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Psychovegetative Erschöpfung?!

W1ölkcIhenx09 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Vor ca. 3 Jahren bin ich, aus bisher ungeklärten Gründen, zusammengeklappt.

Seitdem habe ich ständig Angst, dass es wieder passiert. Bilde mir ein, dass mir Schwindelig ist etc.

Sehr schlimm ist es, wenn ich allein in ungewohnter/unbekannter Umgebung bin, wie z.B. bei Einstellungstest, in Wartezimmern bei Ärzten etc.

Einige Einstellungstests habe ich aus diesen Gründen abbrechen müssen :°(

Seit ca. 4 Wochen habe ich ständig Bauchschmerzen, konnte kaum was essen, habe 5 Kilo abgenommen (175 cm und dann nurnoch 47 Kg) etc.

Daraufhin war ich beim Arzt und er hat mir Tabletten gegeben und mich erstmal 1 Woche krank geschrieben. In dieser Woche musste ich dann erfahren, dass meine Oma verstorben ist. Als es immernoch nicht weg war, bin ich erneut zum Arzt gegangen und er hat mir nochmal diese Tabletten gegeben (eine Besserung war zu spüren, aber weg war es noch nicht). Ich wurde noch eine Woche krank geschrieben. Als sich die Symptome aber nicht besserten und ich noch den zusätzlichen Stress durch den Tod meiner Oma hatte (Wohnung leer räumen, Beerdigung etc.) bin ich erneut zum Arzt. Er hat mich erneut 1 Woche krankgeschrieben. Nun war ich knapp 3 Wochen nicht in der Schule, als ich dort ankam, wurde ich von sämtlichen Lehrern angesprochen und mir wurde unterstellt, dass ich geschwänzt hätte und keine Lust auf Schule hatte. Sie üben jetzt einen ziemlich großen Druck auf mich aus. Sobald ich an Schule denke, wird mir übel und ich fange am ganzen Körper an zu zittern. :°(

Ich kann seit knapp 6 Wochen nicht richtig schlafen und kann auch kaum noch essen. Habe keinen Hunger und wenn ich mich zum Essen "zwinge" bekomme ich nichts runter. 1 Milchschnitte am Tag reicht völlig aus :-(

Zudem habe ich mich vor knapp einer Woche von meinem Freund getrennt und bin wieder zurück in meine Wohnung gezogen.

Nun bin ich heute Morgen erneut zum Arzt gegangen. Habe extra meine Mutter in der Schule anrufen lassen, da ich nicht wieder den Spott der Sekretärinnen abbekommen wollte. Ich saß im Wartezimmer, die 30 Minuten warten kamen mir vor wie 3 Stunden. Mir war wieder total übel und schwindelig. Als ich dann endlich dran kam und im Behandlungszimmer saß, war es dann so schlimm, dass ich am Liebsten aus der Praxis gerannt wäre. Ich bin dann nach vorne zur Anmeldung und habe den Arzthelferinnen mitgeteilt, dass ich Kreislauprobleme habe. Diese haben mich dann ins Behandlungszimmer begleitet,hingelegt und den Blutdruck gemessen. Alles in Ordnung.

Ich "weiß" selbst, dass ich mir den Schwindel und meine Übelkeit "einbilde". Sobald ich die Praxis verlasse und in meinem Auto sitze geht es mir wieder "gut".

Genauso war es bei meinem Einstellungstest. Diese ungewohnte Umgebung, die fremden Menschen, nach ca. 2 Stunden habe ich den Test abgebrochen. Da ich nicht alleine nach Hause fahren durfte (Anweisung der Prüfer), habe ich mich abholen lassen. Zu Hause und in gewohnter Umgebung angekommen ging es mir wieder besser.

Mein Arzt meinte, dass es keine köperlichen Anhaltspunkte für meinen Gesundheitszustand gibt, d.h. es muss eine Kopfsache sein. (So wie ich es mir auch schon gedacht habe)

Ich habe ihm gesagt, dass ich alles dafür tun würde, dass ich einfach unbeschwert leben kann und meine Aktivitäten wieder genießen kann! Ich gehe nurnoch selten privat raus, sondern hocke immer nur auf meinem Sofa. Er meinte zu mir, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine psychovegetative Erschöpfung handelt.

Wie gesagt, ich würde alles dafür tun, um wieder ein ganz normales Leben zu führen.

Als ich mich im Internet ein wenig schlau machen wollte, bin ich immer wieder auf Burn-Out gekommen. Ich habe einen Test gemacht und es kam mehrfach heraus, dass ich sehr stark gefährdet bin.

Nun meine Frage...

Was denkt ihr? Könnte es sich um eine psychovegetative Erschöpfung bzw. Burn-Out handeln? Sollte ich mich in eine Klinik einweisen lassen? Wie lange dauert es, bis es mir wieder gut/besser geht? Hat jemand ähnliches erlebt oder aber Erfahrungen damit?

Ich würde mich über Antworten freuen!

Liebe Grüße

Wölkchen09 @:)

Antworten
SWunflo}wer_l73


Tut mir leid, aber das klingt mehr wie Panikstörung. Diese Fluchtneigung, die Du beschreibst, ist da definitiv typisch für. Auch die Tatsache, dass die Symptome so schlagartig verschwinden, wenn Du "flüchten" kannst.

"Psychovegetative Erschöpfung" ist eine nette Formulierung für eine Depression, die mit deutlichen körperlichen Beschwerden einhergeht.

Dass Du obendrein noch akut angeschlagen bist aufgr. des Todes Deiner Oma, kommt hinzu.

Von BurnOut (ist ja eh nur Bezeichnung für eine speziellere Variante einer Depression!) würde ich weniger sprechen; Du reagierst vielmehr deutlich auf die merkwürdige Schwindel- bzw. Angstvariante.

Ich kann Dir nur raten, Dich schnell um eine Psychotherapie (Fachrichtung Verhaltenstherapie) zu kümmern. Oder ggf. kurzfristig in eine Klinik zu gehen, wenn Du es v.a. auch mit dem Essen nicht bald in den Griff bekommst. Dein Gewicht ist schon reichlich niedrig.

Wie lange es dauert, bis es Dir besser geht: Hängt davon ab, ob a) Belastungen nachlassen, b) wie Du mit den Symptomen umgehst und c) wie schnell Du d) geeignete Hilfe bekommst.

Alles Gute!

mUnef


Ich würde es eher eine Angststörung nennen, auch wenn es sicherlich große Überschreitungen hat. Dir ist schlecht, schwindelig, du hast Angst umzukippen und kannst dich auf alles konzentrieren, aber nicht auf ein wichtiges Gespräch etc. Sobald du wieder in Sicherheit bist, gehts dir blendend. Das ist keine Einbildung, dir geht es wirklich schlecht dabei. Nur die Ursache ist eben nichts körperliches. Aber trotzdem nicht harmlos, weil du ja dauerhaft darunter leidest.

Darf ich fragen was für Tabletten das waren? Mit Medikamenten gegenfeuern finde ich eher nicht so optimal :-/

Kannst du mal mit deinen Lehrern reden oder können deine Eltern es tun?

Da sollte mal das direkte Gespräch mit den Lehrern gesucht werden zwecks Klärung. Den Spott der Sekretärin hast du nicht verdient und das ist nicht in Ordnung (selbst wenn sie sicherlich wirklich viele Kein-Bock-Schüler haben rechtfertigt das nicht, alle so zu behandeln).

An Klinik würde ich jetzt nicht denken, wohl aber an einen Psychotherapeuten. Wie lange es dauert, bis du das mit dessen Hilfe in den Griff bekommst, kann man leider nicht sagen, aber es könnte dir einiges ersparen. Es so weiterlaufen machen wirds vermutlich nicht einfach bessern @:)

P6iM$a0580x9


Liest sich teilweise ein bisschen wie meine eigene Geschichte.

Ich hatte im Mai einen schlimmen Schwindelanfall auf der Arbeit. Körperliche Ursache gab es keine, aber die ständige Angst, daß es wieder passiert, ist geblieben. Mir war irgendwann dauerschwindelig. Ich habe angefangen Situationen zu vermeiden (Agoraphobie) um nur nicht wieder in die Situation zu kommen....

Ich habe eine Panikstörung entwickelt und mache eine Therapie....

schau mal auf [[www.panikstoerung.info]] und falls du magst [[www.panikstoerung.info/forum]]

Dort findest du viele Leute mit den gleichen Problemen.

wjiVenerx2008


Daraufhin war ich beim Arzt und er hat mir Tabletten gegeben

welche?

[[http://www.panikattacken.at/]]

PHu1steKblumex65


Hi Wölkchen

Seitdem habe ich ständig Angst, dass es wieder passiert. Bilde mir ein, dass mir Schwindelig ist etc.

Wie kommst Du auf den Gedanken, dir den Schwindel einzubilden? Entweder ist dir schwindelig, oder nicht!

Sehr schlimm ist es, wenn ich allein in ungewohnter/unbekannter Umgebung bin, wie z.B. bei Einstellungstest, in Wartezimmern bei Ärzten etc.

Du hast Angst!

Einige Einstellungstests habe ich aus diesen Gründen abbrechen müssen

Weil deine Angstsymptom Schwindel so stark war.

Seit ca. 4 Wochen habe ich ständig Bauchschmerzen, konnte kaum was essen, habe 5 Kilo abgenommen (175 cm und dann nurnoch 47 Kg) etc.

Ein klares psychische Symptom.

Ich "weiß" selbst, dass ich mir den Schwindel und meine Übelkeit "einbilde". Sobald ich die Praxis verlasse und in meinem Auto sitze geht es mir wieder "gut".

Das ist absoluter Quatsch. Schließlich bildest Du dir deine Gewichtsabnahme ja auch nicht ein.

Mein Arzt meinte, dass es keine köperlichen Anhaltspunkte für meinen Gesundheitszustand gibt, d.h. es muss eine Kopfsache sein. (So wie ich es mir auch schon gedacht habe)

Du hast ein Psychisches Problerm und das ist verdammt real.

Ich vermute Du hast eine Angsstörung und/oder Depression. Google man nach Selbsttest dieser Störungen. Und folge dem Hinweis der Auswertung.

Mein Beileid zum Tod deiner Großmutter.

Alles Gute Dir

P+iMua0#5x09


Ich finde da braucht sie keinen Selbsttest.

Einfach mal eine Seite lesen, wo es um Panikattacken geht. Da wird sie sich auf jeden Fall wieder finden.

Und der Schwindel ist nicht eingebildet, aber er wird durch die Kopfsache hervorgerufen. Und das ist eine große Baustelle.

WTölkchmexn09


Hallo,

Also mein Arzt hat mir einen Arzt empfohlen, nur konnte ich da heute leider nicht anrufen, da dieser freitags geschlossen hat. Somit bleibt mir nur abwarten und am Montag anrufen.

@ mnef:

Gegen die Bauchschmerzen hat er mir Omeprazol verschrieben.

Ich weiß nicht, ob es was bringt mit den Lehrern zu reden. Diese haben seit diesem Jahr Konkurrenz durch eine andere Schule bekommen und nun versuchen sie all diejenigen "rauszuschießen", die dem Druck nicht standhalten. Und da passe ich mit meiner 3-Wöchigen krankheitsbedigten Abwesenheit ja perfekt rein. Nur möchte ich auch nicht aufgeben. Ich habe einen Traum und um den zu erreichen, muss ich die Schule bzw. das Abitur schaffen. Ich habe ziemlich große Angst, dass wenn ich mit den Lehrern das Gespräch suche, dass diese sagen, dass es sowieso nichts mehr bringt und ich "rausgekickt" werde :°( Das wäre das schlimmste was mir passieren kann! Das würde mir den Boden unter den Füßen wegziehen. Und meine Noten waren bisher auch nicht so schlecht, dass ich sage, dass ich es nicht schaffen würde. Ich habe (noch) den nötigen Ehrgeiz, aber durch die ständigen Sticheleien der Lehrer fühle ich mich ziemlich schlecht und habe Angst, dass ich bald nicht mehr zur Schule will, weil ich mich "gemobbt" fühle :°(

Ich möchte mein Leben ja ändern und wieder "gesund" werden, aber das schaffe ich einfach nicht, wenn mich mein Umfeld seelisch kaputt macht. Momentan habe ich mich von all meinen Freunden etc. zurückgezogen. Es gibt nurnoch eine Bezugsperson. Zu dieser habe ich sehr viel Vertrauen und ich brauche sie einfach. Ich möchte mein Leben regeln, aber ich habe das Gefühl, dass mir alle möglichen Menschen Steine in den Weg legen und mir meine Kraft nehmen :°(

Ppustebjlumxe65


Liebes Wölkchen

Ich möchte mein Leben ja ändern und wieder "gesund" werden, aber das schaffe ich einfach nicht, wenn mich mein Umfeld seelisch kaputt macht.

Du wirst nur gesund werden, wenn Du dein Wohlergehn nicht von anderen abhängig machst. Du allein bist für dein Wohlergehn verantwortlich, nicht andere.

Momentan habe ich mich von all meinen Freunden etc. zurückgezogen.

Das sind die besten Voraussetzungen für Psychische Erkankungen.

Es gibt nurnoch eine Bezugsperson. Zu dieser habe ich sehr viel Vertrauen und ich brauche sie einfach.

Gut das Du wenigsten einem Menschen vertraust.

Ich möchte mein Leben regeln, aber ich habe das Gefühl, dass mir alle möglichen Menschen Steine in den Weg legen und mir meine Kraft nehmen

Du wirst deine Einstellung zu den Menschen ändern müssen, wenn Du gesund werden willst. Ein Psychotherapeut könnte dir helfen diesen Weg zu gehn.

Wölkchen09

m%nexf


Wurden deine Bauchschmerzen auch untersucht oder hast du einfach auf gut Glück Omeprazol bekommen?

Ich habe ziemlich große Angst, dass wenn ich mit den Lehrern das Gespräch suche, dass diese sagen, dass es sowieso nichts mehr bringt und ich "rausgekickt" werde

Einerseits verständlich, aber andererseits.. wieso sollte das passieren, wenn deine Noten doch nichtmal leiden. Versuch es erstmal nicht persönlich zu nehmen. Lehrer sind auch genervt und hören täglich einiges an Schülergejammer, das kann schonmal den Blick für die, denen es wirklich schlecht geht, trüben.

_4P<arvatxi_


Mal zu der ganzen Lehrergeschichte: Ich würde den Lehrern schon verdeutlichen (kannst du ja auch schriftlich machen, falls dir das leichter fällt) das sie das nix angeht, warum du krank bist. Das einzige, was ich denen vielleicht sagen würde ist, dass deine Oma gestorben ist. Dafür sollten sie zumindest etwas Verständnis aufbringen. Alles andere, also was du für Krankheiten hast, geht sie nichts an.

Und warum sollten sie dich von der Schule kicken? Wenn du Krankenscheine vorlegst, dann können sie dir doch nix. Aber es wird für dich natürlich schwer, wenn dich die Lehrer einmal auf dem Kicker haben. Ich hab das auch durch. Sehr belastend. Das muss ich nicht nochmal haben.

m!nexf


Dass es sie nix angeht was los ist, stimmt natürlich.

Ich würde mir trotzdem genau überlegen, ob es in dieser Situation gut ist, darauf zu pochen.

Ich erzähle meine Leiden auch nicht gerne rum und weiß, dass ich nicht muss, aber in der ein oder anderen Situation hat es schon Wunder gewirkt, eben doch das Gespräch zu suchen und sich zu erklären – das ist was anderes als rechtfertigen oder rausreden.

PWustebylumex65


Tja das ist so eine Sache den Lehrern reinen Wein einzuschenken.

Es gibt Lehrer die für Psychische Probleme Verständniss aufbringen.

Es gibt aber auch Lehrer die psychische Probleme zum Anlass nehmen, einen Schüler mit Vorsatz zu schassen, z.B. in der Examensprüfung. Das habe ich persönlich erlebt.

W=ölkwchesn0x9


@ mnef:

Er wollte mich zur Magenspiegelung schicken, aber als ich dort anrief um einen Termin zu machen, haben die mich abgewiesen und gesagt, dass man das bei so jungen Frauen nicht macht und das er erst andere Möglichkeiten wie Blut abnehmen etc. in Betracht ziehen soll.

Daraufhin bin ich wieder zum Arzt und dieser meinte nur, dass wenn seine Kollegen das so haben wollen, dass er mir dann jetzt die Tabletten verschreibt und wir schauen, ob es besser wird.

Und die Geschichte mit den Lehrern..

Ich weiß es nicht. Die Meinungen gehen hier ja auch schon sehr auseinander.

Entweder sie "akzeptieren" es oder aber sie nehmen es als Grund mich noch mehr zu "mobben". Und da die mich ja sowieso schon auf dem "Kicker" haben, weiß ich nicht wirklich was ich machen soll.

Was meint ihr denn, sollte ich jetzt ganz "normal" mit meinen Sorgen und Ängsten zur Schule gehen oder aber warten bis ich einen Termin beim Arzt bekommen habe? Da in der Praxis 9 Ärzte sind und mein Hausarzt meinte, dass man dort sehr schnell einen Termin bekommt, hoffe ich, dass ich nächste Woche schon einen Termin bekomme.

m5nGef


Lass erstmal ein großes Blutbild machen. Dieses Rumschubsen zwischen den Ärzten ist ja unmöglich :|N Mal angenommen deine Magenschmerzen kommen auch von deiner Angst, dann wäre es ziemlich falsch, dir weiterhin die Tabletten zu verschreiben.

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