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Hilflosigkeit: Körper baut immer mehr ab (Verkrampfungen etc.)

HEilf`los198x4 hat die Diskussion gestartet


Bevor ich mit der Schilderung meiner gesundheitlichen Probleme beginne möchte ich als erstes jedem ein Dank aussprechen der sich die Zeit nimmt meine Zeilen zu lesen.

Kurz zu meiner Person:

- 29 Jahre alt

- kurz vor Abschluss meines Masterstudiums

- seit 8 Jahren glücklich vergeben

- keine finanziellen Sorgen

- nicht Raucher

- trinke keinen Alkohol

- bis vor 3 Monaten 3x Woche mindestens 45min Joggen gewesen und Fußball gespielt.

Jetzt zu meiner Geschichte:

Vor 3 Monaten fing es an das ich plötzlich vermehrt eine Schwäche in den Beinen verspürt habe. Schon früh morgens beim aufstehen hat es sich angefühlt als wäre man die ganze nacht einen Marathon gerannt. Innerhalb der letzten 3 Monate erlitte ich 3 krampfartige wandernde einseitige Krampfanfälle (Schlaganfallähnliche Symptome) bei denen ich jedes mal auf der Rettungsstelle Blut abgenommen bekommen habe und ein Schädel CT ihn Befund gemacht wurde. Seit diesen Anfällen habe ich folgende Untersuchungen hinter mir:

- vor 3 Wochen Schädel MRT (ohne Befund)

- vor 3 Wochen HWS MRT (ohne Befund)

- vor 2 Monaten MRT LWS (Leichter Bandscheibenvorfall + Nervenwurzelreizung)

- EEG (Ohne Befund)

- Ruhe EKG 1x (Ohne Befund)

- riesiges selbstbezahltes Differenzialblutbild mit allen Vitaminen und wichtigen Werten (leichter Vitamin D Mangel der normal ist) (Pfeiffrisches Drüsenfieber hatte ich mal ist aber inaktiv – Borriliosewerte = ohne Befund, Schilddrüse = normal)

- vor 2 Monaten Lumbalpunktion (Ohne Auffälligkeit)

- vor 3 Wochen Blutbild mit speziellen Muskelwerten (ohne Befund)

- Nervenleitgeschwindigkeitstest in einem Bein ein bisschen abweichend

- Untersuchung bei Osteopathen -> Diagnose nur leichte Verspannung im HWS Bereich

- vor einem Jahr Magenspieglung (leichte Gastritis)

- vor einem Jahr BauchCT ohne Auffälligkeit

- Laktose/Histamintest = ohne Befund

Trotz all der Untersuchungen wird es immer schlimmer. Selbst einfach Dinge wie spazieren gehen fallen mir immer immer schwerer. Am Anfang geht es aber dann versprüde ich mit einem Mal eine extreme Verspannung und Erschöpfung so dass ich mich hinsetzen muss und es ein Kampf ist nach Hause zu laufen. Ich weiß nicht mehr an wen ich mich wenden soll oder was ich noch machen kann.

Aktuelle Beschwerden:

- schwere schmerzende Beine und Arme

- Nackenschmerzen

- Augenschmerzen (starker Druck immer wieder besonders früh nach dem Aufwachen)

- kurze Zitteranfälle in den Beinen

- Verkrampfungen auf der rechten Flanke

- schmerzen in der Brust

- Kraftlosigkeit

- Schmerzen unter den Achseln

- kurze Schwindelattacken als würde man auf einem Boot in den Wellen schwanken

- steigende Kraftlosigkeit

Wenn irgendwo da draußen noch einer eine Idee oder einen Ansatz hat ich "flehe euch im wahrsten Sinne des Wortes an" gebt mir einen Rat oder Hinweis.

LG

Ein ratloser Mensch…

Antworten
_?Par2vati_


Wurde bei dir auch mal physiotherapeutisch oder osteopathisch was unternommen? Wenn nicht, dann würde ich an deiner Stelle das mal als nächstes angehen. Ansonsten auch selbst mal etwas Muskelaufbautraining machen und auch ein paar Dehnübungen einbauen. Aber erst mal einen Physiotherapeuten fragen, was du in deinem Fall machen darfst und was nicht (wegen dem Bandscheibenproblem). Sich zu schonen ist der falsche weg. Möglichst viel bewegen, auch, wenn es mal schmerzt. Möglichst immer an die Belastungsgrenze gehen.

Beachten solltest du auch die Psyche. Da du kurz vorm Masterabschluss stehst, hattest du die letzte Zeit sicher viel Stress, oder? Sowas wirkt sich auch gerne negativ auf die Gesundheit aus.

mfusicusx_65


riesiges selbstbezahltes Differenzialblutbild mit allen Vitaminen und wichtigen Werten (leichter Vitamin D Mangel der normal ist)

Dieser Mangel mag "normal" sein in dem Sinne, dass er häufig ist. Gesund ist er deshalb aber nicht unbedingt.

Da bei einigen Deiner aktuellen Beschwerden der Vit.-D-Mangel eine Rolle spielen kann, würde ich zum "Auffüllen" der Vit.-D-Speicher raten.

Wie war denn der Laborwert?

Bei Krämpfen und Verspannungen kann auch Magnesiummangel eine Rolle spielen.

mnusi$cus_X6x5


Es gibt zum Vitamin D viele Infos (bzw. Meinungen) im Netz, auch hier im Forum.

Im großen und ganzen lesenswert ist zu diesem Thema auch das Buch von Dr. med. von Helden.

mSond+Ostexrne


Bevor ich mit der Schilderung meiner gesundheitlichen Probleme beginne möchte ich als erstes jedem ein Dank aussprechen der sich die Zeit nimmt meine Zeilen zu lesen.

@:)

Es tut mir leid, aber ich befürchte, die von Dir erhofften guten Nachrichten wird es nicht geben. Nach dem Lesen Deines Eingangspost würde ich sagen, Du bist medizinisch durchgecheckt. Es wurde nichts gefunden, was den Abbau Deiner körperlichen Leistungsfähigkeit erklärt. Ich kann mir schon vorstellen, wie Du darunter leidest. :°_ Aber es gibt auch eine gute Nachricht unter der schlechten Nachricht. Ich denke mal, wenn es etwas lebensbedrohliches wäre, hätte man das diagnostiziert.

Wenn irgendwo da draußen noch einer eine Idee oder einen Ansatz hat ich "flehe euch im wahrsten Sinne des Wortes an" gebt mir einen Rat oder Hinweis.

Da man nicht wirklich etwas machen kann, würde ich Dir raten, Dich in Gelassenheit zu üben. Es geht darum, zu akzeptieren, dass auch die moderne Medizin ihre Grenzen hat. Es geht darum, Dinge hinzunehmen, die Du nicht ändern kannst, auch wenn Du nicht weißt, was es ist. :°(

c=hxi


Hast du schon mal was von [[http://de.wikipedia.org/wiki/Chronisches_Erschöpfungssyndrom CFS]] gehört?

k^eepWsmilaingx1


Du hast wirklich alles durchchecken lassen!!! Ich dachte immer, MRTs werden nur einmal im Quartal genehmigt? %:|

Ist am Thema vorbei, bin nur erstaunt. ":/

AonthoxD


Ich hatte mal einen Bekannten, der ähnliche Symptome hatte. Als erstes hört sich das ja ein wenig nach MS an, aber da weder beim CT noch MRT etwas gefunden wurde kann das nicht sein. Auch bei meinem Bekannten war es das nicht. Ich weiß jedoch nicht was genau er hatte. Jedenfalls haben nach und nach immer mehr Muskeln den Geist aufgegeben (habe ihn kennengelernt, da saß er bereits im Rollstuhl) bis schließlich das Herz(das schließlich auch ein Muskel ist) aufgegeben hat.

Aber man muss ja nicht den Teufel an die Wand malen.

Kann es sein, dass der leichte Bandscheibenvorfall ausgerechnet so ungünstig auf einen Nerv drückt, dass es dadurch zu erklären wäre? Denn ich habe solche Erscheinungen auch ab und zu. Das wurde meiner Bandscheibenvorwölbung zugeschrieben. Ich habe dann zwar nicht solche starken Schmerzen wie du sie beschreibst, aber das ist bei jedem unterschiedlich.

Zu meiner jetzigen Situation kann ich sagen, dass ich schon längere Zeit keine extremen Schwächeanfälle in den Beinen mehr hatte. Allerdings sind momentan auch kaum bis keine Rückenschmerzen vorhanden.

Ansonsten kann ich nur das wiederholen, was jemand anderes meinte: Die Psyche.

Auch wenn du vielleicht der Meinung bist, dass du keinen Stress hast, heißt es nicht, dass dein Körper es nicht trotzdem als Stress wahrnimmt und somit sich querstellt. Viele bemerken den Stress nicht bewusst, sondern erst, wenn der Körper anfängt rumzuspinnen.

Gönne dir ab und zu mal eine Pause. Eine mentale Pause meine ich. Einfach entspannen, alle Sorgen um dein Masterstudium vergessen und einfach abschalten (das macht jeder auf seine Weise. Vielleicht mal eine schöne Massage verschreiben lassen vom Arzt? Als Grund kannst du den leichten Bandscheibenvorfall angeben, das müsste reichen).

Wurde der Schädel-MRT mit Kontrastmittel durchgeführt?

Wenn du ganz sicher gehen willst, dass dort wirklich nichts ist, würde ich vielleicht nochmal zu einer anderen Praxis gehen und dort eins machen lassen. Und bloß nicht das Kontrastmittel vergessen, auch wenn es extreme Kopfschmerzen machen kann.

Ich drück dir die Daumen, dass es nichts ernsteres ist und sich am Ende als etwas total banales rausstellt (wie z.B. der Bandscheibenvorfall der etwas ungünstig liegt).

Grüße,

Anthony

EWhemalig2er NutTzer (#41x7903)


Eine Bekannte von uns hat Fibromyalgie. Soviel ich weiß, hatte sie ähnliche Symptome, allerdings schon wesentlich länger, bevor das bei ihr diagnostiziert wurde.

Hattest du vorher irgendeinen Infekt oder viel Stress oder ähnliches? Gibts in der Familie vielleicht Erkrankungen in der Richtung, daß du da möglicherweise vorbelastet bist?

R8io VGranxde


Warst du zur Diagnostik in einer Neurologischen Klinik.

Myasthenie, Guillain-Barré-Syndrom sollten ausgeschlossen werden.

Andererseits kannst du nur noch kurze Strecken zurücklegen, was für eine Sauerstoff –Unterversorgung oder einen eingeschränkten Abtransport von Abfallprodukte aus den Muskelzellen spricht.

N3al9a85


Kannst du das Blutbild vielleicht (anonymisiert) hier einstellen?

E0mmua28


Eine Bekannte von uns hat Fibromyalgie. Soviel ich weiß, hatte sie ähnliche Symptome, allerdings schon wesentlich länger, bevor das bei ihr diagnostiziert wurde.

Fibromyalgie steht auch bei mir in "Verdacht", allerdings habe ich noch mehrere Arzttermine vor mir und eben noch keine genaue Diagnose.

Die Symptome, die du beschreibst, habe ich bis auf Augenschmerzen und "Verkrampfungen auf der rechten Flanke" (wobei ich mir darunter jetzt auch nicht wirklich was vorstellen kann...) auch. Allerdings nicht immer und vor allem nicht immer gleichzeitig, wobei Muskel- und Gelenkschmerzen und Kraftlosigkeit in wechselnder Intensität eigentlich immer da sind. Und diese "Schwindelattacken sind bei mir ganz komisch, ich würde es nicht mehr wirklich als Schwindel beschreiben, aber ja, Gefühl wie auf einem schwankenden Boot trifft es ganz gut, bei mir hält das aber oft nur für Sekunden an und kann dann aber in kurzen Abständen immer wieder kommen...

MRT von Kopf und HWS, EEG, sowie sämtliche Bluttests waren auch bei mir ohne wirklichen Befund, ich reagiere aber laut Arzt auf einige, aber nicht alle Triggerpunkte.

Und so langsam kann ich es nicht mehr hören, dass es alles nur vom Stress kommt >:( Im Urlaub, am Wochenende usw. gehts mir ganz genauso, auch zu der Zeit, als ich meinen jetzigen Job noch nicht hatte, waren Beschwerden da...

Ich bin mittlerweile an einem Punkt, wo ich mich einfach nicht mehr damit abfinden kann und will, dass man mir sagt, manche Menschen reagieren eben stark körperlich auf Stress...

Ich drücke dir die Daumen, dass sich klärt, woher deine Symptome kommen und natürlich, dass es dir besser geht @:) Magst du uns vielleicht auf dem Laufenden halten?

w4ebnexrd


Raimund von Helden empfiehlt ne Extremdosis Vitamin D, die kann Krämpfe sogar schlimmer machen. Lieber mit Magnesium anfangen und dann vorsichtig Vitamin D dazu nehmen!

Kenne das aus nem anderen Forum, da fahren die Leute drauf ab, mit Vitamin D in Hochdosis ruckzuck alle Probleme wegzuzaubern. Und dann wird gejammert über Kopfweh und Wadenkrampf und was nich alles.

Ich glaub auch nicht, dass deine Probleme nur mit Vitamin D weggehen.

HKilfloXs19842


Vielen vielen Dank an alle die auf meinen Beitrag geantwortet habe.

Ich schreibe hier mal wieder in absoluter Verzweiflung und wenn ich ehrlich bin, denke ich das wenn es mir so weiter geht, meine ganze Familie bald mein Grab besuchen müssen. Wie soll das ein Mensch durchhalten.

Gestern war wieder ein absoluter Tiefpunkt. Ich bin früh 5 Uhr aufgewacht. Total hellwach. Dann wecke ich meine Freundin weil ich schon gemerkt habe es geht wieder los:

Ich spüre wie eine Vibration durch meine Beine schießt. Dann paar Sekunden später fängen die wieder extram an zu Zittern. Mein ganzer Körper verspannt sich. Das ganze dauert 10min. Seit dem bin ich wieder total Erschöpft. Auch ganz allgemein bin ich ziemlich kaputt. Ich bekomme mittlerweile auch Abends immer wieder Schwindelattacken (vor allem nach dem Abendbrot hab ich das Gefühl) und so kurze Übelkeitsschübe ohne aber das ich mich übergeben muss.

Meine Beine sind schwer wie Blei und auch das Treppensteigen wird immer mehr. Meine Familie findet auch das ich im Gesicht ziemlich schmal geworden bin. (Aber 3 Monate jeden Tag schmerzen mit solchen Zitterattacken... an wem geht sowas spurlos vorbei oder). Mein Gewicht hat sich aber nicht verändert und ist konstant bei 80kilo.

Hier mal meine Blutwerte und Befunde:

Differenzialblutbild:

[[http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/labor15jsmwne3gb.jpg]]

[[http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/labor27mow3zgxja.jpg]]

Muskelblutbild:

[[http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/muskelblut11ymp8za7jn.jpg]]

[[http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/muskelblut2539pgc40zk.jpg]]

MRT Schädel:

[[http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/mrtkopfkopiels6mrj09a3.jpg]]

Gegen den Vitmaninmangel bekomme ich seit 3 Wochen spritzen und ich nehme so Kügelchen aber mein Zustand wird immer immer schlimmer. Komme kaum noch in Gang und alles wird noch weniger.

Ich bin auch fest der Überzeugung das der Vitminmangel nicht erst seit 3 Monaten ist, seit dem es mir schlecht geht und auch die akute Schwäche nicht erklären kann. Selbst Schmerzmittel helfen nicht gegen die Beinschmerzen...

Aktuell Schlimm:

- Zitteranfall

- Beinschwäche

- Schmerzen in Leisten und Beinen

- Abends Schwindelanfälle

- Übelkeitsschübe

H I L F E!! :[]

PS: Hab in 1 1/2 Wochen nochmal nen Termin beim Neurologen und muss da was erreichen. Keine Ahnung ich geh auch nochmal in Krankenhaus mir egal. Aber als 29Jähriger Mensch immer schwächer zu werden alles private aufzugeben das geht doch nicht, egal ob bisher alles ok war oder nicht...

w$ebnYerxd


Ist da irgendwo Cortisol / Kortisol gemessen worden? Ich habs nicht gesehen ...

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