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Starke einseitige Kopfschmerzen und Verspannungen

hS8x7 hat die Diskussion gestartet


Liebe alle

Ich bin am Ende mit meinem Latein und hoffe sehr, dass mir hier vielleicht ein paar hilfreiche Tipps gegeben werden können. So langsam dreh ich noch durch..

Meine Leidensgeschichte begann Anfang Mai. Ich bekam eine Angina und Mittelohrentzündung. Darauf erhielt ich Antibiotika (1. Mai – Augmentin). Kaum war das alles einigermassen weg, bekam ich kurz darauf eine Stirnhöhlenentzündung. Diese wurde wieder mit Antibiotika (11. Mai – Augmentin) behandelt. Als die Stirnhöhlenentzündung weg war, hatte ich etwa vier Tage lang Ruhe. Dann gegen Mittag bekam ich plötzlich starke einseitige Kopfschmerzen (rechts) die im Verlaufe des Nachmittages immer schlimmer wurden. Ich konnte am Abend nur noch im Bett liegen und abwarten. Tabletten halfen kaum. (Anmerkung: Mir war weder übel, noch war ich lichtempfindlich. Meiner Meinung nach wars deshalb keine Migräne, da ich die normalerweise kenne, bin Migränepatient).

Von da an habe ich wirklich jeden Tag Kopfschmerzen. Am Anfang war es so schlimm, dass ich nicht einmal zur Arbeit konnte. Am 3. Juni wurde ein CT gemacht, es wurde aber nichts gefunden. Chronische Stirnhöhlenentzündung sowie Venenthrombose (Verdacht bestand, da mein rechtes Augenlid jeden Morgen geschwollen ist) wurden ausgeschlossen. Sie verschrieben mir für drei Tage lang pro Tag 4x1gr. Dafalgan und 3x600mg Irfen . Das Ziel sei, dass ich keine Schmerzen habe für diese drei Tage. Trotz der hohen Dosis hatte ich dennoch Schmerzen. Mein Arzt erlaubte mir weiterhin für eine Woche Schmerzmittel zu nehmen, was ich dann auch tat (400gr. Algifor 1x am Tag). Er vertröstete mich ständig, ich solle noch weiter abwarten. Es pendelte sich dann seit etwa zwei Wochen so ein, dass ich am Morgen schmerzfrei aufstehe (schlafen tu ich sowieso immer gut) und dann so gegen 10 Uhr die Schmerzen beginnen. Diese sind pochend, pulsierend, drückend und manchmal auch stechend. Unter der Woche halte ich es ohne das Algifor (400mg) nicht aus, am Wochenende gehts mir jedoch besser und ich schaffe es ohne Medikamente. Wenn ich die Medikamente zu spät nehme, helfen sie kaum noch.

Die Schmerzen sind auf der rechten Seite neben dem Auge. (Also zwischen Nase und Auge..). Sie ziehen sich bis zur Schläfe und manchmal auch entlang der Augenbraue. Ebenfalls schmerzt mir der obere Nackenbereich. Dazu kommt, dass mein rechtes Nasenloch – warum auch immer – ständig zu ist.

Da ich jeden Tag im Büro vor dem PC sitze, habe ich an Spannungskopfschmerzen gedacht. Jedoch meinte mein Arzt, dass dies nicht sein kann, wenn die Schmerzen genau bei den Stirnhöhlen liegen. Da ich sehr sehr verspannt bin, riet mir mein Chef, ich solle trotzdem mal zur Massage gehen, was ich dann letzten Donnerstag auch machte. Der Physiotherapeut drückte dann wie wild an meinem Rücken rum und konnte die Schmerzen an der Stelle zwischen Nase und Auge auslösen. Er meinte zu mir, dass er zwar keine Diagnose stellen darf, aber das auf Spannungskopfschmerzen hindeutet. Jetzt bin ich komplett durcheinander.

Heute, obwohl Wochenende ist, geht’s mir nicht gut mit den Kopfschmerzen. Ich habe ein warmes Bad genommen und dann war einwenig besser. Aber ich merk, wie es wieder schlimmer wird.

Könnte das wirklich Spannungskopfschmerz sein? Obwohl es so einseitige und pulsierend ist? Und Tabletten bei akuten Schmerzen kaum helfen?

Ich traue mich auch nicht weiter Schmerzmedikamente zu nehmen da ich Angst vor medikamentinduziertem Kopfschmerz habe. Am 17. Juli habe ich einen Termin bei einer Schmerzklinik aber das dauert noch so lange, wenn man jeden Tag Schmerzen hat und sich nicht mehr traut, Medikamente zu nehmen. Oder dürfte ich noch weiterhin welche nehmen?

Zu meinem psychischen Wohlbefinden: Harmonische Beziehung, tolle Freunde und Arbeitskollegen, nur die Arbeit selbst stresst mich. Es ging mir psychisch aber schon schlimmer (Panikattacken etc.), weshalb es mich wundern würde, wenn diese Schmerzen psychischen Ursprung hätten.

Ich habe auch schon an Cluster gedacht. Da ich nachts aber keine Beschwerden habe und das wirklich höllische Schmerzen sein sollen, trau ich mich echt nicht, meine Schmerzen als so extrem einzustufen. (Dennoch sind sie für mich sehr stark und je länger desto mühsamer und schränken mich ein).

Für jeden Tipp und jede Hilfe wäre ich euch wirklich sehr sehr dankbar.

Viele Grüsse

H87

Antworten
P7ustekblum$e65


Spannungskopfschmerz sollte nach der Massage etwas besser sein.

War dem so?

hp867


Direkt nach der Massage?

Kann ich leider nicht sagen, da ich beschwerdefrei war vorher und danach an dem Abend auch (hatte an dem Tag eine Tablette). Am Folgetag ging es mir wieder schlecht.

hx87


Woraus ich wirklich nicht schlau werde. Können Spannungskopfschmerzen denn wirklich pochend, pulsierend sein?

W^ilkdkawter


Hallo h87 !

Schaue mal bei Trigeminusneuralgie und bei Trigeminusneuropathie (da sind die Schmerzen nicht so stark). Es könnte auch eine Verspannung der HWS sein.

Nachts kann ich auch durchschlafen, die Therapeutin bei der manuellen Therapie meinte da sind die Muskeln entspannt.

MfG gute Besserung :)_ *:) :)* :)* :)*

h#87


Hallo Wildkater

Vielen vielen herzlichen Dank für deine Antwort! :)

Ich hab grad mal nach Trigeminusneuralgie und Trigeminusneuropathie geschaut. Über das zweite finde ich relativ wenig Informationen. Das erste denke ich weniger, da dort von kurz andauernden Schmerzattacken beschrieben wird und meine sich über ein paar Stunden immer steigern.

Hast du denn eine Verspannung der HWS?

LG :-)

Wzildkeatexr


Hallo h87 !

Nach der Therapeutin ja, sollte aber zum Zahnarzt gehen eine Kieferarthrose ist nicht ohne.

Die Halswirbel 4 – 6 mit Bandscheibenprotrusion. Sicher ist auch der Trigeminusnerv nach den zwei gutartigen Tumoren in der Nase geschädigt nur die starken Schmerzen habe ich fast nie.

Was mich nachdenklich macht ist nach einer viertel Stunde geht es mit den Schmerzen und der Benommenheit los.

hier habe ich was gefunden

[[http://www.neuro24.de/ks9.htm]]

[[http://www.trigeminusneuropathie.de]]

:)_ *:) :)* :)* :)*

h@8T7


Ohje das hört sich ja gar nicht gut an bei dir! Ich hoffe, es geht dir bald besser.

Gestern ging es mir relativ gut. Hatte kaum Schmerzen. Aber heute ist wieder schlimmer.

Hab noch mit meinem Arzt telefoniert. Ich darf anscheinend noch zwei Wochen Schmerzmitteln nehmen bis zum Termin bei der Schmerzklinik. Wohl ist mir dabei trotzdem nicht..

Danke für die Links, da könnte vielleicht wirklich was dran sein..

WlilEdkatxer


Hallo h87 !

Man darf sich auch nicht rein steigern, entscheidend sind gute Ärzte !! Unter Umständen wann und durch welche Umstände die Schmerzen kommen !

:)_ *:) @:) :)*

h.8x7


Vielen Dank Wildkater für deine Antwort.

Ich war nun bei einem Kopfschmerzspezialisten. Des Rätsels Lösung scheint eine chronische Migräne zu sein. Um ganz sicher zu gehen, da mir nicht übel wird wie es bei Migräne sonst der Fall wäre, wird noch ein MRI gemacht.

Ich hab jetzt ein spezielles Migränemedikament erhalten, dass ich 14 Tage pro Monat nehmen soll. Ich müsse Geduld haben, das kann sich nun noch etwa zwei Monate ziehen. Auslöser scheint die damalige Infektion gewesen zu sein.

Dies einfach zur Info, falls jemand mit ähnlichem Leidensbericht auf meine Schilderungen stösst.

Beste Grüsse

Weild?ka#ter


Hallo h87 !

Wir haben ja gar keine andere Chance als unseren Ärzten zu vertrauen, vieles hier im Forum grenzt schon ein wenig an Rätselraten !


ein Zweitmeinung ist manchmal schon angebracht, nur blöd wen die Meinungen auseinander gehen ! %:| :)z

alles Gute :)_ *:) @:) :)* :)* :)* :)* :)^ :)^

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