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Schwäche und Schmerzen in Armen und Beinen, was kann das sein?

mCe'istOer22 hat die Diskussion gestartet


Hallo :) Ich bin neu hier.

Ich bin 22 und m und habe seltsame Symptome.

Ende August wachte ich eines Tages auf und fühlte mich sehr schwach, vor allem in den Armen, aber auch in den Beinen, hatte aber volle Kraft. Außerdem hatte ich Muskelschmerzen im Schulterbereich bei bestimmten Bewegungen. Ich ging mehrmals zum Neurologen, mein wurde Blut untersucht, es wurde ein MRT von Kopf und Rückenmark gemacht und die Halswirbel wurden mit Ultraschall untersucht.

Diagnose: "Muss wohl was psychosomatisches sein."

Anfang Oktober, kurz bevor MRT vom Kopf gemacht wurde, fing mein linkes Bein an zu zucken, nur im Liegen bemerkbar. Das Zucken weitete sich auf den ganzen Körper aus,mal hier mal da, aber immer am linken Knie. In der Zwischenzeit fühlte ich mich mal besser und mal schlechter.

Anfang November (vor ein paar Tagen) ging das Muskelzucken etwas zurück, dafür verspüre ich wieder stärkere Schmerzen in den Muskeln. Letzte Nacht stützte ich mich im Bett auf beiden Unterarmen auf und hatte plötzlich starke Schmerzen im Muskel im rechten Unterarm, die aber nach 2 Stunden wieder komplett verschwunden waren.

Tja. Was kann das nur sein? Generell habe ich hauptsächlich Schmerzen, Zucken, Schwächegefühl und Missempfinden in den Muskeln, es fühlt sich an als wären alle Muskeln irgendwie gezerrt/überdehnt und extrem schnell überlastet und als wären die Gelenke "eingerostet".

Ich nehme Magnesiumtabletten in denen auch alle möglichen Vitamine enthalten sind, eine Auswirkung hatte das nicht.

Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass solch eine Muskelschwäche psychosomatisch bedingt ist. Generell habe ich eigentlich sehr wenig Stress, bin nun seit 2-3 Monaten zuhause und entspanne den ganzen Tag über.

Ich bin für jede auch noch so kleine Antwort dankbar, da die Ärzte mich ja schon abgestempelt haben.

Viele Grüße,

meister22

Antworten
A,cesUto


Hallo,

kann es vielleicht GENAU daran liegen: "Ich habe nicht viel Stress, ich entspanne den ganzen Tag über!". Will sagen: Vielleicht bist Du unterfordert und somit auch Deine Muskeln? Und wenn nur etwas Stress kommt (wie vor einem MRT) geht es dann mit Zuckungen los? Ich habe im Moment ähnliche Probleme und weigere mich bisher noch, es als psychosomatisch abzutun OBWOHL ich klar an einer Angststörung leide. Ansonsten kann es auch eine "lavierende Depression" sein. Die zeigt sich NICHT durch schlechte Laune, Gedrücktheit, Weinerlichkeit sondern durch körperliche Symptome auf die man sich so sehr konzentriert, dass die eigentliche Depression als solche nicht erkennbar ist. Ein denkbarer Ansatz wäre auch eine Fibromyalgie oder was viele hier gerne nennen: "Borelliose". Du kannst da wohl nur nach dem Ausschlussverfahren gehen: MRT, Neurologe, Rheumatologe und denk auch mal an einen Diabetologen sowie Orthopäden. Diabetes kann sich auch in Form von Muskelschwäche äussern. Wenn alles negativ ist, freunde Dich VIELLEICHT mit dem Gedanken der Psyche an – auch wenn Du Dich sonst vielleicht okay fühlst. Ändert sich Dein Zustand z.B. mit Änderung des Wetters? Ist es schlimmer am Morgen und besser am Abend? Ist es besser oder schlechter nach dem Essen bzw. dem Genuss bestimmter Speisen und Getränke? Auch vom Darm kann vieles kommen....

m(nevf


Man kann nicht alles im MRT oder Blut erkennen, vor allem nicht harmlose Sachen mit unangenehmer Wirkung, wie muskuläre Angelegenheiten. Zu viel Schonung ist wie gesagt auch kontraproduktiv. Solange du dich schlapp fühlst, solltest du natürlich nicht in die Vollen gehen aber ein paar Übungen für Schulter und Rücken (die können Missempfindungen an ganz anderen Stellen verursachen) können schon langsame Linderung bringen /google fragen . Psyche spielt da oft mit rein, ohne dass man sagen müsste "Is nur eingebildet" – das ist es nämlich nicht. Nur: Wenn du diese Beschwerden hast, dich sorgst und darauf achtest, stehst du permanent unter Anspannung ohne es bewusst wahrzunehmen. Ich hatte Missempfindung ab und an mal in den letzten 10 Jahren öfter. Zu Anfang wars halt da, hmm, komisch, aber naja – > Ging von alleine wieder weg. Was es war: Keine Ahnung, aber nichts schlimmes und vergänglich. Als ich dann eine Angstphase hatte, wurde dasselbe dermaßen von mir selbst aufgebauscht, dass es länger blieb und sich alles multipliziert hat. Soll heißen: Kommt nicht aus dem nichts, sollte aber auch nicht überbewertet werden (vor allem, wenn organisch nichts schlimmes festgestellt werden konnte).

P~ustebl]umex65


besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass solch eine Muskelschwäche psychosomatisch bedingt ist.

Dann schau mal hier: [[http://www.angst-und-depri.info/aengste/angst_symptome.html]]

m_nexf


... jupp. Man sollte nicht meinen, das hieße, man bilde es sich nur ein. Die Schwäche wird schon real da sein, nur ihre Ursache ist dann nicht organisch. Kleiner aber feiner Unterschied :)z

PuicMa0x509


Klingt aber schon nach Psyche. Und die Tatsache, daß du den ganzen Tag daheim sitzt und dran denkst ist Stress genug für den Körper. Du solltest dich ablenken, wohl dosierte Bewegung....

m+eidster2x2


Hallo :)

Vielen Dank für all die Antworten!

Hmm wie zitiert man denn hier.. ":/

kann es vielleicht GENAU daran liegen: "Ich habe nicht viel Stress, ich entspanne den ganzen Tag über!". Will sagen: Vielleicht bist Du unterfordert und somit auch Deine Muskeln?

Das wollte ich nicht damit sagen, eher dass ich im Moment (seit August eben) nicht arbeite/nicht zur Uni gehe (weil man ja alles vom Papier lernen kann ;-D ) und die Zeit mir selbst widme, sei es mit gutem Essen oder Bewegung. Ich mache Dehnungs- und Entspannungsübungen und Spaziergänge, mehr geht nicht weil dafür die Muskeln zu sehr schmerzen. (Radfahren, Inline Skaten,.. )

Dann schau mal hier: [[http://www.angst-und-depri.info/aengste/angst_symptome.html]]

Vielen Dank für den Link, von diesen Symptomen trifft aber kaum eines zu. Schwächegefühl und Muskelzucken, ok kann Verspannung und/oder Stress sein, aber dieses starke überdehnte/gezerrte Gefühl in den Muskeln? Oder auch das:

Letzte Nacht stützte ich mich im Bett auf beiden Unterarmen auf und hatte plötzlich starke Schmerzen im Muskel im rechten Unterarm, die aber nach 2 Stunden wieder komplett verschwunden waren.

... klingt doch eher weniger nach Psyche? Meine Vermutung wäre ja ein eingeklemmter Nerv, aber es ist ja beiden Armen und Beinen und beim MRT wurde nichts festgestellt.

Ein denkbarer Ansatz wäre auch eine Fibromyalgie oder was viele hier gerne nennen: "Borelliose". Du kannst da wohl nur nach dem Ausschlussverfahren gehen: MRT, Neurologe, Rheumatologe und denk auch mal an einen Diabetologen sowie Orthopäden. Diabetes kann sich auch in Form von Muskelschwäche äussern.

Ich habe schon etwas Zeit damit verbracht nachzuschlagen, was es denn so für Krankheiten gibt. Irgendwie klingt aber kaum etwas plausibel, da es ja plötzlich und an beiden Armen und Beinen gleichzeitig angefangen hat und es sonst eigentlich keine weiteren Symptome gibt.

Diabetes habe ich noch überhaupt nicht in Betracht gezogen, allgemein bin ich eher der sportliche Typ, habe aber einen BMI von 25-26.

Borreliose kann mit 99,9% Sicherheit ausgeschlossen werden (Stadtkind ;-D ).

MRT wurde ja gemacht.

Fibromyalgie: Habe ausschließlich Schmerzen in Armen und Beinen und bin auch nicht an Druckpunkten oder sonstwo berührungsempfindlich.

Wenn alles negativ ist, freunde Dich VIELLEICHT mit dem Gedanken der Psyche an – auch wenn Du Dich sonst vielleicht okay fühlst. Ändert sich Dein Zustand z.B. mit Änderung des Wetters? Ist es schlimmer am Morgen und besser am Abend? Ist es besser oder schlechter nach dem Essen bzw. dem Genuss bestimmter Speisen und Getränke? Auch vom Darm kann vieles kommen....

Es ist am Abend schlimmer als am Morgen, morgens fühle ich mich meist etwas steif in den Gelenken und habe generelles Missempfinden in den Armen und Beinen. Die Muskelschmerzen sind morgens meist schwächer.

Mit dem Wetter hat sich nichts geändert (vor 1 Woche 0 Grad, jetzt 20 Grad, auch Regen hat nichts beeinflusst).

Bestimmtes Essen beeinflusst auch nichts, habe teils tagelang hauptsächlich Obst gegessen, um sicherzustellen dass ich keinen Vitaminmangel o.ä. habe. Ansonsten aber queerbeet, Kartoffeln, Tiefkühlpizza, Blumenkohl, Müsli, Brot, Fisch,..

Eine Neurologin meinte, sie würde mir empfehlen einfach nach Hause zu gehen und abzuwarten, "vielleicht ist es einfach ein Virus". Kann sich das denn so lange hinziehen, über Wochen und Monate?

Eventuell wäre noch anmerkenswert, dass sich meine Körpertemperatur eigentlich durchgehend um 37.5 rum befindet. Ich weiß, dass die Körpertemperatur schwanken kann, aber sonst war die eigentlich immer genau 37.0

Viele Grüße und nochmals vielen Dank für all die Antworten,

meister22

CNorgnelia.5x9


Ich hatte mal ein ähnliches Problem, im Anschluß an eine längere Krankheit. Irgendwie bin ich danach überhaupt nicht mehr in die Gänge gekommen und saß/lag nur zu Hause rum, und auf der Arbeit habe ich mich auch nicht viel bewegt, sitzende Tätigkeit und so. Eines Tages bin ich dann mit schrecklichen Rückenschmerzen aufgewacht. Und das ging nicht wieder weg und wurde immer schlimmer. Ich dachte schon, wunders wie krank ich bin, bin zu meinem Hausarzt gerannt und habe mich durchuntersuchen lassen. Ergebnis: alles in bester Ordnung, aber meine körperliche Form war völlig hin. Mein Arzt hat mir geraten, leichten Ausdauersport zu betreiben, Schwimmen, Radfahren oder Walking/Joggen, und siehe da, nach den ersten paar Sportversuchen waren die Probleme spurlos verschwunden!

Gerade Muskel- und Rückenprobleme können sehr gerne daher kommen, daß man völlig inaktiv in der Gegend rumsitzt. Werd aktiv, tu was für deine Gesundheit, und du wirst sehen, wie schnell sich deine Probleme verflüchtigen!

mzei`soter:22


Hallo :)

Ich habe mich jetzt wieder mal ein paar Tage erholt, habe auch versucht Sport zu machen.

Gerade Muskel- und Rückenprobleme können sehr gerne daher kommen, daß man völlig inaktiv in der Gegend rumsitzt. Werd aktiv, tu was für deine Gesundheit, und du wirst sehen, wie schnell sich deine Probleme verflüchtigen!

Vielen Dank für die Antwort.

Leider hat Sport nichts gebracht, mir tut einfach alles weh (Arme+Beine), der Sport hat das aber nicht beeinflusst (also es wurde auch nicht schlimmer dadurch). Mitterweile habe ich bei meiner Krankenkasse angerufen, die haben da so einen Ratgeberservice :-/ Der Arzt meinte, über Nacht kommt eigentlich keine Krankheit, etwas organisches fängt langsam an.

Nach dem Gespräch fiel mir dann ein, dass mir schon 2 Monate vor dem plötzlichen Schwächegefühl nachts oft die Arme eingeschlafen sind, dazu kamen mysteriöse Schmerzen in der rechten Schulter/Oberarm, die ich nicht besonders beachtete.

Ein paar Tage bevor das Schwächegefühl begann hatte ich auch seltsame Schmerzen an der rechten Handaußenkante.

Die Arme schlafen mir zwar nicht mehr ein, jedoch tun mir immer mehr Muskeln und auch Gelenke weh. Der andere Oberarm+Handaußenkante tun mir weh, die Schmerzen haben sich auf beide Arme und Beine ausgebreitet.

Am Tag des letzten Posts bin ich auch mit einem tauben Zeh aufgewacht, seitdem habe ich ein seltsames elektrisierendes Gefühl, das hauptsächlich in Fingern und Zehen auftritt, aber generell an Armen und Beinen (es kommt und geht beliebig).

Manchmal habe ich ein extrem eingerostetes Gefühl in den Gelenken, das aber nach ein paar Minuten schütteln wieder weggeht, vor allem an meinem rechten Knöchel habe ich das im Moment, schon seit ein paar Tagen, bisher gingen solche Beschwerden relativ schnell wieder zurück (und tauchten an einem anderen Gelenk wieder auf).

Nach dem Sport (und nach jeder anderen Belastung) fühlen sich meine Arme und Beine seit dem plötzlichen Schwächegefühl (das sich aber im Alltag nur noch sehr selten bemerkbar macht) extrem schwach an, alles tut sofort weh.

Ich denke mal ich werde am Montag zum Orthopäden gehen, gibt es etwas, was der überprüfen kann, das noch nicht mit MRT von Wirbelsäule+Kopf, Ultraschall vom Hals und Blutuntersuchung ausgeschlossen wurde?

Freue mich über jede Antwort :)z

Schönen Tag noch,

meister22

P2usEtebplume6x5


aber dieses starke überdehnte/gezerrte Gefühl in den Muskeln? Oder auch das:

Letzte Nacht stützte ich mich im Bett auf beiden Unterarmen auf und hatte plötzlich starke Schmerzen im Muskel im rechten Unterarm, die aber nach 2 Stunden wieder komplett verschwunden waren.

... klingt doch eher weniger nach Psyche? Meine Vermutung wäre ja ein eingeklemmter Nerv, aber es ist ja beiden Armen und Beinen und beim MRT wurde nichts festgestellt.

He Meister22, das kann sehr wohl von der Psyche kommen. Es gibt fast keinen Angstpatienten oder Depressiven der keine starken Muskelschmerzen hat.

Ein eingeklemmter Nerv kann nicht die Ursache sein, das hätte man mit dem MRT festgestellt.

Ich vermute wie dein Neurologe, Du hast psychosomatisch bedingte Schmerzen.

Die lassen sich übrigens sehr gut therapieren, dein Neurologe weis wie.

ANndIycxn


Wll dir keine Angst machen, aber so fing bei mir meine Borrelios an.

Zeckenstich gehabt?

Der normale antikörpertest (Elisa) ist nicht genau genug. Er ist oft falsch.

Besser ist ein westernblot, der aber auh nicht beweisführend ist,

Suche dir am besten einen Spezialisten und lass es abklären! Lieber einmal zu viel als einaml zu wenig.

Googel mal dr. Hopf-Seidel. Dort findest du eine ärzteliste, wo sicher auch einer in deiner Nähe zu finden sein wird.

Gute besserunga!

C(limo:29


Hallo Meister22!!

Ich habe eben ganz interessiert deinen bericht gelesen. Mir geht es ähnlich. Ich habe aber noch seit mehreren immer mal wieder Wochen Kopf- und Nackenschmerzen. Die Schmerzen in den Armen und Beinen sind seit 2,5 Wochen so stark, dass ich nicht arbeiten gehen kann.Ich war in der zwischenzeit beim MRT (Kopf und HWS) , sowie zur Lumbalpunktion/Nervenwasseruntersuchung, es wurde ein großes Blutbild gemacht – > alles unauffällig. Auch die Borreliose wurde mit dem Elisa abgetestet – > ohne Befund.Die Schmerzen sind bei mir auch gegen Abend und nachts am schlimmsten; fühlt sich manchmal an wie heftiger Muskelkater, dann wieder eher wie Nervenschmerzen.

Mein Hausarzt meint es käme bei mir vom Stress und den starken Verspannungen in der HWS. Wie geht es dir nun? Was hast du weiterhin unternommen?

Viele Grüße Clio

M}enaShhivxa


Hallo Meister, bin ganz zufällig hier gelandet und ich hoffe, du hast inzwischen deine Diagnose! Liege ich richtig, dass du das Guillain-Barré-Syndrom hast?? Deine Symptome sprechen dafür, war selber betroffen und bis zur Diagnose dauerte es einen Monat, da diese Krankheit wenig verbreitet ist, meine zuständigen Ärzte uninformiert waren und ich leider im Krankenhaus lange nicht ernst genommen wurde. Bis zur Nervenwasser-Untersuchung. Bitte gib Bescheid, würde mich interessieren, was bei dir herausgekommen ist und wies dir geht. Mena

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