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Seit zwei Monaten Benommenheit

a{nonJymooxse hat die Diskussion gestartet


Es begann alles vor ca. zwei Monaten. Zuerst hatte ich vereinzelt seltsame Symptome, wie zum Beispiel Verschommensehen nach dem Aufwachen für 10 Minuten, optische Illusionen ähnlich einer Migräneaura, Kribbeln im Arm, verschlagene Ohren. Anfangs kam das sporadisch und verschwand jeweils nach ein paar Minuten wieder. Dachte zuerst, dass seien Migräneanfälle, die bei mir ja ca. 1-2x jährlich bekannt sind. Der Kopfschmerz setzte allerdings nicht ein.

Dann kam der Tag, an dem schlagartig diese starke Benommenheit begann. Es ist sehr schwer, das zu beschreiben. Es fühlt sich an, als hätte ich den schlimmsten Nebel in meinem Kopf. Zusätzlich habe ich Sehstörungen. In der Ferne sehe ich manchmal Doppelbilder bzw. verschwommen. Ich bin lichtempfindlich und habe starke Nachbilder, d. h. wenn ich meinen Blick für mehrere Sekunden auf einen Gegenstand fixiere und dann wo anders hinsehe, habe ich die Umrisse noch im Blick. Das tritt vor allem bei Kunstlicht auf.

Nun das merkwürdige: Alles, bis auf die Nachbilder verschwindet (fast) vollständig, wenn ich mich flach hinlege. Sobald ich aufstehe, setzt alles wieder ein und steigert sich mit der Zeit, die ich nicht flach liegend verbringe, bis es nach ca. 2 Stunden den Höhepunkt erreicht, wo ich zu nichts mehr zu gebrauchen bin. Kaffee und Alkohol vertrage ich überhaupt nicht mehr, nach einer Tasse muss ich den restlichen Tag im Bett verbringen, weil die Symptome in ihrer Schwere vervielfacht werden. Hatte von beidem seit einem Monat keinen Schluck mehr.

Ich habe ein Langzeit-EKG gemacht, mehrmals großes Blutbild, war bei zwei Neurologen, einem Augenarzt, in der Akutambulanz, Schädel-MR und es nimmt mich keiner ernst. Keine 20 Minuten nehmen die Ärzte sich für mich Zeit, schieben alles auf die Psycho-Schiene und werfen mich mit wieder einem neuen Antidepressivum regelrecht raus. Ich habe jetzt schon drei verschiedene psychiatrische Diagnosen und fühle mich absolut missverstanden. Ich weiß, dass ich offensichtlich psychische Probleme habe, aber das ist nicht die Ursache, sondern meine (normale?) Reaktion auf diese Ausnahmesituation. Ich kann diese Pillen nicht nehmen, da sie wie Alkohol und Kaffee meine Symptome ab dem ersten Tag bis zur Unerträglichkeit verschlimmern!

Ich bin momentan am Ende. Habe als Mann gerade zum ersten mal seit Jahren so richtig geweint. Ich habe dank dieser Benommenheit kein Leben mehr und weiß nicht mehr, was ich tun soll. Ich verbringe den Tag entweder am Laptop im Bett oder quäle mich auf die Uni, so wenig wie nötig. Kann mir bitte irgendjemand helfen?!

Antworten
P&uste-bluNme65


Lieber Anonymoose

Ich denke, das deine Neurologen die Sache schon richtig erkannt haben.

Da was du schilderst sind wirklich typisch psychische Symptome.

Wo hängt der Hacken, das Du diese Diagnose nicht annehmen willst und stattdessen lieber weiterhin leidest, statt an deiner Störung zu arbeiten?

aTno[ny8mooske


Liebe Pusteblume,

ich glaube nicht, dass es eine psychische Ursache hat, da...

1) die Symptome von meiner körperlichen Lage abhängen. Wenn ich mich flach hinlege, egal ob Bett, Boden oder Rückbank im Auto, verschwinden sie.

2) ich keinen Zusammenhang mit meinen Emotionen erkennen kann. Die Symptome sind unverändert stark da, egal ob ich gerade lache, mich ärgere, oder tatsächlich Angst empfinde.

3) Antidepressiva, Beruhigungsmittel, Alkohol und Kaffee die Symptome verstärken!

4) Ich mit einem Psychiater und einem Psychotherapeuten kurz gesprochen habe und die beide auf mein Nachfragen hin meinten, so eine Geschichte noch nicht gehört zu haben.

Und zu allerletzt fühle ich mich nicht wohl bei der Sache, wenn ein Arzt ganze 15 Minuten damit verbringt, zu entscheiden, dass ich körperlich gesund bin. Als Techniker verbringe ich oft Tage damit, herauszufinden, warum durch Menschenhand geschaffene Systeme nicht funktionieren. Wenn es dann aber um den Menschen selbst geht, reicht eine Viertelstunde, um eine Diagnose zu fällen und damit ein ganzes Leben zu riskieren. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

PPustreblu1mex65


die Symptome von meiner körperlichen Lage abhängen. Wenn ich mich flach hinlege, egal ob Bett, Boden oder Rückbank im Auto, verschwinden sie.

Tja, daraus kann ich dir spielend leicht eine psychischen zusammenhang herstellen. Ging mir übrigens ähnlich. Als Depressive fühle ich mich im Bett oder auf dem Sofa am wohlsten, dann habe ich nahezu nichts.

2) ich keinen Zusammenhang mit meinen Emotionen erkennen kann. Die Symptome sind unverändert stark da, egal ob ich gerade lache, mich ärgere, oder tatsächlich Angst empfinde.

Klar, Du bist krank. Eine Krankheit verschwindet nicht, nur weil man mal lacht.

3) Antidepressiva, Beruhigungsmittel, Alkohol und Kaffee die Symptome verstärken!

Alkohol und Koffein verstärken körperliche Angstsymptome, das is twissenschaftlich erwiesen. AD rufen in den ersten Tagern der Einnahme Nebenwirkungen hervor, welche den Symptomen der Krankheit gleichen. Um das zu vermeiden sollte man AD immer ganz langsam, mit minimalen Dosissteigerungen einschleichen. Ich könnte dir den Vorgang erklären wenn Du es willst.

Welches Beruhigungsmittel in welcher Dosis hast du eigendlich ausprobiert? Wie heißt es?

Ich mit einem Psychiater und einem Psychotherapeuten kurz gesprochen habe und die beide auf mein Nachfragen hin meinten, so eine Geschichte noch nicht gehört zu haben.

Du scheinst diesen Beiden zu vertrauen, im Gegensatz zu deinen Neurologen. Übertrage ihnen offiziell deinen Fall.

Wenn es dann aber um den Menschen selbst geht, reicht eine Viertelstunde, um eine Diagnose zu fällen und damit ein ganzes Leben zu riskieren. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Ja, denn wenn man Menchen leben retten will, kann sich im Notfall kein Arzt mehr als 15 Min. Zeit lassen um festzustellen was der Pateint hat. Oft müssen sogar wenige Sekunden für Diagnose und Therapieentscheidung reichen. Auf derartige Prozesse werden Ärzte und Therapeuten von Anfang an trainiert.

Was riskierst dein Arzt und was riskierst Du, wenn Du die Diagnose akzeptieren würdest?

Was riskierst Du, wenn Du sie nicht akzeptierst?

npeoxr


Ich weiß, dass die "Psychoschiene" schwer zu akzeptieren ist. Und ich weiß auch, dass man viele psychosomatische Beschwerden für wirklich echt hält. Nahezu alle Personen die das schon einmal hatten, wollen das nicht wahrhaben und glauben zu 100% an organische Ursachen. Vollkommen verständlich, denn es fühlt sich ja auch alles genauso an. Es haben sich ja nun so ziemlich alle Fachärzte um dich gekümmert, die relevant scheinen. Vielleicht solltest du mal wirklich (und ich meine das nicht böse), darauf vertrauen, dass die Fachärzte recht haben könnten. Sowas ist gar nicht schlimm. Das heißt ja nicht gleich dass du verrückt bist. Vielleicht macht dir ja die Universität unbewusst Stress. Hast du vielleicht Leistungsdruck, enorme Erwartungen an dich selbst oder durch Eltern? All sowas kann auch dazu führen, dass du Depressionen bekommst. Ich würde mal versuchen, da du die Symptome ja sowieso bekommst, die Antidepressiva eine Weile einzunehmen. Vielleicht einfach mal den Versuch wagen und 2 Wochen einnehmen. Wenn es dir dann besser geht, hast du ja ziemliche Gewissheit was los ist und das eine Therapie anzuraten wäre.

Und wie Pusteblume schon sagte, dass du dich im Liegen besser fühlst ist nicht zwingend Hexenwerk. Menschen Gesunden nicht durch 24/7 stehen....sondern meistens im Liegen. Ich habe neulich erst ein Video gesehen, indem ein Mann ewigkeiten (ich meine es waren weit über 10 Jahre) an diversen Symptomen gelitten hat, ehe irgend ein Arzt ihm Depressionen diagnostiziert hat. Der Mann hat Antidepressiva bekommen und sein Leben hat schlagartig Lebensqualität gewonnen. Der versucht den Schwung dann zu nutzen und das gleiche ohne Antidepressiva zu erreichen.

Das Problem ist, dass es natürlich im Internet auch einige Leute gibt, die nicht auf Facharzt-Meinungen vertraut haben, bis wirklich etwas gefunden wurde. Die würden natürlich jedem den Tipp geben nicht aufzugeben. Die Sache ist, dass es bei dir auch nicht der Fall sein muss. Zudem ist in dem Fall das Problem, dass du nie einem Arzt vertrauen wirst und immer zum nächsten rennst. Immer weiter mit der Angst was Schlimmes zu haben. So wirst du die auch nicht los. Und wenn du Angst hast, leidet übrigens auch dein Immunsystem enorm. Es gibt sogar Zahlen, die belegen wollen, dass viele Menschen die an Kehlkopfkrebs erkranken, psychische Probleme in der Vergangenheit hatten. Wenn das jetzt der Wahrheit entsprechen würde (und ich sage das so, weil ich das persönlich nicht unbedingt als ausschlaggebend halte), wäre es doch ratsam zumindest zu versuchen, eventuelle Probleme mit der Psyche auszuschließen, oder? Das wäre praktisch ja dann so, dass du Angst hast bis du wirklich was hast....Abgesehen davon, heißt die Tatsache, dass die Leute, die trotz X Facharzt Meinungen nicht dran glauben, zu dem Zeitpunkt wirklich was hatten. Kann ja auch sein, dass die so lange auf Ihrer Suche nach der richtigen Diagnose waren, dass sie dann wirklich was hatten als die Diagnose kam – jedoch nicht vorher.

Spätestens wenn die Antidepressiva wirken und deine Probleme wie weggeblasen sind, wäre das ja ziemlich unwahrscheinlich. Du verlierst nichts bei dem Versuch die Diagnose deiner Ärzte anzunehmen. Du gewinnst eher eine Erkenntnis. Ich glaube du hast eher Angst davor, dass Psychische Probleme angeblich nicht gesellschaftsfähig sind. Das Problem ist, dass Depression mittlerweile Volkskrankheit ist und die Dunkelziffer, die Leute die sich nicht trauen in Therapie zu gehen, noch viel höher ist. Die wirklich schlimmen Fälle, über die oft hämisch geredet wird, sind oft die unbehandelten. Und noch was: Je früher man eine Depression etwa angeht, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit Sie gut zu behandeln. Aus eigener Erfahrung sag ich dir noch etwas:

Ich habe derzeit einen eigenen Faden in dem es um meine Angst vor Krebs geht. Der ist noch nicht sehr alt. Und ich habe die Beobachtung gemacht, dass ich mich an Tagen, an denen ich Depressiv und Ängstlich bin, viel mehr Schmerzen, Wehwehchen und Krankheiten habe, als an Tagen, an denen es mir psychisch viel besser geht. Wenn es mir gelingt meine Gedanken aufzuhellen – fühle ich mich gar nicht mehr so krank. Das wirkt Wunder. Lass es einfach mal auf den Versuch ankommen :)

MMalefenSa2x010


Und zu allerletzt fühle ich mich nicht wohl bei der Sache, wenn ein Arzt ganze 15 Minuten damit verbringt, zu entscheiden, dass ich körperlich gesund bin. Als Techniker verbringe ich oft Tage damit, herauszufinden, warum durch Menschenhand geschaffene Systeme nicht funktionieren. Wenn es dann aber um den Menschen selbst geht, reicht eine Viertelstunde, um eine Diagnose zu fällen und damit ein ganzes Leben zu riskieren. Ich verstehe die Welt nicht mehr

Also ich kann Dich sehr gut verstehen!!! Und der letzte Absatz von Dir trifft auch meine Gedanken auf den Punkt!

Allerdings musst Du ja auch den Aspekt sehen, dass Dein Kopf sogar im MRT untersucht wurde! Das ist schon mal die wichtigste Untersuchung meiner Meinung nach, wenn man solche Symptome hat um einfach sicher zu sein... ok Kopf ist in Ordnung!

Was genau hat denn der Neurologe bzw. der Augenarzt gemacht? Denn ich muss Dir schon Recht geben, dass sie einen schon ziemlich schnell abspeisen wollen...

Und im Blutbild... naja... was soll man da schon sehen... wichtig wäre in dem Fall wohl der Eisenwert.... der scheint ja ok zu sein und die Blutkörperchen... ( wie auch immer diese Werte heissen....) und die scheinen ja auch ok zu sein. Du könntest höchstens noch die Schilddrüsennebenwerte testen lassen... das heisst glaub ich T3/T4 ... musst halt mal nachlesen... die Schilddrüse macht auch oft solche Beschwerden....

Und wenn das alles ok ist... dann wäre wohl schon der nächste Schritt sich einzugestehen, dass man einen (leichten?) Burnout hat... ist Dir momentan alles zuviel? Ist die Uni stressig? Tut es Dir gut Dich mit Freunden zu treffen oder strengt es Dich eher an?

@:) :)*

PCusteablumex65


Und ich weiß auch, dass man viele psychosomatische Beschwerden für wirklich echt hält. Nahezu alle Personen die das schon einmal hatten, wollen das nicht wahrhaben und glauben zu 100% an organische Ursachen. Vollkommen verständlich, denn es fühlt sich ja auch alles genauso an

Psychosomamische Symptome sind grundsätzlich echte Symptome. Wenn ich Herzrasen habe weil mich etwas aufregt, habe ich echtes wirkliches Herzrasen! Wenn meine Schmerzwarnehmung durch Stress erhört ist, und ich mich steche, habe ich wirkliche und starke Schmerzen. Das ist so.

Wenn mein Körper 24 Std. des Tage unter extremem Stress steht, dann bin ich total ausgelaugt, das ist tatsächlich so ud auch für jeden verständlich. Bei der Depression läuft der Körper 24 Std. des Tages auf Hochtouren mit angezogener Handbremse.

Spätestens wenn die Antidepressiva wirken und deine Probleme wie weggeblasen sind

Schön wäre es. AD können meist keine Wunder vollbringen. Wunder muss man sich hart erarbeiten. Das AD kann einen den Weg erleichtern so das man ihn gehen kann, mehr nicht.

P`ustebJlume65


Menschen Gesunden nicht durch 24/7 stehen....sondern meistens im Liegen.

Liege ist Ruheposition. Man bracht in dieser Position keinerlei Anforderungen gerecht werden, daher fühlt sich ein Depressiver in ihr am wohlsten. Da ihn ja bereits kleinste Anforderungen, die er an sich selber stellt oder von außen gestellt werden, überfordern.

Obwohl sich die Ruheposition so gut anfühlt, ist ein übermäßiges Ruhen für einen Depressiven Gift, da es die Depression verstärkt.

a4nonymxoose


Wow, vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Pusteblume, hattest du diese Symptome auch so wie ich? Wie lange hielt das denn an? Es scheint mein Fall laut den Antworten ja ziemlich eindeutig zu sein... Ich werde jetzt noch eine körperliche Untersuchung machen (Halswirbelsäule) und wenn da nichts raus kommt, mir (auch mangels Alternativen) einen guten Therapeuten suchen. Mal sehen... Ich hoffe, das geht vorbei.

Du scheinst diesen Beiden zu vertrauen, im Gegensatz zu deinen Neurologen. Übertrage ihnen offiziell deinen Fall.

Wenn mir ein Arzt sagt, er weiß nicht, worum es sich handelt, fällt es mir nicht schwer, das zu glauben. Wenn einer aber sagt, ich sei gesund, fällt es mir bei meinen Beschwerden nicht ganz so leicht. Wenn diese Symptome so normal bei Depression bzw. Angststörung sind, warum hatten dann beide noch keine ähnlichen Patienten? :-| Das seltsame an mir ist ja, dass ich mich geistig völlig in Ordnung fühle, ich bin mit meinem Leben einigermaßen zufrieden...

Welches Beruhigungsmittel in welcher Dosis hast du eigendlich ausprobiert? Wie heißt es?

Atarax, 25 mg. Ich weiß nicht, ob das in D. den gleichen Namen hat, ich lebe in Österreich.

Was riskierst dein Arzt und was riskierst Du, wenn Du die Diagnose akzeptieren würdest?

Dass eine körperliche Erkrankung übersehen wird, die mich schlimmstenfalls irgendwann umbringt.

Was riskierst Du, wenn Du sie nicht akzeptierst?

Dass sich meine Symptome manifestieren.

Hast du vielleicht Leistungsdruck

Ja, ich stelle an mich selbst schon relativ hohe Anforderungen, aber damit bin ich bisher immer glücklich gewesen und habe mich nach jeder Etappe richtig gut gefühlt.

Was genau hat denn der Neurologe bzw. der Augenarzt gemacht?

Neurologe(n): Schädel-MR, dann alle meine Gliedmaßen und Augen auf Funktion überprüft und mit mir gesprochen. Mir vereinfacht wiedergegeben erklärt, dass selbst wenn es sich um eine seltene neurologische Erkrankung handelt, eine Diagnose nichts helfen würde, da es wahrscheinlich keine Behandlungsmöglichkeit gibt und ich bloß ein Selbstverständnis als Behinderter erlangen würde.

Augenarzt: Sehtest, Augendruckmessung (so richtig unangenehm...), und in meine Augen reingesehen.

Tut es Dir gut Dich mit Freunden zu treffen oder strengt es Dich eher an?

Die Freunde tun mir gut, zum Beispiel am Telefon, Skype oder letztlich im Schwimmbad. Aber irgendwo am Tisch rumzusitzen ist dank meiner Symptome sehr unangenehm und ich bin meistens der erste, der wieder geht.

PzusYteblumnex65


Lieber anonymoose

Schau mal was ich zu deinen Beruhigungstabletten, atarax 25 mg gefunden habe

unter Nebenwirkungen:

""Außerdem besteht die Möglichkeit des Auftretens sogenannter "paradoxer" Reaktionen wie Unruhe, Erregung, Spannung, Schlaflosigkeit, Alpträume, Verwirrtheit, Sinnestäuschungen, Zittern. In seltenen Fällen können Krampfanfälle des Gehirns auftreten.""

[[http://www.medvergleich.de/Nebenwirkungen/atarax-25-mg-filmtabletten-100-stueck-axicorp-pharma-gmbh.html]]

Kein Wunder also, das es dir unter dem Medikament noch schlechter geht.

Solch Paradoxe Reaktionen genne ich übrigens auch, traten bei mir unter Melperon auf.

Wenn mir ein Arzt sagt, er weiß nicht, worum es sich handelt, fällt es mir nicht schwer, das zu glauben. Wenn einer aber sagt, ich sei gesund, fällt es mir bei meinen Beschwerden nicht ganz so leicht.

Du bist mit Sicherheit nicht gesund, das ist absolut klar.

Wenn diese Symptome so normal bei Depression bzw. Angststörung sind, warum hatten dann beide noch keine ähnlichen Patienten?

Vielleicht, weil jeder Mensch anders ist und Probleme nicht immer so offensichtlich erkennbar sind.

Jedenfalls machen diese beiden Behandler keine leichtfertigen Eindruck. Das ist meiner Meinung nach eine gute Vorrausetzung für ein Arzt-Patieten-Verhältniss.

Das seltsame an mir ist ja, dass ich mich geistig völlig in Ordnung fühle, ich bin mit meinem Leben einigermaßen zufrieden...

Ich habe auch den Eindruck, das du geistig völlig in Ordnung bist.

Das mag jetzt sehr subjektiv sein, auch meinen eigenen Geist halte ich für völlig in Ordnung. Trotzdem war ich die längst Zeit meines Lebens leicht chronisch depressiv und hatte zusätzlich mehrer mittelgradige und auch schwere depressive Episoden. Zugegebener weise bin ich das zur Zeit nicht, mir geht es gut und hoffe das es möglichst lange so bleibt.

Und auch ich kann sagen, ich war und bin mit meinem Leben zufrieden.

Neurologe(n): Schädel-MR, dann alle meine Gliedmaßen und Augen auf Funktion überprüft und mit mir gesprochen. Mir vereinfacht wiedergegeben erklärt, dass selbst wenn es sich um eine seltene neurologische Erkrankung handelt, eine Diagnose nichts helfen würde, da es wahrscheinlich keine Behandlungsmöglichkeit gibt und ich bloß ein Selbstverständnis als Behinderter erlangen würde. :)^

Stimmt leider, die meisten neurologischen Erkankungen können nicht beeinflusst werden. Mehr als eine Diagnose ist oftmals nicht möglich.

Bei Psychiatrischen Erkankungen sieht es deutlich besser aus. Selbst Schwerstkranke (was du nicht bist) können medikamentös eingestellt werden, so das sie wieder ein menschenwürdiges Leben führen können.

Die Freunde tun mir gut, zum Beispiel am Telefon, Skype oder letztlich im Schwimmbad. Aber irgendwo am Tisch rumzusitzen ist dank meiner Symptome sehr unangenehm und ich bin meistens der erste, der wieder geht.

Tja, so ist es mir auch schon ergangen, über sehr lange Zeiträume.

m=nesf


ich glaube nicht, dass es eine psychische Ursache hat, da...

1) die Symptome von meiner körperlichen Lage abhängen. Wenn ich mich flach hinlege, egal ob Bett, Boden oder Rückbank im Auto, verschwinden sie.

2) ich keinen Zusammenhang mit meinen Emotionen erkennen kann. Die Symptome sind unverändert stark da, egal ob ich gerade lache, mich ärgere, oder tatsächlich Angst empfinde.

3) Antidepressiva, Beruhigungsmittel, Alkohol und Kaffee die Symptome verstärken!

4) Ich mit einem Psychiater und einem Psychotherapeuten kurz gesprochen habe und die beide auf mein Nachfragen hin meinten, so eine Geschichte noch nicht gehört zu haben.

zu 1: im Liegen entspannt der Körper, Muskeln lockern sich etc. Da geht es mir bei fast allem besser. Und jetzt, wo du mit Liegen = Symptime weg verknüpfst, passt das auch mit der Psyche wieder zusammen.

zu 2: Angst nicht bewusst wahrzunehmen oder sogar gerade lustig drauf zu sein heißt leider nicht, dass es im Unterbewusstsein nicht weiterbrodelt.

zu 3 kann ich nichts sagen, weil ich mich mit Medikamenten nicht so auskenne. 4 wundert mich aber doch sehr, denn absolut untypische Symptome für die "Psychoschiene" sind das def. nicht. Oder was meinten sie mit "noch nie gehört"? Dem würde ich nicht weiter bedeutung schenken, wenn es alles nicht geben würde, was ich in meinem Beruf bisher begegnet bin, dann wär auf der Welt aber nicht viel los ;-D

Ach, und bei den richtigen Lichtverhältnissen lange angesehene Gegenstände auf eine andere Fläche projizieren zu können ist soweit ich weiß nichts ungewöhnliches, es gibt doch zahlreiche optische Täuschungen.

Pausteblzumve6x5


Pusteblume, hattest du diese Symptome auch so wie ich? Wie lange hielt das denn an?

Die letzten beiden depressiven Episoden wurden diagnostiziert und waren knapp 1 Jahr und etwas unter 3 Jahre lang. während der 3jährigen hatte ich viele Symptomen immer wechselnd, heute diese Kombination und morgen jene. Depressive Symptome, Link weiter oben. Trotzdem war ich, wenn auch nur unter großen Anstrengungen, arbeitsfähig.

Die 1jährige Episode war sehr schwer und von starken Ängsten und Angstsymptomen und Unruhe geprägt. Du findest die Symptome unter Angststörung (link weiter oben), zusätzlich ich hatte oft Muskelschmerzen, Magendramprobleme, Schlafstörungen, Grübelneigung, alle scheckte so komisch, roch so stark, konnte ich mich nur noch im Schneckentempo bewegen und war suizidal. Ich habe fast immer wie durch Nebel gesehn, auch Schlieren und Flecken und Nachbilder kamen immer wieder vor, Sonnenlicht habe ich nicht ertragen. Ich war nicht mehr arbeitsfähig.

Es scheint mein Fall laut den Antworten ja ziemlich eindeutig zu sein...

Ich kann nicht hellesehn, halte aber eine psychische Störung durchaus für warscheinlich.

D]ec&ember:80


@anonymoose. Ich hoffe du schaust nochmal in den Thread,da ich gern noch eine Anregung geben möchte. Vorab: ich glaube durchaus, dass es psychosomatische Störungen gibt, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass diese Diagnose manchmal zu vorschnell gestellt wird. Ich habe zwei Jahre unter extremer Benommenheit, Schwindel, Sehstörungen etc gelitten, die Symptome traten anfangs ca 1 Std nach dem aufstehen an, bis vor kurzem hatte ich überhaupt keine klaren Momente mehr. Ich weiß wie du dich fühlst, dieses Gefühl ist grauenhaft und belastet auf Dauer die Psyche. Habe auch lange Zeit geglaubt, dass es psychosomatisch wäre, da die Symptome in einer Phase auftraten, in der es mir psychisch schlecht ging... War in Therapie und in stationärer Behandlung, dadurch ging s mir psychisch besser, an den Symptomen hat sich aber nie was geändert. Also war mir irgendwann klar, dass des auch eine physische Komponente geben muss. Habe schon seit Jahren Probleme mit der Halswirbelsäule und hatte diese Benommenheit bereits vor Jahren für zwei Wochen. Was soll ich sagen, hab mich mit Therapeuten, Neurologen und Chefärzten in der Kur angelegt, die mir alle nicht glauben wollten. Irgendwann hab ich dann vom mittlerweile 4. Orthopäden die Diagnose Atlasblockade bekommen (alle MRT's waren ohne Befund). Vor 4 Wochen hab ich mir nun den Atlas richten lassen und bin seit 2 Wochen diese scheiss Benommenheit los!!!

Will damit sagen, dass ich es unheimlich wichtig finde ALLES abzuchecken, bevor man die Diagnose Psychosomatisch stellt.

Ich wünsche dir alles Gute!!

J/a_n74


Ich hatte auch mal Phasen, wo ich psychisch ziemlich neben der Spur war (allerdings zum Glück nur für ein paar Wochen), bin zwar allgemein keine Frohnatur aber da wars schon krass, da hatte ich dann auch eigenartige Symptome, die man mit Worten auch kaum beschreiben kann.

Hab da dann auch diverse Medis probiert (primär Zopiclon (graus), paarmal Valium, und frei erhältliche Schlafmittel (Diphenhydramin), da kamen wirklich sehr merkwürdige Wahrnehmungen.. von dem Diphenhydramin hatte ich so ein merkwürdiges Zittern im Daumen der linken Hand (welches sogar chronisch geworden ist!), mit dem Valium hab ich so einen seltsamen süsslichen Geruch assoziiert, von daher sind starke nervliche Anspannungsphasen bei mir mit diesem spürbaren süsslichen "Valium-Geruch" in der Nase assoziiert.. also echt schräg alles.

Die Psyche kann einem in starken Anspannungszuständen zumindest offebar die seltsamsten subjektiven Wahrnehmungen bescheren.

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