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Geplatztes Aneurysma

s3andrjaSW hat die Diskussion gestartet


Hallo,

bei meiner 54-jährigen Mutter ist am Sonntag ein Aneurysma im Stirnbereich geplatzt. Seither liegt sie im künstlichen Koma und wir wissen einfach nicht wie es weiter geht. Wenn jemand damit Erfahrung hat soll er sich bitte melden.

Gruß und Danke

Antworten
-\phpoe7be


also eine direkte voraussage zu machen wäre Frevel.

Bei der Freundin meiner Mutter war es jedoch so, das sie, als sie aus dem Koma erwachte, nicht mehr Herr ihrer Sinne war.

Die Sauerstoffversorgung war nicht mehr gewährleistet als das Blut auf das Gehirn drückte.

Sie lebt jetzt in einem Heim -ist zwar ansprechbar und kann sich an alte Zeiten sehr gut erinnern -also das langzeitgedächtnis ist ihr geblieben. Das Kurzzeitgedächtnis ist aber nicht mehr vorhanden.

Wie das jetzt im Einzelfall aussieht kann man wirklich nicht sagen...was für Teile im gehirn unterversorgt waren...wie alt sie ist, alles das spielt eine große Rolle. Man kann leider nur abwarten.

AGlexca1x912


ist das vererblich?

mein vater hatte dreimal hirnbluten durch ein geplatztes aneurysma

und er hat es immer überlebt weil er zu niedrigen Blutdruck hatte.

er lag zwar nicht im koma aber er musste so sachen wie lesen und schreiben und mit zahlen umgehen lernen. auch sprechen ist nicht so einfach gewesen, aber mit der zeit geht es wieder.

er hat jetzt kaum noch einschränkungen.

hoffe deine mutter hat glück!

allerdings frage ich mich ständig ob das vererbbar ist ???

hAatnna-rxenee


sei so oft wie möglich bei deiner mutter

hallo sandraSW.

ich hoffe deine mutter ist noch bei dir ? entschuldige wenn es etwas kaltherzig klingt, aber ich habe das selbe mit meiner durch. es war vor gut 7 jahren. bei meiner mutter ist damals auch ein aneurysma geplatzt. sie lag lange im koma (auch künstlich). sie hatte lange einen sehr hohen hirndruck. die ärzte sagten es wäre kurz vor der grenze zum hirntod. jedes mal wenn wir abends angerufen haben in der uni hatten wir herzrasen. man weiß halt nicht ob was passiert ist. mal ging der druck runter mal wieder hoch. mein vater war jeden tag bei ihr (wir wohnen ca. 1 1/2 stunden von der uni entfernt). ihr wurde ein stück schädel entfernt damit sich das hirn ausdehnen kann. in den ersten zwei wochen habe ich sie nicht besucht. ich konnte es nicht.

ich glaube sie lag drei bis vier wochen im koma. danach wurde sie auf die wachkomastation verlegt. keiner wußte was aus ihr wird. die ärzte sagten meinem vater es gäbe kaum überlebenschancen und wenn sie nicht so jung gewesen wäre ( zu dem zeitpunkt 41) hätte eine op wohl nicht mehr stattgefunden. es war zu viel blut im kopf. das erste was die ärzte sagten war das wenn sie wieder wird, sie nie mehr die persönlichkeit haben wird wie sie einmal hatte. es gab auch nicht viel hoffnung das sie ohne geistige schäden davon kommt. das war echt hart für uns. im wachkoma fing sie an mit uns zu "kommunizieren". wir wußten nicht ob sie weiß wer wir waren. sie konnte ihren daumen bewegen und "sagte" durch bewegen 'ja'oder 'nein'. gesehen hat sie wie ein säugling - sprich sie hat schatten verfolgt -. wichtig ist das du mit ihr redest. erzähl was eventuell haustiere machen oder bestell grüße von bekannten und verwandten. wir haben gemerkt das es darauf reaktionen gab (daumen bewegt). nix negatives erzählen !!!! ich habe ihr immer gesagt was wir wieder unternehmen werden wenn sie nach hause komm, obwohl ich nicht wußte ob das je geschehen wird. zum weinen bin ich aus dem zimmer gegangen. ich dachte sie merkt das vielleicht. nach ca. 2 monaten uni kam sie in die rehaklinik. dort lag sie auch lange auf der intensivbetreuung. auch da war garnichts über ihren zustand bekannt. ich kann dir nicht genaue zeiten sagen aber es waren ca. 3 bis 4 monate bis wir wußten das sie uns erkennt und weiß wer wir sind. ich muss jetzt erst mal eine pause machen. ich kann dir nur sagen sie sitzt zwar im rollstuhl und linksseitig gelähmt, aber sie reißt witze, kann reden wie ein wasserfall und erzählt mir sachen die ich mir nie merken würde. langzeitgedächtnis ist top, nur was sie gestern gegessen hat weiß sie nicht mehr. da bringt sie einiges durcheinander.

ich würde dir gerne mehr schreiben. melde dich wenn es dir hilft.

toi toi toi für deine mutter und euch

p.s. es kann vererbbar sein. die ärzte werden dir raten ein mrt machen zu lassen. ich und meine schwester haben das machen lassen. ist alles o.k.

-\phoxebe


wie passend..meine freundin hatte gerade eine op mit einer

y-prothese..ihr wurde gesagt dass dies vererblich ist.

LG

h2an_na-renxee


was ist ein y-prothese ? es kann vererbbar sein. meine tante hatte es auch. sie ist leider daran verstorben. andere fälle waren nicht bekannt in unserer familie. die ärzte sagten auch man kann sein ganzes leben ein aneurysma im kopf haben. es kann platzen aber auch nicht.

A\lexax1912


Hatte im sommer

letzten jahres eine kernspintomographie und die war unauffällig, heißt das jetzt, dass ich es nicht vererbt bekommen habe ???

-UpGhoe[be


ne -das heißt es nicht. Das heißt nur das bei dir noch nichts zu erkennen war. Achte ein wenig auf deine Ernährung und rauche und trinke nicht. Das sind Risikofaktoren.

AQlexa119x12


na super rauchen tu ich aber!

reicht es auch weniger zu rauchen!

hian[na-Prenexe


phoebe hat recht. man kann so ein aneurysma auch so bekommen. nur es ist schon mal ausgeschlossen das du eins o. mehrer vererbt bekommen hast. die erste frage die der arzt meinen vater gefragt hat war ob sie raucht ? auf der anderen seite denke ich es gibt so viele sachen die tödlich sein können bzw. krank machen können. sei froh wenn du gesund bist und zerbrech dir nicht den kopf darüber.

AZlexa|191x2


Hilfe!

na super, jetzt habe ich angst.

mein vater hatte auch ein aneurysma und es ist ja wohl vererblich.

wurde als kleines kind untersucht und wie gesagt letzten sommer.

sollte ich mich jetzt öfter einer Kernspint. unterziehen?

aber wenn ich das z.b. vererbt bekommen habe, müßten doch ausbeulung oder so bemerkt worden sein. die kommen doch nicht urplötzlich sondern sind schon da?!

ich muss dazu sagen dass ich am augenlid eine ader habe die man sehr stark sieht und wenn ich weine oder so schwillt sie sehr an. alle denken immer das wären make up reste.

könnte sowas darauf hinweisen? aber am auge?

stanfdraSW


Hallo,

wollte mich bei euch allen, die mir geantwortet haben, bedanken.

Es ist schön nicht allein mit seinen Problemen zu sein.

Meiner Mutter (geplatztes Aneurysma am 08.02.04) geht es inzwischen körperlich wieder ganz gut.

Geistig ist bei ihr leider alles etwas durcheinander.

Sie lebt im Moment mehr in ihrer Vergangenheit als in der Gegenwart und hat starke Wortfindungsschwierigkeiten und kann sich ganz schwer erinnern.

Man merkt auch das sie ab und zu nicht zu wissen scheint wer gerade mit ihr redet, obwohl sie einen vorher begrüßt hat.

Das sind vielleicht für viele nur Kleinigkeiten, wenn man bedenkt, daß uns keiner sagen konnte ob sie jemals wieder aufwacht oder was sie danach für Schäden hat.

Es ist aber sehr schwer mit ihr umzugehen, da man nicht weiß was bei ihr ankommt und ob sie jemals wieder die alte wird!

Weil hier immer von Vererbung die Rede ist, möchte ich mal fragen was ihr macht wenn bei euch ein Aneurysma gefunden wird. Laßt ihr euch operieren? Was macht ihr wenn eine Operation nicht möglich ist oder das Risiko zu groß ist.

Wollt ihr wirklich wissen das eine Zeitbombe in eurem Kopf tickt??

Ich wurde auch aufgefordert mich untersuchen zu lassen, aber habe mich dagegen entschieden.

Ich möchte mich weder diesem großen Risiko einer Operation am Gehirn aussetzen noch möchte ich wissen das ich ein Aneurysma im Gehirn habe, daß vielleicht garnicht operiert werden kann und nur jeden Tag darauf

warten das es platzt.

Hoffe das es mit meiner Mama weiter aufwärts geht, da ich gern den Menschen wieder haben möchte den ich am 08.02.04 verloren habe!!!!

hfannaq-rexnee


re: sandraSW

schön das es deine mutter bis hierher schon geschafft hat.

zu der frage mit der untersuchung : ich würde es wieder machen. ich habe mich verrückt gemacht als ich mich noch nicht hatte untersuchen lassen. jetzt weiß ich ich habe keins. und hätte ich eins würde ich viele ärzte um rat fragen. es ist schwer zu sagen ob ich mich einer op hingeben würde, die ärzte hatten damals gesagt eine op am gesunden hirn kann schlimmere auswirkungen haben als am kranken. deshalb würde ich die ärzte fragen.

du hast deine mutter nicht verloren. es ist ein stück persönlichkeit die SIE verloren hat.

ich bin froh das ich meine mutter habe, auch wenn sie sachen tut oder sagt die sie früher nie gemacht hat. z.b. ißt sie sachen die sie früher nicht angerühert hätte und andersrum genauso.

ich wünsche dir und deiner mutter alles gute.

SKannigxirl


re: Sandra

Schön, das es deiner Mutter besser geht!

Das sie noch durcheinander ist, ist eigentlich normal, denn nach so einem Eingriff muss sich erst mal das Gehirn regenerieren.

Das du dich nicht untersuchen lassen möchtest, kann ich gut verstehen! Meine Aneurysmen sind auch familiär bedingt und sind aber wegen Symptome gefunden worden, erst da kam man drauf, das es eine familiäre Disposition geben muss, da meine Schwester im selben Alter wie ich (33-34 Jahre) Probleme hatte und man dann ein grosses Aneurysma fand. Bei ihr wurde damals offen operiert und man konnte es nur kleben, drei Jahre später wurde es gecoilt, mittlerweile war es 2,8 cm gross, ein Riesenaneurysma. Mein erstes und größtes wurde auch gecoilt, das zweite kleinere war "uncoilbar, habe dann fast zwei jahre nach einem Neurochirurgen gesucht, der es geklippt hat, immer hatte ich Symptome, die aber seit der OP verschwunden sind, Bei der Clipping-OP fand der Neurochirurg noch ein neues, das dritte Aneurysma, das klebte er. Ich bin froh, das ich endlich operiert bin, das leben mit einem unversorgten Aneurysma hat mich sehr belastet, zudem weil es auch ständig Symptome machte und ich dachte, es geht jetzt los. Ich habe ständig an dieses Aneurysma denken müssen, das war grausam.

Wenn es ausser deiner Mutter noch Familienangehörige gibt, die ein Aneurysma haben, würde ich mich untersuchen lassen, denn wenn es erst platzt, hat man schlechte Chancen und falls bei dir eins gefunden wird, kannst du einen guten Arzt suchen. Ich kann dir einige Tipps geben, wenn du sie mal brauchen solltest.

Alles Gute!

AJnas&tacfia1980


mein Vater hat auch ein aneurysma gehabt und

ich habe mich letzten august untersuchern lassen aber man hat nix gefunden.

aber sicher kann ich mir nicht sein oder!?

wenn nicht, besteht denn die möglichkeit sich einmal oder zweimal im jahr darauf untersuchen zu lassen CT oder kernspint ???

ist das eigentlich ungesund?

welcher arzt würde das unterstützen!

habe super angst das auch zu bekommen. allerdings hat nur mein vater das sonst keiner in der familie / jedenfalls nichtbekannt.

bei ihm ist es auch geplatzt!

danke für eure antwort!

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