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Dauerhafte Sehstörungen nach Migräne

iOntheaend hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann. Mein Problem ist sehr speziell.

Ich habe Migräne seitdem ich 12 Jahre alt bin (2006). Ich bin nun 19 und so gut wie permanent krank. Ich habe viele Beschwerden, wie Spannungskopfschmerzen, chronischen Schnupfen und hin und wieder Schlafstörungen. Außerdem verschlimmert sich seit Pfingsten mein Tinnitus immer weiter. Damit lässt sich jedoch noch arbeiten.

Mein Hauptproblem ist, dass die Migräne mit einer prolongierten Aura einhergeht, die in der Regel 3-10 Stunden dauert. Nach einer Migräne bleiben jedoch immer noch Sehstörugen. Was normalerweise nach ca. einer Woche wieder verschwindet kann nach mehreren bzw. heftigen Migräneattacken Monate dauern.

Wenn ich es irgendwie durch Medikamente, Sport, etc. Geschafft hatte, für längere Zeit (ca. 2-5 Monate) keine Migräne zu bekommen, besserten sich die Sehprobleme sehr langsam und verschwanden schließlich ganz (nach ca. 4 Monaten). Wenn ich jedoch erneDas ut Migräne bekomme, bevor es sich deutlich gebessert hat, beginnt wieder alles von vorne.So kommt es, dass ich seit Mitte März nicht richtig sehen kann.

Die Sehstörungen sind schwer zu beschreiben und am ehesten mit starker Übermüdung zu vergleichen. Je nachdem, wie schlimm es gerade ist, nehme ich weniger von der Umgebung war. Es gibt keine blinden Stellen und meine Augen sind laut meinem Augenarzt überdurchschnittlich gut. Trtozdem nehme ich besonders Kontraste und Dinge am Rand des Sichtfeldes deutlich schlechter wahr als normal.Ich kann fast überhaupt nicht lesen (immer mal wieder nach langen Pausen), große Bildschirme verursachen Übelkeit, Verwirrtheit und Kopfschmerzen und wenn ich etwas angucke, sind die benachbarten Bereiche (z.B. Desktopverknüpfungen) deutlich schlechter zu sehen. Außerdem sind Bildschrime mein größter Auslösefaktor für Migräne, zumindst dann, wenn die Sehprobleme noch in großem Maß vorhanden sind.

Ich sehe desto besser, umso "weniger Information" da ist. Im Dunkeln besser als im Hellen und kleine Handydisplays bereiten deutlich weniger Probleme als große.Wenn ich zu heiß bade (nicht beim Duschen) oder zu viel schlafe (9h oder länger), sowie manchmal ein paar Tage vor einer Migräne, wird es deutlich schlimmer.In so einem Moment, wenn ich zum Beispiel einen festen Punkt im Raum fixiere und meine Augen nicht bewege, verschwindet alles um diesen Punkt in einer Art Wolke, die die Farbe des Umgebungslichts einnimmt.Bei Müdigkeit wird es etwas schlimmer, aber nicht in so deutlichem Maße.

Von allen Medikamenten, die ich aufgrund der Migräne nehme, haben einzig die Betablocker (Metoprolol), zumindest zu Beginn der Einnahme 2011, die Sehprobleme etwas gebessert, so dass sie oben beschriebende "Wolke" nicht mehr ganz so oft vorkommt. Mein Arzt (Neurologe) sieht das Problem in einer Durchblutungsstörung eines Teils des Gehirns, Sehnvers oder was auch immer, was durch die Migräne(aura) hervorgerufen wird und nur sich nur langsam erholt. Das allein nützt mir jedoch herzlich wenig, da er auch keinen anderen Rat weißt, als die Migränefrequenz zu seken. Bei ungefähr einer Migräne alle 8 Wochen werden die Probleme langsam besser. Das ist für mich jedoch momentan unmöglich.

Ich habe bereits ein MRT mit Angiografie und ein EEG gemacht. Ich nehme momentan 10mg Amitriptylin, 100mg Petadolex (Pestwurz) und 600mg Magnesium täglich. Außerdem versuche ich mit probiotischen Lebensmitteln und Oligofructose einen möglicherweise vorhandenen Nährstoffmangel auszugleichen

Ich habe versucht, ein möglichst genaues Bild zu vermitteln. Von anderen Menschen weiß ich, dass das sehr schwer nachzuvollziehen ist, trotzdem hoffe ich, meine Situation möglichst verständlich erklärt zu haben. Mein Leben ist ein einziges Arrangement mit der Migräne. Allein dieser Foreneintrag war schon nicht einfach für mich.

Antworten
c6o1lif:lor


Ich trau es mich gar nicht schreiben, weil ich von vielen dafür belächelt werde, aber ich habe meine Migräne mit einer Halskette von "Phiten" weg bekommen.

Ich hatte wie du seit meiner Pubertät Migräne, bei weitem nicht so schlimm und so lang wie bei dir, es war eher eine Augen-Migräne mit schlimmen Sehstörungen ca. eine halbe Stunde lang, danach Kopfschmerzen, die ich mit Ibuprofen gut in den Griff bekam. Die letzten Jahre (bis November 2011) hatte ich regelmäßig alle Monate mindestens eine Serie von 3-4 Anfällen.

Und mir ging es wie dir, nach den Anfällen konnte ich tagelang nicht richtig sehen. Besonders wenn sich was bewegte, sah ich das wie im Daumenkino, so abgehackt.

Und irgendwann hat mir eine Bekannte diese Ketten empfohlen und ich habe es einfach mal ausprobiert, schadet ja nichts, obwohl das für mich ziemlicher Hokuspokus war. Aber es wirkt, weiß der Teufel wieso. Ich hatte kaum mehr Anfälle, seit November letzten Jahres (ich kann es selbst kaum glauben) hatte ich keinen Anfall mehr. Und damals habe ich im Urlaub meine Kette daheim vergessen und prompt kam am vierten Tag der erste Anfall und dann noch zwei weitere.

Ich will damit nicht behaupten, dass das bei dir auch wirken muss, aber einen Versuch ist es alle mal wert.

t/ekesixs


Hallo intheend,

ich habe deinen Beitrag zu den Sehstörungen und Migräneanfällen gelesen. Ich habe seit über einem Jahr auch Sehstörungen. Allerdings habe ich seit mehreren Jahren keinen typischen Migräneanfall mehr gehabt (von 13-16 Jahren hatte ich Migräne mit Aura). Jetzt bin ich 22 Jahre alt und die Sehstörungen sind jetzt dauerhaft mit genau solchen Ausfällen wie du sie beschreibst. Wenn ich etwas mit den Augen fixiere verschwimmt nach einer Zeit alles drumrum und ich sehe nur noch den Punkt. Das ist vor allem bei Gesichtern sehr irritierend. Ich möchte jetzt bei den Sehstörungen nicht so ausführlich werden weil ich da sehr lange drüber schreiben könnte. Also nur noch schnell was schon alles ärztlich abgeklärt wurde: MRT und EEg wurde gemacht, dann augenärztlich alles, allgemeinmedizinisch, orthopädisch, HNO etc. Alles durch und ohne Befunde. Deshalb wollte ich dich fragen ob bei dir etwas neues rausgekommen ist.

Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort freuen, da ich mittlerweile sehr verzeweifelt bin und für jeden Tipp dankbar.

Liebe Grüße,

tekesis

Lguc.i3x2


Hallo,

um das Aura zu verkürzen/Sehstörung zu beheben kann man mit Cortison versuchen. Migräne lösen eine entzündliche Reaktion aus (das ist einen Teil des Schmerzens -> Trigeminusnerv wird irritiert). Dagegen hilft Cortison. 1x 100mg Prednisolon ist bei verlängerten Auren empfohlen/gängig.

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