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Gibt es eine Alternative zu Antidepressiva bei Schmerzen?

Mcary%mary,86 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe ein RIESIGES Problem. Seit Dezember letzten Jahres, also seit über 4 Monaten habe ich dauernd Schmerzen in der rechten Kopfhälfte, der Schmerz zieht in die Ohren und Zähne, also das Gesicht auf der rechten Seite schmerzt auch.

Mich macht das total fertig.

Seit ein Paar Tagen brennt auch die Zunge auf der rechten Seite und fühlt sich taub an, als wäre sie beim Zahnarzt betäubt worden. Die recht Kopf- und Gesichtshälfte fühlt sich außerdem noch teilweise taub an.

MRT vom Kopf wurde gemacht und es war alles ok, EEG ebenso.

Ich war bereits bei 2 Neurologen und 2 Schmerztherapeuten und ALLE wollen mich mit Antidepressiva behandeln, wenn auch mit unterschiedlichen. Die Neurologen hatten mir Amineurin, der eine Schmerztherapeut Opipram und die zweite Schmerztherapeutin Amitriptylin verschrieben - alles Antidepressiva :-(

Das Problem ist, dass ich schon mal Antidepressiva genommen habe und schlechte Erfahrungen damit gesammelt habe, eher gesagt ich habe mir geschworen NIE WIEDER so etwas einzunehmen. Es war die Hölle, die wieder abzusetzen.

Meine Theorie ist, dass die Ärzte es sich ganz schön einfach machen, indem sie einfach Psychopharmaka verschreiben, denn dadurch wird man "betäubt" und nimmt den Schmerz nicht mehr so wahr (so auch der eine Schmerztherapeut).

Ich bin echt verzweifelt und weiß nicht mehr zu welchem Arzt ich noch gehen soll.

Kann man denn wirklich nichts mehr tun außer Antidepressiva zu nehmen? Ich möchte nicht, dass irgendwelche Medikamente meine Persönlichkeit verändern oder etw. künstliches im Gehirn passiert. Bei diesem Gedanken wird mir Angst und Bange, denn es war ganz ganz schlimm gewesen, als ich mal Paroxetin genommen habe. Ich hatte zum Schluss mehr Probleme, als VOR der Einnahme des Mittels.

Bitte helft mir, bin verzweifelt. Was soll ich tun? Was meint ihr?

LG

Mary

Antworten
NAela


Was ist denn, wenn der Schmerzursprung ganz woanders liegt? Z.B. bei den Zähnen? Oder von der HWS her resultiert? Der Schmerz muss nicht immer da gefühlt werden, wo er herkommt :)*

P7ustebluVmew6x5


Das Problem ist, dass ich schon mal Antidepressiva genommen habe und schlechte Erfahrungen damit gesammelt habe, eher gesagt ich habe mir geschworen NIE WIEDER so etwas einzunehmen. Es war die Hölle, die wieder abzusetzen.

Antidepressiva sollten grundsätzlich immer ganz langsam ausgeschlichen werden. Dann geht das auch problemlos.

Und persönlichkeitsverändernd wirken AD sowieso nicht.

Der Wirkmechanismus des AD bei Schmerzen ist keine Betäubung, sondern die Normalisierung der Schmerzwahrnehmung, welche bei chronischen Schmerzen viel stärker ist.

Wenn Du keine Medikamente einnehmen willst, dann versuche es doch mal mit Physiotherapie. Ist bei Schmerzen sowieso als erste Therapiemaßnahme sinnvoller.

HXa/sennreixch


Hallo, ich kann Deine große Verzweiflung gut nachvollziehen - auch ich habe schon mit bestimmten Medikamenten (keine Psychopharmaka) sehr bis äußerst schlechte Erfahrungen gemacht und stehe daher ebenfalls - wie Du auch - solchen Hammermedis sehr kritisch gegenüber.

Warst Du mal größerem Stress ausgesetzt - also zB Prüfungsstress oder auch Trauer/Verlustsituationen? - Solche Schmerzattacken können zB auch von solchem Stress herrühren (bei meinem Mann zB. hat sich die Trauer um seine Mutter in Gesichtsschmerzen ausgedrückt - über einen längeren Zeitraum hinweg).

Hast Du es mal mit Wärme- /Kältekompressen versucht?

Wenn ich Kopfschmerzen habe, hilft mir Ingwerwasser sehr gut - habe ich herausgefunden - da die üblichen Kopfschmerzmittel bei mir nicht greifen. Allerdings dauert es so 3-4 Stunden nach dem Trinken bis sie dann tatsächlich weg sind - wäre vielleicht ein Versuch wert. - Vielleicht kommt das Ganze ja auch durch eine Entzündung - Erkältung? - Ringelblumenauflagen (Kallendulla - in klarem Schnaps eingelegte Ringelblumenblüten) oder auch mit Schweineschmalz versetzt (ist allerdings eine sehr fettige Angelegenheit) wirken entzündungshemmend. - Brennende zunge: Vielleicht Kefir? Oder sonstige Milchprodukte wie Joghurt oder Quark? (Hilft mir zb gegen Sodbrennen - aber es sollte nicht unbedingt Magerstufe sein - der Fettanteil ist wesentlich an der Abmilderung des Brennen beteiligt)

Auf jeden Fall, denke ich, solltest Du Dir nichts aufzwingen lassen, was Du nicht willst - denn wenn man etwas gegen seinen Willen nimmt kann es nur kontraproduktiv sein - vor allem wenn man selbst erlittene negative Erfahrungen damit verbindet.

Ich persönlich glaube schon, dass es auch gangbare Alternativen gibt - aber man braucht auch dafür einen langen Atem, und man muss sich auch bewusst machen dass es mit mit natürlichen Mitteln auch nicht einfach weggepustet werden kann - es braucht einfach seine Zeit.

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und viel Mut, das auszuprobieren, wovon DU am ehesten überzeugt bist, dass es Dir helfen kann, und vor allem wünsch ich Dir, dass Du standhaft bleibst und Dich nicht von irgendwelchen Ärzten überreden lässt, etwas zu nehmen was Du nicht willst - denn das musst Du nicht!

Viel Kraft und vor allem gute baldige Besserung! :)* :)* :)*

_QNixxe_


persönlichkeitsverändernd wirken AD sowieso nicht

hallo??

Na da frag mal in meiner Familie nach.......... %-|

Richtig lustig wird es wenn sich Brainzaps oder RLS einstellen..... :(v

Versuch wäre wert: Osteopathie, Myoreflextherapie, Rolfing und chinesische Therapieformen...

Meine Theorie ist, dass die Ärzte es sich ganz schön einfach machen, indem sie einfach Psychopharmaka verschreiben

Deine Theorie ist traurige Wahrheit.

Bleib bitte dabei klar Deinem Gefühl zu folgen!! @:) @:) @:) ;-D :)^ :)z :)=

Der Hirnstoffwechsel ist so sensibel.......spielt in sämtliche Vereiche rein....

[[http://pflasterritzenflora.ppsk.de/psychopharmaka/]]

Alles Gute!!

*:) :)* :)* :)* :)*

Zhyda


Aber niemand hat bisher eine konkrete Ursache gefunden oder ha ich was falsch verstanden ?

Hast du keine normalen Medikamente wie man sie eben üblicherweise gegen Schmerzen bekommt erhalten oder probiert ?

Mag ja blöd klingen, aber einfach Psychopharmaka gegen Schmerzen verschreiben ohne Diagnose, kenn ich halt so nicht.

Ist die Ursache denn psychischer bzw psychosomatischer Natur oder hat man nur bisher nix gefunden ?

Gibts ein Blutbild ?

Zahnstatus ?

EEG und MRT ist ja nicht alles.

Vlt steh ich ja völlig im Wald - und ich bin KEIN ARZT möcht ich betonen - aber solange man keinen Schimmer hat woher die Schmerzen kommen ist es doch meiner bescheidenene Meinung nach unsinnig einfach Medikamente auf wirkt_ wirkt nicht zu testen ?

Ich kenn aus meinem Arbeitsalltag seltene Fälle wo zB eine chronische Mittelohrentzündung einen Infekt ausgelöst hat, zB Pilzinfektionen des Mastoid, Borrelieninfektionen Neuralgien auslösen, verschiedener Hirnnerven sich entzünden (sog. Gradenigo Syndrom), eine Entzündungen des Trigeminus etc etc.

Macht alles Kopfschmerzen, Nervenschmerzen etc.

Nebenbei fällt mir noch ein : laut WHO Schema und von unserem Schmerzdienst im Haus werden ab einer bestimmten Stufe, wenn die üblichen Analgetika nicht ausreichend wirken- je nach Schmerz und gewählten Schmerzmitteln unterstützend andere Medikamente dazugegen.

ZB eben Antidepressiva, aber auch Neuroleptika etc etc etc. Aber eben nicht nur die.

Aber Grundsätzlich gibts bei uns immer eine Basis - und eine Bedarfsmedikation. Bedarfsmedikamente eben für sog. Schmerzspitzen.

Nur Antidepressiva kenn ich zur regulären Schmerztherapie eigentlich nicht, daher meine Fragen.

lg

Muaryzmaory86


Guten Morgen,

erst mal danke an alle, die geschrieben haben.

@ nela & alle:

Ich war natürlich auch schon beim Zahnarzt und auch beim Orthopäden. Orthopäde sagte, dass es nicht von der HWS kommen kann, weil von da die Nerven gar nicht dorthin verlaufen, wo ich Schmerzen habe. Zahnarzt hat gemeint, dass es durch Knischen kommen kann, also muskulär bedingt, das glaube ich aber nicht, denn der Schmerz ist so zu sagen "innen". Ich habe auch schon eine Physiotherapie ausprobiert und eine Knirschschiene. Physiotherapie brachte eine leichte Besserung, aber nicht das, was ich mir vorgestellt habe, waren auch nur 6 mal.

@ Hasenreich:

danke für die Tips, das mit dem Ingwer werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

@ Nixe:

du sprichst mir aus der Seele, ich kenne Brainzaps sehr gut!

@ zyda:

wenn du kein Arzt bist, dann denke ich manchmal, dass menschen manchmal viel mehr wissen, als ärzte!

Nee, konkrete Ursache gibt es nicht. Ich habe das Gefühl, dass die ärzte kein bock haben, nach der ursache zu suchen. Ich frage mich wozu man die langen fragebögen ausfüllen muss, bevor man zum schmerztherapeuten geht, denn die lesen sich das eh nicht durch. Ich bin echt empört und verzweifelt, dass die Ärzte heutzutage so drauf sind. Ich weiß nicht, ob es je anders war..

Viele Grüße

Mary

D-i.lfl8es


Beide Medikamente sind tatsächlich Antidepressiva und ich kann bei deren Beschreibung der Anwendungsgebiete keine Dinge finden die auf dich zutreffen.

Anfang des Jahres hat mich eine schwere Grippe erwischt, die insbesondere sehr schwere neuropathische Schmerzen im Kopf verursacht haben, schlagartig eintretende Schmerzen wie ein Messerstich in den Kopf ich zuckte komplett zusammen und war unfähig in diesen Augenblicken irgendwas zu tun. Die Abstände waren fast im zehnminutentakt, fast unmöglich normal zu leben.

Meine Ärztin verschrieb mir Lyrica, ein Mittel gegen Epilepsie und neuropathische Schmerzen aller Art.

Die Schmerzen waren nach Einnahme komplett weg und nach einer Woche habe ich es dann weggelassen.

Ich denke du kannst zumindest mal zunächst von den Schmerzen damit befreit werden, bis man letztendlich die Ursache findet. Manche nehmen Lyrica auch immer etwas niederer dosiert, ist aber immer noch besser als Schmerzen.

Dgilble+s


Ich bin kein Arzt und du solltest einen solchen nach dem Mittel fragen, denn es ist verschreibungspflichtig, aber ich denke es ist vielleicht einen Versuch wert. Meine Schmerzen sind vergleichbar mit deinen (Neuropathisch) bei mir war es einem Virus geschuldet der sich wohl in den Nervenbahnen des Hirns breit gemacht hat, bei dir muss man das noch rausfinden, aber die Schmerzen in den Grif zu bekommen ist wohl zunächst das Wichtigste.

SQunfloRwerx_73


Es ist so, dass best. Antidepressiva einfach die Ausschüttung von Substanzen beeinflussen, die bei der Schmerzwahrnehmung und -weiterleitung eine Rolle spielen.

Es ist daher durchaus Standard, bei einer Schmerztherapie Schmerzmittel mit Antidepressiva zu kombinieren.

NUR Antidepressiva ohne Schmerzmitteln ist allerdings nicht sinnvoll.

Bei den Schmerzmitteln müsste man schauen, ob es ein entzündungshemmendes Schmerzmittel sein soll. Oder ob es eher Nervenschmerzen sind, dann wäre bspw. das hier schon genannte Lyrica sinnvoll (wo sich oft Betroffene beschweren, weil sie doch keine Epilepsie haben).

Bei der Schmerzbehandlung muss viel experimentiert haben. Es gibt keine einfachen Lösungen. Man muss Geduld haben, oft länger einen Arzt suchen, wo es passt. Und auch eine umfassende Ursachenforschung ist sinnvoll. Wobei man andererseits ggf. auch akzeptieren muss, dass es DIE eindeutige Ursache gar nicht gibt. Es ist sinnvoll, sich mal mit dem Konzept der chronischen Schmerzen zu beschäftigen. Das sind Schmerzen, die nach einer REALEN Ursache andauern, obwohl die auslösende Ursache gar nicht mehr gegeben ist. Ursache sind Veränderungen im Nervensystem, wodurch man Schmerzen wahrnimmt, obwohl es keine messbare Ursache dafür gibt. Die Schmerzrezeptoren und Schmerzleitungsbahnen laufen quasi Amok.

Sich pauschal GEGEN einen Behandlungsvorschlag zu wehren, ist allerdings auch nicht hilfreich. Ja, leider macht man im Bereich Schmerztherapie zu oft negative Erfahrungen. Aber ein bisschen Vertrauen und Experimentierbereitschaft muss man selber auch schon mitbringen. Ich weiß gar nicht mehr, was ich am Anfang alles probiert habe. Amitryptilin gehört bspw. zu einer völlig anderen Wirkstoffgruppe als das Paroxetin, mit dem Du schlehte Erfahrungen gemacht hast.

Neben Schmerzmitteln und Antidepressiva sollten immer auch Entspannungsverfahren und ggf. Physiotherapie mit zur Behandlung gehören.

Ich frage mich wozu man die langen fragebögen ausfüllen muss, bevor man zum schmerztherapeuten geht, denn die lesen sich das eh nicht durch.

Weil es nicht um die einzelnen Fragen geht, sondern das Gesamtergebnis, was anhand der Fragen ermittelt wird. Weil man Fragebogen-Fragen ggf. nochmals persönlich stellt – und zwar nicht, weil man sich die Fragebögen nicht angesehen hat, sondern weil man auf Übereinstimmungen und Widersprüche achtet.

E9hemgalige2r NutzerL (#32=5731x)


Hast du denn auch schon Schmerzmittel regelmäßig genommen oder direkt AD?

D5i6lxles


wo sich oft Betroffene beschweren, weil sie doch keine Epilepsie haben

Als ich den Beipackzettel von Lyrica las , bin ich auch sehr erschrocken. Aber meine Schmerzen waren neurophatischer Natur und es half mir schlagartig. Epilepsie ist im Prinzip ja auch nichts anderes als neuropathische Krampfanfälle des Hirns. Schmerzen dieser Art sind eigentlich unerträglich. Epileptiker fallen dabei sogar um, ich konnte das nachvollziehen es sind Schmerzen die fast wie ein Blitzschlag über einen kommen. Für mich wieder einmal verblüffend was die Pharmaforschung so alles entwickelt hat. Früher musste man ein Beissholz nehmen um das aushalten zu können.

J&ohawnna8x4


Ich muss Pusteblume hier mal vehement widersprechen.

Manche AD verändern die Persönlichkeit total, die einen werden aufgedreht, andere lethargisch.

Man reagiert auf Situationen ganz anders, als es ohne AD der Fall wäre.

Und auch das Absetzen ist in keinster Weise problemlos, selbst wenn man langsam ausschleicht.

Mag ja sein, dass es bei manchen gut klappt, aber ich hatte trotz Ausschleichen unter ärztlicher Aufsicht massivste Schwierigkeiten. :(v

Und hab das auch schon von vielen anderen gehört...

Ich kann die Threaderstellerin voll verstehen, wenn man es nicht wegen psychischen Störungen wirklich braucht, kann man froh sein, einen Bogen um AD machen zu können.

Ich wünschte auch, es ginge ohne.

Mich würde auch interessieren, ob sämtliche Ursachen wie Halswirbelsäule ausgeschlossen sind?

Dvill#exs


Manche AD verändern die Persönlichkeit total, die einen werden aufgedreht, andere lethargisch.

Da muss ich Johanna aber vehemment widersprechen. Moderne ADs verändern die Persönlichkeit nicht, wenn man sie richtig einsetzt.

Ein schwer Depressiver hat schlicht gesagt einen Mangel an Botenstoffen. Als Betroffener habe ich das am eigenen Leib (Kopf) erlebt. Bei mir war es ein Mangel an Serotonin/ Noradrenalin die mich in eine Depression schrecklichen Ausmasses gebracht haben, bereits schon schwer suizidal also persönlichkeitsgestört, bekam ich ein SRNI dieser Wirkstoff hebt den Serotonin und Noradrenalinspiegel in den Hirnsynapsen. Es ging mir innerhalb 2-3 Wochen wieder richtig gut. Ich war eben nicht mehr persönlichkeitsgestört, ich war wieder der Alte, hatte wieder Freude am Leben, am Essen, am Sex, an der Natur und das Wichtigste ich konnte wieder schlafen.

Diese Mittel sind ein Segen bei all denen bei denen sie wirken, leider nur etwa 70 %.

Ein Gesunder sollte von diesen Mitteln die Finger lassen !! Was leider in den USA passiert ist das Gesunde mit diesen Mitteln die Botenstoffkonzentration über das normale Maß hinaus erhöhen und dadurch Glücksgefühle und Leistungsfähigkeit des Hirns erhöhen.

Die Mittel sind daher wirklich nur für Depressive empfehlenswert und sind aus diesem Grund bei uns auch verschreibungspflichtig. In den USA kann man die Mittel unter dem Namen Prozac in den Drugstores in den Einkaufswagen legen. Das ist dann wirklich brandgefährlich, da man damit völlig in eine Manie abheben kann.

Spunflopwer_73


1. Epilepsie hat nichts mit Neuropathie zu tun... # neuropathische Krampfanfälle!

2. Und Prozac führt nicht zu einer Manie; best. Mittel sind aber bei sog. bipolaren Störungen (Wechsel aus Depression und Manie) kontraindiziert, weil sie bei einer bipolaren Störung eine Manie auslösen können.

3.

Ein Gesunder sollte von diesen Mitteln die Finger lassen !! Was leider in den USA passiert ist das Gesunde mit diesen Mitteln die Botenstoffkonzentration über das normale Maß hinaus erhöhen und dadurch Glücksgefühle und Leistungsfähigkeit des Hirns erhöhen.

FALSCH. Es gibt Gegenregulationsmechanismen, die einen ZU HOHEN Pegel verhindern. Und die greifen bei Gesunden sofort, wenn sie AD's nehmen. Die haben dann einfach keinen Effekt. Anders ist es bspw. bei Ritalin, das pusht Gesunde. Aber NICHT AD's.

Ansonsten:

AD's sind lebenswichtige Medikamente, die man einfach nicht pauschal dermaßen verteufeln sollte. Ja, sie können mehr Nebenwirkungen machen als andere Mittel. Aber es gibt verschiedenste Gruppen, und nur weil EIN Medikament problematisch war, müssen es nicht alle anderen sein. Ein aufgeklärter Patient, der Wirkungsweise, Nebenwirkungen etc. kennt und informiert handeln kann, kann unglaublich profitieren. Diese pauschale Voreingenommenheit ist unglaublich problematisch.

Ich habe schon viele Personen erlebt, die AD's nehmen. Da hat lediglich eine Person mit Persönlichkeitsveränderungen zu tun gehabt. Die anderen "Veränderungen" waren die Rückkehr zur "normalen" Persönlichkeit von vor der psychischen Krankheit. Tja, ist halt ungewohnt, wenn ein depressiver Häufchen Elend plötzlich wieder Interessen und Elan hat.

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