99% in den Zellen) führt in der Tat zur Muskellähmung.Diese intrazellulärer Kaliummangel kann aber beim gleichzeitigen Magnesiummangel kaliumrefraktär sein, sprich auf die Zufuhr von Kalium (Tablette oder Infusion) nicht ansprechen.

Der Grund: der Ionenkanal, der für den Transport von Kalium in die Zelle verantwortlich ist, braucht die Anwesenheit von Magnesiumionen (Magnesium ist auch ein vorwiegend intrazellulärer Mineral).Ohne zusätzliche Magnesiumzufuhr hebt die Kaliumzufuhr den intrazellulären Kaliummangel nicht auf.Erst unter Anwesenheit von Magnesium in der Zelle kann genügend Kalium in die Zelle transportiert werden.

Was mich bei diesen Anfällen aufgefallen ist, ist daß ich nicht nur Symptome habe, die für einen Kaliummangel sprechen (Muskelschwäche-und lähmung), sondern gleichzeitig auch Symptome habe, die für einen Magnesiummangel sprechen: Muskelzuckungen (Hände, Beine im Stehen...wobei dieses Symptom je nach Anfall mehr oder weniger ausgeprägt war), Schwindel, allgemeine Schwäche, kalte Hände und Füsse (bei einem Anfall war alles eiskalt, obwohl wir im Hochsommer waren.Bei letzten Anfall war die Körpertemperatur bei nur 36 Grad.Heute nach Einnahme von 900 mg Magnesium habe ich diese Wärme in den Gliedmaßen endlich gespürt, die wie eine Welle kam).

Ein paar Wochen vor einem Anfall war Magnesium im Vollblut bei mir (Privatuntersuchung) gemessen worden, der Wert war deutlich unter Norm.Beim Lähmungsanfall war der Wert zwar in der Norm des KH, allerdings grenzwertig normal und deutlich unter der Norm eines Fachbuchs für innere Medizin (Hinweis dieses Hashimoto Patienten und von Prof.Liebscher, Gründer des Vereins Magnesiumhilfe.de).

Auf Anraten von Prof.Liebscher nehme ich seit dem vorletzten Anfall täglich 2 x 300 mg Magnesium als Magnesiumcitrat (gut und schnell verfügbar).Vor ein paar Wochen bin ich zu einem billigeren Magnesiumpräparat gewechselt (Magnesiumtridicitrat).Da dieser in loser Pulver verkauft wird, konnte ich leider die genaue Mg-Einnahme nicht so genau ermitteln, außerdem habe ich die 2.Einnahme nachmittags oft vergessen, so daß ich eine tägliche Einnahme von max. 300-400 mg Mg pro Tag vermutet.

Ich stelle mir jetzt folgende Fragen:

*kommen diese Lähmungsanfälle bei mir von einem intrazellulären Kaliummangel?

*oder kommen sie von einem gleichzeitigen Magnesium-und Kaliummangel, weswegen die Lähmung durch Kaliumzufuhr allein nicht immer rückgangig ist?

*löst ein chronischer Magnesiummangel den plötzlichen Kaliummangel?

*korreliert die Hypokaliämie im Serum (Kalium unter Norm) mit einem gleichzeitigen intrazellulären Kaliummangel?

Ferner würde mich interessieren, ob jemand hier mit der Diagnose HypoKalLähmung gleichzeitig Symptome eines Magnesiummangels hat (wie Muskelkrämpfe, Lidzucken, Zuckungen/Tremor, usw.) und ob der Magnesiumspiegel (Serum) während eines Anfalles auch mitgemessen wurde und wie hoch er war.

Ich möchte allerdings darauf hinweisen, daß ein normaler Magnesiumspiegel im Serum mit einem intrazellulären Magnesiummangel korrelieren kann, da der Spiegel im Serum nur bedingt (also erst bei starkem Magnesiummangel) den intrazellulären Spiegel widerspiegelt.

Ich habe übrigens das Gleiche für Kalium gelesen:

Da Kalium vorwiegend innerhalb der Zellen vorkommt, erlauben die Blutspiegel nur begrenzte Rückschlüsse auf die Versorgungslage. Die Blutwerte können also noch im Normbereich liegen, wenn in den Zellen bereits eine Kaliumunterversorgung vorherrscht.

Quelle: Dr.Markus Schäfer, Nestmann

[[http://www.nestmann.de/PDF/Artikel/KaliumMagnesium.pdf]]

Interessant auch:

Warum gleichzeitig Magnesium und Kalium substituieren?

Magnesium- und Kaliummangel treten fast immer gleichzeitig auf (Klassen, 1986). (...)

Das gemeinsame Auftreten von Magnesium und Kaliummangel hat aber auch einen lange bekannten physiologischen Grund: Das für den Kaliumtransport in der Zelle verantwortliche Enzym (die Natrium-Kalium- ATP-ase) kann bei Magnesiummangel nur unzureichend Kalium in die Zelle einschleusen, da sie durch Magnesium aktiviert werden muss (Haralambie, 1982).

Daher kommt es bei Magnesiummangel sogar dann zu einem Kalium­mangel, wenn die Ernährung kaliumreich ist. Selbst eine gezielte Kaliumzu­fuhr ist bei Magnesiummangel weitgehend erfolglos, weil das Kalium nicht in die Zellen kann.

Umgekehrt soll aber auch ein Kaliummangel sich ungünstig auf die Aufnahme von Magnesium auswirken.

Daher sollte eine Nahrungser­gänzung stets gemeinsam Magnesium und Kalium zuführen.

Auch unter den natürlichen Nahrungsmitteln sind diejenigen die guten Kaliumlieferanten, die gleichzeitig ausreichend Magnesium enthalten (z.B. Sonnenblumenkerne, Spinat, grüne Erbsen, Banane und Kohlrabi).

[[http://www.eder-health-nutrition.de/media/files_public/vekfctwhj/Info4_Magnesium.pdf]]

Hat jemand mit Hypokaliämischer Periodischer Lähmung eine ähnliche Erfahrung mit Magnesium (Magnesium niedrig normal, grenzwertig normal oder unter Norm im Serum, unter Norm im Vollblut, Besserung/Verschwinden der Lähmung/Schwäche durch gleichzeitige Kalium-und Magnesiumzufuhr) gemacht?

LGHypoKal

pYenanutpkink


hallo,

ich habe exakt die gleichen probleme und ebefalls hashimoto. wenn du magst, schick mir eine private nachricht (gerne auch im forum hashimotothyreoiditis), dann können wir uns austauschen!

lg pp

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