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Schlaflosigkeit seit Citalopram

m5irabXay hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mit der Einnahme von Citalopram (SSRI) >20mg habe ich Schlafstörungen bekommen, die sich dann während der Einnahme durch die Kombination mit Amitriptylin (AD sedierend) >25mg für eine Zeitlang wieder ok waren. Nach einem Jahr gings dann allerdings ziemlich bergab mit meinem Zustand, musste beide Medikamente nacheinander absetzten und habe seitdem massive Schlafprobleme.

Meine Frage wäre, ob vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat? Habe bei einem älteren Beitrag gelesen, dass derjenige sich bei Cita "wie unter Strom" gefühlt hat. Das war bei mir ähnlich, allerdings hab ich das damals nicht so negativ gesehen, im Gegenteil. Wenn ich andere Beiträge lese, dann kommt mir das aber heute eher wie eine ziemliche Überreaktion vor.

Seit dem Absetzten kann ich ohne irgendeine Form von Schlafhilfe quasi nicht mehr schlafen und hangle mich so durch, von Mirtazapin (AD sedierend) über pflanzliche Mittel (Baldrian, Passionsblume,...) bis Schlafmittel (Zopiclon) und momentan Seroquel (Neuroleptikum sedierend).

VG Hanna

Antworten
DAillxes


@ Hanna

habe eigentlich alle Medikamente hinter mir, bzw. nehme derzeit noch Mirtazapin von diesen.

SSRI werden bei "gesunden" Amis unter dem Namen Prozac als Hirndopping benutzt.

Citalopram ist ein Serotoninwiederaufnahmehemmer und hebt den Serotoninspiegel in den Synapsen. Dadurch steigt der Antrieb und die Stimmung, deshalb ist wichtig Citalopram morgens zu nehmen. Wenn man es abends nimmt, raubt es einem den Schlaf.

Du solltes vielleicht noch schreiben gegen was du Citalopram genommen hast.

Angst, Depri, Panik ?

Es gibt nämlich noch SRNI, die wirken noch zusätzlich auf Noradrenalin, was für das Schlafen auch nicht unwichtig ist.

Ich komme derzeit mit SRNI und Mirtazapin sehr gut zu Recht, da ich aber Maniegefährdet

(Bipolar) bin muss ich noch Lithium nehmen.

mfir@abay


@ Dilles

danke für deine Antwort!

also ich hatte immer wieder Depressionen und generell einfach enorme Probleme jeden Tag hinzukriegen und Sachen voranzubringen (Stimmungsschwankungen, kein Antrieb, Lernblockaden, Prüfungsangst und vom Gefühl her so als würd ich ständig mit nur 20% Energie und ein paar ordentlichen Bleiklötzen durch die Gegend laufen).

Das Citalopram habe ich immer morgens genommen und von Anfang an, bei ca. 5 mg, schon sehr stark und auch mit Schlafstörungen reagiert. Ich habs deshalb nicht sofort wieder abgesetzt weil es hieß, dass der Körper ein paar Wochen braucht um sich daran zu gewöhnen und ich mich in Bezug auf einige Punkte gleich sehr viel besser gefühlt habe, zB. stabilere Stimmung, mehr Energie und weniger Bleiklötze :-)

Kannst du dir vorstellen, dass das evtl. eine Art manische Nebenwirkung war? Im Beipackzettel steht dass das vorkommen kann, wenn auch selten.

VG Hanna

PwusteblkumeA6x5


Ich finde Du beschreibst die Besserung deiner Depression durch Cita. Was soll daran denn schlimm gewesen sein?

Nach einem Jahr gings dann allerdings ziemlich bergab mit meinem Zustand, musste beide Medikamente nacheinander absetzten und habe seitdem massive Schlafprobleme.

Warum genau hast du das Medikament dann abgesetzt?

HUaseCnr+eixch


Warum genau hast du das Medikament dann abgesetzt?

Darum:

mit der Einnahme von Citalopram (SSRI) >20mg habe ich Schlafstörungen bekommen

Steht übrigens schon in der Überschrift des Fadens.

D(iBlles


@ mirabay,

citalopram hebt den Serotoninspiegel. Zuviel Serotonin = Manie. Ich habe das hinter mir.

Mit einem ähnlichen Präparat , dass mir sehr gut aus meiner Depression herausgeholfen hat versuchte ich mehrere Ausschleichversuche und wurde aber immer wieder depressiv.

So lies ich die Dosis konstant. Nach 4 Jahren bekam ich dann eine schwere Manie, absoluten Größenwahn , der nur mit einer zwangsweisen Gabe von einer großen Dosis Seroquel in der Klinik gestoppt werden konnte.

Inzwischen liegen wohl Studien aus USA vor, das diese Mittel eine Manie auslösen können,

die Mittel nehme ich weiter, da ich wieder in die Depression geraten bin, allerdings bekomme ich einen Manieschutz dazu.

m]ira_baxy


@ Pusteblume65

Ich konnte durch den starken Antrieb mit Citalopram auf einmal sehr viel mehr arbeiten und da ich zu dem Zeitpunkt Abschlussarbeit schreiben und mich gleichzeitig selber finanzieren musste, hab ich das auch gemacht, bis zu 16 Stunden am Tag. Das hat mich nach und nach in einen extremen körperlichen und nervlichen Erschöpfungszustand gebracht bis ich es buchstäblich nicht mehr aushalten konnte und absetzten musste.

PSusPteb!lume&65


Liebe Mirabay

vielleicht war das Citalo einfach nur etwas zu hoch dosiert für dich.

Hast Du das Absetzten damals mit deinem Psychiater besprochen?

m5ira]baxy


@ Pusteblume65

Ich denke ich hab das Mittel insgesamt nicht vertragen, ich hatte die gleiche Wirkung bereits am Anfang mit 3 oder 5 mg.

N{ela


Wann hast du das Citalopram denn abgesetzt?

Puusteblbume65


Ich konnte durch den starken Antrieb mit Citalopram auf einmal sehr viel mehr

Das ist die gewollte Wirkung des Medikaments. Nur sollte man damit deine 16 Std. arbeiten.

16. Std. sind eindeutig zuviel.

m(irabaxy


@ Nela

Ich habe das Citalopram nach 14 Monaten abgesetzt, das ist jetzt zweieinhalb Jahre her.

Morgen hab ich wieder einen Termin bei meiner Psychiaterin, ich bin echt verzweifelt. Das Seroquel bewirkt zuviel Antrieb am nächsten Abend, ich fühl mich körperlich erschöpft aber geistig hellwach, keine Spur von Müdigkeit. (+ schöner Nebeneffekt: mir fallen die Haare aus) Hab versucht die Dosis zu reduzieren, aber bei weniger als 12mg verliert sich die sedierende Wirkung.

Hab vor einer Woche Seroquel gegen eine kleine Dosis Mirtazapin getauscht um jetzt noch die Tage bis zum Termin zu überstehen, aber damit habe ich auch zuviel Antrieb und bin aggressiv, was mir eigentlich nicht entspricht, und die Schlafwirkung ist sehr schlecht, max. 2 Stunden.

Meine einzigste Idee für morgen ist, Lithium vorzuschlagen, also die Strategie von Dilles (s.o).

Ich weiß wirklich nicht, was ich noch tun könnte um mein Schlafproblem zu verbessern und eine natürliche Regulation des Körpers wieder herzustellen. Ich achte auf gute Ernährung, mache Sport, arbeite soweit möglich, wohne bei meiner Familie und unternehme was mit Freunden. Dazu gehe ich zur Craniosakralen Therapie, das unterstützt die Selbstheilung des Körpers. Ich war in zwei Kliniken (Psychosomatik stationär nach dem Zusammenbruch und Psychiatrische Tagesklinik ein Jahr später wegen der totalen Schlaflosigkeit) und ambulant im Schlaflabor. Außer Hausarzt und Psychiater fällt mir nicht mehr ein. Akkupunktur? Yoga? Meditation?

Meine größte Angst ist die Geschichte von einer Bekannten meiner Schwester in Berlin. Diese kommt aus einem sehr schwierigen Elternhaus und ist schon als Teenager mit Psychopharmaka behandelt worden. Sie kann bis heute nicht mehr schlafen.

C]hiz?zxo


Falls du die Medis ohne ärztliche Anweisung einfach abgesetzt hast war das mehr als unverantwortlich!

Es ist vollkommen normal, an Schlafstörungen zu leiden wenn man beginnt solche Medis einzunehmen und genauso kann das auch beim Absetzen auftreten! Diese Störungen mit anderen Mitteln zu überdecken ist mehr als fahrlässig!

Ich selbst nehme Opipramol. Hatte bei Beginn der Behandlung wochenlang übelste Alpträume (jede Nacht KLITSCHNASS aufgewacht! Die Träume waren sowas von real, das war unbeschreiblich.) Aber es wurde nach ein paar Wochen täglich besser, bis sie irgendwann ganz weg waren!

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