» »

Hochschrecken beim Einschlafen

c#aolzay hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

wie viele bin ich auch nicht sicher, ob ich mich hier Thematisch richtig eingeordnet habe. Mag daran liegen, dass ich mein Problem nicht wirklich einzuordnen weiß.

Kern meiner Sorge ist das Einschlafen: Ich gehe Abends ins Bett, bin auch müde, körperlich sowie geistig. Ich gehe auch gern schlafen, ich mag mein Bett, ich mag Schlaf und nicht das Aufstehen ;-D

Doch nun passiert es immer öfter, dass ich wirklich totmüde im Bett liege und nicht in den Schlaf finde, weil ich jedes Mal hochschrecke sobald ich fast eingeschlafen war. Und dieses hochschrecken ist wirklich wirklich schlimm! Es ist beinahe Todesangst die mich in diesem Augenblick überkommt, ich schnappe nicht mehr nach Luft, sondern habe das Gefühl, dass meine Atmung ausgesetzt hat und ich so schnell wie möglich Luft in meine Lungen pressen muss. Das Selbe mit dem Herzschlag. Zuerst scheint er nicht existent zu sein und kurz darauf hämmert es gegen die Brust ??? Ich Kralle mich in die Bettdecke, sitze senkrecht im Bett oder drehe mir panisch zur Seite. Es macht mich einfach fertig. Das kann auch mehrfach an einem Abend passieren, so dass mir vor Müdigkeit schon alles weh tut.

Nun weiß ich aber nicht wodurch es dazu kommt. Was das beeinflusst oder gar begünstigt.

Als Hintergrund: Ich habe schon seit Kindertagen Herzstolpern, doch alle Untersuchungen brachten nur, dass es normal sei und ich damit leben müsste – ok, gelingt mir auch meistens.

Des Weiteren habe ich schon länger Einschlafprobleme weil mein Kopf einfach nicht zur Ruhe kommt, wenn die Gedanken Achterbahn fahren. Es hat mir an der der Stelle sehr lange von Klosterfrau Nervenruh geholfen. Mit Hopfen aus der Drogerie. Doch das hilft bei dem Hochschrecken nicht, eher.... ich würde fast behaupten es macht es schlimmer. Habe es stattdessen auch schon mit Baldrian versucht, doch davon war keinerlei Wirkung zu bemerken.

Nun stellt sich die große Frage: Was kann ich tun?

Soll ich zu einem Arzt? Wenn ja welchen? Schlaflabor? (Was natürlich schwer ist, muss ja arbeiten, hab ein Kind und will nicht andere deswegen belästigen.)

Andere Beruhigungs, oder Entspannungsmittelchen versuchen?

Leider habe ich auch noch keine Taktik ermitteln können, die mich aus der Akutsituation Abends heraus holt. Ein bisschen scheint zu helfen wenn ich mich mit etwas beschäftige. Etwas mache, worauf ich mich konzentrieren muss, mich ablenken. Was mit fortschreitender Uhrzeit immer schwerer fällt, wenn die Augen schon brennen und Tränen und ich dann versuche Rätsel zu lösen, damit ich bloß nicht an den verreckten Einschlafversuch denken muss. Da vergeht auch gut und gern mal über eine Stunde. Eine kostbare Stunde Schlaf...

Ich übertreibe? Ich finde nicht :°(

Habe ich Stress? Hm. Kann das irgendwer mit nein beantworten? Habe ein kleines Kind, einen Job, einen Haushalt, eine schwer kranke Mutter und ja ich war auch mal depressiv. Ich will mir nicht anmaßen zu behaupten mein Päckchen sei schwerer als das von Anderen, aber vielleicht spielt es eine Rolle. Leider weiß ich nicht was sonst noch eine Rolle spielt und erwähnenswert ist. Erteile auch gern weitere Auskünfte.

Zu guter Letzt: ich bin 29 Jahre alt.

Bin für Hillfe dankbar, auch wenn es nur Anregungen sind.

Besten Dank.

Antworten
PUeddxi


uuuuufff.... das hört sich nach Streß an. Ich kenne das, wenn ich einfach zu viel habe, und es mir zuviel wird.

Hast du schon mal eine Reha gemacht?

m@oOntxag


Für mich klingt das nach einer Angststörung! Und je mehr man drüber nachdenkt und Angst davor hat, dass es wieder "passiert", umso öfter tritt es auf, oder?

c5alxzay


Hallo,

Reha? Ich musste zugeben schmunzeln als ich das gelesen habe. Leider ist sowas für mich nicht möglich. Einst hatte ich den Versuch mit einer Mutter-Kind-Kur gestartet, was jedoch kläglich scheiterte, da mein Sohn sich schrecklich unwohl fühlte und dann Nachts nicht mehr schlief. Ergebnis: Abbruch nach 10 Tagen und ich war fertiger als zuvor. Der Einzige der wirklich FREI hatte, war mein Freund.

Angst? Ehrlich gesagt habe ich keine Angst ins Bett zu gehen. Vielleicht ist das Unterbewusstsein stärker als ich es für möglich halte, doch ich gehe wirklich gern ins Bett.

M^issTAvo


Also diese Zustände von keine Luft kriegen und Herzschlag erst wie nicht exitent, hören sich für mich danach an, dass dein Körper schon schläft aber dein Bewusstsein noch wach ist, bzw nicht richtig wegdämmern kann.

Das hat man in einem gewissen Sinne auch bei Schlafparalyse oder auch gewollten und ungewollten ausserkörperlichen Erfahrungen.

Nur dass dies bei dir eben gerade ein ungewollter Zustand ist, der davon ausgelöst wird, dass du zur Nacht hin kopfmäßig nicht abschalten kannst.

Dieses Aufschrecken hatte ich auch öfter. Mein Körper hat dann gekribbelt & mein herz wie Sau gepocht.

Dann als ich wieder eine normale Phase meine Lebens erreicht hatte, hörte das auch auf.

Einige Monate später habe ich mich mit den AKE´s (ausserkörperlichen erfahrungen) beschäftigt und weiss jetzt dass es ein Schlaf/Wachzustand geben kann, den ich durchaus als erstrebenswert erachte. Zumindest für mich.

Vielleicht versuchst du für dich eine Entspannungstechnik und ein geregelten Ablauf am Abend zu erarbeiten. Es gibt richtige Regeln für die Schlafhygiene. Zum Beispiel hier:

[[http://tipps-gegen-schlaflosigkeit.de/]]

Viel Glück dabei :-)

gNaLulomisxe


Ich glaube, das gibt es relativ häufig, ich meine sogar, daß ich mal irgendwann was darüber gelesen habe.

Ich zumindest kenne das, mir passiert das, wenn ich so müde bin, daß ich im Grunde bei Aufschlag auf dem Kopfkissen einpennen könnte, wenn ich nicht mal mehr Zeit zum Nachdenken, den-Tag-Revue-passieren-lassen habe, weil mein Körper einfach sagt, Feierabend.

Dann schrecke ich unversehens hoch, gefühlt, kurz bevor ich aus traumseligem Dämmern in die nächsttiefere Schlafebene rutsche...und dann liege ich erstmal wieder hellwach da, mit Herzklopfen und dem unbestimmten Gefühl, was vergessen zu haben.

Habe ich meistens nicht. Und ich kann dann auch ziemlich gut wieder einschlafen. Bei dir hört sich das etwas unangenehmer an. Wie häufig passiert das denn? Und kannst du nach dem Schreck schlafen?

CLhri%stinxa85


Ich kenne das auch....mir wurde erklärt, dass der Körper manchmal so schnell "runterfährt", dass der Körper Angst hat zu sterben und deswegen alle Systeme wieder in Sekundenschnelle auf "aktiv" stellt.

Es ist ganz schwierig, diesen Prozess, dass man dann plötzlich "Angst" vorm Einschlafen hat, wieder zu unterbrechen, vor allem, weil man sich eben auf dieses eigentlich seltsame Gefühl des Einschlafens konzentriert.

Bei mir ist es einfach wieder verschwunden. Ich kann mich aber den Vorschreibern anschließen, dass auch ich in dieser Zeit nervlich ziemlich angespannt war.

Hilfreich könnte am Abend ganz banal eine Tasse Honigmilch sein, oder Melissentee, der macht im Nebeneffekt sogar noch fröhlich :-)

k@a_tercNharolie


Nun weiß ich aber nicht wodurch es dazu kommt. Was das beeinflusst oder gar begünstigt.

ich kenn das auch. es kommt wenn man ins traumland abdriftet.

manchmal ist das traumland so krass...

und mach dir nicht so viel sorgen.

PEustebelumRe65


Für mich klingt das nach einer Angststörung! Und je mehr man drüber nachdenkt und Angst davor hat, dass es wieder "passiert", umso öfter tritt es auf, oder?

Ich vermute auch Angststörung. Du wirst die Hilfe von einem Psychotherapeuten gebrauchen können.

RXegen8schi$rm*dame


Kleiner Tipp zum Ausprobieren:

Vor dem Schlafengehen 30-45 Min. lang in gemütlich warmem (mind. 37°C) Wasser und voller Badewanne baden. Vielleicht habt ihr ein schönes Badeöl zuhause? Oder du machst dir eine CD mit (möglichst ruhiger) Lieblingsmusik an? Und danach ins Bett. :-)

Durch die Wärme des Wassers erhöht sich deine Körpertemperatur leicht. Wenn du die Badewanne dann verlässt, sinkt sie logischerweise (recht schnell) ab. Leicht gesenkte Körpertemperatur heißt aber auch: Schlaf-Modus. Du unterstützt sozusagen die natürliche Herabsenkung der Körpertemperatur beim Einschlafen und dein Körper denkt: jetzt kommt Einschlafen. Nebenbei hast du in der Badewanne natürlich Gelegenheit in Ruhe und ohne Ablenkung über den Tag nachzudenken, ganz stressfrei 45 Minuten nur für dich zu haben.

Wenn dir das hilft, wäre ein Anfang gemacht. Wie du dann weiter vorgehst, müsstest du dir entsprechend deiner Erfahrungen überlegen.

Abraten würde ich dir von (nicht-natürlichen) Schlafmitteln. Die verkürzen nachgewiesenermaßen die Lebensdauer und sind bei Herzstolpern sowieso nicht so ratsam.

Wenn alles nichts hilft, wäre wohl der Gang zum Therapeuten eine Variante... Aber man kann vorher sicher auch versuchen, dem Problem selbst auf die Schliche zu kommen. ;-)

KQr%ähe


Ich stimme Regenschirmdame zu. Immer dieses Angststörungsgeschrei...zu einer Angststörung gehört mehr, als Stress und eine vegetative Reaktion darauf %-| Die Therapeuten sind so überrannt, wen wunderts.

Calzay, durch Stress oder Schlafstörungen (z.B. bei Schichtarbeit) kann es passieren, dass du zu schnell in den REM-Schlaf fällst. Dein Bewusstsein ist noch nicht völlig "aus", aber deine Muskulatur erschlafft schon und die Atmung wird weniger, die Reaktion darauf ist häufig ein angstvolles Erwachen, das auch von Halluzinationen (z.B. Ohrensausen, weißes Rauschen) begleitet sein kann und noch mehr Angst macht.

Ich schließe mich dem Rat von Regenschirmdame an. Du solltest vor dem Zubettgehen runterfahren, das muss ja nicht immer in der Wanne geschehen, gedimmtes Licht, keine spannende, laute Unterhaltung (ruhige Musik oder ein Hörbuch, kein TV) vorzugsweise nicht im Bett, sondern auf dem Sofa/Sessel. Dein Hirn beginnt nämlich schon mit dem Schlafen, bevor du das merkst und richtig wegnickst, die Hirnaktivität verändert sich vorher. Hochdosierter Baldrian über einen längeren Zeitraum eingenommen, kann auch helfen. Versuch mal, nicht in Rückenlage einzuschlafen.

Sollte das nicht den gewünschten Erfolg haben, gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, zum Therapeuten zu gehen. Vielleicht hilft es dir auch, wenn du dich anderweitig um Unterstützung bei deinen vielen Verpflichtungen bemühst, vllt durch Geschwister, wenn vorhanden.

Bevor du dich von einer Therapie in die nächste Stürzt, wäre auch eine Schlafabnoe medizinisch auszuschließen!

c[a{lzaxy


Guten Abend zusammen,

lange habe ich mich nicht mehr gemeldet und meine Möglichkeiten abgewogen. Leider musste ich mich wieder mit starken Extrasystolen beschäftigen. Hatte auch erneut ein Belastungs-EKG. Ohne Befund – natürlich.

In der Tat hatte ich schon in Erwägung gezogen meine damalige Therapeutin nochmal zu kontaktieren. Um die allgemein Stimmung zu verbessern und mich zu beruhigen!? Ein bisschen kaputt fühle ich mich zugegebener Weise schon.

Allerdings habe ich auch den ganz dringenden Wunsch doch nochmal zu einem Kardiologen zu gehen um dem, im wahrsten Sinne des Wortes, mein Herz auszuschütten. Warum? Ich wünsche mir nicht wirklich, dass der etwas findet, ich glaube ich suche immer wieder nach der Bestätigung, dass ich körperlich gesund bin. Und die kann ich mir nicht selbst geben.

Die Extrasystolen sind nämlich nicht gerade hilfreich, wenn ich ohnehin schon schwer in den Schlaf finde. Die letzte Zeit war durchwachsen. Es gab Abende da war ich sofort eingeschlafen, kaum dass ich im Bett lag und es gab Horrornächte wo ich Stunden damit zugebracht habe mich zu beruhigen und mich weder auf meinen Herzschlag noch auf Schnappatmung oder sonst was zu konzentrieren.

Ich weiß, dass es noch mehr Leute gibt, denen es genauso oder zumindest ähnlich geht, doch das beruhigt mich wenig. Zumal in Akutsituationen. Das Einschlafen ist die Eine. Heftig sind die Extrasystolen mitten am Tag, wenn ich fast zusammenklappe und Luft hole und bestimmt auch panisch aussehe. Bisher hat mich niemand dabei gesehen. Wüßte auch nicht wie ich das erklären sollte.

Schlafabnoe hatte ich auch schonmal auf der mentalen Liste. Zu welchem Arzt muss man da wohl?

Danke für den vielen Zuspruch und die wirklich konstruktiven Ansätze und Vorschläge! :)^

loovHeab,le<3


Huhu *:)

verzeiht mir, wenn ich nun nicht mehr alles lese. Ich kann zum Titel schreiben, dass das bei meinem Freund so jeden zweiten Tag 2 – 3 mal passiert. Er sagt dann immer, dass er kurz eingeschlafen ist und träumt, dass er von wo runter kommt. In dem Moment wo er aufprallt schreckt er hoch.

Er ist psychisch auf dem 1a Zustand, wenn ich das mal so schreiben darf.

Ist auch meistens, wernn er auf dem Rücken liegt.

waasxy1


Liebe calzay,

der beste Rat, den ich Dir geben kann, und das ist wirklich ganz ernsthaft gemeint: KEINE PANIK!

Dies Hochschrecken genau in dem Moment, wo Du am Einschlafen bist, ist viel verbreiteter als Du denkst. :)_

Ich kenne das seit Jahren und als ich das mal einem Freund gegenüber erwähnte, sagte er: Was? Du auch?

Was wir in so einer Situation erleben, ist nichts beängstigendes. – Therapeut, Angststörung, Reha – alles Quatsch!

In einigen der Februar-Beiträge stand es stand ja schon und das geht wirklich vielen so:: Dein Körper will sich entspannen, und wenn er keinen sanften Weg hat/kennt; der Blitz, der durch Dein ganzes System geht, ist eben auch eine Form der Entspannung – wie beim Gewitter.

Kein Wunder, wenn man da erschreckt – hochschreckt.

Nach meiner Erfahrung kann ich Krähe und loveable<3 zustimmen, Rückenlage ist nicht so gut und heutzutage schlafe ohne Probleme in Seitenlage mit einem guten Buch in der Hand ein. Zur Zeit lese ich Eiland von Aldous Huxley

*:) LG

HcomxoAni5malExst


Interessanterweise kenne ich das auch, es kommt aber glücklicherweise sehr selten vor.

Ist das Phänomen wirklich so verbreitet?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH