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Ungeklärter Schwindel/Benommenheit u. Schmerzen

S2tefanx_R hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe dieses Forum gerade gefunden und wollte mal meine Situation schildern in der Hoffnung das man mir vielleicht ein paar Tipps geben kann was ich als nächsten tun kann/soll bzw. welche Art von Arzt aufzusuchen ist. Ich hoffe mal das dies das richtige Unterforum ist.

Erstmal ein paar Angaben zu meiner Person

Alter: 34

Geschlecht: männlich

Größe: Sehr groß (knapp 2m) und dabei ziemlich schlank

Rauchen: ca. 10 Zigaretten am Tag

Sport: 1 x die Woche Ausdauertraining (in letzter Zeit allerdings nicht mehr)

Ernährung: wahrscheinlich nicht sonderlich gesund aufgrund von Zeitmangel häufig Fast Food etc.

Alkohol: sehr selten, ein paar mal im Jahr

bisherige Erkrankung: eigentlich nichts von Bedeutung

So das erstmal zu meiner Person. Nun zu meinem Problem. Das alles fing jetzt vor ca. 3 Monaten an und kam quasi "über Nacht"

Ich hatte ohne besonderen Auslöser ein starkes Schwindelgefühl (nach Recherche im Internet denke ich das man es eher Benommenheit nennen würde) – Es kommt mir so vor als ob ich nicht "ganz da bin" bzw. meine Umfeld nicht mehr wirklich wahrnehme. Es fühlt sich so an als wenn ich dauerhaft ein wenig angetrunken bin. Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren. Dazu hatte ich plötzliche Schmerzen in der Brust (ausschließlich auf der linken Seite) angefangen am Brustbein strahlte es auf die ganze linke Seite aus. Dazu kam ein Kribbeln im linken Arm und im linken Bein. Ich habe auch das Gefühl das da irgenwas in der Brust "sitzt" (aber kein Knoten oder so sondern viel großflächiger)

Wie gesagt, kam alles ganz "plötzlich" ohne Ankündigung. Hab mich zunächst einmal hingelegt und bekam ein bißchen Angst es könnte etwas mit dem Herz nicht in Ordnung sein. (hab mal gehört so kündigt sich ein Herzinfarkt an)

Die Schmerzen haben im Ruhezustand nachgelassen und auch das Kribbeln ging nach kurzer Zeit weg. Das Gefühl der Benommenheit blieb allerdings. Bin dann schlafen gegangen in der Hoffnung das es am nächsten Tag wieder in Ordnung wäre, dass war es aber nicht.

Daraufhin bin ich zunächst zu meinem Hausarzt gegangen, dieser war allerdings im Urlaub so das ich bei einer Vertretung war. Der Arzt hörte zunächst mein Herz ab und meinte das es keinerlei Auffäligkeiten gebe. Er ordnete für den nächsten Tag Blutuntersuchung, EKG und ein Ultraschall der Schilddrüse an (aufgrund meiner Statur) tastete auch meine Brust ab. Dies alles war jedoch ohne Befund. Ich bekam Tropfen gegen den Schwindel und er meinte ich solle mir keien Sorgen machen sowohl mit der Schilddrüse als auch die Blutwerte und das Herz wären völlig ok. Auch in der Brust gebe es keine Hinweise auf einen Knoten oder so.

Das Taubheitsgefühl im Arm kam dann immer mal wieder in den nächsten Tagen und auch die Schmerzen in der Brust, aber nicht so stark wie zuvor. Der Schwindel hingegen blieb. Dauerhauft – 24 Stunden am Tag

Bin darauf hin nach 2 Wochen wieder zum Arzt (diesmal mein eigentlicher Hausarzt) und dieser verschrieb mir andere Tropfen und tastete meine Brust erneut ab. Er meinte das dies von der Wirbelsäule kommen kann und sagte er würde fühlen das da was "blockiert" beim Bewegen und atmen (habe auch gesagt das ich Schmerzen beim sehr tiefen einatmen habe) – Darauf verschrieb er mir insgesamt 12 mal Krankengymnastik mit der Diagnose HWS/BWS Syndrom. Dort war ich ein paar mal und wurde massiert aber der Schwindel bestand weiterhin. Bin darauf wieder zum Hausarzt und zu der Zeit kam auch noch eine Sehschwäche hinzu bzw. ein "Flimmern" vor den Augen und gerade draußen unschärfe beim weitsehen (bin kein Brillenträger, letzter Sehtest allerdings mit 18 beim Führerschein) Sehen war für mich relativ anstrengend und ich fühlte ein wenig Druck oberhalb der Augen, gerade bei hellem Licht.

Mein Hausarzt wollte mich nun eine Woche stationär in die Neurologie einweisen vor allem wegen Untersuchung auf MS. Ich stimmte zu und bin dann sofort am nächsten Tag ins Krankenhaus gegangen für 7 Tage. Dort wurden dann diverse Untersuchungen durchgeführt. Obligatorische Bluttests auf alles mögliche (ohne Befung – auch auf Borreliose wurde ich getestet). EEG wurde gemacht und irgendein Test mit den Augen. MRT vom Schädel, Lumbalpunktion, Herzecho+Langzeit EKG (auf meinen Wunsch) und Röntgen Bild der Lunge.

Alles in allem kein organischer Befund. Keine Anzeichen auf eine erkrankung des ZNS.

Zu guter Letzt wurde dann noch kurz vor meiner Entlassung ein weiteres MRT gemacht, diesmal von der HWS. Ich bekam die Ergebnisse dann später zugeschickt (Befund + Bilder auf CD)

Das ganze zog sich mittlerweile über ca. 2 Monate und die Beschwerden hatte ich täglich. Vor allem die Benommenheit schränkt mich halt extrem ein in meinem Leben. Allerdings wurde es ein wenig besser. Ist nicht mehr 24 Stunden täglich sondern eher 3-4 Stunden meist Mittags und überwiegend draußen (vor allem beim Autofahren)

Naja zurück zum MRT der HWS. Denn da gab es tatsächlich einen Befund. Ich will den Befund jetzt nicht komplett hier reinschreiben. Das wichtigste laut meines Hausarzt ist dabei

"Deutlich links konvexe Skoliose der oberen BWS"

"Deutliche Steilstellung der HWS "

"Absolute Spinalkanalstenose mit Protpusion auf Höhe HWK4/HWK5

"breitbasige Protpusion mit absoluter Spinalkanalstinose auf Höhe HWK5/HWK6"

"kein Hinweis auf tumoriöses Geschehen"

Dies wäre laut meines Arzt durchaus ein sehr guter Grund sowohl für den Schwindel als auch für die Schmerzen. Soweit so gut (oder so schlecht :-( ) – Das Problem ist allerdings, ich stehe hier jetzt mit der Diagnose. Aber irgendwie sagt mir kein Arzt wie es weitergeht. Ich sollte mit den Bildern des MRT und dem Befund zum Ortophäden. Der Termin ist Übermorgen. Weiterhin sollte ich den Befund der Physiotherapeutin zeigen (diese behandelte daraufhin gezielt die HWS) – Ein anderer Arzt sagte mir ich solle lieber zum Neuro Chirurgen und nicht zum Orthopäden. Wieder ein anderer meinte auch ich solle unabhängig davon meine Augen und den Gleichgewichtssinn im Ohr untersuchen lassen weil die o.g. Befunde nicht zwingend den Schwindel verursachen sondern eher ein Grund für die Schmerzen sind.

Daher nun meine Frage. Ist es möglich/wahrscheinlich das der Schwindel aufgrund der Diagnose des MRT kommen kann? Wenn ja, was genau kann ich am besten nun tun. Welcher Arztbesuch ist sinnvoll? Erstmal den Ortopäden abwarten oder gleich auch noch einen Termin beim Neuro Chirurgen aufsuchen? Muß man das was ich habe operativ behandeln? Ist es sinnvoll das zu tun (hätte schon ein bißchen Angst mich am Halswirbel operieren zu lassen)

Wie gesagt, der Schwindel besteht immer noch täglich und schränkt mich ziemlich ein. Die Schmerzen in der Brust und am Nacken sind auch täglich – aber zu ertragen ohne Schmerzmittel – dennoch wäre es natürlich wünschenswert wenn sie aufhören würden.

Dazu sei vielleicht noch gesagt. Ich habe das Gefühl das meine Rippen auf der linken Seiten "hervorstehen" ebenso das meine linke Brust "dicker" und härter ist als die rechte (haben sich zwei Ärzte angefühlt und fanden aber nichts außergewöhnliches) – Die Physiotherapeutin aber meinte der Brustmuskel links wäre verhärtet und fragte ob ich mal ne Zerrung hatte in letzter Zeit (wüßte ich aber nicht) – Ebenso fragte sie (bevor sie den Befund gelesen hat) ob ich mal eine Rippe gebrochen hätte oder das Schlüsselbein. Daraus schließe ich mal das meine Vermutung das die linke Seite etwas "raussteht" wohl doch korrekt war. Kann dies von der Skoliose kommen? Können daher die Schmerzen kommen? Hab ein bißchen Angst das ich vielleicht etwas viel schlimmeres habe (Tumor in der Brust?) und dies nicht bemerkt wird aufgrund der Diagnose die ich bekommen habe und jetzt alles auf eben die Skoliose geschoben wird bzw. der Schwindel auf die Stenose in der HWS.

So, ist ziemlich lang geworden und wahrscheinlich auch etwas verwirrend. Danke auf jeden Fall an alle die es bis zum Schluß gelesen haben. Würde mich über ein paar Ratschläge zur Behandlungsmethode (gern auch alternativ) oder Empfehlung eines Facharzt freuen.

Gruß

Stefan

Antworten
S[ummeArladyco/nnxy65


Huhu Stefan,

ich kann nur zugut verstehen, wie belastend das ist ständig unter Schwindelattacken zu leiden. Ich mache das nun schon fast 3 J. mit. Die Lebensqualität ist derart eingeschränkt :)z . Ich habe die gleichen Symptome, schwimmendes sehen, Schwindel, wie auf Watte laufen und die schwarzen Fliegen vor die Augen. Wenn ich starken Schwindel habe ziehe ich meine Sonnenbrille auf, dann fühle ich mich besser. Außerdem solltest du mal deinen Selenhaushalt überprüfen lassen und zum HNO Arzt, denn es kann der Gleichgewichtsnerv gestört sein. Ich habe auch alle Ärzte durch. Ich habe im Netz gelesen, dass es kaum von der HWS kommt. :)z

Lg Conny

SytefXan_R


Hallo Conny!

Danke erstmal für deine Antwort. HNO Arzt wollte ich auf jeden Fall noch machen wegen dem Schwindel.

Was aber den Selen Haushalt angeht. Wie teste ich den Selen Wert? War eigentlich der Meinung des es durch die gesamten Bluttests im Krankenhaus bereits enthalten ist. Generell denke ich eher nicht das ich an Selen Mangel (oder meinst du eher das der Wert zu hoch ist?) leiden könnte da ich die Selenreichen Nahrungsmittel wie Rind, Vollkornbrot, Huhn und Kartoffeln beinahe täglich zu mir nehme. Aber ein Versuch schadet ja nicht :-)

Gruß

Stefan

S!ummeGrlaed`ycoxnny65


huhu Stefan,,

danke für deine Antwort... Den Selenwert kann man über das Blut erstellen. Das ist ein zusätzlicher Unterwert. Ich habe davon auch noch nie was gehört. Bei mir soll der zu niedrich sein. Am Freitag weiß ich mehr. Dann bekomme ich den Arztbrief. Ich klammere mich an jeden Strohhalm den ich kriegen kann. Ich möchte nur 50% meiner Lebensqualität wieder bekommen, damit wäre ich zufrieden. Den HNO arzt nehme ich nächste Woche in Angriff.

Waren die Schilddrüsenwerte i.o.? Mal sehen was der HNO bei uns beiden findet. Ich kann dich vollverstehen, andere die das nicht haben, können es nicht nachvollziehen.

Noch nen Scherz am Rande: " ich habe keine Lust mehr zu schwindeln"

Laß den Kopf net hängen... Wünsche dir viel Glück bei deinen Untersuchungen. Wir lesen voneinander...

Lg Conny :)z

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