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Verschwommener Fleck im Sichtfeld

hbolzRofen2 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich mache mir große Sorgen, da ich für eine halbe Stunde einen verschwommenen Fleck im Sichtfeld hatte, gefolt von Kopfschmerzen die auch etwa eine halbe Stunde andauerten. Ich dachte da an eine Migräne mit Aura, da alles dazu passte.

Genau so hat sich der Fleck bewegt: [[http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4c/MigraineAura.jpg]]

Nun war ich heute beim Arzt welcher mich direkt morgen zum Neurologen schickte.

Kann das was ernstes sein? Habt ihr soetwas mal erlebt? Etwas schwindlig ist mir auch, kann aber von der Aufregung kommen.

Danke schonmal.

Antworten
hjolzofxen2


Habe eben meinen Blutdruck gemessen: 135 zu 89

Hatte in letzter Zeit auch sehr viel Stress, könnte es davon kommen?

cLolicflxor


Es ist höchstwahrscheinlich genau das, was du vermutest: Eine sog. Augenmigräne.

Ich kenne diese Sehstörungen auch, bei mir sehen sie aber eher so aus wie die Bilder vom Brandenburger Tor:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Migr%C3%A4neaura]]

Ich finde es nicht "schlimm", nur sehr nervig und lästig >:( .

hXolzPofexn2


Na dann, vielen dank, hab mich nur gewundert dass er mich "dringend" zum Neurologen geschickt hat obwohl er mich auch danach gefragt hat ob bei mir Migräne bekannt ist. Nach der Stunde mit den Sympthomen ging es mir übrigens wieder ganz ok.

Aavalexna


Mach dir mal keine Sorgen. Zwar ist es sehr unangenehm, aber sterbenskrank bist du deshalb nicht. Das dachte ich damals nämlich, als es bei mir das erste Mal auftrat. Ich hatte regelrecht Panik. Ich hatte es mit 18 das erste Mal, seitdem kehrt es in unregelmäßigen Abständen wieder. Mal geschieht monatelang nichts und dann kann es aber auch sogar mehrmals täglich auftreten. Letzteres ist aber sehr, sehr selten.

In den ersten Jahren bekam ich stets sehr starke Kopfschmerzen direkt im Anschluß an die Aura, welche während der 30 Jahre seit dem ersten Mal aber langsam abflauten. Heute habe ich danach höchstens einen leichten Kopfdruck; meistens jedoch fast keine Probleme, außer erhöhte Lichtempfindlichkeit bis etwa 1-2 Std. nach dem Ende der Attacke.

Es tritt immer ganz unverhofft auf, mehrmals trat es sogar schon während des Autofahrens auf, wobei ich dann für 15-20 Minuten rechts ranfahren mußte, da sich die Aura am Ende fast über das komplette Sichtfeld zieht, bevor sie plötzlich verschwindet.

Es kommt auch immer ohne jegliche Vorankündigung. Plötzlich merke ich, daß im Gesichtsfeld etwas nicht stimmt, weiß aber dann sofort Bescheid was es ist. Dann bemerke ich diesen kleinen (meist recht hellen, bald flackernden) Punkt fast immer genau auf dem Fokuspunkt des Auges, so daß Gelesenes an dieser Stelle immer unleserlicher wird. Dabei wird mir manchmal leicht schwindlig mit flauem Gefühl im Magen, was aber schnell wieder verschwindet. Dann vergrößert sich die Stelle des (im Vergleich zum normalen Sichtfeldes sehr hellen) weißlichen Flimmerns immer mehr, bis sie sich wie beschrieben fast bis aufs komplette Sichtfeld ausweitet, um dann wie aus heiterem Himmel zu verschwinden.

Die Aura ist bei mir fast immer bogenförmig. Aus einem anfänglichen kleinen Punkt wächst ein großer Bogen. Nur äußerst selten hatte ich eine kreisförmige Aura.

An diese Symptome wirst du dich wohl von nun an gewöhnen müssen. Leider kommt es immer mal wieder. Es ist wie gesagt unangenehm, wird aber nach einer Weile zur Routine und man geht ganz lässig damit um.

Kurzum: es ist etwas womit man leben kann, ohne daß es die Lebensqualität nachhaltig beeinflusst, falls es nicht unerträglich oft und wie bei mir eher sporadisch und unregelmäßig vorkommt.

Geh aber auf jeden Fall erstmal zum Arzt.

Dir alles Gute,

LG,

hgolIzofxen2


Vielen dank für den ausführlichen Beitrag Avalena, ich bin jetzt auch 18 Jahre alt und auf deine Beschreibung passt alles ziemlich genau, auch beispielsweise das mit der erhöhten Lichtempfindlichkeit nach der Aura oder die Sache mit dem Fokuspunkt. Du hast mir damit entgültig meine Sorgen genommen, nochmals danke!

c8oli.flxor


Ich weiß noch genau, als ich meinen ersten "Anfall" hatte. Da war ich ungefähr 13 und saß im Musikunterricht. Ich habe echt gedacht, ich hätte einen Gehirntumor :-o .

Damals war ich fast erleichtert, dass es NUR Migräne war ;-) .

A<vaOlenxa


Bitte schön, holzofen 2, gern geschehen. Deine große Angst konnte ich wie kaum jemand Anderes verstehen. Ich wünschte ich hätte damals jemanden gehabt, der mir da die Angst genommen hätte. Erst nach mehreren Arztbesuchen bekam ich Gewißheit :-/


coliflor:

Ich weiß noch genau, als ich meinen ersten "Anfall" hatte. Da war ich ungefähr 13 und saß im Musikunterricht. Ich habe echt gedacht, ich hätte einen Gehirntumor .

Damals war ich fast erleichtert, dass es NUR Migräne war .

Oh ja, mir ging es genauso. Nur, daß ich nicht 13 war und ich nicht im Musikunterricht saß, sondern 18 und mit einer Gruppe Leute dabei war, das Loch für einen Gartenteich auszubuddeln :-(

Letzteres hatte sich für den Tag erledigt....und ich hatte wie du diesen schrecklichen Gedanken an einen Gehirntumor. Das ist aber auch das Erste, was einem bei sowas in den Sinn schießt, nicht wahr? :-o %-|

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