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MS und Rauchen

W&olfgxang hat die Diskussion gestartet


Ich kenne einige MS-Patienten, die rauchen. Sie berichten übereinstimmend, dass das Rauchen ihre Spastiken verringert bzw. dass sich die Spastiken (in den Beinen) bei Versuchen das Rauchen aufzuhören verstärken würden, weswegen sie weiter rauchen würden.

Natürlich verstehe ich, dass sich MS-Patienten jede Erleichterung holen, die sie bekommen können. Nikotin ist bekanntlich ein Nervengift. Eigentlich hätte ich vermutet, dass es die nervöse Anspannung verstärkt und daher eher Spastiken verstärken würde, aber anscheinend /offenbar wirkt es bei diesen meinen Bekannten eher entkrampfend.

Andrerseits muss man natürlich abwägen gegen die übrigen bekannten Risiken des Rauchens wie z.B. Krebsrisiko oder dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall)

Gibt es hier Betroffene, die diesen Effekt der Zigaretten bestätigen können? Oder vielleicht auch eben nicht bestätigen können?

Ist die entkrampfende Wirkung auch mit Nikotinpflaster zu erreichen? (Dann wären ja schon mal die weiteren Rauchrisiken minimiert.)

Antworten
C,lavimculinxchen


Also bei meinem Klinikpraktikum habe ich auch einige MS-Patienten kennengelernt, von Anfangs- bis Endstadium und da war einer dabei, der hat – auf gut Deutsch – geraucht wie ein Schlot! War aber auch im Vergleich zu den anderen Patienten so weit mobil, dass er den Weg vom Patientenzimmer zum Balkon (Flur) mit Gehhilfe geschafft hat und sogar immer wieder seine Runden auf den Stationen getrieben hat.

Das mit dem Rauchen hat natürlich auch seine Voteile! Die Sauerstoffsättigung (SpO2) ist z.B. bei Rauchern viel stärker, als bei Nichtrauchern. Und dann natürlich die psychischen Auswirkungen, die du eben beschrieben hast. Da MS ja immer noch eine Krankheit ist, für die es noch keine wirkliche Heilung gibt, sondern deren Progression man lediglich verlangsamen und deren Symptome man lindern kann, sind die Patienten mit dieser Diagnose grundsätzlich erst einmal überfordert. Bei dem beschriebenen Patienten war es so, dass er langsam anfing, sich damit abzufinden – und wenn Rauchen dabei hilft – warum nicht!

Das Risiko einen Herzinfarkt/Schlaganfall, etc. zu erleiden ist bei MS-Patienten genauso hoch wie bei "gesunden" Menschen. Von daher...

Und der Patient meinte eben auch (man hat's ja auch gesehen), dass seine Spastiken durch das Rauchen verringert wurden. :)z

Das mit den Nikotinpflastern würd mich auch mal interessieren! ;-D

Wär ja cool, wenn's wirkt, auch wenn dann ja der beschriebene psychologische Effekt entfällt :/

W&o/lfxgang


Die Sauerstoffsättigung (SpO2) ist z.B. bei Rauchern viel stärker, als bei Nichtrauchern.

:-/ Danke für deine Antwort, aber das glaube ich nun nicht. Gerade Raucher haben nach meinen Kenntnissen eine chronische Kohlenmonoxidvergiftung und daher Sauerstoffmangel im Blut.

SXab{rin)aA


Ich glaube, dass ist totaler Blödsinn. Ich habe MS und rauche und ich denke nicht, dass es mir dadurch besser geht :-D im Gegenteil. Rauchen ist und bleibt ungesund.

Die Leute, die das behaupten, lügen sich selbst was vor, weil sie es nicht lassen können.

Ich steh da ganz einfach zu: Ich bin süchtig. Punkt. Aus. :)

Aber danke, ich habe herzhaft gelacht ;-)

Kiffen wäre was.. das ist auch bewiesen :)z

Lieben Gruß

W{o+lfganxg


Danke für deine ehrliche Antwort. Ich selbst habe hier ja auch schon öfter als entschiedener Gegner des Rauchens geschrieben, aber in diesem Zusammenhang mit MS wurde ich doch unsicher.

Dass man Hasch auch therapeutisch einsetzen kann, das glaube ich allerdings auch. Aber das ist jetzt hier nicht das Thema.

szanabPel,la


@ clavikulinchen:

Einen größeren Blödsinn hab ich ehrlich noch nie gehört!

Bei Rauchern soll die Sauerstoffsättigung höher sein? ? Das Gegenteil ist der Fall!

Ich kann mir keine Erkrankung irgendwelcher Art vorstellen bei deren Verlauf das Rauchen förderlich wäre.

Unglaublich was manche hier loslassen!

Saunfvlowe3r_73


Hilfe! Rauchen verringert den Sauerstoffgehalt und die Durchblutung, darum ja bspw. auch oft ein geringeres Geburtsgewicht bei Kindern rauchender Mütter.

Ansonsten bringt Rauchen bei MS nix. Wie denn auch? Wobei es auch jedem MS-Patienten freigestellt sein muss, zu rauchen. Eine Freundin von mir tut's, mit schlechtem Gewissen. Suchtpotential von Nikotin halt.

Was anderes wäre Cannabis, wie Wolfgang auch ansprach. Aber darum geht's hier ja nicht.

WKolfgxang


schieb!

Gibt es denn sonst noch Betroffene, die aus eigener Erfahrung eine Meinung zur Fragestellung haben?

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