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Längerfristige (oder gar lebenslange) Einnahme von Ssri

D6i0lles


@ sunflower,

ich stell das nicht ungefiltert rein sondern sage immer dazu "mit dem Doc besprechen".

Zudem haben auch meine Ärzte gesagt "könnte" von SRNI kommen. Deine Erklärung könnte auch stimmen, wie vieles in dem Sektor, weiss man auch das nicht gewiss.

Da ich wieder ziemlich depressiv geworden bin nehme ich wieder SRNI, mehr als vorher, aber kombiniert mit Quetiapin und Lithium, als Manieschutz.

Es gibt nicht wissenschaftlich fundierte Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Manien und SSRI und SRNI. Wenn man SSRI oder SRNI nimmt sollte man auf sich achten was eine gesteigerte Stimmung betrifft,die geht meist einher mit weniger Schlafbedürfniss, dies sollte man dann mit dem Psychiater besprechen.

Naico_gRobHin


Nur als kurzer Einwurf:

Ängste und Depressionen gehen nicht immer, aber oft Hand in Hand.

k(leineGsäff~chexn


Vielen Dank, Sunflower_73!

Das hilft mir sehr weiter. Ich werde schauen, dass ich bei einem anderen Verhaltenstherapeuten unterkomme, der wöchentliche Sitzungen anbietet und bei dem die Chemie passt.

DVil8lexs


Ängste und Depressionen gehen nicht immer, aber oft Hand in Hand.

Würde ich auch so sehen. 10.000 Suizide im Jahr von Depressiven muss was mit Lebens- und Existenzangst zu tun haben. Wenn sich in der Depression das Grübeln einstellt gehen die Gedanken fast nur in die Angstrichtung zumindest wars bei mir und meinen Mitpatienten so.

Ntico_dRobixn


Würde ich auch so sehen. 10.000 Suizide im Jahr von Depressiven muss was mit Lebens- und Existenzangst zu tun haben. Wenn sich in der Depression das Grübeln einstellt gehen die Gedanken fast nur in die Angstrichtung zumindest wars bei mir und meinen Mitpatienten so.

Ja. Und umgekehrt lähmen Ängste, machen träge und handlungsunfähig, schränken einen in seinem Bewegungsfreiraum ein. Das kann auch entweder von einer Depression kommen oder zusätzlich eine auslösen.

SFunflcower_x73


Ich respektiere ja die persönliche Sichtweise von jedem – aber es ist schwierig, wenn subjektive Sichtweisen völlig verallgemeinert werden und dann auch noch falsche Schlüsse gezogen werden.

Wir haben hier rd. 13.000 Suizide jährlich. Davon entfällt nur EIN TEIL auf echt Depressive. Der Suizidanteil bei bewussten Entschluss bei schwerwiegenden Lebenskrisen (nicht jede miese Stimmung ist eine Depression!), der bei Schizophrenie und best. Persönlichkeitsstörungen liegt – je nach Alter und Geschlecht – HÖHER als der bei Depressionen. Nicht jeder Suizidkandidat ist depressiv!

Und ANGST ist nach Wegfall einer depressiven Symptomatik möglich – aber auch nicht Standard.

Ansonsten sind Depressionen die häufigste psychische Erkrankung – aber ebenso auch die häufigste FOLGE anderer psychischer Erkrankungen. Denn gerade Ängste schränken den Lebensspielraum enorm ein, wie Nico_Robin auch schreibt – und bewirken dann echte Depressionen.

@ kleinesäffchen:

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du jemanden findest. Leider kenne ich die Struktur in Ö zu wenig, um da gute Tipps zu haben. Aber wenn Du studierst... kann man an Deiner Uni Psychologie studieren? Weil oft bieten die Institute dann auch Therapie an! Nicht aufgeben – aber Du hast echt bessere Hilfe verdient und mich macht wirklich wütend, dass jemand sich erdreistet, Deine Therapie als VT zu bezeichnen.

P3eeKxlee


Auf jeden Fall Verhaltenstherapie!

Wenn du gerne die Therapierichtung ändern möchtest, würde ich dir auch einen humanistischen/personenzentrierten oder, am besten noch, einen Emotion-Focused Therapeuten empfehlen.

f{rankxc


Hallo, ich musste auch eine Zeit lang SSRI wegen Angststörungen und Panikattacken und depressiven Stimmung nehmen, dies funktionierte auch sehr gut, allerdings hab ich aufgehört wegen den Nebenwirkungen. Ich denk jetzt einfach meist positiv und gehe oft zum Psychiater. Hoffe dies hilft (: Also Verhaltenstherapie hab ich auch gemacht aber hat nicht so hingehauen :)

SfunfloEw/er_x73


Wenn du gerne die Therapierichtung ändern möchtest, würde ich dir auch einen humanistischen/personenzentrierten oder, am besten noch, einen Emotion-Focused Therapeuten empfehlen.

Das Problem ist, dass diese Verfahren allein eben nicht als "offizielle" Verfahren anerkannt sind. Also als Kassenleistung. Das beschränkt sich auf VT, TP & Analyse. Sicherlich gibt es Therapeuten, die diese Verfahren mit anbieten. Aber wenn es ohnehnin schon schwierig ist, einen THerapeuten zu finden, den die Krankenkasse bezahlt, dann wird es bei dem Sonderwunsch eines solch mehrfach qualifizierten Therapeuten echt schwierig. :(v

S^unfl2oweor_73


allerdings hab ich aufgehört wegen den Nebenwirkungen.

Das muss man halt im Einzelfall abwarten. Wenn die Nebenwirkungen zu sehr belasten, dann muss man mit einem anderen Präparat experimentieren oder eben ohne auskommen.

Aznkex16


Vor Kurzem kam zu dem Thema ein Beitrag im TV. Es wurden Betroffene gezeigt (USA), diese hatten nach Einnahme Mord oder Selbstmord gemacht. Die Nebenwirkungen wurden von den Pharmaunternehmen geheim gehalten und standen nicht im Beipackzettel. Diese Patienten sitzen im Gefängnis oder sind tot.

Paus<tebl^ume6x5


Das war eine extrem einseitige Reportage, ungewöhnlich schlecht rescherschiert, dafür das sie in einem öffendlich rechtlichen Programm lief.

Und die Aussage, das ein erhötes Suizidrisiko zu Einahmebeginn als Nebenwirkung geheim gehalten wird ist schlicht falsch. Diese Nebenwirkung steht auf den Beipackzetteln aller moderen AD.

Hier diskutieren Menschen mit AD-Erfahrungen über den Film. Sehr informativ, wenn man sich tatsächlich für das Thema AD interessiert:

[[http://www.diskussionsforum-depression.de/view.php?site=kndepression&bn=kndepression_literaturfilmundfernsehen&;key=1361114251]]

PdustebMlume65


Und hier die Stellungnahme der Deutschen Depressionsliga zum besagten Fim:

[[http://www.depressionsliga.de/Stellungnahmen_der_Deutschen_DepressionsLiga_e.V./items/Gefährliche_Glückspillen.html]]

P8usteblpume6x5


Wenn du gerne die Therapierichtung ändern möchtest, würde ich dir auch einen humanistischen/personenzentrierten oder, am besten noch, einen Emotion-Focused Therapeuten empfehlen.

So ein Wischi-waschi aus humanistischer, schematherapeutischer u. verhaltenstherapeutischer Psychotherapie wurde von der Verhaltherapeutin bei mir angewannt. Man man vergessen.

Eine ordendliche methodenreine Verhaltherapie bei einem kompetenten Psychotherapeuten dürfte bei einer GAS sicherlich sinnvoller sein.

Und bei meiner Depression sicherlich auch. Sollte ich noch mal erkranken, ist ein methodenrein arbeitender Verhaltherapeut der einzige Psychotherapeut dem ich eine Chance geben würde mir zu helfen.

kKleinNesäLffchexn


Zu der Doku: Ich habe sie mir angeschaut und zu dem Zeitpunkt 25mg von Sertralin eingeschlichen, die gröbsten Nebenwirkungen waren weg aber noch nicht alles. Ich fand die Doku auch sehr einseitig und fast gefährlich sowas zu senden. Womöglich sieht es noch jemand wie ich an der gerade mit einem SSRI beginnt und dann die Einnahme abbricht aufgrund der Sendung, der das Medikament aber dringend gebraucht hätte.

Jedenfalls... nach 5 Minuten hab ich aufgehört zu schauen. ich hab sie mir abre fertig angesehen, als dann die Nebenwirkungen mit 25mg verschwunden waren. Das SSRI hilft mir bis jetzt wirklich sehr. Die Angst hat mich schon so gelähmt, dass ich mich gar nichts mehr zu machen traute und ich nicht aus dem Bett gekommen bin. Sehr stärke Ängste beim Einschleichen, obwohl niedrig (12,5mg) begonnen. Nach drei Wochen begann dann endlich die Wirkung. Die Nebenwirkungen waren nach guten 2 Wochen weg.

Ich hab bis jetzt weitergemacht. Muss mit der 50mg Dosis noch zurecht kommen. Da hab ich ein paar Nebenwirkungen, aber nicht so schlimm wie am Anfang, kann trotzdem meinen Verpflichtungen als Studentin nachgehen. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Ja, die Doku war sehr einseitig. Ich kenn mich gottseidank mit SSRI halbwegs aus, da es nicht meine erste Einnahme ist und war in der Lage die Sendung kritisch zu hinterfragen. Aber jemand anderer, der gerade tief in einer Krise steckt, ist dies vielleicht nicht!

Und in meinem familiären Umfeld gab es vor über 10 Jahren einen Selbstmord, der vielleicht nicht passiert wäre, wenn es damals die entsprechende psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung am Land gegeben hätte und er rasch antriebssteigernde Medikamente bekommen hatte. Statt dessen verabreichten ihm Allgemeinmediziner immer wieder Beruhigungsspritzen/tabeletten... Die Versorgung hat sich am Land inzwischen gebessert, gottseidank. Ich kenne leider zuviele Menschen, die sich abgequält haben, es aber nicht ohne diese Medikamente rausgeschafft haben und denen es jetzt besser geht, sie können ihr Leben leben – zumindest weitgehend!

Und ich muss sagen, bei mir sind leider die Symptome immer schlimmer geworden, die Angst immer schlimmer sodass ich zu nichts mehr in der Lage war. Die durch die Angst ausgelösten körperlichen Symptome begannen sich laut Psychiater zu chronifizieren. Es geht mir jetzt gottseidank besser, ich hoffe, ich vertrage das Medikament mit 50mg auch. Ansonsten muss ich halt mit einer niedrigeren Dosis (25mg) wie zuletzt auskommen, die zwar die Ängste "eingedämmt" hat und micht ausgeglichener gemacht hat und ich wieder Lebensfreude verspürte, aber ich sollte bei einem Symptomen auf die Normaldosis von 50mg.

Ich will wirklich kein Loblied für SSRI aussprechen! Nicht jeder kommt damit zurecht! Und am Anfang sind sie wirklich eine Herausforderung durchzuhalten, vor allem wenn sie Ängste und Depressionen verstärken.

Ich wil mich jetzt gar nicht weiter auf diese Diskussionen einlassen. Sie haben Vor und Nachteile und sind offensichtlich nicht für jeden geeignet. Aber für manche sind sie vielleicht DIE Rettung, damit sie aus der Angstspirale rauskommen und sich überhaupt einer Psychotherapie zuwenden können. Wie Sunflower_73 schreibt, man muss bei den Medis abwarten und vor allem viel Geduld haben! Auch ich noch! Punkt.

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