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Was kann ich gegen meine Sprachfehler tun?

d,iegmaAzellxe hat die Diskussion gestartet


Hallöchen,

ich wende mich an Euch, weil das ne Sache ist, die mich immer mehr stört.

Mir fällt in letzter Zeit immer wieder auf, dass ich stottere mich verhaspel oder das falsche Wort benutze. Zu letzterem ein Beispiel: Ich kam in die Küche, in der meine Schwester gerade Kuchen gebacken hatte und fragte sie: "Was kochst du für einen Kuchen?" Mir ist klar, dass es backen heißt, aber irgendwie kam kochen dabei raus. Sowas passiert mir halt öfter, statt der, dem oder zum, auf. Weiss auch nicht. Vielleicht bin ich verblödet.

Mir fiel es auch schon immer sehr schwer die richtigen Worte zu finden. Wenn ich versuche etwas zu beschreiben. Vielleicht sollte ich meinen Wortschatz aufstocken.

Es passiert mir auch oft, dass ich Sätze einfach nicht zu Ende bringen kann und sie dann einfach abbreche, sozusagen.

Stottern hab ich bei mir auch immer mehr beobachtet, gestern zum Beispiel als ich eine Rückmeldung zu einem Bewerbertag bekommen habe, ich hab drei Anläufe gebraucht um ein Wort aussprechen zu können.

Ich weiß nicht, vielleicht kann ich nicht so gut reden, weil ich kaum jemandem zum reden habe. Vielleicht bin ich auch einfach nur hemmungslos blöd.

Vielleicht habe ich Angst, etwas falsches zu sagen und verhaspel mich deshalb. Meine Sätze sind ja auch immer irgendwie verdreht und fühlen sich auch komisch an.

Beim Schreiben fällt mir das viel leichter.

Habt ihr ne Idee was ich machen könnte, damit ich das Sprechen üben kann.

Und ich würd gerne wissen, ob ich damit mal zum Arzt gehen sollte.

Würde mich über Rat freuen! Herzlichste Grüße!

Antworten
Ssetxzenx6


Hallo Gazelle! @:)

Vorab: Nimmst du Medikamente? Ich hatte das auch einige Zeit sehr stark (Stottern, Wortfindungsstörungen), es fing aber plötzlich an und hörte ebenso plötzlich wieder auf. Es kam dann raus, dass es mit der Einnahme eines Antiepileptikums zusammen hing. Auch Depressionen können zu Wortfindungsstörungen führen.

Deinen Ansatz, es könnte Aufregung sein, finde ich auch sehr schlüssig.

Seit ich das Medikament abgesetzt habe, passiert es mir nicht mehr. Im Schulalltag erlebe ich aber auch häufig, dass Schüler die von dir genannten Probleme haben. Da habe ich immer nur einen Rat: "Mach langsam, erst einmal atmen, wir haben Zeit". Das beruhigt den Schüler und beim zweiten Anlauf klappt es dann meist besser.

Versuch dich nicht zu hetzen und atme regelmäßig (ich bin chronisch lungenkrank und achte daher sehr auf Atmung, mir fällt oft auf, dass viele Menschen während des Redens zu selten Luft holen).

Ein Logopäde könnte zwar auch helfen, ist aber meines Erachtens (noch) nicht nötig.

Sgc-hlit.zau ge6x7


Man könnte das ärztlich abklären lassen. Etwas annehmen, falsch zu sagen und die Konzentration auf jeden Satz zu lenken, macht noch mehr Fehler, bei Angsterkrankungen tritt dies auch auf.

Neurologe, Logopäde, Arzt für psychosomatische Medizin könnte helfen. Wir eher nicht. Außer in die Glaskugel guck geht nicht...

R;otbKär


Vielleicht bin ich verblödet

Das ist es sicherlich nicht, dein Schreibstil ist einwandfrei :)^ .

Ich habe als Kind gestottert und weiß wie frustrierend das ist. Mir hat ein Logopäde da sehr geholfen :)^ .

Plötzlichen Wortfindungsstörungen können ernsthafte körperliche Ursachen haben, ich würde das wohl bei meinen Hausarzt und/oder gleich Neurologen abklären lassen.

Alles Gute *:)

dmiegaizellxe


Hey,

danke für Eure Antworten.

Vielleicht sollte ich mal wieder einen Termin bei meinem Psychater, der auch Neurologe ist, machen lassen. Letztes Mal hatte ich den Termin verpennt und deswegen trau ich mich da net mehr so wirklich hin. Aber da man da eh immer mindestens ne Stunde Wartezeit hat, wird das wohl nicht so schlimm sein, dass ich nicht gekommen bin.

Ich verzweifel nur langsam, ich war jetzt ein Jahr auf Ausbildungssuche und es will einfach nicht klappen. Vielleicht liegts ja auch ein Stück daran. Ich kann machen, was ich will, ein Verhaspeler oder Stotterer ist immer dabei -.-. Dann wird halt der genommen, der nicht gestottert hat...

Heute schon wieder. Da hab ich zu meiner Schwester gesagt

"Statt nach Mcdonalds zu fahren." Ich wusste dann aber natürlich sofort, dass es zum heißt.

Medikamente nehme ich nicht mehr, ab und zu noch ne viertel Schlaftablette. Das Problem, dass meine Sätze irgendwie verdreht sind, und dass ich nach nem weil nochmal das gleiche erläutere hab ich halt schon länger. Das mim Stottern ist erst seit neustem dazu gekommen. Es könnte daran liegen, dass ich einfach nicht mehr so viel mit Menschen konfrontiert bin. Bin jetzt ein Jahr aus der Schule raus und war nur en bisschen jobben. Bitte keine Moralpredigten, ich ärgere mich selber genug ;P...

Ich werd das am Mittwoch mal probieren.. da hab ich ein Vorstellungsgespräch, vorher entspannt zu atmen. Richtig gut krieg ich das mit Quigong- und Taiji-Übungen hin, nur wo durchführen :P. Ich hab sogar überlegt mal Tavor zu nehmen, unter diesen Beruhigungsmitteln kann ich dann halt ganz gut sprechen. Bei mir ist alles sehr unterbewusst, ich konfrontiere mich gedanklich nicht mit meinen Ängsten, aber da sind sie auf jeden Fall. Ich hab zum Beispiel fast jeden Tag Verspannungen im Rücken, die einfach daher kommen, dass ich unter Menschen stark unter Spannung stehe.

Auch wenn das jetzt stark vom Thema abgewichen ist, was ich erzählt habe.

Ich hatte jetzt in dem Jahr mehr als zehn Vorstellungsgespräche und ich verzweifel langsam. Aber ich kann halt meine Ängste auch nicht von heute auf morgen überwinden... das braucht Zeit und nen Ortswechsel. Doch wie Ortswechsel, wenn man kein regelmäßiges Einkommen hat.

Na ja, ich werd morgen mal ein Termin bei meinem Neurologen machen, wird dann November/Dezember werden, bis ich dran komm. Mal schauen, vielleicht passiert ausbildungsmäßig ja doch noch was und es wird dann von alleine besser. Endlich wieder mit Menschen und Herausforderungen konfrontiert sein.

Ich danke Euch herzlichst.

Schönen Abend.

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