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Seltsame und beängstigende Symptome

AQnathomixe88 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

seit geraumer Zeit, das heißt seit ca. 1 Jahr, habe ich starke Benommenheitsgefühle in denen ich das Gefühl habe

nicht zu wissen wer und wo ich bin. Jedoch ist die Realitätsprüfung in Takt.

Darüber hinaus beschreibe ich mein momentanes Körpergefühl:

- Nacken fühlt sich steif und unbeweglich an

- Kein Gefühl im Körper

- Das Gefühl umzukippen und die Beine nicht zu spüren (kein Schwindel, eher schwummriges Gefühl)

- Beim Händewaschen hat sich das Wasser seltsam angefühlt als wäre eine Schicht um meine Hände

- Bewegungen fühlen sich unkoordiniert an erreichen aber ihr Ziel

- Beim Laufen das Gefühl als würde ich humpeln was man aber nicht zu sehen scheint

- Unangenehmer Druck im vorderen Kopfbereich

Beim Neurologen war ich schon. MRT ohne Kontrastmittel wurde gemacht. Verdacht auf Somatisierungs-Störung

oder so ähnlich, da keine eindeutigen Anzeichen auf MS oder Schlaganfall. Auf mein Nachfragen noch die Em-

pfehlung eine Lumbal-Punktion zu machen (wohl eher zu meiner Beruhigung?!).

Wie man sich vorstellen kann bin ich ziemlich am verzweifeln. Vor der Punktion habe ich ziemliche Angst. Würde

es gerne ambulant machen.

Meine Angst beschäftigt sich mit Durchblutungsstörungen und einer HWS-Instabilität. Beim Orthopäden war ich auch.

Der hat ein Röntgenbild gemacht und sagte es schaut gut aus und Physiotherapie sei nicht notwendig (kann ich

nicht wirklich nachvollziehen, da ich sehr verspannt bin).

Hoffe sehr, dass hier jemand Rat weiß.

Beste Grüße.

Antworten
Aznato-mxie88


Ergänzend:

Ich nehme gegen Asthma Symbicort und zur Zeit ein kortisonhaltiges Nasenspray. Habe das Gefühl, dass das Nasenspray den Zustand verschlimmert. Möchte es aber nicht beschwören.

Sxempp912


Hört sich ein wenig nach einer Depersonalisierung an... google mal und berichte, ob es zusammenpasst.

Alles Gute!

ARnatvo|mie8x8


Noch eine kurze Ergänzung. Weiß leider nicht, ob und wie man Beiträge bearbeiten kann.

Heute hatte ich plötzlich ein starkes Taubheitsgefühl, ähnlich einem heftigem Bitzeln, im Zwerch-

fellbereich. Gleichzeitig konnte ich für ca. 30 Sekunden nur sehr schwer EINatmen.

Gibt es sowas wie Zwerchfellkrämpfe oder was könnte das sein? Es war ein ziemlich heftiges Er-

lebnis. Es dauerte wie gesagt weniger als eine Minute und danach war es wieder weg.

AAnatwomie8x8


Hallo Sepp,

das habe ich auch schon überlegt. Aber haben Patienten mit diesen Phänomenen auch

solche massiven körperlichen Beschwerden?

S~epZp9x2


Hey Anatomie,

ich litt lange unter Panikstörungen und Depressionen und kann dir sagen, dass sehr viele körperliche Beschwerden auftreten können. Man achtet so sehr auf seinen Körper, sodass man fast jedes Symptom als gefährlich einstuft und fast verrückt wird. Hast du momentan viel Stress oder ist i-was passiert, was dich schwer mitgenommen hat? Oder hast du vllt i-welche Drogen ausprobiert? Ich hatte Probleme mit der Atmung, die Umwelt kam mir vor wie ein Film und meinen Körper habe ich gar nicht richtig wahrgenommen. Mein Nacken war immer steif und ich fühlte mich immer benommen. Steigt in dir Angst auf, wenn du diese Symptome hast?

A(naotoEmie8b8


Interessant!

Also was schlimmes ist mir eigentlich nicht passiert. Zumindest kann ich mich nicht dran erinnern. Drogen

nehme ich auch keine. Trinke auch keinen Alkohol. Rauchen tu ich aber.

Hast du die Symptome denn in den Griff bekommen? Und wie?

Mein ganzer Körper fühlt sich phasenweise steif und unbeweglich an. Es ist nie durchgehend. Diese "Anfälle"

dauern ein paar Stunden dann hab ich manchmal ne Zeit lang Ruhe. Auch was die Intensität angeht ist es

unterschiedlich – mal stärker, mal schwächer.

Wenn es sehr stark ist kommt natürlich auch Angst mit ins Spiel. Gut möglich, dass sich das dann nochmal

hochschaukelt auch wenn es dann unbewusst geschieht, weil ich versuche eigentlich trotzdem alles ganz

normal zu machen und mich nicht davon beeinträchtigen zu lassen. Aber es ist oft wirklich überwältigend

wo ich denke jetzt muss ich vielleicht doch Mal die 112 anrufen, weil ich es nicht mehr nach Hause schaffe.

Heute war so ein Tag und ich kann einfach keinen psychischen Auslöser finden. Mir ging es in der Früh noch

recht gut bis dann irgendwann wieder diese Empfindungen gekommen sind.

SWepp9x2


Ich würde mich an deiner Stelle zu einem Psychiater überweisen lassen und ihm/ihr deine Symptome schildern. Im schlimmsten Fall bekommst du ein paar Tabletten und du wirst merken, dass es besser wird. Dann vllt noch eine Verhaltenstherapie, damit du mit solchen Situationen umgehen kannst. Du wirst nicht glauben, wie viele Menschen diese Probleme haben und du musst dir immer klar machen: Es kann dich nicht umbringen ;-) Es fühlt sich ekelig an, aber dir kann dabei nichts passieren! Aber das ist jetzt nur meine Vermutung... die richtige Diagnose kann dir nur ein/e Arzt/Ärztin stellen.

ASnat-omiex88


Ok, danke für die Erläuterungen.

Am liebsten wär mir ja ne ordentliche Untersuchung von nem Neurologen vorher.

Werde deinen Rat befolgen. Danke nochmal.

Alnatho.mixe88


Es ist wirklich Dauerzustand geworden. Gibt nur wenige Zeitfenster in denen ich mal "klar" bin. Es ist eine Tragödie. Macht mich fertig und zermürbt mich.

Vorhin hatte ich so ein Gefühl nicht mehr Mensch zu sein. Kann ich gar nicht in Worte fassen. Ich konnte für einen Augenblick nicht mehr definieren was ich eigentlich bin und was Mensch-sein bedeutet bzw. ich fühlte mich irgendwie unfähig Mensch zu sein. Alles war wie eingefroren. Glücklicherweise nur etwa 10 Sekunden lang.

Mein Neurologe empfiehlt mir noch eine Lumbalpunktion. Die wäre diese Woche gewesen, aber ich war etwas erkältet noch dazu und habe den Termin verschoben. Jetzt hätte ich es hinter mir. Schön blöd. Also wieder gespannt warten und Ängste aushalten.

h/eavUenha{sdixed


Hallo Anatomie88

Ich habe seit etwa 8 Monaten dieses Benommenheitsgefühl. Allerdings scheint es etwas anders zu sein als bei dir. Ich fühle mich, als wär ich ständig leicht besoffen und nicht ganz da, bin ständig erschöpft, habe Kreislaufprobleme, teilweise Schwindel, Nackenschmerzen, hatte Angstzustände und Panikattacken...

Laut meinem Psychiater sind das bei mir körperliche Erscheinungen einer Depression. Bin daher seit einiger Zeit in Therapie und nehme ein AD.

Ich würde an deiner Stelle zuerst alles körperliche ausschliessen und wenn dabei nichts rauskommt, auch mal eine psychische Ursache in Betracht ziehen.

Hier noch zwei Links dazu:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/655309/]]

[[http://board.netdoktor.de/Psyche/Dauerhafte-Benommenheit-im-Kopf-seit-1-1-2-Jahren-Depress-92520.html]]

LG @:)

Avnato_mixe88


Geht mir tatsächlich sehr ähnlich. Erschöpft bin ich auch ständig. Fühle mich sehr krank.

Habe die Lumbalpunktion, Gott sei Dank, gut überstanden. Leider hat sich mein Zustand seitdem wieder verschlechtert.

Ich hocke hier, kann nicht schlafen – alles fühlt sich sehr sehr seltsam an. Ich habe das Gefühl ich weiß gar nichts mehr. Mein Körpergefühl ist auch komisch. Kann es gar nicht beschreiben.

Langsam denke ich, dass ich eine schizotypische Persönlichkeitsstörung habe. Oder schizophren werde.

Weiß nicht, wie lange ich das noch durchstehe!

p}ünktchoenpaYula


Hallo und guten morgen Anatomie88,

ich hab gelesen das du sybicort UND ein kortisonhaltiges nasenspray nimmst..das kann schon der grund für dein missempfinden sein.

ich bin selbst asthmatiker und nehme auch symbicord.allerdings nie in verbindung mit zusätzlichen kortisonen da das symbicort selbst ein kortikosteroid ist.Ich bekomme daher noch eine kombi von theophyllin und Berodual

diese gefühle,wie du sie beschreibst ,habe ich wenn ich das symbicort aus versehen überdosiere,also einen hub zuviel nehme.

dieses gefühl den körper nicht unter kontrolle zu haben,unter drogen zu stehen kenne ich leider ganz gut weil mir das am anfang öfter mal passiert ist bis ich den bogen raus hatte.

Sprich mal mit deinem Lungenfacharzt darüber.

LG und gute Besserung..

srchnJecke1m9x85


Ich wollte nur nochmal kurz in die schon geschlagene Kerbe hauen: Das könnte Depersonalisation / Derealisation sein. Bei mir war's irgendwann so schlimm, dass ich mich selbst nicht mehr im Spiegel erkannt habe, in Stresssituationen hatte ich Filmrisse (wo ich dann nicht mehr wusste, was passiert ist). Meist wird Derealisation als "wie im Traum sein" beschrieben – das trifft es ganz gut.

Übrigens sind die meisten Neurologen auch Psychiater, diese Seite könntest du also in einem Aufwasch abklären lassen.

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