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Kopfschmerzen, eine Hetzjagd seit 2 Jahren

CzynCexyd hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ja, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich bin jetzt 17 Jahre alt und nunmehr seit 2 Jahren auf der Suche nach einer Diagnose. Ich war mittlerweile bei zig verschiedenen Ärzten, und bisher gabs keinen Erfolg. Grundsätzlich sind mein Problem Kopfschmerzen. Das klingt erstmal etwas banal, aber das dachte ich, bzw. meine Familie, vorher auch. Ich denke mir das Thema hier passt am besten in die Neurologie, bei Kopfschmerzen denkt man natürlich gleich daran. Ob das im Endeffekt ein neurologisches Problem ist will ich mal dahinstellen.

Am besten ich fange erstmal mit der Krankheitsgeschichte an:

Angefangen hat das ganze im September 2012. Im August 2012 bin ich in die USA gegangen für ein Austauschjahr. Die Freude blieb nicht lange, denn im September wurde ich krank. Ich hab eine Halsentzündung bekommen, die Verwirrung da war groß, keiner konnte mir so wirklich erklären was das war. Meine Mandeln haben auf jeden Fall sehr darunter gelitten. Laut dem Schnellabstrich der dort gemacht wurde, waren es Streptokokken. Die sollten dann mit Amoxicillin behandelt werden. Nachdem dies keinen gewünschten Erfolg brachte habe ich Azithromycin bekommen. Die Symptomatik besserte sich, allerdings gab es in wochenabständen zwei neue Halsentzündungen. Zwischendurch wurde ich noch von einer Zecke gebissen, die haben wir dort einfach rausgezogen. Die Zecke war meiner Erinnerung nach jedenfalls noch ganz, hatte aber schon Blut gesogen. Dort wurden auch keine Tests auf Borreliose mehr gemacht, schon allein aus dem Grund, weil ich keine Symptome (bzw. typischen Symptome, also die Wanderröte) gezeigt habe. Jedenfalls habe ich danach die besagten Kopfschmerzen bekommen. Die Kopfschmerzen sind – naja sagen wir mal schwierig. Wenn ich im Ruhezustand bin, also nichts mache, mich nicht konzentriere, habe ich wenig bis gar keine Kopfschmerzen. Ab und zu habe ich auch dort tatsächlich mal leichte Kopfschmerzen. Wenn ich Sport treibe kriege ich für die Dauer der Ausübung keine Kopfschmerzen, allerdings sobald ich damit aufhöre. Das schwerwiegendste ist die Konzentration. Sobald ich mich länger als fünf Minuten auf irgendetwas konzentriere kriege ich starke Kopfschmerzen. Den Ärzten habe ich dann auf ihrer Schmerzskala angegeben für den Ruhezustand mit KS 3-4 und für das Extrem unter Konzentration 7-8.

Die Kopfschmerzen muss man sich vorstellen, als würde man sich mit Papier tief schneiden, oder eine Schürfwunde zuziehen. Das darauffolgende Pochen der Stelle könnte die Schmerzen ganz gut beschreiben. Also pulsierend und mein Kopf fühlt sich an als würde er in einer Schraubzwinge stecken, die sich immer mehr zudreht je länger ich mich konzentriere.

Auch hatte ich in den USA ein Kribbelgefühl in Armen und Beinen bekomme, die auftreten wenn ich den Rücken nach vorne lehne.

In den USA hat man mich nicht für voll genommen. Da war ich zwar krank, aber keiner hat sich bereit erklärt das näher zu Untersuchen. Letztlich habe ich den Aufenthalt nach 6 Monaten abgebrochen, weil ich das nicht mehr aushalten konnte.

Zurück in Deutschland bin ich relativ schnell zum Arzt gegangen. Dort gab es die typischen Bluttests. Letztlich waren alle Tests negativ. Dort wurde auch auf Borreliose getestet, auch der Test war negativ. Meine Hausärztin hat mir dann Metamizol verschrieben für die Kopfschmerzen, was zwar in Maßen gewirkt hat, aber defintiv nicht die Kopfschmerzen beseitigt hat. Da wir dann immernoch nicht weiter waren, hatte sie sich bereit erklärt ein MRT von meinem Schädel machen zu lassen, wegen der Kopfschmerzsymptomatik. Dort zeigten sich 10 Läsionen entzündlicher Natur, alle davon haben dann auch Kontrastmittel aufgenommen. Daraufhin sind wir auch sehr schnell zum Neurologen, der dann den Verdacht auf MS äußerte. Der hat dann auch eine Lumbalpunktion im Krankenhaus veranlasst. Die hiesigen Ärzte haben dann auch noch auf Neuroborreliose getestet, das war auch negativ. Die oligoklonalen Banden waren positiv, ANA/ENA Screening negativ. Masern IgM und IgG positiv und VZV und Epstein Barr IgM und IgG negativ. Darauf hin erfolgte eine Methylprednisolon-Puls-Therapie mit 1,5g pro Tag über 3 Tage. Das Kribbeln ist darunter weggegangen, auch die Kopfschmerzen waren weg, nach einer Woche postpunktionellen Kopfschmerzes. Unser Neurologe hat mich dann auf Rebif 44µg gesetzt, nach einer anfänglichen Einstiegsdosierung von anfangs 8,8µg und danach 22µg für 4 Wochen.

Da das Metamizol nicht so wirklich gewirkt hat, wurde ich dann auf Tilidin 100mg gesetzt, als Bedarfsmedikation.

Nach zwei oder drei Wochen waren die Kopfschmerzen dann wieder da. Daraufhin gabs ein neues MRT, eine neue LP und eine neue Pulstherapie. Selbes Medikament, selbe Dauer und selbe Dosierung. Darunter gabs keinerlei Besserung der Symptome.

Mehr oder minder unzufrieden ging der Alltag dann weiter. Ich habe innerhalb der Sommerferien ein vierwöchiges Praktikum absolviert, da hatte ich die Kopfschmerzen zwar immer noch, aber konnte ohne Probleme 8 Stunden am Stück arbeiten. Nach dem Praktikum gabs Sehstörungen auf dem rechten Auge, mal abgesehen von den Kopfschmerzen. Dort gab es dann Methylprednisolon 1,5g über fünf Tage, weil auch hier die Symptomatik sich nicht gebessert hatte. Die Neurologen dort haben dann das Interferon abgesetzt.

Das war auch der Zeitpunkt wo die Schule – bis heute – unterbrochen wurde. Ich war 4 Tage des Schuljahres dort und saß letztlich nur in der Ecke und hab mir den Kopf gehalten. In der Schule an sich war ich auch immer gut, da gabs nie irgendwelche großen Probleme, nur ab dann ging es halt wegen den Kopfschmerzen nicht mehr.

Von dem Krankenhaus wurden wir dann an die spezialisierte MS-Ambulanz des Uniklinikums Eppendorf verwiesen. Die haben mich dann sofort wieder auf das Interferon gesetzt, weil sie meinten das Interferon hätte nicht genug Zeit zum wirken gehabt. (Letztlich gab es daraufhin auch weniger Aktivität, zumindest laut MRT). Der dortige Neurologe hat mich dann auf einen Schmerzplan gesetzt. 100mg Tilidin morgens, nachmittags und abends. Zusätzlich hat er mir noch Cymbalta, ein Antidepressivum verschrieben, wegen der präventiven Wirkung.

Im Endeffekt hat es keinerlei Besserung der Symptome gegeben, aber der selbe Neurologe hat uns an die "Kopfschmerzspezialisten" des Krankenhauses verwiesen. Der dortige Arzt hat sofort eine Migräne diagnostiziert, das Tilidin abgesetzt, mich auf Amitryptilin 25mg 0-0-1 umgestellt, Naproxen verschrieben und Rizatriptan bei "akuten Migräneattacken", wobei letzteres eher nebensächlich ist, da es keine abgrenzbaren Attacken gibt, zumindest nicht in dem Sinne. Es gibt mal bessere und mal schlechtere Tage. Auch die Migränetherapie hat keinerlei Erfolg gebracht. Letztlich wurde alles wieder abgesetzt und ich hab wieder Tilidin bekommen. Die Leberwerte sind aber unter den ganzen Schmerzmitteln hochgegangen, so dass ich wegen der geringeren Dosierung auf Oxycodon umgestellt wurde. Zusätzlich gibts noch Metamizol, beides wieder als Bedarfsmedikation.

Zwischendurch war ich auch noch beim Psychologen, wo ich auch einige Sitzungen hatte. Grundsätzlich muss man hier dazu sagen dass einfach die Möglichkeit mit jemandem zu reden schön ist, aber ich sah mich einfach wegen der Kopfschmerzen dazu nicht mehr in der Lage. Dabei muss ich noch erwähnen, dass ich Kopfschmerzen bei normalen Diskussionen oder Unterhaltungen erst nach längerer Zeit bekomme, bei Streitgesprächen aber z.B. kriege ich auch sofort Kopfschmerzen.

Irgendwann ist uns in den Sinn gekommen, ob nicht auch ein erhöhter Hirndruck hinter den Problemen steckt. (Ein Bekannter von mir hat einen Hydrocephalus, deswegen hatten wir auch vorher schon viele Infos) Der Neurologe im UKE hat uns dann weitergeleitet an einen seiner Kollegen der dann den Verdacht auf einen Pseudotumor cerebri äußerte. Allerdings war im MRT nichts sichtbar, auch keine Stauungspapille konnte entdeckt werden. Daraufhin gab es dennoch eine Messung des Eröffnungsdrucks, dieser lag bei 29cm Wassersäule, und ist damit schon pathologisch erhöht gewesen. Das führte dann zu einer Therapie mit Acetazolamid 4x tgl. 250mg. Das hat letztlich auch keinen Erfolg gebracht. Im Januar dann wurde das Interferon abgesetzt, ich habe allgemein ein Problem mit Spritzen und dann gabs noch Komplikationen mit den gespritzten Stellen. Bisher gibts auch noch keine neue Immuntherapie, eine Umstellung auf Aubagio oder Tecfidera steht also noch aus. Wegen des ausbleibenden Erfolges mit Acetazolamid habe ich noch zusätzlich Furosemid bekommen. Anfangs 20mg einmal morgens, nach mehreren Laborkontrollen war ich bei 60mg angelangt. Auch darunter gabs keine Besserung. Die Ärzte haben dann noch eine Entlastungspunktion gemacht, welche keinen Erfolg brachte. Nach dem Liquorablassen war der Druck definitiv im Normbereich. Die Druckmessung wurde dort leider im Sitzen gemacht, so dass die beiden Werte (das erste Mal war im liegen) nicht vergleichbar war.

Die Ärzte halten es deshalb für unwarscheinlich dass die Kopfschmerzen davon stammen, auch wenn der Druck erhöht war. Die hiesigen Ärzte haben dann einen längeren Klinikaufenthalt vorgeschlagen, um die Kopfschmerzen zumindest symptomatisch in den Griff zu kriegen. Diagnostisch wollten sie dann nichts mehr machen, weil sie mit ihrem Latein am Ende waren. Bisher gab es von dem Klinikaufenthalt aber keinerlei Rückmeldung, auch nach erneuten Anfragen. Vor zwei Wochen jetzt habe ich einen Knoten am Jochbein und einen in der Augenhöhle (auch am Knochen) entdeckt. Der Augenarzt zu dem wir gegangen sind hat Knochenzysten vermutet, das MRT dazu steht aber noch aus.

Wir persönlich sind mittlerweile mit unserem Latein auch einfach am Ende, und die Ärzte wollen auch nicht mehr weitersuchen. Ich weiß nicht ob mir das hier was bringt, aber ich will es zumindest versuchen.

Meine Frage ist, wie man sich vielleicht schon denken kann, hat einer vielleicht irgendeinen Ansatzpunkt? Ich bin über jede Info dankbar :-)

Grüße

CynCeyd

Antworten
mHus*ic8us_6x5


Vielleicht fehlen irgendwelche "Mikronährstoffe"?

Vitamin D, Magnesium, B-Vitamine...

Wurde z.B. der "Füllstand des Vitamin-D-Speichers" gemessen? Der entsprechende Laborwert heißt 25-OH-D und sollte nicht unter 30 ng/ml (75 nmol/l) liegen. Öfters liest man auch die Empfehlung "40 bis 60 (oder sogar 80) ng/ml". Jede Menge Leute liegen aber unter 20 ng/ml ( = erheblicher Vitamin-D-Mangel).

Bei nicht wenigen Menschen bessern sich Kopfschmerzen und anderes, wenn ein Vitamin-D-"Setup" durchgeführt wird, d.h. die zügige Beseitigung eines Mangels bzw. Anhebung des 25-OH-D auf ein gewünschtes Niveau. Wird auch als "Aufsättigung" oder Vitamin-D-Anfangstherapie bezeichnet. (Irgendwelche Multivitaminpillen aus dem Drogeriemarkt sind dafür nicht geeignet, da das V. D hier viel zu gering dosiert ist.)

Versuchen könnte man es ja...

Einige Links zur weiteren Information:

[[www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Wie_Vitamin_D_Entzuendungen_hemmt1771015588311.html]]

[[www.immunendokrinologie.de/html/vitamin_d.html]]

[[www.gaertner-servatius.de/spektrum/vitamin-d-mangel.php]]

[[http://kurier.at/lebensart/gesundheit/vitamin-d-mangel-macht-gefaesse-steifer/46.733.754]]

[[www.ht-mb.de/forum/showthread.php?1196976-zusammenhang-vitamin-d-und-magnesium]]

[[www.vit-d.info/vitamin-d3/vitamin-d-buecher/]]

Grüße,

t)he-]cavxer


Also pulsierend und mein Kopf fühlt sich an als würde er in einer Schraubzwinge stecken,

Pulsierend deutet in der Tat auf Migräne hin, aber das Schraubstockgefühl ist etwas sehr typisches für Kopfschmerz vom Spannungstyp. Wichtige Informationen wären noch, ob es wirklich um einen *Dauer*schmerz handelt oder ob es auch kopfschmerzfreie Phasen (wie lange?) gibt. Wo ist der Kopfschmerz (ein- oder beidseitig)? Verstärkt er sich bei Anstrengung? Sind Begleitsymptome (Übelkeit, Licht- und Lärmscheu) vorhanden? Wie oft nimmst Du wegen der Kopfscherzen Medikamente (welche)?

Was hast Du denn eigentlich sonst bisher an MS-Symptomen gehabt?

Was Diagnostik angeht, stimme ich Deinen Ärzten zu: Da ist alles gemacht, was gemacht werden muss, weitere Untersuchungen werden Dich nicht weiterbringen. Eine Vitamin D-Messung kann man machen (MS-Patienten haben sehr häufig niedrige Spiegel, weil sie wenig im Freien unterwegs sind), das hat aber mit den Kopfschmerzen nichts zu tun - für einen Zusammenhang von Vitamin D und Kopfschmerzen gibt es keinerlei ernstzunehmende Daten.

Die erhöhte Kopfschmerz-Häufigkeit bei MS-Patienten ist bekannt (teils Migräne, teils andere Kopfschmerzen), es gibt aber (zumindest nach bisherigem Kenntnisstand) keinen typischen "MS-Kopfschmerz" oder eine klare Theorie über eventuelle ursächliche Zusammenhänge.

Nach der bisherigen Beschreibung (wenn es weder Migräne noch Pseudotumor ist), würde ich am ehesten auf einen (mittlerweile chronischen) Kopfschmerz vom Spanungstyp tippen - ob mit oder ohne Zusammenhang zu MS, wird niemand rausfinden. Wichtig ist, jetzt den Schritt von der (nicht mehr weiterführenden) Diagnostik zur Therapie zu machen. Wenn es tatsächlich ein KST ist, gehört da die weitere Psychotherapie (Verhaltenstherapie) auf jeden Fall dazu, ebenso körperliche Betätigung, Entspannungstraining und wahrscheinlich auch ein vorbeigendes Medikament (bestimmte Antidepressiva, u.a. das schon erwähnte Amitriptylin). Such Dir eine gute schmerztherapeutische Anlaufstelle mit Erfahrung bei Kopfschmerzen - ein stationärer Aufenthalt kann durchaus hilfreich sein, zumindest wenn Du keine gute ambulante oder tagesklinische Behandlungsmöglichkeit in Deiner Region hast.

AGh/or{n1bOlatxt


Wurde schon einmal Homöopathie versucht? Ich litt Jahrzehnte unter heftigen Druckkopfschmerzen. Ich sollte dann Apis D 12 nehmen, was wohl abschwellend wirkt und den Druck im KOpf nehmen sollte und Gelsemium D 12 zur Schmerzbeseitigung.

Bei schlimmen Schmerzen sollte ich alle 15 Minuten 5 Globuli nehmen, bis zur deutlichen Besserung, dann nach Bedarf.

Ich habe das ca. 3 Monate, anfangs intensiv, genommen, seitdem sind Kopfschmerzen für mich ein Fremdwort.

Schulmedizinisch konnte man mir nie helfen, ich habe damals Schmerzmittel geschluckt ohne Ende, erfolglos.

Ceyn_C|eyd


Der Vitamin D Spiegel wurde noch nicht gemessen, aber das kann ich mal erfragen ob es möglich wäre den zu testen.

Es ist ein Dauerkopfschmerz, egal wann, sobald ich mich konzentriere krieg ich sie. Wobei hier wohl noch anzumerken ist, dass der KS besser wird, je müder ich werde. D.h. Abends oder nachts kann ich mich dann schon etwas konzentrieren ohne größere Probleme zu kriegen, das geht aber auch erst wenn ich wirklich müde bin, also mich hinlegen könnte und sofort einschlafen.

Der Kopfschmerz ist immer, und war nie irgendwo anders, vorne an der Schläfe, er zieht von ganz oben bis zu der Augenregion runter. Der KS ist immer beidseitig, aber mal etwas stärker auf einer Seite. Die Seite wechselt, allerdings ist rechts öfter. Wenn ich bereits Kopfschmerzen habe und dann Sport treibe etc. ist das in der Tat kontraproduktiv, das verstärkt den Kopfschmerz noch. Beim Extrem vom Kopfschmerz sind auch Übelkeit (allerdings nie mit Erbrechen), Licht- und Lärmscheu eingetreten. Das ist allerdings von großem Seltenheitswert. Die einzig Kopfschmerzfreie Phase war nach der ersten Puls-Therapie im April 2013. Da hatte ich zwei Wochen lang überhaupt nichts, allerdings ging es danach wieder los. Nach der dritten Pulstherapie (Anfang August 2013) und dem Absetzen des Interferons wurde es subjektiv eher schlechter, allerdings kann das auch eine rein subjektive Wahrnehmung sein, einfach weil ich schon so lange Kopfschmerzen habe und das anders gar nicht mehr kenne. Die aktuellen Medikamente sind Oxycodon (retardierte Tabletten von 10mg, bis zu 40mg tgl.) und Metamizol (theoretisch bis zu 2,5g tgl., das sind 500mg Tabletten). Hierbei muss man auch anmerken, dass selbst diese Medikamente nicht besonders viel helfen, bzw. erst in einer Dosierung in der ich zu nichts mehr zu gebrauchen bin, das Druckgefühl auf dem Kopf bleibt aber immer.

Die eigentlichen MS-Symptome waren nur das Kribbeln in Armen und Beinen beim Rücken nach vorne biegen und eine Sehstörung auf dem rechten Auge. (Ob der KS dazugehört vermag ich nicht zu beurteilen). Die Sehstörung ist eine Reizweiterleitungsstörung von 30ms, das macht sich leicht in der Sehschärfe bemerkbar, allerdings hab ich immernoch über 100% Sehschärfe auf dem Auge. Mehr eigentlich nicht. Erwähnenswert ist vielleicht auch noch, dass die Entzündungsaktivität wieder in die Höhe ging nachdem das Interferon abgesetzt wurde. In dem MRT waren 3 neue Läsionen, 2 davon haben Kontrastmittel aufgenommen. Mittlerweile sind wir persönlich auch am Zweifeln ob das wirklich eine MS ist, einfach weil ich in den USA von einer Zecke gebissen wurde und Neuroborreliose und MS sehr ähnlich sind. Der DMSG empfiehlt sogar eine präventive Behandlung mit Antibiotika über mehrere Wochen / Monate, einfach um auszuschließen dass es keine ist. Der Test auf Neuroborreliose soll wohl nicht sehr zuverlässig sein, allerdings will ich mich da nicht festlegen, weil ich davon keine Ahnung habe.

Zu dem Spannungskopfschmerz: Ja, das war auch Teil der Migränebehandlung. Der KS war von anfang an chronisch, der war von einen Tag auf den anderen da. Letztlich wurde ich ja gegen Migräne behandelt, die Therapie vom Spannungskopfschmerz und Migränekopfschmerz ist ja fast identisch (also Antidepressivum + Triptan + Schmerzmittel, und keines dieser Medikamente hat auch nur irgendeine Wirkung gezeigt – das ist letztlich auch der Grund für die Opioide, einfach weil die anderen Medikamente nicht wirken). Allerdings muss man hier ganz klar zu sagen, dass nachdem das Krankenhaus die Migränetheorie quasi verworfen hatte, wurde da nicht großartig weitergeforscht. Therapiert wurde ich medikamentös für einige Monate, auch ohne Besserung. In den USA habe ich sehr viel Sport gemacht, falls das noch zur prophylaktischen Wirkung beitragen könnte. Dennoch ist das ein Ansatzpunkt den man weiter verfolgen kann.

Ich hab zumindest in meiner Kindheit viel mit Homöopathie gemacht, bzw. viel bekommen. Das hat auch immer gut geholfen. In diesem Aspekt wurde aber bei der aktuellen Kopfschmerzsituation noch nie probiert, auch das ist ein guter Ansatzpunkt. Das kann ich gerne mal ausprobieren.

Danke :-)

C&ynCeNyd


Ich hab vergessen zu erwähnen, dass zwischenzeitlich auch 3 mal versucht wurde die Schmerzmittel abzusetzen (um den Schmerzmittelinduzierten KS auszuschließen). Das erste Mal war noch in den USA, da hab ich Ibuprofen gegen den Kopfschmerz genommen, und hab das komplett abgesetzt, da gabs keinerlei Besserung. Das zweite Mal war wieder in Deutschland, angefangen im März 2013 bis Ende April 2013. Zu der Zeit wurde der KS besser, aber das war zusammen mit der ersten Puls-Therapie und der Lumbalpunktion. Da ist es vermutlich schwer festzustellen ob das davon kommt. Das dritte Mal war im September / Oktober 2013, während der Migränetherapie. Da habe ich auch wieder alles an Schmerzmitteln abgesetzt, auch ohne Effekt. Insgesamt kann man zusammenfassend sagen: Das Absetzen hat rein gar nichts gebracht, außer mehr Kopfschmerzen. Ob der jeweilige Zeitraum lang genug war, vermag ich nicht zu beurteilen. Zwei Zeiträume waren von Ärzten veranlasst, jeweils über ca. zwei Monate.

t5he-[ca.ver


OK, klingt nach 'ner ziemlich kniffligen Sache – zum Kopfscherz vom Spannungstyp passt nämlich nicht, dass es von Anfang an ein Dauerkopfschmerz war. Theoretisch könnte es eine Kombination aus Migräne und "neu aufgetretenem Dauerkopfschmerz" (ist eine eigene Kopfschmerzerkrankung) sein, aber warum sollte beides zur gleichen Zeit beginnen? Gefühlsmäßig würde ich also einen Zusammenhang zur MS vermuten, aber da gibt es wie gesagt wenig gesicherte Erkenntnisse, die jetzt weiterhelfen würden.

Such Dir eine Einrichtung, die viel Kopfschmerz-Erfahrung hat. Die nichtmedikamentöse Therapie wird wahrscheinlich das wichtigste sein (z.B. Entspannung + Psychotherapie + Sport, Pfefferminzöl u.s.w.). Was Medikamente angeht, unterscheidet sich die Therapie von Migräne und KST übrigens erheblich. Wie hoch wurde denn das Amitriptylin dosiert? 25 ist die übliche Einstiegsdosis, aber normalerweise sollte das erhöht werden (bei schlechter Verträglichkeit gibt's auch Alternativen).

Das mit den Opioiden (Tilidin bzw. Oxy) muss man sich gut überlegen: Wenn das Zeug erst in Dosierungen wirkt, in denen Du "zu nichts mehr zu gebrauchen bist", profitierst Du ja nicht wirklich davon – ist leider in der Therapie chronischer Schmerzen nicht selten, dass Opioide mehr schaden als nützen.

j$essyL101"6


Hallo.....

Ic kenne deine beschwerde. Fast genau das selbe habe ich auch und keiner konnte mir helfen... bis auf vor 2 monaten... bei mir war es die hws. Wurde weder auf den mrt noch auf röntgen gesehen. Aber eine physiotherapeutin kam dann letztlich drauf... wurde das denn bei dir schon überprüft?

myed7ima


hallo Leute

ich kenne das Gefühl das man denkt keiner kann einen wirklich helfen mein Fall ist Uni weit bekannt.

es fing bei mir alles vor ca 1 Jahr an ,ich bin übringens auch 17 Jahre alt :).es fing alles plötzlich mit einem starken Druckgefühl am Hinterkopf an was aus dem nichts kam ich muss dazu sagen das ich davor kaum Beschwerden je hatte,nach 2 tagen merkte ich merkwürdige stechende Kopfschmerzen wie Nadelstiche ,ich fühlte mich benommen als wäre mein bewusst sein getrübt. nach vergangen 4 tagen ohne Besserung entschied ich dann die Uniklinik aufzusuchen.dort würde dann alles gemacht was man machen kann ein Mrt vom Kopf ,lumpalpunktion ,eeg,vep,sep,blut unterschungen etc..

später würde dann man liquar extra eingeschickt um seltene autoimmunerkrankungen außzuschließen. es würde wirklich alles gemacht ich habe wahrscheinlich auch noch viel vergessen. auf jedenfall kam genau' NICHTS" raus. meine Beschwerden würden aber nicht besser ganz im gegenteil ich merkte noch plötzlich das mein bein und arm Anfang zu kribbeln. ich hatte mittlerweile so eine angst vor schweren Erkrankungen entwickelt wie war es eigentlich bei dir hattest du auch Ängste eigentlich ? aufjedenfall hatten die Ärzte der ganzen uni keinen bog mehr und wiesen mich der psychosomatische medizin zu wo ich 4 Monate stationär behandelt würde und dort würde es dan wirklich besser ich bekam bestimmte medikammte wie auch cymbalta und am Schluss neuroleptiker. danach würde ich entlassen meine beschwerden waren wirklich besser aber leider nicht ganz weg.leider haben sich jetzt die Beschwerden wieder etwas verschlechert was ich nicht ganz verstehen kann und mich etwas verzweifelt haber sie worden durch die Psychsomatische behandlung besser. Meine diagnose war übrigens eine F45.1 Undifferenzierte Somatisierungsstörung. ich bleibe aber bis jetzt ein kleines rätsel für die psychosomatische und die medizin. weil meins so ungreifbar ist.außerdem habe ich zeit einem halben jahr eine Puppilendiffrenz wo sich auch jeder wundert drüber ,was aber so nicht pathologisch sein kann sonst könnte ich ja bestimmt nicht diesen text verfassen.ich hoffe ich könnte dir etwas weiterhelfen :)

C9yPnCevyxd


Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder melde, war etwas stressig die letzten Tage.

Das mit der Kopfschmerzeinrichtung ist bereits in Planung, da gabs jetzt gerade einen Rückfall, weil man uns nach 6 Wochen gesagt hat, (nachdem wir angefragt hatten, wie der aktuelle Status sei) dass wir uns selber darum kümmern müssen.

Das Amitriptylin wurde mit 25mg dosiert. Es wurde auch nicht gesteigert, weil die Ärzte für sich die Migräne bereits ausgeschlossen hatten.

Das mit den Opioiden ist kontraproduktiv, ja, zumindest für den Alltag, allerdings auch das einzige was bisher die Kopfschmerzen lindern konnte. Wobei dazu ist mir noch eingefallen, dass (kalte) frische Luft – also mehr Sauerstoffgehalt als im Haus – die Kopfschmerzen auch gut lindert.

Von der HWS wurde auch mal ein MRT gemacht, dort wurde eine Streckfehlhaltung gefunden, allerdings sagte man uns, dass das nicht zu den Symptomen passt. Könnte man aber sicherlich noch überprüfen.

Ich persönlich hab eigentlich keine große Angst vor den Krankheiten, ich wäre eigentlich sogar froh wenn mal was diagnostiziert wird, einfach weil dann die Ungewissheit weg ist. Wie das bei mir ist kann ich noch nicht sagen, das wird sich dann herausstellen. ;-)

Vorgestern war ich noch auf einer Messe, das hat zwar den Kopfschmerzen nicht besonders gut getan, aber vielleicht neue Erkenntnisse gebracht. Die wollten da an einem Tropfen Blut (Kapillarblut) sehen können, ob im Körper etwas nicht stimmt. Ich persönlich tue mich mit sowas immer sehr schwer, aber ich hab selber unter dem Mikroskop (die haben da einen Monitor angeschlossen, damit man zusehen kann) Borrelien gesehen, oder zumindest etwas, was diesen sehr ähnlich ist vom Aufbau. Die Frau die das gemacht hatte, meinte auch das wären Borrelien, aber das sei mal dahingestellt. Innerhalb des "Kopfbereichs" des Tropfens sollte wohl eine Stauung sein, also das Blut nicht so gut fließen können im Kopf. Das war der Punkt der mir auch nicht so wirklich glaubwürdig erschien, aber wie ich das verstanden habe, kann eine Borreliose wohl auch dafür sorgen. Ob das die Kopfschmerzen verursacht? Keine Ahnung. Ob das jetzt stimmt was die mir gesagt hat, kann ich natürlich auch nicht beurteilen, aber möglicherweise ist das ja ein wichtiger Hinweis.

jTesesy101x6


Such mal nach einem guten neurochirurgen. Das können auch neuralgien sein eben von der wirbelsäule oder goigel mal nach zervikaler kopfschmerz bzw schmerzen von c2 und c3 ausgehend. Bei mir wurde der verdacht nun auch bestätigt in dem man eine wurzelblockade heißt das glaub ich gemacht hat... und schwups die schmerzen waren fast weg. Bei mir hilf auch nur noch tilidin mit einer dosis von 300 mg über den tag verteilt und 50 mg amitriptylin.

Bwlub\bi8x6


Hallo,

ich habe genau das gleiche Problem, aber erst seit mitte Dezember. Dauernd Kopfschmerzen...Habe am anfang viel Sport gemacht und es wurde auch immer besser, bloß seit März wird es überhaupt nicht besser. Bin dann zu einem Heilpraktiker und er hat rausgefunden, dass ein Halswirbel rausgesprungen ist und deshalb meine ganze rechte Halsmuskulatur verspannt ist. War auch bei tausend Ärzten und so viele leute haben schon an mir rumgerenkt %-| Ohne mal richtig zu gucken hatte ich das Gefühl. War auch schon in einer Klinik, aber da wurde auch nur so lustig an mir rumtherapiert hatte ich das Gefühl und null auf mich eingegangen. Leider ist es nicht so leicht den wieder reinzubekommen. Mein Heilpraktiker meint durch das ganze einrenken und das ich eigentlich immer dagegen war, klappt das nun nicht mehr so einfah...weil meine Psyche dagegen angeht, wegen den schlechten Erfahrungen. Naja aber er gibt mich nicht auf und macht so lange jede Woche weiter, bis das doofe Ding drinne ist. :)

Naja was ich sagen will, geh mal unbedingt zu einem Heilpraktiker. Der schaut dich wenigsten mal ganz genau an. Weiß jetzt nicht wo du schon überall warst, hab nicht alles gelesen.

Sonst würde ich an deiner Stelle mehr nach solchen Alternativen schaun, wie z.B. Reiki find ic eine sehr gute Sache oder sonstige Alterativmedizin

Gute Besserung :)

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