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Vater hatte Schlaganfall, Aphasie, suche Rat und Hilfe

S8usaJnnxe75


@ sunflower_73

Daher: Tu, was DU kannst. Vermutlich wird es Leute geben, denen man es eh nicht recht machen kann. Wenn DU aber langfristig engagiert sein und bleiben willst, musst Du mit Deinen Kräften haushalten. Es nutzt niemandem, wenn Du Dich reinhängst und dann zusammenklappst. Oder wg. vorzeitiger Wehen Bettruhe bekommst. Oder oder oder.

Absolut. Ja. Ich merke es. Habe am gestern Abend nach dem Einparken vorm Haus gedacht: entweder komme ich jetzt etwas runter oder ich drehe durch.

Heute beim Adventskaffee war ich derart gereizt und genervt von allen. Dieses Gerede, diese banale Sch.. wegen Weihnachten und ob nun mit Geschenken oder ohne.. ob Gänsebrust oder Keule, ob mit Tante X oder ohne..

Ich hätte nur wegrennen können. Da habe ich nochmal gemerkt; so kann ich nicht in das Weihnachtsfest gehen. Die Anderen freuen sich halt trotzdem und wollen nur planen.

Naja, Gott sei Dank ist es noch ein bisschen hin.. hoffe, ich beruhige und fange mich bis dahin!

SZunsannxe75


@ Testrale

KONSEQUENTE therapie ist das A und O. Logopädie und Physikalische Thearpie, Misserfolge IGNORIEREN, nur die Fotschritte Zählen und sich auch am kleinnsten Fortschritt freuen!!!

Danke, das mache ich mir zum Dauer-Credo. Dafür habe ich auch händeringend eine gute Schlaganfall-Reha-Klinik gesucht.

Die wollten ihn ja alle in dem jetzigen Krankenhaus mit der lächerlichen Therapie, die da angeboten wird, sitzen lassen.

Wir sind auch fündig geworden und nächste Woche geht es für ihn dahin.

S<usanBne75


@ brithy&shiny

das kenne ich nur zu gut :)_ man braucht viel Geduld. Die Therapie ist jetzt sehr wichtig und das er das kommende Risiko-Jahr übersteht und gut auf Tabletten eingestellt ist.

Mein Vater hatte einen schweren rechtsseitigen Schlag, ein Arzt erklärte uns damals das wäre Glück im Unglück weil bei ihm das Sprachzentrum nicht geschädigt ist, aber dafür die Motorik schwieriger herzustellen ist. Er ist seit elf Jahren linksseitig gelähmt, seit 2006 pflege ich ihn und manchmal ist es schwer, meistens haben wir aber viel Spaß zusammen.

:)z oh ja. und ..respekt für Deine Pflege bei Deinem Vater. Ich würde es auch sofort machen, aber ich muss erstmal das 'Baby schaukeln'. Im wahrsten Sinne. Dann müssen wir sehen, ob und wie die Therapie anschlägt. Aber wenn seine Frau das zulassen würde und wir das einrichten können, würde ich rausziehen zu ihm und Berlin hinter mir lassen..

H&illix57


Hallo Susanne,

ich kann dir nur raten, konzentriere dich jetzt bitte auf das werdende Leben in dir und auf dich. Dafür hast du jetzt die Verantwortung und das verlangt dir alles ab. Und freu dich bitte wieder auf das Baby.

Es ist der schreckliche Verlauf des Lebens, was da mit deinem Papa passiert ist. So bitter das klingt; er wird nie wieder der Mensch werden, der er einmal war. Diese Krankheit in dem Ausmaß verändert leider die gesamte Persönlichkeit. Kannst es mir glauben, denn bei mir hat damals meine 11 Jahre alte Tochter da gestanden und gesagt, sie möchte ihren alten Papa wieder haben. Den Wunsch konnte ich ihr leider nie erfüllen, so bitter das für mich war.

Schau darauf, dass dein Papa in eine ordentliche stationäre Reha kommt, die ambulanten bringen nicht wirklich was. Mit viel Training, mühseligen Übungen usw. kann man viel erreichen, aber Wunder passieren leider meistens nicht.

Nutze das, was dir dein Papa für dein Leben mitgegeben hat, habe ihn weiter lieb, aber taste dich in die Realität hinein. Ich denke, Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe für Angehörige wäre hilfreich, denn da bekommst du Ratschläge aus erster Hand und nicht iwelche Binsenweisheiten.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Und du schaffst das auch. Bleibe du selbst dabei.

Szusanxne75


@ Hilli57

Nutze das, was dir dein Papa für dein Leben mitgegeben hat, habe ihn weiter lieb, aber taste dich in die Realität hinein. Ich denke, Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe für Angehörige wäre hilfreich, denn da bekommst du Ratschläge aus erster Hand und nicht iwelche Binsenweisheiten.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft! Und du schaffst das auch. Bleibe du selbst dabei.

Vielen Dank. Ich habe auch unterschwellig leider die Botschaft, das ich ab jetzt aus den wertvollen Erinnerungen schöpfen muss, die ich mit meinem Vater habe.

Aber es ist auch ein Prozess, den Menschen 'so loszulassen', das es auf ein Gerüttelt-Maß kommt.

Im Moment wechseln sich Hoffnung, Bangen und Loslassen bei mir ab. Ich muss innerhalb der Familie auch öfter mal große Hoffnungen mit anhören und dann wieder sehr pessimistische Denkweisen.

Ich habe mich bereits davon gelöst, mit allen Familienmitgliedern mitzufühlen. Das GEHT gar nicht, weil mit seinen eigenen Gefühlen derart viel zu tun hat, das man kaum noch die der anderen regulieren oder auffangen kann.

Ich werde mich auf das Baby konzentrieren, aber freuen; freuen kann ich mich derzeit einfach nicht.

Erst kommt mir der Partner weg, dann wird mein Vater so krank. Im Moment schwingen in mir fast mitleidige Gefühle für das Baby, wo es da ankommt. Bei einer völlig reduzierten Mutter, die nur noch aus ihrem angeborenen Frohsinn schöpfen kann, aber deren Hintergrund eine Katastrophe ist.

Vielleicht übertriebe ich jetzt auch. Wenn, dann müssen das die Nerven sein.. :)z

H_il(li5x7


Ist doch normal, dass das alles für dich viel zu viel an Belastung ist. So was lässt sich nicht einfach mal wuppen.

Aber dein Baby hat es sich nicht so ausgesucht, wie es im Moment kommt. Aber deine Prioritäten werden sich auch finden, wenn es erst mal da ist. Du musst dich nicht mit den Sorgen deiner Mitmenschen belasten. denen das Weihnachtsessen eben wichtiger ist...

Bleib so, wie du bist, mit deinen Empfindungen und allem. Dein eigenes Bauchgefühl wird dir schon sagen, was richtig ist. Höre einfach darauf und nicht auf iwelche Leute. mach ganz einfach das, was dir richtig erscheint.

S1usa2nnex75


@ Hilli57

mach ganz einfach das, was dir richtig erscheint.

:)z

CMorncel,ia59


Hallo Susanne75,

ich weiß genau, was im Moment bei euch vorgeht. Einfach weil ich es selber dieses Jahr erlebt habe, mit meiner Mutter. Es war zwar kein Schlaganfall, aber sie war ebenfalls lange nicht in der Lage zu reden und konnte sich auch sonst kaum verständigen, weil sie an der künstlichen Beatmung hing. Was uns sehr geholfen hat, waren Kommunikationstafeln, schau mal [[http://kommhelp.de/index.php/hilfsmittel-top/symboltafeln/kommunikationstafeln hier]].

Was das Problem mit der Familie angeht: würde es etwas bringen, wenn du die Familie mal bei dir oder an einem neutralen Ort zusammentrommelst und ihr bestimmte Sachen einfach mal in größerer Runde klärt? Meine Erfahrung ist, daß die Familienmitglieder teilweise so am Rad gedreht haben, daß sie außerhalb ihres eigenen Horizonts nicht mehr allzuviel wahrgenommen haben. Da hilft es sehr, wenn mal mal alle an einen Tisch bringt und Sachen durchdiskutiert. Es stellt sich dann natürlich auch irgendwann die Frage einer Reha für deinen Vater und dann einer Anschluß-Unterbringung, wenn er nicht mehr alleine leben kann. Das sind alles Sachen, die erstmal besprochen werden müssen, und die ihr natürlich auch irgendwann mit ihm selber klären müßt.

Cjorneli a59


Ich sehe gerade, daß das mit der Reha schon bei euch in die Wege geleitet wurde. |-o

Was ihr aber auch noch bedenken solltet: bei uns war es so, daß unsere Mutter erst in der Reha wirklich realisiert hat, was eigentlich mit ihr passiert ist und was sie alles an Fähigkeiten verloren hat. Das endete dann mit dem Abrutschen in eine schwere Krankenbett-Depression, die die ganze Reha am Ende zum Scheitern gebracht hat. Ihr müßt damit rechnen, daß sich die Situation in der Reha vielleicht erstmal sogar verschlechtert, das kann passieren. Ganz wichtig ist, daß ihr in der Zeit für ihn da sein könnt. Wie weit ist die Rehaklinik von euch entfernt? Bei uns waren es leider 120 km, das war eine Katastrophe. Wir haben uns schlicht aufgerieben, weil wir versucht haben, einen engmaschigen Besuchsrythmus für sie aufrechtzuhalten, und am Ende hat es doch nichts genützt.

Noch was. Du schreibst, dein Vater hat Sprachprobleme. Aber wie sieht es mit dem Schreiben aus? Kann er das noch, habt ihr mal ausprobiert, wie es mit einem Klemmbrett und ein paar Blättern Papier oder einem Block funktioniert?

C2or}nelia'59


Absolut. Ja. Ich merke es. Habe am gestern Abend nach dem Einparken vorm Haus gedacht: entweder komme ich jetzt etwas runter oder ich drehe durch.

Heute beim Adventskaffee war ich derart gereizt und genervt von allen. Dieses Gerede, diese banale Sch.. wegen Weihnachten und ob nun mit Geschenken oder ohne.. ob Gänsebrust oder Keule, ob mit Tante X oder ohne..

Ich hätte nur wegrennen können. Da habe ich nochmal gemerkt; so kann ich nicht in das Weihnachtsfest gehen. Die Anderen freuen sich halt trotzdem und wollen nur planen.

Wenn ich das lese, wird mir richtig unheimlich, weil ich so vieles davon wiedererkenne. Genauso oder doch sehr ähnlich war es bei uns, allerdings zeitversetzt für jeden. Wir haben alle wahnsinnig Kraft gelassen in der ganzen Situation und haben teilweise wirklich extrem am Rad gedreht, ohne es selber zu merken. Erst meine Geschwister zum Beispiel haben bei mir ein Umdenken bewirkt, weil sie nach rund 3 Monaten gemerkt haben, daß ich kurz vor dem Zusammenbruch stand und einfach nicht mehr konnte. Trotzdem wollte ich meinen lange geplanten und weit vor der Situation gebuchten Urlaub absagen. Da haben sie mir den Kopf zurechtgesetzt. Und siehe da, es hat gewirkt. Im Urlaub selber habe ich es erst nach 3-4 Tagen geschafft, so weit runterzukommen, daß mir die Situation bewußt wurde und ich in der Lage war zu reflektieren.

Ich nehme an, bei einigen Familienangehörigen wird es bei dir ähnlich gehen. Vielleicht versucht der eine oder andere auch im Moment, ein bißchen gedanklich zu "flüchten", sowas kann dann zu solchen Unterhaltungen führen, wie du sie vom 1. Advent beschreibst. Manche klammern sich auch verzweifelt an diesen Fixpunkt der Harmonie mit Namen Weihnachten und versuchen, sich ein bißchen heile Welt zu erhalten in der Super-Gau-Situation, die da zur Zeit bei euch herrscht. Nimm es ihnen nicht übel, die werden genau wie du nachts wachliegen und sich in Gedanken im Kreis drehen!

Es wird Zeit brauchen, bis ihr euch an die Situation gewöhnt, und es braucht viel, viel Geduld, die Fortschritte deines Vater zu begleiten und auch kleinste positive Zeichen zu schätzen. Das Ganze ist bei euch noch so frisch, gerade mal 3 Wochen, keiner von euch hat überhaupt Zeit und Kopf gehabt, um irgendwas davon wirklich zu verarbeiten. Nimm die unterschiedlichen Sichtweisen einfach hin, jeder hat seine eigene Herangehensweise, auch im Umgang mit eurem Vater, wie dir vermutlich schon aufgefallen ist. Ich habe gelernt: jede davon hat ihre Berechtigung, und jede ist OK, so wie sie ist. Und ich habe gelernt, meinen Geschwistern auch ihre Freiräume zu lassen, sie brauchen sie, um nicht selber durchzudrehen.

Ich wünsche dir/euch ganz viel Kraft! :)*

S'usan>ne75


@ Cornelia59

Bei uns waren es leider 120 km, das war eine Katastrophe. Wir haben uns schlicht aufgerieben, weil wir versucht haben, einen engmaschigen Besuchsrythmus für sie aufrechtzuhalten, und am Ende hat es doch nichts genützt.

Noch was. Du schreibst, dein Vater hat Sprachprobleme. Aber wie sieht es mit dem Schreiben aus? Kann er das noch, habt ihr mal ausprobiert, wie es mit einem Klemmbrett und ein paar Blättern Papier oder einem Block funktioniert?

Das mit der Entfernung geht eigentlich. Aber uns wurde vom Reha-Beratungs-Zentrum vom Oberarzt geraten, gar nicht zuuu oft aufzuschlagen. Dieses Routieren, wer, wann Vor-oder Nachmittags, für wie lange hat mit der Reha ein Ende.

Der Patient soll erstmal nach dem ersten Schock, den er nun verwunden hat, zur Ruhe kommen und die Erfolge erstmals selbst bei sich realisieren, um sie dann den weitmaschigeren Besuchen vorführen zu können.

Denn für den Patienten ist es auch großer Stress, fast jeden 2. oder 3. Tag durch den Besuch zu bemerken, wieviel doch bei ihm "kaputt" ist. Mit Gleich-Kranken erwartet ihn eher eine Art gemeinsame Ruhe und gemeinsames Gesunden.

Was das Problem mit der Familie angeht: würde es etwas bringen, wenn du die Familie mal bei dir oder an einem neutralen Ort zusammentrommelst und ihr bestimmte Sachen einfach mal in größerer Runde klärt? Meine Erfahrung ist, daß die Familienmitglieder teilweise so am Rad gedreht haben, daß sie außerhalb ihres eigenen Horizonts nicht mehr allzuviel wahrgenommen haben. Da hilft es sehr, wenn mal mal alle an einen Tisch bringt und Sachen durchdiskutiert. Es stellt sich dann natürlich auch irgendwann die Frage einer Reha für deinen Vater und dann einer Anschluß-Unterbringung, wenn er nicht mehr alleine leben kann. Das sind alles Sachen, die erstmal besprochen werden müssen, und die ihr natürlich auch irgendwann mit ihm selber klären müßt.

Das haben wir 14 Tage nach Schlaganfall gemacht und es war erstaunlicherweise ganz OK. Danach ging es ans 'Machen' des Abgesprochenen, und man hat wieder gesehen, nur ein kleiner Teil hält sich ans Abgemachte.. naja.

Die Möglichkeit einer Tagesklinik-Unterbringung (aber bitte erst in 8 Wochen – denn erstmal muss eine Therapie passieren, bevor wie mutmaßen, ob mein Vater zurück nachhause zu seiner Frau und seinem Hof kann) haben wir hier relativ nahe die Gelegenheit.

Vielleicht versucht der eine oder andere auch im Moment, ein bißchen gedanklich zu "flüchten", sowas kann dann zu solchen Unterhaltungen führen, wie du sie vom 1. Advent beschreibst. Manche klammern sich auch verzweifelt an diesen Fixpunkt der Harmonie mit Namen Weihnachten und versuchen, sich ein bißchen heile Welt zu erhalten in der Super-Gau-Situation, die da zur Zeit bei euch herrscht. Nimm es ihnen nicht übel, die werden genau wie du nachts wachliegen und sich in Gedanken im Kreis drehen!

Ach, das verstehe ich doch alles. Es geht darum, das ich derzeit keine Möglichkeit mehr sehe, mich noch auf die Befindlichkeiten der anderen einzustellen. Ich selbst möchte mich am liebsten in ein Bett neben meinem Vater legen und von Weihnachten nicht viel hören und sehen.

Und ein bisschen Kompetenz-Gerangel ist da bei uns auch noch im Spiel. Ich merke das sehr deutlich. Da ist der Onkel, der ganz genau weiss, was der nächste Schritt sein muss, da ist der Bruder, der den "Überblick" über das große Familienfest nicht verliert.. und so weiter.

Nervt mich einfach.

Zum Schreiben und Lesen meines Vaters: Wir haben gleich zu Anfang die Hoffnung gehabt; das er dass, was er nicht sagen kann, vielleicht schreiben kann.

Der Therapeut hatte die Idee selbstverständlich auch schon!!

Aber es sind wahllos aneinander gereihte Wörter, die leider auch keinen Sinn ergeben. Dank Dir trotzdem für Deine ausführliche und gut gemeinte Beitrag! @:)

Ckorkneglia5x9


Das haben wir 14 Tage nach Schlaganfall gemacht und es war erstaunlicherweise ganz OK. Danach ging es ans 'Machen' des Abgesprochenen, und man hat wieder gesehen, nur ein kleiner Teil hält sich ans Abgemachte.. naja.

Ja, das Problem hatten wir teilweise auch. Wir haben es dann so geregelt, daß jeder, der zu Besuch hingefahren ist, eine Mail an alle rundgeschrieben hat. Für Besuchsplanung galt dasselbe, wir haben uns per Rundmail abgestimmt, wer fährt und wer was macht. Machen wir teilweise heute noch, um den Besuchsrhythmus und Planungen aufrechtzuhalten, auch wenn meine Mutter inzwischen in einem Pflegeheim lebt.

Abgesehen davon haben wir per Mail durchaus auch mal angemeckert, wenn Zugesagtes nicht passierte. Hat interessanterweise besser gewirkt als wenn wir das telefonisch gemacht hätten!

Dieses Kompetenz-Gerangel erkenne ich ebenfalls wieder. Ich habe da bei vielem die Ohren irgendwann auf Durchzug gestellt und sie reden lassen. Die wirkliche Arbeit wird in der Reha sowieso von den Therapeuten geleistet und die Angehörigen sind weitgehend außen vor.

Der Patient soll erstmal nach dem ersten Schock, den er nun verwunden hat, zur Ruhe kommen und die Erfolge erstmals selbst bei sich realisieren, um sie dann den weitmaschigeren Besuchen vorführen zu können.

Hat leider bei uns in der Form überhaupt nicht funktioniert, vor allem, weil wir uns auf die Pflegekräfte und Ärzte in der Reha in keinster Weise verlassen konnten. Waren wir nicht da, passierten die tollsten Dinge, und unsere Mutter konnte sich, bettlägerig wie sie war (und ist) nicht wehren. Am Ende bekam sie dann eine Woche vor Reha-Ende wieder eine Lungenentzündung. Dummerweise wurde die wieder zu spät bemerkt, weil man sie mit Haldol ruhiggestellt hatte... und wir wunderten uns, warum sie nicht ansprechbar war!

So war das.

bvrightx&shinxy


:)z oh ja. und ..respekt für Deine Pflege bei Deinem Vater. Ich würde es auch sofort machen, aber ich muss erstmal das 'Baby schaukeln'. Im wahrsten Sinne

das sind harte Entscheidungen im Leben. Man sollte den Gedanken an Pflege auch nicht aus Betroffenheit oder Pflichtgefühl angehen sondern ganz pragmatisch überlegen was dann auf einen zukommt. Ich denke das solltest du erst während der Therapie von deinem Vater überlegen weil man dann schon eher absehen kann wie seine Fortschritte sind und wie intensiv die Pflege sein wird. Dort gibt es Sozialarbeiter die sich um die Erstausstattung an Hilfsmitteln kümmern und euch beraten werden.

Wie ist denn sein Zustand aktuell? Wie schwer war der Schlaganfall?

Mein Vater konnte nicht aufrecht sitzen, in der Therapie hat man seine Rumpfstabilität wieder hergestellt so das er wenigstens zeitweise zum Essen im Rollstuhl sitzen kann. Wenn man sie direkt nach dem Schlaganfall sieht kann man sich kaum vorstellen was dann nachher doch noch alles wieder möglich sein kann. Was Testrale geschrieben hat dem stimme ich auch zu 100% zu.

Srusannxe75


@ cornelia59

Hat leider bei uns in der Form überhaupt nicht funktioniert, vor allem, weil wir uns auf die Pflegekräfte und Ärzte in der Reha in keinster Weise verlassen konnten. Waren wir nicht da, passierten die tollsten Dinge, und unsere Mutter konnte sich, bettlägerig wie sie war (und ist) nicht wehren. Am Ende bekam sie dann eine Woche vor Reha-Ende wieder eine Lungenentzündung. Dummerweise wurde die wieder zu spät bemerkt, weil man sie mit Haldol ruhiggestellt hatte... und wir wunderten uns, warum sie nicht ansprechbar war!

Unfassbar! Die arme Mutter! Kann nur hoffen, dass es bei uns durch einen relativ ansprechbaren und agilen Vater nicht so passiert. Zudem geht er in eine Reha-Klinik bei Berlin, die bekannt ist durch besonders gute und kompetente Mitarbeiter und es arbeitet ein alter Kollege meines Vaters da als Psychiater. Somit wollen wir doch hoffen, das dass 'läuft'. Aber es stimmt schon – man hört schlimme Sachen, wenn bei bettlägerigen Menschen die Anghörigen nicht 'hinterher' sind.

Bei meinem Vater ist es so, das er sich mitteilen kann, ob er Durst, Hunger hat, friert oder den Arzt braucht. Dadurch gehts..

CCorn,elida5x9


Aber es stimmt schon – man hört schlimme Sachen, wenn bei bettlägerigen Menschen die Anghörigen nicht 'hinterher' sind.

Richtig. Da haben wir ziemlich üble Erfahrungen gemacht. Wenn dein Vater aber nicht bettlägerig ist, dürfte das nicht das ganz große Problem sein. Das Heim, wo sie jetzt ist, ist zum Glück sehr gut (wir haben auch sehr sorgfältig ausgesucht), und da hat es bisher keine Probleme gegeben.

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