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Sprachprobleme, Wortfindungsstörung

m%eb4usR_p hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

ich bin 23 Jahre alt, 70 kg, 172 cm, männlich, arbeite als Softwareentwickler ständig am Schreibtisch, bin wenig sportlich, rauche und trinke ab und an (2-3 mal im Monat) 2-3 Bier...

Seit nun 1,5 Jahren kann ich bei mir ständig schlimmer werdende Sprach- und Leseprobleme feststellen...

Beim sprechen merke ich immer, wie ich an ein Wort denke, mir aber gleichzeitig ein Synonym dafür einfällt und ich dann das Synonym in meinem Satz einbaue... Meistens ergibt der Satz dann keinen Sinn mehr bzw. ist grammatikalisch einfach falsch..

Beispiel:

ich möchte sagen: Die Haltestelle ist dort vorne

statt Haltestelle fällt mir dann Bahnhof ein

was raus kommt: Die Bahnhof ist dort vorne

Oftmals baue ich mir meine Sätze auch schon vorab im Geiste zusammen, vertausche aber dann beim sprechen Wörter.

Beispiel:

ich möchte sagen: Gestern waren wir grillen, der Daniel und die Sandra waren auch da

was raus kommt: Gestern waren wir grillen, der Sandra und die Daniel waren auch da

Immer häufiger bemerke ich auch, dass mir Wörter nicht mehr einfallen. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Fachbegriffe sondern auch um einfache, alltägliche Wörter.

Dazu kommt, dass ich häufig stottere. Auffallend ist es, wenn ein g und ein s im Wort sind... "Du bist einfach abgezischt" bekomme ich zum Teil nur unter Anstrengung raus... Im Englischen fällt es mir noch öfter auf... Auch wurde meine Aussprache sehr undeutlich und nuschelig, als hätte meine Zunge keine Kraft mehr...

Wenn ich Texte lese, fällt mir auf, dass ich oftmals nicht fähig bin, einen Satz ohne Unterbrechung und Wiederholung bis zum Ende zu lesen und zu verstehen... Oft erwische ich mich dabei, wie meine Augen schon 3-4 Wörter weiter sind (als wäre ich zu voreilig). Als ich noch zur Schule ging, war ich ein sehr guter Leser und habe oftmals Lesewettbewerbe (auch Landkreisübergreifend) gewonnen. Auch meine Rechtschreibung lässt nach..

Da ich langsam merke, dass ich mich aufgrund dieser Probleme auch sozial zurück ziehe und vor allem beruflich auf meine Stimme/Sprache angewiesen bin, macht es mir langsam sehr viel Angst.. Wenn die Probleme sich weiterhin in diesem Tempo verschlimmer, kann ich wahrscheinlich in 3 Jahren nicht mehr vernünftig sprechen...

Ich war vor ca 5 Monaten schon beim Arzt, laut Blutbild soll wohl alles in Ordnung sein...

Abgesehen von den oben beschriebenen Problemen kommt hinzu, dass ich sehr vergesslich geworden bin und mir keine Namen mehr merken kann (vielleicht ist es ja auch nur das Alter), ich ständig zwischen Verstopfung und Durchfall wechsle, nichts essen kann ohne einen Blähbauch zu bekommen (man könnte meinen ich bin Schwanger)

Könnt ihr mir Tipps geben, wo ich anfangen soll zu suchen?

Woher können diese Sprachprobleme kommen?

Stress wurde von meinem Hausarzt als Ursache hergenommen, für mich nicht nachvollziehbar, damit war für ihn das Thema aber gegessen...

Dankeschön!

Antworten
B*re#mensixe


Deine Beschwerden können viele Ursachen haben. Meiner Meinung nach könnte dir ein Neurologe am ehesten weiterhelfen.

Ich habe natürlich die eine oder andere Idee im Kopf woher deine Beschwerden kommen könnten. Doch das sind bloß Vermutungen und helfen dir nicht weiter.

Gute Besserung

Raanij80


Hallo,

ähnliches hatte ich mal nach einem Kreislaufkollaps. Ich wollte danach etwas sagen, doch mir fiel kein einziges Wort ein, das war schrecklich. Nach ein paar Stunden war es aber wieder ok. Ursache für den Kollaps war, dass ich den ganzen Tag nichts gegessen hatte, Stress und abends auf einem Konzert ein Glas Sekt und anschließend ziemlich weit vorne bei den Lautsprechern stand.

Kann natürlich auch nur Mutmaßungen anstellen.

Würde sagen,

einen schwachen Kreislauf/niedriger Blutdruck, dadurch unzureichende Sauerstoffversorgung des Gehirns. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft könnten helfen.

Konzentrationsschwäche,- die kann allerdings wirklich viele Ursachen haben. Von psychischen Problemen bis zu einer Mangelversorgung des Körpers durch falsche Ernährung und auch organischen Ursachen.

Und dann könnte da auch wirklich eine Art Unsicherheit dahinter stecken.

Dass du dich dann zurück ziehst und Kontakte meidest, macht das ganze nicht besser. Geht es dir auch so, wenn du mit einem eng vertrauten Menschen redest? Oder ein interessantes Gespräch führst.

Das wäre erst mal die einfache Methode,- versuche es nicht so schlimm zu sehen, dass du Wörter vertauschst oder dir nicht einfallen. Vielen geht es so, kommen manchmal auch ganz witzige Sätze bei raus. ;-) Werde den Druck los, sehe es locker. Suche dir Menschen bei denen du locker sein kannst und die über die verdrehten Wörter hinweg schauen können.

P$ustebelume6/5


(man könnte meinen ich bin Schwanger)

Hast Du schon einen Schwangerschaftstest gemacht? 8-) ]:D ]:D

PRustebXlumxe65


Meiner Meinung nach könnte dir ein Neurologe am ehesten weiterhelfen.

Mach mal diesen Test:

[[http://www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/depression-test-selbsttest.php]]

Und schau dir diese Seite an:

[[http://www.angst-und-depri.info/depressionen/depressionen_symptome.html]]

myebkus_p


Danke für eure Antworten...

Ich war schon bei einem Neurologen, genauer gesagt bei zwei... Der erste hat ein MRT vom Kopf veranlasst, bis auf eine Sinusitis wurde nichts gefunden. Die zweite hat mich, nachdem ich ihr vom ersten Besuch ohne Befund erzählt habe, direkt zum Psychologen überwiesen. Dort war ich dann auch für die 5 probatorischen Sitzungen, wir sind dann beide zum Entschluss gekommen, dass eine Therapie nicht gebraucht wird, sprich er hat keine psychischen Ursachen gesehen/gefunden...

Ich werde noch einmal einen Neurologen aufsuchen, leider hat man bei uns in der Gegend aktuell circa 3-4 Monate Wartezeit.

@ Bremensie,

was wären denn deine Vermutungen, ich würde gerne abwarten was der Neurologe dann sagt, und ihn dann evtl auf deine Vermutungen ansprechen...

Dankeschön! Ihr seid super!

KJamika?zi0d81x5


Ich war vor ca 5 Monaten schon beim Arzt, laut Blutbild soll wohl alles in Ordnung sein...

Lass dir doch mal die Ergebnisse mitgeben. Ich habe dieses Problem schon sehr sehr sehr lange und bei mir ist es durch Konzentrationsprobleme bedingt. Ich merke richtig, wie es bei fehlender Konzentration schwieriger wird, plappere Blödsinn, vertausche Silben, suche bei alltäglichen Begriffen.

Da ja bisher die übrigen Untersuchungen ergebnislos waren, würde ich vor allem mal den Stoffwechsel abklären (Schilddrüse). Dieses kleine gemeine Organ, steuert ja so gut wie alles in deinem Körper, hängt also nicht nur massiv mit deiner Konzentrationsfähigkeit zusammen, sondern auch mit Gewicht, Verdauung, Haut, Haaren etc.pp.

eAngel2v3g07


Vielleicht nimmst Du einfach nur zu wenig Flüssigkeit zu Dir ... und zuwenig Sauerstoff (Bewegung an frischer Luft).lg :)D

m9ebuxs_p


Flüssigkeit sollte kein Problem sein.. Momentan ca 2 Liter Wasser täglich, im Winter waren es ca 1 Liter Tee und 1 Liter Wasser...

Ich werde mir die Werte nochmal holen, die Schilddrüse wurde aber mit geprüft (war ein großes Blutbild), allerdings wurde wohl Hashimoto explizit beachtet...

Kmam1ikawzi081x5


Wie kamen die denn auf Hashimoto? Ist ja eigentlich nicht unbedingt üblich, das sofort auszuschließen/zu überprüfen.

K3naWcxks


Hallo mebus_p,

was du an Sprach- und Leseproblemen beschreibst, habe ich so ähnlich von einem Logopäden gehört, wenn er über Probleme von Schlaganfall- Patienten spricht.

Schlaganfall ist ja die Nicht- oder Unterversorgung von Gehirnarealen, z.B. des Sprachzentrums. Und es gibt ,,kleine" Schlaganfälle, die bemerkt man nicht sofort (z.B. im Schlaf).

Ich denke, ein Neurologe wird diese Möglichkeit von sich aus abklären, sonst sprich ihn drauf an.

Deine andauernde Unbeweglichkeit ist nicht gesundheutsfördernd, von deiner Ernährung hast du nichts berichtet. Viel Fastfood?

Kdaamik"azi0M815


Hätte man einen Schlaganfall nicht im MRT sehen müssen?

P{uUsteb lume'6x5


Dort war ich dann auch für die 5 probatorischen Sitzungen, wir sind dann beide zum Entschluss gekommen, dass eine Therapie nicht gebraucht wird, sprich er hat keine psychischen Ursachen gesehen/gefunden...

Seit wann suchen Psychotherapeuten nach psychischen Ursachen von Symptomen?

Die Ursachensuche ist in einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie deine Aufgabe, mebus_p. Der Therapeut wird dich nur begleiten.

Und ein Verhaltenstherapeut sieht seien Aufgabe darin, dir Weg aufzuzeigen um das Problem zu mindern. Aber, den weg gehen musst Du auch in einer Verhaltenstherapie selber.

Welche Diagnose hat dir der Facharzt auf der Überweisung zum Psychotherapeuten bescheinigt?

Welche Diagnose hat der Psychotherapeut gestellt?

D{iffBicuxlty.


Schlaganfälle, Demenz, diverse Läsionen im Gehirn – es gibt da zu viele Möglichkeiten. Der Neurologe ist da für mich die logische Anlaufstelle, aber wenn der ja nichts gefunden hat...?

mXe:buxs_p


Sorry, Hashimoto wurde nicht explizit beachtet... Mir wurde von einer Bekannten erzählt, dass Hashimoto wohl ziemlich oft Auslöser solcher Probleme ist aber nie wirklich/richtig beachtet wird (also anscheinend werden nicht alle Werte genommen).

Auf meiner Überweisung stand damals Depression und Hypochondrie... Dazu noch irgendwelche Nummer mit F am Anfang...

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Der Therapeut meinte am Ende einfach zu mir, es liegt wohl keine Depression vor und ein Hypochonder wäre ich schon 3 mal nicht...

>:(

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