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Gibt es nichtssagende Läsionen im Gehirn

c.inderUellaq-baxby hat die Diskussion gestartet


Hallo alle zusammen, ich möchte kurz eine Frage stellen und würde mich über aussagekräftige Antworten sehr freuen DANKE schon mal im voraus cinderella-baby

in einem mrt des Kopfes, wurde fronto basal eine Läsion gesehen, der der Ärzte aber überhaut keine Beachtung Schänkten. Nun meine Frage gibt es nichtssagende Läsionen im Gehirn, kann man das ignorieren, so hinnehmen oder sollte ich doch noch mal zu nem anderen Arzt gehen. ??? ???

Antworten
tQheQ-cagvexr


1. was für eine Läsion? Marklagerdefekt (white matter lesion)?

2. warum wurde das MRT gemacht?

Und um die Frage schon mal zu beantworten: Ja, einzelne Marklagerdefekte haben in der Regel nichts zu bedeuten. Außerdem gibt es noch als Sonderform das UBO (unidentified bright object, im Deutschen auch als "unidentifiziertes bildgebendes Objekt" bezeichnet).

Der Klassiker in diesem Zusammenhang ist die junge Frau, die sich wegen unspezifischer Beschwerden Sorgen macht, "zur Sicherheit" ein mehr oder weniger überflüssiges MRT bekommt, in dem der Radiologe dann eine einzelne Marklagerläsion beschreibt. Vernünftigerweise geht man dem nicht weiter nach (es sei denn natürlich, es gibt andere Hinweise auf eine ernste neurologische Erkrankung). Ansonsten kommt es oft zu weiteren überflüssigen und belastenden Untersuchungen (klassischerweise gehen solche Geschichten mit einer Liquorpunktion weiter), am Ende stehen dann meist mehr Ängste und Unsicherheiten als vorher.

Wenn dein Arzt, der Deine Beschwerden und sonstigen Befunde kennt, diesen Befund als unbedeutend einstuft, hater aller Wahrscheinlichkeit nach damit Recht.

chinderOellTa-baby


hi the-caver,

Danke erstmal für deine schnelle Antwort

Warum das MRT gemacht wurde ist, eine sehr sehr lange Geschichte. Deswegen hier ne Kurzfassung: ich hab seit Jahren nenn Gesichtsfeldausfall, der schleichend immer mehr wird, deswegen wurde ich vom Augenarzt zum Neurologen geschickt, dieser machte ne VEP die extrem verlängert war. Deswegen schicke er mich ins KH, dort wurde ne LP gemacht, bei der der Liquor wie ein Rinnsal aus der Punktionsstelle schoss. Dann gab es den Verdacht auf Pseudo Tumor Cerebrie, da wurde dann auch ein MRT vom Kopf gemacht, es war ohne Befund also auch ohne die Läsion. Ich wurde entlassen und es wurde beschlossen, dass ich in nem halben Jahr noch mal zu einer LP kommen sollte, diese war unauffällig das Liquor schoss diesmal auch nicht aus der Punktionsstelle und auch der Druck war in Ordnung. Gut ein Jahr später war ich erneut im KH, diesmal in einem anderen. Dort wurde erneut eine VEP gemacht, auch diesmal war sie verlängert, und es wurde auch wieder eine LP gemacht. Bei der der Liquor wieder wie ein Rinnsal aus der Punktionsstelle schoss, diesmal war der Druck auch etwas erhöht und es wurde Liquor abgelassen. Auch wurde erneut ein MRT des Kopfes gemacht, bei dem diesmal die besagte Läsion gesehen wurde.

was noch wichtig sein könnte:

Gesichtsfeldausfall

verlängerte VEP

stärkste Kopfschmerzen mit

Übelkeit Erbrechen Sprach und Denkstörungen

ständige Nacken Schulter Verspannungen

CMD

es wurde einmal der Verdacht von MS geäußert danach aber nie wieder erwähnt

tehe-!caver


Hm, spannende Geschichte ;-)

Das mit dem MS-Verdacht ist eben der Klassiker bei einer einzelnen Marklagerläsion (ich hab den Begriff im ersten posting nuir icht verwendet, um keine zusätzliche Panik zu erzeugen). Aber solange es nur eine ist und die Symptomatik nicht dazu passt (das muss natürlich der behandelnde Neurologe beurteilen), ist es ok.

Das MRT ist aber auch nicht die empfindlichste Methode zum Nachweis des Pseudotumor cerebri – was hat denn die Spiegelung des Augenhintergrunds ergeben?

Zum Pseudotumor cerebri passen auch Kopfschmerzen, Übelkeit kann auch dabei sein – das sie so stark sind und Sprachstörungen auftreten, lässt allerdings auch an Migräne denken (Patienten mit häufiger Migräne haben auch öfters Marklagerdefekte, das hat allerdings keine Bedeutung für die Diagnose oder Therapie). Dazu müsste man jetzt mehr über die Schmerzen wissen.

Ist denn schon mal versucht worden, das Ganze einfach als Pseudotumor zu behandeln, und wenn ja, hat's was gebracht? Gesichtsfeldausfälle und verlängerte VEP bekommt man ja nicht einfach so, irgendeinen Grund muss das Ganze ja haben.

c`in=derelEla-baxby


hi the-caver,

spannend naja ;-D Panik verbreiten naja das geht nicht so schnell bei mir |-o

so nun zurück zum Thema

was hat denn die Spiegelung des Augenhintergrunds ergeben?

Eine Spieglung des Augenhintergrunds hat es nie gegeben

Ist denn schon mal versucht worden, das Ganze einfach als Pseudotumor zu behandeln und wenn ja, hat's was gebracht?

Nein es ist nie versucht worden, es als Pseudo Tumor Cerebra zu behandeln. ich muss dazu sagen, 1 Ärztin im letzten Krankenhaus wollte das, durfte es aber nicht dank des Oberarzt der von allen nur Dr. kotz genannt wird.

Gesichtsfeldausfälle und verlängerte VEP bekommt man ja nicht einfach so, irgendeinen Grund muss das Ganze ja haben

So sehe ich das auch, aber die Antworten der Ärzte sind folgende,

ja ok sie haben die Symptome, und das ist auch nicht gut aber warum, dass wissen wir auch nicht.

oder finden sie sich damit hab.

oder woher sollen wir das wissen, sind wir Gott.

oder das können nur sie sich selber beantworten warum sie das haben.

oder tja das sie auf dem Auge dann irgendwann blind sein werden, ist nicht schön aber auch nicht zu ändern.

oder wissen sie bei ihren ganzen Symptomen und Untersuchungsergebnissen, geht es uns wie einem Maler der alle Farben mischt und dann Schwarz hat, der kann auch nicht mehr sagen, welche Farben drin sind.

tUhe-Xcavexr


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Eine Spieglung des Augenhintergrunds hat es nie gegeben

Das glaube ich kaum – es wäre schon mehr als ungewöhnlich, wenn der Augenarzt einen Gesichtsfeldausfall diagnostiziert und nicht mal einen Blick in den hinteren Augenabschnitt wirft. Möglicherweise war das Ergebnis normal und er hat es Dir deswegen gar nicht gesagt – das würde dann den Pseudotumor unwahrscheinlich machen. Soweit ich weiß, spricht auch die VEP-Veränderung dagegen, bin aber kein Neurologe.

Da eine zunehmende Gesichtsfeldeinschränkung ja etwas ist, was im Alltag ernsthaft beeinträchtigen kann, wundern mich allerdings auch die Aussagen der Klinik. Ich bin ja wirklich kein reund von Doctor-Hopping, aber da sollte vielleicht nochmal jemand anders ran...

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