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Seit zwei Monaten Benommenheit

PCustEeblu1me6x5


es ist falsch zu behaupten, lediglich der emotionale umgang mit problemen entscheide über die anfälligkeit für eine psychische krankheit.

Vielleicht nicht 100%, aber im wesendlichen schon. Der beste Verstand nützt nichts, wenn jemand von seinen Emotionen abgespalten ist. Er wird warscheinlich irgendwann psychisch erkranken und solange krank bleiben, wie er keinen Zugang zu seinen Emotionen hat.

ein anderer merkt: "aha! ich habe gerade angst, weil... was kann ich dagegen tun?" und schon alleine durch die bewusste wahrnehmung singt das angst/stress-level! dieser effekt beruht darauf, dass bei bewusstmachung einer emotion sich die entsprechende gehirnaktivität von der amygdala in den präfrontalen cortex verlagert.

Super erklärt, so sollte es sein.

Bin übrigens kein Medizinerin=Ärztin, bin Therapeutin für den Körper.

a;non9ymoxose


Ich halte euch hier am Laufenden, da ich selbst bei meiner Recherche ziemlich verärgert darüber war, nie vom Ergebnis zu lesen.

MRT der HWS völlig unauffällig.

Psychiater kann nicht wirklich etwas mit meiner Geschichte anfangen – einfach mal d'rauf los "therapieren"... Derealisation ist unwahrscheinlich, da ich kein Unwirklichkeitsempfinden habe. Damit warte ich jetzt noch.

Bin vor ca. einem Monat drauf gekommen, dass die Symptome fast verschwinden, wenn ich eine Sonnenbrille trage. Laufe seither den ganzen Tag damit herum. Das ganze geht also vom Sehsinn aus.

Habe mir einen guten Neurologen gesucht; dieser meinte dass es wohl persistierende Migräneauren, trotzdem in Verbindung mit einer Derealisationsstörung sind, wobei eine Störung des Optikus nicht ausgeschlossen werden kann. Muss dazu sagen, dass in letzter Zeit die optischen Phänomene bei mir etwas zugenommen haben. Das macht für mich schon eher Sinn. Habe jetzt einen Termin für ein VEP und gegen die vermeintlichen Auren nehme ich ein Antiepileptikum. Er meinte, sie müssten damit nach zwei Wochen verschwinden, wenn es denn welche sind. Zumindest nimmt sich dieser Arzt Zeit und hat einen Plan. Bin soweit zufrieden.

Ich werde weiter posten.

hkolzEkopfG77


Hallo

nachdem ich diesen Thread gelesen habe, musste ich mich einfach anmelden und auch meinen Senf dazu geben.

Ich habe ähnliche Symptome seit längerer Zeit, richtig übel ist es aber erst seit etwa 1 Monat:

* Ich sehe schlecht: Aura, schwarze Flecken und mein Auge fokussiert bei kurzer Ablenkung nicht mehr korrekt, zusätzlich noch Doppelbilder

* Druck auf dem Kopf, es sind keine richtigen Schmerzen, es fühlt sich einfach nur so an als ob die Birne unter Druck steht.

* Konzentration existiert nicht mehr

* Müde, antriebslos

* Gedächtnis ist sehr sehr schlecht, kann mich an den letzten Monat kaum erinnern. Zeitgefühl ist deswegen komplett im Eimer. Ich putze mir z.B. zwei mal die Zähne nach einander, bis es mir dann auffällt.

* Tinnitus im Ohr (lauter als üblich)

* Depressive Verstimmung

* Komme mir vor als ob ich mich zur Zeit nicht in der Wirklichkeit befinde

* Symptome werden weniger wenn ich liege oder wenn ich eine Sonnenbrille trage!!! (Musste erst richtig lachen als ich das gelesen habe). Ich trage nun auch schon seit einer Woche so oft es geht eine und es tut gut! Die Augen sind nicht mehr so gereizt. Der Augenarzt konnte leider nichts ungewöhnliches feststellen.

* Meine Birne ist derzeit einfach richtig matschig, hab keine richtigen Gedanken mehr.

* Alkohol / Kaffee / Cannabis macht es nur noch übler

Zu meiner Vorgeschichte:

20 Jahre alt

Beruflich war ich bis vor einem Monat richtig im Stress. Jetzt ist es ruhig und komplett stressfrei.

Habe davor etwa 2-3g Cannabis im Monat geraucht, hat mich entspannt und hat mir beim Einschlafen geholfen.

Dazu noch die letzten 12 Monate 6 mal Ecstasy (Evtl. war der letzte Konsum ein Trigger für jetzt?)

Wie schaut es bei dir mit Dorgen aus?

Ich führe ein gutes und zufriedenes Leben. Hab sehr gute Freunde, hab einen sicheren Arbeitsplatz, hab die Frau die ich haben will, ich gehe Abends aus und lerne dabei gerne neue Menschen kennen, es ist nach einiger Zeit mal wieder super Wetter, Ich verstehe mich mit meinem Vater wieder richtig gut.

Ich denke bei mir auch nicht, dass es Depressionen sind. Ich meine eher, dass die depressive Verstimmung von den anderen Sympthomen geschuldet sind.

Sorry dass ich hier meine Leidensgeschichte in deinen Thread reinschreibe, aber dein Thread ist der einzige in der Neurologieabteilung welcher zu mir passt. Halt bitte alle hier auf dem Laufenden.

Merci, holzkopf77

annon5ymoxose


Hallo Holzkopf,

es scheint tatsächlich, als hätten wir das gleiche Problem. Fast alle deine Symptome treffen auch auf mich zu und ich hätte sie nicht besser beschreiben können. Es ist schon einmal gut, zu wissen, dass ich nicht der einzige bin.

Ecstasy habe ich in meinem Leben noch nie genommen. Ich hatte allerdings diese Symptome letzten Sommer schon einmal, aber nur vorübergehend für ca. zwei Wochen. Ein paar Wochen vorher habe ich bisher das einzige Mal etwas Cannabis geraucht, was ich mittlerweile sehr bereue, und darauf direkt eine Panikattacke bekommen mit einem seltsamen "Echo" im Kopf. Dann war ein paar Wochen nichts und dann gingen die Symptome los. Als ich nach ca. zwei Wochen bemerkt habe, dass die 1, 2 Tassen Kaffee pro Tag einen Einfluss darauf hatten, habe ich damit aufgehört und innerhalb von 2 Tagen war wieder alles in Ordnung. Das funktionierte aber diesmal leider nicht. Mir haben alle Ärzte versichert, dass das Cannabis damit eher nichts zu tun haben kann. Ich persönlich habe aber schon so ein Bauchgefühl...

War es bei dir vielleicht ähnlich?

Da du der allererste bist, von dem ich lese, der in fast der gleichen Situation zu sein scheint, würde ich sehr gerne in Kontakt bleiben. Möchtest du vielleicht per privater Nachricht E-Mail-Adressen austauschen?

Viele Grüße,

Anonymoose

MRarConi


Informiert Euch mal über "HPPD", insbesondere aufgrund des, wenn auch geringen, Drogenkonsums.

aenovny~mooxse


Danke, Maroni, das habe ich bisher noch nicht gefunden. Gerade den Wikipedia-Artikel gelesen. Könnte passen, ist aber eher etwas schwammig. Ich werde es meinem Arzt zeigen.

a<nonymo<ose


Hier mal ein Update, falls jemand diesen Thread findet und sich wundert, was aus mir wurde. (Das hat mich damals sehr geärgert: Ich habe einige Forenbeiträge gefunden, in denen ich mich selbst beschrieben sah, die aber alle Jahre in der Vergangenheit lagen und niemand hat einen "Abschlussbericht" verfasst...)

Erstmal: Ich bin noch am Leben :-)

Die ganze Geschichte begann im Februar 2013, bis August 2013 keine merkbare Verbesserung. Aber dann!

Bin bis ca. September den ganzen Tag über wie vorher beschrieben mit der Sonnenbrille herumgelaufen, dann wurde die mal kaputt und ich hatte ein paar Tage ziemlichen Stress und keine Zeit, mir eine neue zu kaufen. Dabei bemerkte ich, dass es auf einmal fast ohne geht und ich habe seitdem keine mehr auf.

Die Symptome haben sich seither ca. um 70 % gebessert, an die restlichen 30 % habe ich mich gewöhnt und ich leide in meinem Alltag nicht mehr darunter.

Habe letztes Jahr noch einen ziemlich kompetenten (privaten) Neurologen gefunden, der mich noch zu ein paar speziellen Untersuchungen schickte. Seine Diagnose (hatte gestern bei ihm einen Verlaufs-/kontrolltermin, oder wie auch immer man das nennen mag) ist ein Mix aus einer Sehnerventzündung (opticus neuritis) und irgendetwas "migräneauraartigem". In einem halben Jahr machen wir noch ein MR und dann kann man es u. U. mit größerer Sicherheit sagen.

Nehme seit ca. einem halben Jahr tgl. 200 mg Lamotrigin (100 morgens und 100 abends). Das kam auch von dem Neurologen, ist eigentlich ein Epilepsiemedikament, kann aber off-label auch für Migräne verwendet werden. Die Tabletten haben anfangs sehr geholfen und ich soll jetzt einmal einen Versuch machen, die langsam abzusetzen.

Was von meinen ursprünglichen Symptomen noch übrig ist:

* Etwas gesteigerte Lichtempfindlichkeit und Nachbilder. Es hat sich sehr gebessert und das was davon noch übrig ist fällt bei mir in die Kategorie "ist halt jetzt anders als vorher" und ich leide nicht mehr wirklich darunter.

* Mouches volantes (also diese schwimmenden Glaskörpertrübungen) im linken Auge – das kann sich auch der Neurologe nicht erklären; ist wohl zufällig gleichzeitig passiert.

* Ca. einmal pro Woche kommt dieser seltsame Punkt mit höherem Kontrast beim Blinzeln zurück, aber nur für ca. 20 Minuten, dann ist wieder eine Woche Ruhe.

* Viel Kaffee löst bei mir Derealisation aus. 2-3 Tassen pro Tag sind kein Problem, aber wenn es mal mehr wird sitze ich oft da und fühle mich wie in einem Film. Nach max. einer Stunde ist das wieder weg und es macht mir keine Angst mehr, da ich weiß, was es auslöst und ich "die Kontrolle darüber habe".

* Panikattacken sind komplett überwunden, hatte seit mehr als einem halben Jahr keine mehr.

Das ganz interessante: Ich habe anfangs von Verschwommensehen berichtet. Ich war (auch relativ am Anfang) in der Augenabteilung im Krankenhaus, die mich komplett durchgecheckt hat, und das Verschwommensehen war nicht korrigierbar. Als ich ein paar Monate später einen Termin beim Optiker für meine Kontaktlinse für das (schon immer) schlechte rechte Auge hatte, hat sich der (Gott sei dank!) auch mein linkes Auge angesehen, mir ein paar Gläser vorgehalten und plötzlich war wieder alles scharf!!! Ich bin jetzt am linken Auge kurzsichtig und am rechten Auge weitsichtig – auch nicht schlecht :-). Mit Brille/Linsen hat sich das Problem also in Luft aufgelöst.

Mein Fazit: Wenn ihr seltsame Symptome habt und euch von keinem Arzt verstanden fühlt, nehmt die (in Summe) paar hundert Euro in die Hand und geht zu einem guten Privatarzt! Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht! Ich war plötzlich nicht mehr eine Belästigung, die man so schnell wie möglich los werden muss, sondern ein Mensch, der Hilfe braucht :)^ (Ich will jetzt nicht alle Kassenärzte pauschal beleidigen, aber das war meine Erfahrung. Vielleicht hatte ich einfach Pech.)

Depression: bullshit!

Psychoschiene: bullshit!

Die körperlichen Symptome sind viel besser und ich fühle mich auch wieder viel besser und fast uneingeschränkt in meinem Leben! :-)

Meine einzige Sorge ist, dass das vielleicht wieder kommen kann und sich die Schäden aufsummieren. Falls es wirklich eine Sehnerventzündung war (noch nicht abschließend geklärt), meinte mein Neurologe, dass es eine 20-prozentige Wahrscheinlichkeit gibt, dass in den nächsten fünf Jahren noch mal so etwas ähnliches passiert... Davon wird mir etwas übel.

myuhku*h2xk


Vielen Dank für deine Rückmeldung!

Hast du denn auch mal deine Kopfgelenke untersuchen lassen? Das Stichwort Atlasblockade ist ja bereits gefallen. Insbesondere die Beweglichkeit zwischen C0(Schädel)/c1 und c1/c2 wäre interessant.

Nach meiner Erfahrung kann da nicht jeder (kassen)Orthopäde etwas mit anfangen, bei Physiotherapeuten ist die Chance schon etwas höher. Bei einem Chiropraktiker war ich noch nicht, aber ich denke auch da sieht es gut aus. Man muss es dort ja nicht direkt behandeln lassen (Stichwort Risiko Schlaganfall), aber dümmer wird man dadurch nicht.

Wenn du ein gutes Fingerspitzengefühl hat probier doch mal folgendes: Leg dich auf den Bauch oder Rücken und taste mal mit den Fingerkuppen den Bereich unmittelbar neben deiner Halswirbelsäule ab. Sind da harte Stellen? (können teilweise so hart wie knochen sein). Das gleiche kannst du auch an der Kante machen, wo dein Hinterkopf aufhört und die Nackenmuskulatur anfängt. Falls dort harte Stellen sind: Drück mal für 2 Minuten mit leicht kreisenden Bewegungen und etwas Druck darauf. Werden die Stellen weich?

Und: Fühl mal im Sitzen mit deinen Zeigefinger seitlich am Hals unterhalb deiner Ohrläppchen. Mit etwas Druck kannst du dort die Querfortsätze des Atlas ertasten. Sind beide auf gleicher Höhe? Ist eine Seite eventuell druckempfindlicher?

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