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Lyrica gegen Polyneuropathie

Tcreexnd hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich habe mich neu hier angemeldet, kenne das Forum aber schon länger und find ich auch super :).

Kurz zu mir: ich bin männlich, 22, Diabetiker Typ 1.

Bei mir wurde eine diabetische Polyneuropathie diagnostiziert. Und das obwohl meine Zuckerwerte sehr gut sind. Viel weiter senken lässt sich der nicht, bestätigten mir auch meine Diabetologin, mein Neurologe sowie mein Hausarzt. Mein Hb1C liegt immer so um die 7.0

Zuerst versuchte man an mir Madopar. Jedoch komplett ohne Wirkung. Nun habe ich Lyrica bekommen und weiss nicht so recht was ich davon halten soll. Habe es gestern zum ersten Mal genommen, 75mg vor dem Schlafen.

Im Internet findet man viel widersprüchliches. Habe mir auch die Threads hier im Forum über Lyrica durchgeschaut.

Was mich jedoch vorallem brennend interessiert (meinen Arzt vergessen zu fragen): Senkt Lyrica den Testosteronspiegel? Ich gehe ja davon aus...

Ich betreibe Kraftsport, hatte heute nachdem ich gestern Lyrica genommen habe weniger Kraft als sonst. Könnte aber auch sein, dass ich heute einfach einen schlechten Tag hatte.

Achja diese 75mg sind eine Startdosis, mein Arzt meinte man müsse die Dosis wahrscheinlich dann noch erhöhen.

Das Lyrica ist ja schon nicht ganz ohne, ich bin mir da nicht sicher was die besser ist, mit dem Kribbeln klar kommen oder Lyrica zu nehmen. Bin durch die Neurophatie schon eingeschränkt, kann nicht so gut schlafen und bin öfter mal gereizt und schlecht gelaunt deswegen. Aber wen ich so lese was Lyrica für Nebenwirkungen hat...

Vorallem Wen es den Testosteronspiegel senkt kommt mir das sehr ungelegen. Ich trainiere jetzt seit ca. 1 1/2 Jahren. Und wiege knapp 64 Kg bei 173cm.

Antworten
k$atti_lein


ich habe Lyrica 3 Jahre lang wegen neuropathischer Schmerzen genommen (kribbelige Beine,Rücken etc.) . Die Schmerzen waren dadurch weg. Ich habe mit 75mg morgens und abends begonnen. Das macht einen anfangs erstmal müde, ich konnte dann nachts hervorragend schlafen, am Tag jedoch erst mal leicht matschig.

Später, nach ca. einem Jahr hatte ich bis auf 2x 25mg runterdosiert. Im Januar diesen Jahres habe ich es ausgeschlichen und abgesetzt (wegen schwanger werden).

Ich denke , dein Kraftverlust kommt erstmal durch die anfänglichen Nebenwirkungen. Wenn du es so 2-3 Wochen genommen hast, sollte sich alles wieder eingependelt haben. Den Diabetes musst du gut im Auge behalten, mein Stoffwechsel hatte sich damals etwas verändert, hatte ziemlich viel Appettit bekommen und 6kg zugenommen.

Zum Testosteronverlust kann ich dir leider nix sagen, da solltest du nochmal mit deinem Arzt drüber sprechen.

Sollten deine Schmerzen nicht allzu stark sein und du könntest ohne auskommen, ist das natürlich immer besser, auf der anderen Seite empfand ich es als Linderung, kann aber heutzutage auch gut ohne auskommen.

TIreexnd


Danke für deine Antwort. Musstest du die Dosis nicht erhöhen? 75mg ist ja eher eine leichte Dosierung. Wie ging das bei dir so mit dem ausschleichen, hattest du dabei überhaupt keine Entzugssymptome? Der Gedanke abhängig davon zu werden gefällt mir nicht. Mein Arzt meinte aber auch, dass man Lyrica nicht richtig abhängig macht und das man die Abhängigkeit nicht wie die einer Opiat- oder gar einer Benzodiazepine-Abhängigkeit vergleichen kann. Davon kommt man ja dann nur sehr schwer wieder runter.

Ab wann nach der ersten Einnahme hattest du bereits eine Linderung der Symptome gespürt?

B)remexnsie


Ich habe MS und nehme wegen der Gefühlsstörungen in Händen und Füßen Lyrika schon ein paar Jaher. Morgens 150mg und Abends 150mg. Ich habe keine Nebenwirkungen und die Gefühlsstörungen halten sich damit in Grenzen.

klattil)exin


Musstest du die Dosis nicht erhöhen?

Kommt vielleichtr ein bischen auf die Körperkonstitution an, ich wog zu dem Zeitpunkt auch nur 50kg und 75mg haben mich da am Anfang schon ein bischen gedämpft. Nach der Nebenwirkungphase (wenige Tage) hatte ich kaum Müdigkeit oder Beeinträchtigung im Alltag, meine Schmerzen waren einfach nur weg.

Wie ging das bei dir so mit dem ausschleichen, hattest du dabei überhaupt keine Entzugssymptome?

Man muss ganz langsam ausschleichen, sprich: nach den 75ern 2Wochen lang 2x 50mg , 2 Wochen 3x25mg, 2-3 Wochen 2x25mg, 2Wochen 1x 25mg, dann der Versuch, es wegzulassen. So hab ich es zumindest gemacht, hat ganz gut funktioniert.

Lyrica macht nicht psych. abhängig, wie z.B. Opiate ( so einen Entzug hab ich auch schon durch...Hölle).

Ab wann nach der ersten Einnahme hattest du bereits eine Linderung der Symptome gespürt?

kann ich gar nicht mehr genau sagen ":/ ... bei mir war das ziehen in den Beinen am unangenehmsten, das war nach ein paar Tagen weg... es ging eigentlich ziemlich schnell, hatte jetzt auch nicht so sehr dolle Symptome. Ich hab mich halt insgesamt wohler gefühlt. Hab regelmässige BB-Kontrollen machen lassen, war auch immer alles ok :)^

Wie gesagt, ich habs 3 Jahre lang genommen.

Da ich jetzt in der Schwangerschaft z.Z. wieder vermehrt unter unruhigen Beinen leide, überlege ich auch, nach Geburt und Stillzeit nochmal eine Weile Lyrica zu nehmen, falls es nicht besser wird.

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