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Angst vor MS berechtigt?

Nseu~hieKrx01 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin neu hier und derzeit recht panisch. Mein Angst besteht in der Möglichkeit MS zu haben.

Da mein MRT-Termin erst in mehreren Wochen ist, möchte ich hier kurz meine Situation schildern.

Ich: 33, männlich

Angefangen hat es mit einem leichten, phasenweisen kribbeln in der linken Hand, nur den Kleinen- und den Ringfinger betreffend. Dann wurde das kribbeln in der linken Hand länger und ging zeitweise in die rechte Hand über.

Nach mehreren Tagen fing der linke Fuß an zu kribbeln, hier auch wieder zuerst in den Zehenspitzen. Bis dahin machte ich mir noch keine Gedanken. Dann beschäftigte ich mich mit dem Thema, da ich überrascht war, dass ich sofort eine Überweisung für einen MRT Termin bekommen habe. Die Ärztin tippt auf BSV in der HSW.

Das kribbeln in der linken Hand blieb und ging phasenweise in die rechte Hand über.

Zudem ändert sich die Intensität von kaum wahrnehmbar bis fühlbar. Zudem merkte ich, dass es stärker ist, wenn ich sitze und schwächer, wenn ich aufstehe, rumlaufe oder liege.

Nach und nach kribbelten auch meine Füße, erst links, dann rechts, aber eher schwächer als die Hände. Bislang sind keine Taubheitsgefühle vorhanden.

Tagsüber ist das kribbeln stärker, nachts hört es meist ganz auf und wenn nicht, kann ich es durch eine Seitenlage meist beeinflussen. Morgens nach dem aufwachen ist es meist weg (oder so schwach, dass es kaum wahrnehmenbar ist)

Schmerzen habe ich keine, nur das Gefühl von einem ganz schwachen Muskelkater in der rechten Wade und im linken Unterarm.

Seit dem ich mich mit dem Thema beschäftige juckt (nicht kribbelt) es auch im Gesicht, das geht dann aber durch kratzen an der Stelle weg.

Ich bin mittlerweile panisch, da ich auch das Internet als Informationsgeber genutzt habe und jedes kribbeln und jucken an neuer Stelle ängstlich verfolge.

Nun meine Frage, was denkt Ihr?

Antworten
GbrGauaxmsel


Meine beste Freundin hat MS seit bald 30Jahren - solche Symptome berichtete sie nie. Kribbeln in den Händen könnte von der Halswirbelsäule her kommen.

B;reme[nsixe


MS ist die Krankheit mit den 1000 Gesichtern. Bei mir hat sich diese Krankheit mit Missgefühlen in Händen und Füßpen bemerkbar gemacht. Oft macht diese sich auch durch eine Sehnerventzündung bemerkbar.

Die Symptome von denen Neuhier berichtet könnten, ich sage ausdrücklich könnten auch von einer MS herrühren.

Aber nun warte erst einmal in Ruhe den MRT Termin ab. Dann müsste bei dir noch die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen werden und auch eine Lumbalpunktion gemacht werden. Und dann kann man erst sagen ob du MS hast.

C1h9izxzo


ich sage ausdrücklich könnten auch von einer MS herrühren.

Eben. KÖNNTEN! In 1 von 1.000.000 Fälle kommen Kopfschmerzen auch von einem Hirntumor aber in den anderen 999.999 Fällen eben nicht (Die Zahlen sind jetzt einfach mal aus der Luft gegriffen!).

Wegen dem schnellen MRT-Termin solltest du dir keine Sorgen machen. Ich war damals wegen Sehstörungen zum ersten Mal bei einem Neurologe und nach einer kurzen körperlichen Untersuchung wurde ich auch direkt zum MRT geschickt (o.B.).

Und selbst WENN es MS sein sollte – in der Regel kann man damit heutzutage auch noch sehr lange, sehr gut leben! Es ist nicht mehr so wie früher, dass man nach ein paar Jahren im Rollstuhl sitzt usw... natürlich gibt es auch hier leichtere und schwerere Verläufe aber in der Regel kann man damit heutzutage noch verdammt lange gut leben.

Eventuell hast du dir auch einfach einen Nerv eingeklemmt oder löst die Symptome durch die gesteigerte Selbstbeobachtung psyschich aus (Ich weiss wovon ich hier rede :-p ).

Also mach dir nicht so viele Gedanken, mach dein MRT und sprich danach mit dem Neuro drüber.

Alles gute!

Ndeuh%ierx01


Liebes Forum,

ich möchte mich noch mal melden.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich MS habe. Es spricht einfach alles dafür.

Es fing alles mit einem Kribbeln in der linken Hand an, das wieder wegging. Danach ging es über zur rechten Hand und auch die Füße waren phasenweise betroffen. Meist kribbelten diese nach einem Spaziergang bei warmen Wetter. Sobald ich saß und die Füße stillstanden konnte ich es durch Lageveränderung beeinflussen. Nachts kribbelte es so gut wie nie.

Zu dem Kribbeln gesellte sich nach einer Woche ein Jucken im Gesicht und der Kopfhaut dazu. Das war aber, nachdem ich an der entsprechenden Stelle gekratzt habe, weg. Kurz darauf kam es an anderer Stelle wieder. Manchmal hatte ich auch Schmerzen an der Hand, nur weil die Jacke darauflag.

Nach ein paar weiteren Tagen hatte ich im Unterschenkel das Gefühl von einem leichten Muskelkater.

Die Füße waren bislang noch nicht so stark betroffen gewesen.

Das Gefühl kam meist morgens und wurde tagsüber schwächer manchmal ging es auch in den Oberschenkel über oder es war im linken Unterschenkel oder Oberschenkel. Bei Treppen runter laufen federte ich immer etwas nach (gefühlt). Meine Umwelt bemerkte es nicht, nur ich.

Ich bekam nun immer mehr Panik und suchte nach alternativen Erklärungen. Fand jedoch keine. Zwar steht überall "kribbeln muss nicht MS heißen", es schreibt aber keiner was es denn dann heißen kann. Oder wie man es sonst erklären kann.

Zudem habe ich mir hier die Berichte von den Menschen durchgelesen, die ähnliches schildern. Bei einem Großteil wurde später MS diagnostiziert. Kaum eine/r scheibt: "Ach, es war das und das, total harmlos …"

Mittlerweile ist das Kribbeln nicht mehr da. Auch das Schwächegefühl in den Beinen ist nicht mehr da. Auch das spricht für einen Schub.

Nachdem ich mich mit der Krankheit etwas abgefunden habe ging es besser.

Ich war ja voller Panik. Immer im Blick der (zukünftige)Rollstuhl. Ständig das Gefühl einer vollen Blase, Durchfall etc. Das hat mich fertig gemacht.

Das einzige was mir noch unklar ist, ist warum es abends nachts aufhörte zu kribbeln. Morgens aber mal nach 5 Minuten nach dem Wachwerden wieder anfing, mal erst um 10 Uhr oder später anfing zu kribbeln. Aber das ist wahrscheinlich eins der 1000 Gesichter.

yqe|-ye


Ich wurde auch im Krankenhaus auf MS untersucht, da der Arzt (nicht ich) befürchtete, dass ich MS habe. Hatte auch Kribbeln, einseitig weniger Empfinden als auf der anderen Seite, zum Teil habe ich nicht mehr richtig geschmeckt. Dazu Nervenschmerzen.

Bei mir war es nur Stress und kommt bei Stress auch gerne wieder. Das könnte bei dir zum Beispiel auch erklären, wieso es über Nacht weggeht. Es muss also nicht immer MS sein, lass dich erstmal untersuchen :)*

m1usk/atnwuss


Tagsüber ist das kribbeln stärker, nachts hört es meist ganz auf und wenn nicht, kann ich es durch eine Seitenlage meist beeinflussen. Morgens nach dem aufwachen ist es meist weg (oder so schwach, dass es kaum wahrnehmenbar ist)

Scheint ja im Liegen oder Stehen zu verschwinden, das Kribbeln. Wäre so eine Möglichkeit, die vielleicht im Zusammenhang mit dem Rücken oder der Wirbelsäule steht.

Ich bekam nun immer mehr Panik und suchte nach alternativen Erklärungen. Fand jedoch keine. Zwar steht überall "kribbeln muss nicht MS heißen", es schreibt aber keiner was es denn dann heißen kann. Oder wie man es sonst erklären kann.

Deine Ärztin hat dir eine Gegeben:

Die Ärztin tippt auf BSV in der HSW.

Und wenn du mal nach Bandscheibenvorfall und nicht nach MS googelst, findest du auch genau deine Symptome. ;-)

Aber googeln ist auch nicht ratsam, weil niemand deinen Körper hat und ein einzelnes Symptom auf alles und jeden zutreffen kann. Kopfschmerzen warnen auch vor Schlaganfällen. Sind aber als alleiniges Symptom nur Kopfschmerzen, gegen die man ein Aspirin nimmt.

Dein Arzt tippt ja auch gar nicht auf MS, sondern auf BSV. Also geh doch erstmal von dieser Theorie aus. :)^

*:) @:)

EOh*ema,liger Nutszear (t#3939x10)


Eben das Kribbeln kann eine schlimme Krankheit bedeuten, kann einen BSV bedeuten, kann auch einen Magnesium und Vitamin B Mangel bedeuten. Es gibt viele Ursachen. Wenn der MRT Termin noch so lange dauert red mit Deiner Hausärztin ob man, um Dich zu beruhigen, die Lumbalpunktion schon machen könnte.

Weiss aber nicht ob man das so einfach ohne dringenden Versacht auf MS macht.

PWuste{blumFe6x5


Die Ärztin tippt auf BSV in der HSW.

Du hast die Symptome eine BSV der Halswirbelsäule (HWS). Deine Ärztin stellt die Verdachtsdiagnose BSV der HWS.

Und welchen Sinn macht es dann, unbedingt an eine MS-Erkrankung glauben zu wollen?

PRus8teb7lu"me6x5


Wenn der MRT Termin noch so lange dauert red mit Deiner Hausärztin ob man, um Dich zu beruhigen, die Lumbalpunktion schon machen könnte.

Weiss aber nicht ob man das so einfach ohne dringenden Versacht auf MS macht.

Und warum sollte die KK eine Lumbalpunktion bei Verdacht auf BSV der HWS bezahlen?

Bei einer Magen- u.Darmgrippe wird auch kein Mammographie bezahlt, nur weil der Pat. Angst vor Brustkrebs hat.

Medizinische Diagnoseverfahren werden eingesetzt um Krankheiten an Hand der Symptomlage zu bestätigen/auszuschließen. Die Phantasie/Hypochondrie des Pat. ist kein Diagnosekriterium.

Hypochondrie kann nicht durch Diagnostik gebessert werden, sondern nur die Psychotherapie.

P/iMa0x509


Möchtest du nicht der Krankenkasse dann die 1000 Euro fürs MRT ersparen, wenn du deine Diagnose schon sicher gestellt hast? Die mögliche Behandlung hat dir doch Dr. Google sicher auch schon gesagt....schon wieder ein Platz frei im Wartezimmer für jemanden, der wirklich Hilfe vom Arzt will.

Sorry, das war jetzt ironisch. Aber so viele schreiben dir, daß es für Kribbeln verschiedene Ursachen gibt und du beisst dich daran fest. Bist du hypochondrisch veranlagt?

Bei mir kribbelt es auch immer wieder mal hier und mal da....

aSnnali'da


Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich MS habe. Es spricht einfach alles dafür.

:)=

Wozu haben wir dann Ärzte, wenn intelligente Menschen wie du nur Dr.Google anschmeissen brauchen? ;-)

Nteuh^ier0x1


Hallo Forum,

ich habe das Gefühl, dass ich mich nicht richtig ausgedrückt habe. Ich wollte niemanden zu nahe treten o.ä.

Sicherlich ist Dr. Google mit Vorsicht zu genießen, jedoch ist das Internet u.a. eine Ansammlung von verschiedenen mehr oder weniger persönlichen Berichten. Ich habe einfach nach meinen Symptomen geschaut. Etwas anderes wird der Arzt auch nicht machen.

Und ich habe auch im Bereich Orthopädie geschaut/gegooglet und mir das ganze als Blockade in der HWS versucht zu erklären. Nur hat das nicht ganz funktioniert.

Ein BSV geht mit Schmerzen einher, habe ich nicht.

Eine Nerveneinklemmung erklärt kein Kribbeln oder Schwächegefühl in den Beinen und den Händen oder ein Jucken im Gesicht.

Und es verschwindet nicht einfach so wieder. (OK, das Schwächegefühl in Beinen ist wieder da)

Mir fehlt einfach der Funken Hoffnung. :°(

So zu tun, als ob nichts ist gelingt mir nicht. Deshalb habe ich mir vorsorglich versucht damit abzufinden, damit die Diagnose mich nicht völlig umhaut.

Viele Grüße

Neuhier01

m[uskaStnuxss


Ich habe einfach nach meinen Symptomen geschaut. Etwas anderes wird der Arzt auch nicht machen.

Doch. Ein Arzt untersucht dich (!). Dich. Google ist eine Ansammlung von Berichten von anderen Menschen mit anderen Körpern und anderen Krankheiten. Und nur weil Symptome überinstimmen, heißt das nicht das dahinter die gleiche bzw. überhaupt eine Krankheit steckt.

Aber hier wird man dich nicht vom Gegenteil überzeugen können. Du findest immer das passende bei google. Du findest immer die schaurigen MS-Geschichten die andere bei kribbeln hatten, weil du auch gar nichts anderes finden möchtest.

Natürlich kann es etwas ernstes sein. Aber investier doch nicht deine ganze Energie in eine nicht gesicherte Diagnose.

Eine Nerveneinklemmung erklärt kein Kribbeln oder Schwächegefühl in den Beinen und den Händen oder ein Jucken im Gesicht.

Umso intensiver du dich damit auseinandersetzt und je negativer die Gedanken umso schlimmer wird das auch. Und irgendwann ist das ganze auch psychosomatisch. Wir sind keine Ärzte und wir kennen dich nicht, natürlich muss man der Sache mal nachgehen.

Und im übrigen, weil du ja immer einen Gegenbeweis suchst:

[[http://www.med1.de/Forum/Neurologie/426102/8/]]

Vielleicht gibt dir das ja ein bisschen Hoffnung, dass du ja vielleicht doch keine MS hast. ;-)

*:) @:)

a3gnexs


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