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Muskelzucken Waden

c{hamxbo hat die Diskussion gestartet


So, spätnachts hab ich mich doch entschlossen nen Eintrag zu meinem Problem zu verfassen.

Ich hatte vor ca 1,5 Jahren erstmalig Muskelzucken in den Waden – und zwar fast ständig (so ein fließen, vibrieren, zucken) und ausschließlich in den Waden. Ist teils schon enorm störend und unangenehm....Tritt allerdings nur in Ruhephasen vor allem im Sitzen oder zb wenn ich grad dran denke oder alles ruhig ist – vorm Einschlafen hab ich witzigerweise oft keine/kaum Probleme damit... heute zb an der Uni war ich mal 2 Stunden recht konzentriert da is es mir viel seltener aufgefallen. Und im Nachhinein dachte ich mir "hmh komisch – jetzt hab ich eigentlich kaum was gespürt als ich weniger dran gedacht hab"

Auch wenn ich gehe, rad fahre oder Sport mache ist es nicht da. Wie gesagt nur in Ruhephasen.

Hab damals schon Symptome gegooglet (und hasse mich dafür jetzt schon) und da springen einem ja unzählige Dinge entgegen von MS bis keine Ahnung was. Natürlich mal Angst bekommen und mich vermehrt drauf konzentriert. Damals hatte ich zugleich große Probleme mit Rückenschmerzen (leichte Bandscheibenvorwölbung sowie Probleme mit dem Piriformismuskel) und hab mir richtig viel Stressgemacht da ich dachte es sei ein Bandscheibenvorfall und das somit das Ausfallen im Sport bedeuten würde (der Arzt stellte diese Vermutung an). Hab auch gemerkt dass in krassen Stresssituationen die Symptome schlimmer wurden damals – z.b als ich in der Röhre wegen MRT lag da ging die Post ab mit den Waden wie noch nie zuvor damals. Hab damals den Orthopäden gefragt bzgl. dieses ständigen Zuckens und er meinte falls es nicht weggeht soll ichs vllt abklären lassen – es sei aber kein "Muss".

Ging dann von alleine weg und ich hatte über ein Jahr lang absolut keine Beschwerden – kein Zucken, nix.

Ich bin Sportler (Kraftsport) und habe im letzten Jahr sehr gute Kraftsteigerungen erzielt und hätte nie irgendwie Beeinträchtigungen bemerkt. Im Winter kam das Zucken allerdings nun wieder – allerdings schon auch wieder zu einer Zeit in der es mir nicht so gut ging – hatte unrhythmisches Herzklopfen und hab mich da seehr stark darauf konzentriert und auch selbst gemerkt dass ich mich da übertrieben reinsteigere – von Herzschwäche bis einfach tot umkippen hab ich mir alles ausgemalt – rausgekommen ist schließlich dass alles ok ist (nach Langzeitekg, herzultraschall/herzecho).

Also in den letzten Monaten hatte ich echt übertriebene Angst davor irgendwas am Herzen zu haben (...das Wadenzucken war in der Zeit wieder da).... bin auch oft nachts grundlos hochgeschreckt oder kurz vorm Einschlafen, morgens war ich innerlich oft sehr unruhig (was ja iwie auch depressive Züge vermuten lässt)...also total unausgeglichen.

Zusätzlich hab ich gemerkt dass ich stress-mäßig absolut nicht belastbar bin, kleine Dinge haben mich auch in gewissen Phasen überfordert haben und wurde schnell laut weil meine Geduld oftmals echt schnell am Ende war. Solche Sachen äußern sich bei mir oft körperlich, das kenne ich schon aus der Vergangenheit (hatte z.b vor Jahren mal oft Schwindel als ich ne schwere Phase durchgemacht hatte, bzw. Druck im Kopf wenn mir alles zuviel wurde)

Nun habe ich im Netz gelesen dass viele Menschen dieses Zucken auch haben aufgrund Stresssituationen... ich hab zwar Studium-mäßig null stress bin aber jemand der sich schnell gestresst fühlt und generell sehr sensibel ist (zusätzlich mach ich wie gesagt enorm viel Sport 4-5 x die Woche schweres Krafttraining was ja auch Stress für den Körper bedeutet, dazu bin ich auch sehr streng zu mir selbst was Ernährung anbelangt und merke dass auch das mich viel Kraft kostet).

So und nun bin ich zu meinem Hausarzt gegangen, der ein Typ ist (das weiß ich von meinen bisherigen Besuchen, als auch von anderen Patienten von ihm) der alles recht locker nimmt. Hat mit mir bissl geredet und gemeint dass er nicht zum Neurologen gehen würde, da er meint dass da nix ist, wenns schon mal da war und einfach wieder weg gegangen ist für so lange Zeit und keine sonstigen Symptome bestehen (z.b Sehbeeinträchtigung oder Zucken am Augenlid – das hatte ich noch nie)

Nachdem er aber selbst gemeint hat nicht so bewandert auf dem Gebiet zu sein frag ich mich ob ich das dennoch neurologisch abklären sollte oder eher mal schauen soll dass ich mich aktiv entspanne und vom krankhaften Gedanken etwas schlimmes zu haben entferne (den hab ich nämlich und trag ich seit einigen Tagen wieder mit mir rum, seitdem kommt mir vor sind die Symptome auch schlimmer). Im Endeffekt war ich in den letzten Monaten ständig beim Arzt und mal hatte ich dies mal hatte ich das. Und das Problem kenn ich von mir: Wenn ich was hab, dann vermute ich immer gleich das Schlimmste. Pochen und Druck in der Schläfe: Muss wohl n Tumor sein. Schwindel und etwas starker Herzschlag: Wohl ne schwere Herzkrankheit. Ein Freund hatte Hodenkrebs, paar wochen später hab ich schmerzen gehabt in dem bereich und nen knoten gespürt – war aber nix.

Also im Endeffekt dachte ich vor nem Monat noch irgendwas mit dem Herz ist und ich kipp gleich weg – jetzt ists irgendne schwere neurologische Krankheit die ich mir da ausmal. Klingt selbst für mich irgendwo hyperchondrisch. Dennoch denk ich mir – hmh was wenn jetzt doch was ernsteres ist? ....ich weiß es einfach nicht und in meiner Familie find ich da auch nicht wirklich nen guten Rat – da sind alle so enorm ängstlich und haben immer gleich übertrieben Angst (ist mir erziehungsmäßig leider so mitgegeben worden)

Sorry für den langen Text, ich muss mir das mal von der Seele schreiben – mit Freunden will ich ehrlich gesagt gar nicht mehr drüber reden, da ich irgendwie das Gefühl habe dass sie damals als ich mit dem Herz Probleme hatte schon den Hyperchonder-Eindruck hatten.

Antworten
cuhamlbo


Was ich z.b auch noch anmerken muss ist, dass in Situationen die mich stressen auch so ein Kribbeln hinzukommt. Im Gesicht-Kopfbereich....das ist aber wirklich nur dann da wenn ich überfordert bin oder irgendwie Angst/Nervosität verspür (Z.b. grade eben beim Durchforsten des forums – dann ist es wieder weg).

Außerdem sind die Symptome z.b sobald ich mit den Beinen wackel (viele kennen wohl dieses nervöse Wackeln der Beine, blöde Angewohnheit vieler Menschen) auch verschwunden....

_TParvXat/i_


Ist denn mal ein Blutbild gemacht worden? Bei sowas steckt meist ein banaler Nährstoffmangel dahinter. Ansonsten könnten die Beschwerden auch psychisch bedingt sein. So, wie du das hier schreibst, wäre das gar nicht mal so abwegig.

k6att/ilein


Chambo

versuch es zunächst mit hochdosiertem Magnesium.

ich habe das mit den unruhigen Waden auch.

Es ist aber nicht zu verwechseln mit den unruhigen Beinen und brennenden Fussohlen bei Restless Legs.

Es sind einfach neuropathische Störungen.

Ich habe damals Lyrica verschrieben bekommen. Damit wars dann weg. Auch meine nervlich bedingten Rückenschmerzen wurden davon besser.

Ich habe es 3 Jahre genommen und dann abgesetzt. Die Zuckungen blieben auch GsD weg.

Als ich ein 3/4 Jahr später schwanger wurde, kams wieder.

Ich bin jetzt in der 35.ssw und nehme jeden abend Magnesium. Das hilft eigentlich ganz gut, weg ist es davon nicht, aber es hilft sehr.

Wenn es nach der Schwangerschaft und Stillzeit nicht weg ist, werde ich mit meiner Ärztin besprechen, ob ich Lyrica nochmal einsetze.

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