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Nach künstlichem Koma nicht erwacht mit massivem Hirnschaden

vkecixi hat die Diskussion gestartet


hallo ich hätte eine, oder besser gesagt einige fragen und hoffe irgendjemand kann mir helfen. mein onkel hatte am 23.11.2012 einen herzinfrakt und war fast 20 minuten tot bevor er reanimiert wurde. seitdem liegt er im krankenhaus. er wurde am freitag gleich operiert und ihm wurde ein stent gesetzt. die ärzte haben ihn dann ins künstliche koma versetzt. seit samstag 19 uhr erhält er nicht mehr die medikamente für das künstliche koma. seitdem ist er nicht mehr aufgewacht. er hatte derweil auch eine lungenentzündung, welche man schon fast geheilt hat, denn er spricht auf die medikamente an. die ärzte haben gemeint er hat einen massiven hirnschaden und wird nicht mehr aufwachen. es kam die option zur sprache dass man die geräte abdrehen könnte. nur das problem ist, dass mein onkel wenn seine tochte ihm ein bussi auf die stirn gibt die hand drückt und einen an sich zieht. die schwester hat gemeint dass kommt vom rückenmark, halt reflexe. körperlich gesehen geht es ihm super...er atmet sogar zu 90% von alleine. die werte von lunge, leber, nieren, herz und blut sind vorbildlich. wir haben uns schon mit dem gedanken schon abgefunden ihn gehen zu lassen, aber das problem ist dass er heute die augen aufgemacht hat und geweint hat und seine werte werden von tag zu tag besser und nicht schlechter...die schwester hat gemeint dass ist ganz normal für seinen zustand sind halt reflexe und wir sollen uns keine hoffnungen machen.

meine frage, wie kann es sein dass wenn jemand einen massiven hirnschaden hat seine eigenen hände drückt und dann auf einmal die augen aufmacht. sollten wir noch warten mit dem geräte abdrehen und einfach noch weiter darauf achten. was die sache noch erschwert ist dass mein onkel taubstumm war denn mit 3 hat er eine gehirnhautentzündung gehabt. jetzt haben wir uns gedacht vielleicht haben ja die ärzte diese schädigung von der entzündung gesehen und nicht irgendetwas neues. wir können nicht mit ihm reden sondern machen alles über berührungen.. ist es möglich oder klammern wir uns da einfach nur an strohhalme?

danke für die antwort

Antworten
Kanackxs


mein onkel hatte am 23.11.2012 einen herzinfrakt

Das ist gerade mal 6 Tage her. In der Zeit eine Lungenentzündung bekommen und ausgeheilt und nun die Frage des Gehen Lassens?

Mein Gott, wie hektisch ist die Medizin geworden.

Also, auch ich möchte nicht jahrelang leiden im Fall des Falles. Aber bereits nach 6 Tagen das Handtuch werden, verstehen ich überhaupt nicht.

Ich glaube, ich bin im falschen Film.

GKolde;n>Wintexr


Ich schließe mich da an. Wenn er die Augen aufmacht und weint, dann bekommt er seine Umgebung doch mit? Das sind doch keine Reflexe? :-o Oder sehe ich das falsch?

N0ico2_Robixn


Ich würde auch DEFINITIV noch warten. Was habt ihr denn zu verlieren? Es geht ja schließlich um ein Menschenleben! Versteh einer die Ärzte :|N

m(nexf


.die schwester hat gemeint

Und was sagen die Ärzte?

Die Schwester hat eine med. Ausbildung, dass sie aber Empfehlungen a la "Geräte abschalten" ausspricht, finde ich unter aller Sau.

Für mich wäre der Punkt nach 6 Tagen nicht erreicht.

Gut, man weiß nicht genau, wie sein Zustand ist, ohne die Werte selbst zu sehen und interpretieren zu können. Ich bin niemand, der einen hoffnungslosen Fall jahrelang künstlich am "Leben" halten würde, nach 6 Tagen würde ich mich allerdings nicht dazu entscheiden alles aufzugeben, so sehr trau ich Medizinern dann doch nicht.

H,olGabRiene


Die Freundin einer Freundin lag im Wachkoma nachdem sie eine Hirnblutung hatte. Sie wurde dann in eine Art Pflegeheim verlegt und dort hat man sich mehr oder weniger nicht um sie gekümmert, sie war halt eine von vielen, die da so lagen ohne dass sich groß was ändern würde.

Nun, die Freundin wollte sich damit nicht abfinden, hat alles mögliche nachgelesen und dann ein andere Heim gesucht. Dort wurde sie viel intensiver betreut als vorher. Heute ist die gute Frau leider nicht wieder die Alte, aber sie ist mit dem Rollstuhl unterwegs und kann sich auf ihre Weise ausdrücken.

ich würde also nie die Hoffnung aufgeben, denn es ist mit Sicherheit auch noch nicht 100%ig erforscht was denn nun der Patient mitbekommt oder nicht.

Ich hab heute zufällig eine Serie gesehen, da war auch eine Person im Koma gelegen. Sie konnte dann aber Kontakt aufnehmen (geht natürlich in Wirklichkeit nicht) und sie teilte den Angehörigen mit, dass sie alles mitbekommt, aber letztendlich trotzdem nicht mehr leben möchte, weil sie ja in ihrem Körper gefangen ist und eigentlich nichts mehr machen kann. Hmmmmmmmmmmm.............ja, keine Ahnung...... das ist die andere Seite. :-/

Ich würde in eurem Fall versuchen nach Gefühl zu handeln und vielleicht noch andere Ärzte dazu befragen.

Tuessx1


Zuerst einmal tut es mir sehr leid für Deinen Onkel

Mein Mann hatte 2 schwere Schlaganfälle und hat trotz des Komas auch noch meine Hände gedrückt und die linke gelähmte Seite voll bewegt, geweint und auch mal gelächelt, was in der Tat auf Reflexe zurückzuführen ist.

Also ich stand vor einer Woche vor der selben Frage, allerdings nicht ob Maschinen abgeschalten werden sollen, sondern ob ich einer OP oder im Ernstfall Reanimationsmaßnahmen zustimmen oder ablehnen würde. Ich hätte mich auf jeden Fall gegen eine OP oder Reanimation entschieden, da es in seinem Fall nur eine Verlängerung des Sterbens gewesen wäre.

Er hat mir die Entscheidung abgenommen und ist eingeschlafen :)-

Was ich in Deinem Fall nicht verstehe, sollst Du als Nichte die Entscheidung darüber treffen ???

Gibt es eine Patientenverfügung? Was ja sehr wichtig wäre, was dein Onkel in so einem Fall für sich entscchieden hat oder hätte.

So schnell werden in Deutschland keine Geräte abgeschalten, soviel ist mal sicher.

Sprecht mit den Ärzten darüber, denn ich denke die Zeitspanne von bisher 6 Tagen ist einfach zu kurz um solche Entscheidungen zu treffen.

Wünsch Deinem Onkel alles Gute und schick Dir ein paar Kraftsternchen :)*

aqnrnieAsmocckinxgjay


Ich würde auch definitiv warten! Bei meiner Mutter wurden nach 3 Tagen die Geräte ausgestellt, aber sie hat auch weder alleine geatmet, noch sonstige Funktionen gehabt ohne Maschinen. Dass dein Onkel alleine Atmet und die Werte gut sind, lässt nicht unbedingt auf derartig massive Hirnschäden schließen! Im Übrigen würden die ÄRZTE ein Gespräch darüber führen mit euch, nicht die Krankenschwester

Tqe_sUs_1


@ anniesmockingjay

Defenitiv würde NUR ein Arzt dieses Thema ansprechen, da gebe ich Dir vollkommen recht.

Und wie sie ja schreibt atmet er allein und alle Werte sind gut, sehr merkwürdig, schon von abschalten zu sprechen ":/

mWari+pqosa


wir haben uns schon mit dem gedanken schon abgefunden ihn gehen zu lassen, aber das problem ist dass er heute die augen aufgemacht hat und geweint hat und seine werte werden von tag zu tag besser und nicht schlechter...die schwester hat gemeint dass ist ganz normal für seinen zustand sind halt reflexe und wir sollen uns keine hoffnungen machen.

Der Onkel hat die Augen aufgemacht, hat geweint, und seine Werte werden täglich besser – und das ist ein Problem?

Wie sonst soll er als Taubstummer deutlich machen, dass er noch da ist? Gebt ihm doch Zeit.

Ich habe große Hochachtung vor Krankenschwestern – aber Prognosen und so relevante Entscheidungen würde ich mit dem Arzt besprechen.

Eine Äußerung wie wir sollen uns keine hoffnungen machen ist sicher nicht ihre Angelegenheit.

Gute Besserung für den Onkel :)*

dfiaxmant3_staxr


Hallo vecii,

es tut auch mir wahnsinnig leid, was bisher geschehen ist, wie ALLE aktuell leiden! und so wünsche ich Euch aktuell die nötige Kraft, Zusammenhalt und Stärke. :)_

Da nach Meinung gefragt ist, ich schließe mich an. Erstens wissen die Ärzte es nicht sicher, zweitens wundert auch mich, dass der "dumme", empathielose Kommentar von einer Schwester kam. Das würde mich alarmieren, dass dort ein ernstes Wort gesprochen werden muss. Wenn die(!) dort keine Hoffnung und kein Interesse bei einem selbstständig atmenden, taubstummen Patienten haben, haben sie den falschen Job!

Soweit ich weiß, ist ggf. die Lungenentzündung auf die "super" %-| Betreuung zurückzuführen, was vermutlich ohnehin nicht/schwer nachweisbar wäre.

Und bevor ich über den Lebenswert eines anderen entscheiden würde, würde ich die Familie zusammentrommeln und alle einbinden, dass sie sich z.B. alle ca. 2-3 Tage abwechselnd um ihn bemühen. Ist das nicht alle UNSER Wunsch? -ich würde nicht sterben wollen, weil anderen es an positiven Erfahrungen hier fehlt. %-|

Seine Einschränkungen haben bislang sein Leben lebenswert gemacht und bestimmt ist so erstens noch mehr drin und zweitens so nicht absehbar, was noch möglich ist!

Also, ich fände es auch zu schnell entschieden und erscheint mir eher so NUR eine Aufwand-und Kostenentscheidung zu sein, weniger basierend auf fundiertes Wissen!

Den Teufel würde ich tun und die Hoffnungen deswegen jetzt schon aufgeben! Mit der Entscheidung und Verantwortung auf dieser Basis könnte ich nicht leben!

Ich würde mich freuen, wenn Du uns über Deine Gedanken informierst.

VG und alles Gute für Euch!

S aldxo


Ich verstehe nicht, weshalb man jemanden 20min reanimiert (ich dachte immer, unter normalen Umständen treten nach mehreren Minuten Unterversorgung mit Sauerstoff schon Gehirnschäden auf) und dann hinterher erklärt, der Patient habe einen massiven Hirnschaden und würde nicht mehr aufwachen? Komisch.

sEcul;lixe


Meine relativ junge Tante (immer fit,gesund,fröhlich,Mutter von 3 kleinen Kindern ) hatte auch Gehirnblutungen und war lange im Koma.Jetzt ist sie wach und kann nur eine Hand bewegen und in eine Richtung sehen.Ihre Augen sind unbeweglich.Ansonsten ist sie gelähmt,kann nicht reden,essen,usw..Inzwischen kann sie aber atmen..

..Sie wird künstlich am Leben gehalten und all das Leid sieht man in ihrem Augenausdruck..

So etwas mitzuerleben ist ein Albtraum.

c*haroliedoxg


Nach nur 6 Tagen ist es doch noch viiiiiiel zu früh um etwas zu entscheiden !! Der Mann braucht vielleicht einfach nur Zeit?

s=culelie


Ihr Gehirn ist massiv geschädigt ,aber wie bei deinem Onkel würde ich zumindest etwas mit dem Abschalten warten.Ich würde mit den Ärzten reden was am besten im Interesse des Patienten ist.Die Schwestern dürfen sich zu diesem Thema nicht äussern.

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