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Einweisung und Aufnahme in der Klinik

H1irs{ebxrei


@ dieKruemi

"einen seltsamen Vogel haben sie dir da ins Haus geschickt......."

Das glaube ich gar nicht mal.

Ein Psychiater, Seelsorger oder Kriseninterventionsmitarbeiter der eine einmalige Hilfestellung leistet, kann auch nur sehr begrenzt innerhalb der Situation arbeiten.

Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, dass die Patienten unter diesem Umständen nur die Worte mitnehmen, die ihnen gerade so passen.

Somit glaube ich therapiefrage durchaus, dass der "einmalige" Psychiater gesagt haben kann, dass sie der Therapeutin egal sei, sowie dass diese ein Alkoholproblem runterspielen würde und gleichzeitig aber selbst wiederum sagte, sie sei nicht alkoholikergefährdet....Alles eben immer auf die jeweilige Gesprächssituation bezogen.

Ein Mensch der in der Krisenintervention arbeitet ist nun mal kein Langzeittherapeut, sondern es ist seine primäre Aufgabe eine unmittelbare Gefahr abzuwenden, den betreffenden Menschen für den Moment zu beruhigen und in Bahn zu bringen.

Nur muß dieser Kriseninterventionspsychiater oder psychologe das auch klar und deutlich genauso darstellen. Und entweder hat er das hier versäumt oder therapiefrage blendet das einfach aus.

D:ie?Kr;uexmi


@ Hirsebrei

ja, vielleicht hast du Recht. Ich habe einfach mit diesen akut-Einschätzungen zum Teil seltsame Erfahrungen gemacht. Ich arbeite in einer chirurgischen Abteilung, zum Teil bekommen wir Menschen, die sich selbst große Verletzungen zufügen, tiefe Schnitte, verbrennungen, ganze Hautlappen bis auf die Faszie rausschneiden etc und der gerufene Psychiater schließt eine Selbstgefährdung und damit die Übernahme des Patienten in die psychiatrische Abteilung nach chirurgischer Versorgung oder zumindest Sitzwache aus.......

twherap`iefraNgxe


ich weise das von mir ab. Ein Zweck? Es ist einfach die Realtiät das ich an einem Abend 16 Bier getrunken hatte.. da gibt es keine andere Wahrheit und zu deiner Annahme ich schreie hier nach Mitleid und Hilfe... das stimmt so nicht, nach Hilfe schreit man oft vor einem Suizid denke ich und mit Alk verliert man jegliche Hemmungen.

Und warum sollte ich beabsichtigen zu schreiben " Hey seht alle her wie dreckig es mir geht" und Mitleid haben zu wollen von Menschen, die ich gar nicht mal kenne, die mir nichts bedeuten?

@ DieKruemi

ich danke dir wirklich sehr!!

Die Schmerzen hab ich seit der Lp im Kopf und im Nacken..und in der Rippe. Pelzigkeit, Schwindel, Helmgefühl, Sehstörungen jeden Tag, jeden verdammten Tag.. hatte lange den Verdacht an Lupus erkrankt zu sein, aber ich war damals in der Neuro und die sagten dann muss ich eben in eine Rheumaklinik, die sagten ich gehöre zum Neuro usw..

Es gab bei der LP Komplikationen, aber die verleugnen die Ärzte seither.

Er konnte kein Wasser ziehen und dann probierten sie es wieder und seitdem starke Schmerzen und Schmerzen und neurologische Beschwerden.

Naja ich bin sicherlich nicht seelisch gesund, aber ich hatte keine psychische Erkrankung.

Ich wurde als Kind traumatisiert, das möchte ich hier aber nicht detalliert erzählen.

Das kommt immer mal wieder mit Flashbacks hoch, das ist aber schon seit vielen Jahren so und ich bin deswegen in Therapie, um dadurch auch mehr Lebensqualtität zu bekommen, aber nach den Traumastunden habe ich extrem viel getrunken und seit der missglückten LP hab ich selbst nach den Therapiestunden auch keine Möglichkeiten für mich gesehen mich abzulenken in Form von Bewegung, Verabredungen, ich bin ja durch die Symptomatik total eingeschränkt und kann nicht mal mehr alleine zu den Stunden fahren. Seitdem ich das nicht mehr alleine schaffe häuften sich die Gedanken von Suizid, aber seit drei Wochen ist es so ein richtiges Gefühl von ich schaffe es nicht mehr, ich möchte schlafen. Ich habe selbst Angst davor. Deswegen trank ich in der einen Nacht sehr viel Alkohol ich habe gehofft mir Mut anzutrinken, weil das kein leben mehr für mich ist. Ich habe trotzdem keine Schlaftabletten geschluckt.

Ich war in meinem ganzen Leben noch nie an einem Punkt, wo ich ernsthaft daran dachte mich umzubringen, aber hier jeden Tag arbeitsunfähig und vereinsamt zu sein, das kann ich mir nicht mehr vorstellen.

t)h,eraHpiefXragxe


Der Psychiater war eigentlich sehr nett, aber ich hänge sehr an meiner Therapeutin und er hat mich mit der Äusserung sehr verunsichert, dass er sagte, der Frau sind sie sicherlich nicht wichtig.

tWheraFpief&ragxe


Was das seelische angeht. Für Therapeut empfindet man manchmal wie für eine Mutter.

Und der Psy. sagt mir natürlich eiskalt.. mmh also wenn mir jemand wichtig ist, wäre ich in Sorge, wenn jemand 16 Bier an einem Abend trank.

Das scheint ihre Thera ja überhaupt nicht zu sein, der sind sie sicherlich nicht wichtig.

H&irse;brei


@ DieKruemi

" Ich habe einfach mit diesen akut-Einschätzungen zum Teil seltsame Erfahrungen gemacht."

Ja, ich auch. Nicht beruflich, sondern privat, in meinem Umfeld, Familie, Freunde..... Eben in solchen Situationen wie Du sie schilderst nur nicht von Innen wie Du, sondern von Außen. Ich finde es da auch oftmals sehr befremdlich wie schnell dann doch oft Wertungen getroffen werden und das innerhalb sehr kurzer Zeit.

Mir ist schon klar, dass da Entscheidungen her müssen, das meine ich nicht. Was ich meine ist, dass mir aufgefallen ist, wie sehr hier Schubladendenken greift. Dass hier sehr schnell nach gewissen Symptomatiken entschieden wird die zu bestimmten vorgelegten Mustern passen.

Andererseits: Wie soll es auch anders funktionieren in Kliniken? ":/ Sie können ja nicht erstmal Jedem einer Langzeittherapie unterziehen um eine Entscheidung bezüglich der Entlassung zu treffen...

@ therapiefrage

Deine letzten Beiträge finde ich recht aufschlußreich.

Was die Bemerkung des Kriseninterventionspsychiaters angeht, möchte ich mich dann doch dieKruemi anschließen:

"mmh also wenn mir jemand wichtig ist, wäre ich in Sorge, wenn jemand 16 Bier an einem Abend trank."

Das ist in meinen Augen, als Laie, eine überaus unproffessionelle Aussage. Deine Therapeutin hat nicht für Dich zu sorgen und schon gar nicht diesbezüglich Dich und Deine Handlungen zu werten, sondern sie ist dafür da Dich zu unterstützen, eben "Hilfe zur Selbsthilfe" zu leisten.

Was hätte sie denn Deiner Meinung nach oder besser noch, dem Psychiater nach, dazu sagen sollen? "Wie konnten Sie nur? Machen Sie das nie wieder!" oder was? Das ist nicht ihre Aufgabe. Sie ist nämlich eben nicht Deine Mutter.

Ihre Aufgabe als Deine Therapeutin ist es Dich deswegen nicht anzuklagen oder niederzumachen oder gar zu verurteilen, sondern gemeinsam mit Dir einen Weg zu finden, dass es so nicht mehr passiert.

D3ieKr*u0emi


wie lange ist denn die LP her?

leider passiert es oft, dass bei Menschen, die eine psychische Belastung haben, alle auftretenden Probleme eben dieser Psychischen Störung zugeschrieben werden. Und umgekehrt genauso, bei einem körperlich schwer erkrankten menschen werden psychosomatisch bedingte Symptome oft übersehen bzw falsch zugeordnet.

was du an Symptomen beschreibst, sind jetzt nicht alles klassische Komplikationen einer LP. Wieso wurde die Untersuchung gemacht?

Der Weg wäre tatsächlich: Hausarzt, der dich an einen niedergelass. Neurologen überweist, dieser, falls er nicht weiterkommt, weist dich in die Klinik ein. Das dauert, ja, ist leider so, aber du musst ja irgendwie vorankommen. Und du brauchst bei chronischen Schmerzen auch einen Hausarzt, der dich mit Schmerzmitteln versorgen kann, denn Alk und Psychopharmaka/Schlaftabletten sind nunmal einfach kein geeignetes Mittel gegen Schmerzen.

wer schreibt dich derzeit arbeitsunfähig?

S[unfl9owerx_73


Naja, ich finde es zumindest bedenklich, dass die Therapeutin bei dem Alk-Konsum NICHT skeptisch wird. Da steht irgendwann die Klärung der Frage an, ob der Patient sich nicht zu sehr selbst gefährdet mit seinem Verhalten. Denn wenn etwas passiert, dann hat die Therapeutin den Staatswanwalt auf der Matte. Ich finde es somit befremdlich und letztlich auch reichlich wagemutig, den Konsum so hinzunehmen.

Und ein Einmalkontakt ist IMMER nur eine Momentaufnahme, wo man gerne im Eifer der Gefechts auch mal Dinge hört, die man gerne hören möchte. Wo der Fachmann sich auch zu Aussagen hinreißen lässt, die bei näherer Kenntnis der Situation so nicht haltbar sind.

-deine Therapeutin interessiert sich eigentlich nicht für dich (anderer Faden)

- du hast kein Alk-Problem (obgleich du in deinem anderen faden die Formulierung "Hirn zusaufen" o.ä. verwendest)

-du bist psychisch gesund (wozu dann seit jahren in Behandlung?)

Die Gedanken habe ich auch... Was ist denn nun Sache?

Ich arbeite in einer chirurgischen Abteilung, zum Teil bekommen wir Menschen, die sich selbst große Verletzungen zufügen, tiefe Schnitte, verbrennungen, ganze Hautlappen bis auf die Faszie rausschneiden etc und der gerufene Psychiater schließt eine Selbstgefährdung und damit die Übernahme des Patienten in die psychiatrische Abteilung nach chirurgischer Versorgung oder zumindest Sitzwache aus.......

Selbsverletzung ist kein Suizidversuch. Und da gibt's nun mal Richter und Regionen, die sich dann sehr querstellen. Abgesehen davon, dass auch die psychiatrische Einschätzung immer sehr subjektiv ist. Kenne ich aus dem Job auch. Manchmal denkt man nur "oh Hilfe". Weil man Leute gehen lässt, die eigentlich nicht gehen dürften. Oder weil selbst Richter die Klinik zwingen, solche Patienten gehen zu lassen. Mir zieht sich da immer alles zusammen.

Für Therapeut empfindet man manchmal wie für eine Mutter.

Ganz falsch. Ein Therapeut ist jemand, der einem Dinge beibringt, die man noch nicht beherrscht. Er muss NICHT für jemanden sorgen und ist weder Familien- noch Freundesersatz.

Eine Aufgabe ist lediglich zu erkennen, wann die ambulante Hilfe nicht ausreicht; wann jemand sich trotz Therapie zu sehr gefährdet oder immer weiter abrutscht, so dass ambulant die Veranwortung nicht mehr zu tragen ist.

Bei 16 Bier, die man schadlos wegsteckt, hat man entweder ein Alkoholproblem. Warnsignal für ambulante Therapie. Oder es war ein Akt der Verzweiflung. Ebenfalls Warnsignal, weil im schlimmsten Fall selbstgefährdend (Alkoholvergiftung).

In beiden Fällen eigentlich etwas, wo dringender Handlungs-/Klärungsbedarf besteht. Und bei Fortführung des Verhaltens durchaus auch Basis genug, die Therapie als THerapeut abzubrechen, weil man das Risiko nicht mehr tragen kann. Stichwort Staatsanwalt, wenn etwas passiert.

D9ieKkr#uemi


Selbsverletzung ist kein Suizidversuch. Und da gibt's nun mal Richter und Regionen, die sich dann sehr querstellen. Abgesehen davon, dass auch die psychiatrische Einschätzung immer sehr subjektiv ist. Kenne ich aus dem Job auch. Manchmal denkt man nur "oh Hilfe". Weil man Leute gehen lässt, die eigentlich nicht gehen dürften. Oder weil selbst Richter die Klinik zwingen, solche Patienten gehen zu lassen. Mir zieht sich da immer alles zusammen.

ich weiß, was du meinst.

aber ich meine auch nicht den geschlossenen Bereich, sondern einfach Übernahme in ein psychiatrisches Bett mit dafür geschultem Personal und wir kümmern uns konsiliarisch um die Wunde. denn wenn sich jemand selbst verletzt, hat das ja erstmal einen psychologischen Hintergrund. Und wenn sich jemand, kaum ist die Naht genäht, die Fäden zieht und an der Wunde manipuliert, würde ich mir halt gerne eine Sitzwache wünschen. aber ich weiß, Medizin ist halt kein Wunschkonzert ;-)

Bei der TE würde ich einfach gerne sehen, dass das eine, länger bestehende Problem (Trauma, Therapie, Alk) nicht automatisch mit dem derzeit akut bestehenden Problem ( chronische Schmerzen nach LP) in einen Topf geworfen wird. Vielleicht hängt alles zusammen, vielleicht aber auch garnicht. Und jeder Mensch hat es erstmal verdient, ernst genommen zu werden in seinen Beschwerden und auch eine Diagnostik bei den entsprechenden Fachärzten. Natürlich ist Kooperation des Patienten das A und O, daher: erstmal bitte keinen Alk, nichts im Leben wird dadurch besser.

m|ariJon a\us wixen


bist du dir sicher,dass deine beschwerden von einer LP kommen?

ich arbeite seit 1977 bei+mit onkologischen patienten,die je nach erkankungen manchmal 2x in der woche eine LP bekommen.mehr als kurzfristige kopfschmerzen die leicht mit einer tablette vorbeisind,habe ich in dieser zeit nie erlebt.

warum wurde bei dir eine LP gemacht?

Srunflowesr_7x3


Mein Vater hatte das Problem nach einer (traumatischen) LP auch. Über Jahre immer mal wieder. Letztlich war's dann tatsächlich die psychische Komponente... :=o Will ich jetzt der TE nicht unterstellen, aber es ist schon sehr ungewöhnlich, dass die Probleme daher kommen sollen, wenn gleichzeitig nicht wirklich ein organischer Grund zu finden ist.

R@asegnder1rollxi


Ich hab selbst chronische schmerzen!

So das klingt erstmal besch... Lass dich auf antidepressiva einstellen in der psYsch Klinik. Dann kann man die Schmerzen leichter ertragen braucht weniger schmerzmittel usw... Das hat mir super geholfen. Dort aber auch chronische Schmerzen ansprechen... Gibt da spezielle Mittel für

t"heZrapiexfrage


sunflower, wieso redest du von Staatsanwalt, das ist wirklich totaler Blödsinn-

dafür ist sicherlich im ambulanten Setting niemand verantwortlich ausser ich selbst-

ich schrieb ja, es war wohl ein Versuch meine Hemmungen zu verlieren.

Die LP wurde gemacht, weil das "wohl" zu einer Diagnostik dazugehört, auch im Rahmen der Verdachtsdiagnose Lupus/ Kollagenose. Ich wurde nach er LP mit den Schmerzen und der Diagnose undifferenzierte Kollagenose entlassen, ging damit aber zum Rhemadoc, der sagte ja, hohe ANA, aber denke ich nicht, sie gehören zum Neurologen...

Seitdem leide ich und leide und leide und wegen diesem neuroli. Symptomen habe ich irgendwann auch mit dem Alk begonnen, nicht sofort. Ich hatte Geburtstag und habe angestoßen und habe gemerkt, dass das wahnsinnig viel löst. Ich habe jetzt auch schon viele Tage nichts getrunken und es fällt mir auch nicht schwer.

@marion aus wien es ist ein subjektives Empfinden.. also wenn ich hinfalle und habe danach Schmerzen, dann denke ich, dass es vom Sturz kommt.

Diese massive Problematik ist erst nach Lp aufgetreten. Ich hatte auch schon vorher zwei, da war nie etwas ausser Kopfschmerzen.

t!herapi_efrxage


Sunflower_73 wer sagte denn hier jemals, es ist kein organischer Grund gefunden worden? Ich sicherlich nicht, ich sagte ich werde nicht aufgenommen. Aber DieKruemi hat Recht ich muss auch mir auch einen HA suchen...

aber das ist in meinem Zustand alles gar nicht mehr so sehr einfach.

R}asTenderro-llxi


Denn jeder chronische Schmerz bekommt irgendwann eine psyschiche Opponent. Daher mein tipp. Und mir hat's geholfen.

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