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Meiner Mutter geht's sehr schlecht

gllad`ia_toraxz hat die Diskussion gestartet


Sie hat MS, bisher ging das laufen und halbtags arbeiten noch gerade so mit Rollator.

Seit 4 Wochen nimmt sie Tecfidera und kann nun gar nicht mehr laufen / stürzt.

Der Neurologe sagt durch die Umstellung könne es nicht kommen.

Ich wohne 200 km von ihr entfernt und sie hat niemanden, der ihr helfen kann.

Sie sagt, dass sie gar nict mehr hochkommt und nun schon seit über 12 Stunden nicht mehr auf die Toilette konnte, weil sie nicht aus dem Stuhl kommt und sich einnässt.

Ich bin so traurig und fühle mich hilflos. Was gibt es für Möglichkeiten?

Antworten
GkriUesuxh1


1. Antrag zur Einstufung in eine Pflegestufe bei der Pflegekasse beantragen.

2. Nach einem ambulanten Pflegedienst im Wohnort deiner Mutter schauen. Diese versorgen sie dann im häuslichen Umfeld.

3. Bei einem Pflegestützpunkt ( das sind Beratungsstellen die es in jeder Kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis gibt) sich beraten lassen welche weitre Möglichkeiten der Versorgung oder Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung bestehen.

Und beraten lassen welche weiteren finanzielle Möglichkeiten es gibt, die Versorgung zu sichern.

Diese Pflegstützpunkte helfen genau so wie ambul. Pflegdienste bei der Antragstellung und dem Ausfüllen der Formulare.

PnlacebXo090x6


Unbedingt an den Arzt wenden. Weiters bei der Krankenkasse einen Antrage für Pflegestufe stellen und da klarmachen, dass hier nicht lange gewartet werden darf sondern SOFORT jemand kommen muss und SOFORT Pflegebedarf besteht.

Deine Mutter braucht unbedingt Unterstützung durch einen Pflegedienst sowie am besten so ein Armband mit Druckknopf das direkt mit der Leitstelle der Rettung verbunden ist für den Fall das sie Stürzt und nicht mehr alleine hoch kommt.

Czorn=eli"a59


sowie am besten so ein Armband mit Druckknopf das direkt mit der Leitstelle der Rettung verbunden ist für den Fall das sie Stürzt und nicht mehr alleine hoch kommt.

Die gibt es auch zum Umhängen um den Hals, nennt sich im allgemeinen Notrufknopf. Wird von den üblichen Organisationen angeboten, Malteser, Johanniter, DRK, sowas. Es muß dafür nur ein Gerät im Haus installiert werden, aber das machen die dann. Das kostet eine monatliche Pauschale, nicht die Welt.

Was vielleicht auch noch interessant wäre, wäre Essen auf Rädern?

Hat sie Inkontinenzeinlagen? Wenn nicht, laß die vom Arzt auch gleich verschreiben. Und hat sie einen Rollstuhl? Weil du vom Rollator schreibst, ich denke, da ist es jetzt wichtig, daß ein Rollstuhl und vielleicht auch ein Toilettenstuhl ins Haus kommt.

gBladiautorxaz


@ Griesuh1

@ Placebo0906

Meine Mutter hat Pflegestufe 1. Kann 2 beantragt werden?

Der Pflegedienst kommt wohl 1-2 mal die Woche und 2 mal kommt eine Krankengymnastin. Sie bräuchte aber viel mehr Hilfe.

Diesen "Notfallknopf", wo wird er beantragt werden?

Sie geht morgen zum Neurologen. Ich hoffe er wird sie ins Krankenhaus oder Kur einweisen, leider geht das ja nicht so schnell.

@ Cornelia59

Essen auf Rädern bekommt sie bereits seit einem Jahr, weil sie nicht gerne kocht und jetzt klappt es ja eh nicht mehr. :-(

Es ist schlimm, dieses Gefühl nichts tun zu können..

Und sie ist auch so unselbstständig, ich glaube sie will gar keine Hilfe.

W/olfNgang


Was ist mit Physiotherapie? Ich kenne einige MS-Kranke, die mit einer "Therpaie nach Vojta" sehr gute Erfahrungen machten. Wenn du mehr dazu wissen willst, so schreibe mich an.

ich glaube sie will gar keine Hilfe.

Das kann allerdings ein grosses Problem sein! Der Wille des Patienten ist immer ein sehr wichtiger Faktor im Krankheitsverlauf!

W`olfbga@nxg


oder Kur einweisen,

Die [[http://www.sauerlandklinik-hachen.de/ Sauerlandklinik]] ist eine Akut-Klinik. Dort sollte die Einweisung rasch möglich sein. Ich kann auch diese Klinik empfehlen. Die Patienten reisen von sehr weit an um dort behandelt zu werden.

C7orneCliXa59


Den Notrufknopf mußt du selber anleiern, der wird glaube ich auch nicht vom Arzt verschrieben. Meine Mutter mußte den selber bezahlen. Ruf mal bei den Organisationen an, die können dir auch Preise nennen.

Und sie ist auch so unselbstständig, ich glaube sie will gar keine Hilfe.

Kenne ich, war bei meiner Mutter genauso. Sie war immer so drauf "ach, das kann ich alles nicht". Wenn wir Kinder das nicht in die Hand genommen hätten, wer weiß, wie das gegangen wäre. Kann sein, daß du mal für ein paar Tage zu ihr fahren mußt, um die Dinge in die Wege zu leiten, Rezepte für alles mögliche, Termin zur Besprechung mit dem Pflegedienst, Antrag auf Pflegeeinstufung (der MDK macht dann Termin!), usw.

Im übrigen würde ich dir auch raten, dir von ihr eine Betreuungsvollmacht geben zu lassen, einfach damit das Problem "unter Betreuung stellen lassen" aus der Welt kommt. Meine Mutter hat das damals früh genug sogar beim Notar machen lassen, und das war gut so. Sie steht bis heute nicht unter Betreuung (inzwischen Pflegestufe 3), aber mein Bruder, der die Vollmacht hat, kann Sachen für sie unterschreiben und organisieren, ohne daß wir sie gleich damit nerven müssen.

C[or nel ia5x9


Ach ja, mir ist noch das Thema Pflegebett eingefallen. Wäre das auch etwas, was sie verschrieben bekommen sollte?

G~riebsuh1


Unbedingt an den Arzt wenden ?? Was soll der machen bei der Einstufung?

Der Arzt hat mit den Einstufungsanträgen nichts zu tun, außer, dass er die Diagnosen aufschreibt die benötigt werden.

Der Arzt kann die Medikamente umstellen, Rezepte für Rollstuhl, Inkontinenzmittel, Toilettenstuhl, Pflegebett und weitere Hilfsmittel ausstellen, was auch sehr wichtig ist.

" So ein Armband mit Druckknopf oder "Die gibt es auch zum Umhängen um den Hals"...

nennt sich HAUSNOTRUF. Dieser wird an die vorhandene Telefondose angeschlossen und an das Stromnetz. Im Alarmfall geht der Notruf an die Hausnotrufzentrale, diese organisiert dann alles weitere, je nach dem was vereinbart wurde.

Der Hausnotruf wird nicht nur von den bisher genannten Anbietern, sondern auch von örtl. ambul. Pflegediensten angeboten und bei denen ist der Hausnotruf meist kostengünstiger als (wie) bei den großen Anbietern, wo der mtl. privat Beitrag schon mal, je nach Leistungsumfang, bis zu 45€ betragen kann.

Auch beim Hausnotruf heißt es: Preise und Leistungen vergleichen!

Übrigens, besteht eine Einstufung in eine Pflegestufe, so übernimmt die Pflegekasse auf Antrag mtl. 18,36€ für die Gerätegebühr, und einmalig 10,49€ für die

Anschlussgebühr des Hausnotrufes.

Placebo 0906, leider hilft dein Aufruf: .....sondern SOFORT jemand kommen muss und SOFORT Pflegebedarf besteht....

nicht weiter.

Ist der Antrag Einstufungsantrag auf Kombileistung gestellt, so geht es seinen Weg. Die Kasse beauftragt den MDK. Der MDK macht einen Termin und das dauert in der Regel 14 Tage bis es zur Begutachtung kommt, wegen Bearbeitungszeit bei der Kasse und beim MDK, sprich verteilen an die Gutachter und per Gesetz eine Vorankündigung von 8 Tagen vorgegeben ist.

Ungeachtet dessen, kann wie ich schon im ersten Beitrag schrieb, ein ambulanter Pflegedienst zur Versorgung heran gezogen werden. Mit diesem ist dann zu klären wie mit der Rechnung verfahren wird, bis eine Einstufung erfolgte. Denn es können von Antragstellung bis zum Bescheid bis zu 5 Wochen vergehen.

Coorneliia5x9


Es ist ja offenbar schon ein Pflegedienst am Werk, aber der kommt wohl bisher nur so einmal pro Woche. Das muß jetzt natürlich hochgesetzt werden.

Außerdem wird die Pflegestufe ja rückwirkend ab Antragstellung gewährt, ganz gleich, wann der MDK nun zur Begutachtung vorbeikommt. Also solltest du da schon mal die Leistungen des Pflegedienstes anleiern.

Hast du Erfahrung mit MDK-Begutachtung? Du solltest vorher einen genauen Plan machen, was bei deiner Mutter an Leistungen erbracht werden muß, was sie nicht mehr selber kann und was doch noch. Und trag ihre Diagnosen zusammen, die solltest du auch gleich mit präsentieren!

GYriesuhh1


Unsere Beiträge haben sich überschnitten. Schade, dass nicht alle Angaben im ersten Beitrag gemacht wurden.

Wenn der PD schon 1-2 in der Woche kommt, so ist mit dem PD die weitere Versorgung abzusprechen u. zu klären welche Hilfeleistungen erforderlich sind.

Frage: wie so hat das der PD nicht erkannt, dass hier ein erhöhter Hilfebedarf erforderlich ist und schon Gespräche eingeleitet?

Ja, der Hausarzt verschreibt und verordnet keinen Hausnotruf.

Den muss man selbst organisieren. Da schon ein PD im Haus ist, dort anfragen ob diese auch Hausnotruf anbieten, bzw. die können sicher eine Organisation benennen.

Alles weitere zum Hausnotruf siehe meinen Beitrag zuvor.

Der Höherstufungsantrag ist bei der Pflegekasse deiner Mutter zu stellen. Ablauf siehe meinen Beitrag zuvor. Kommt es zur Höherstufung, sie gilt dies ab Tag der Antragstellung.

g8liadiato*raz


@ Wolfgang

Physiotherapie bekommt sie. Zweimal die Woche, oder Krankengymnastik, wie man es nennt weiß ich nicht genau.

Ich habe sie jetzt über die Sauerlandklinik (150km von ihr) informiert und da würde sie auch hingehen. Ich werde mich dort informieren was sie tun muss etc.

Vor 2 Jahren war sie in einer neurologischen Klinik in Rotenburg, welche ihr gut geholfen hat, wo sie täglich Therapie hatte und danach konnte sie viel besser laufen.

@ Cornelia59

Das Problem ist, dass sie schon immer sehr wenig für sich macht.

Zu mir hat sie mit 11 Jahren gesagt "koch du doch, ich bin krank".

Sie lebt für ihre Krankheit und macht fast nichts dafür.

Im Rollstuhl sitzen ist peinlich, da bleibt sie lieber ganz Zuhause.

Sie nimmt nicht (mehr) am Leben teil, seit vielen Jahren. Sitzt den ganzen Tag Zuhause auf dem Stuhl und vegetiert vor sich hin. Ich glaube, dass Depressionen auch eine große Rolle spielen mittlerweile. Interesse an Hobbies, Hygiene etc. hat sie keine. Duschen hält sie ganz und gar für unnötig. Beim Friseur war sie seit über einem Jahr nicht, wobei ich ihr einen Hausfrisör besorgt habe, aber warum zum Frisör? Sie ist krank sagt sie.

Sie sagt auch immer "Was soll man mit mir? Ich bin krank. Wer will schon eine kranke Freundin?"

Sie hat wenig Lebenswillen und lässt alles so auf sich zukommen. Öft höre ich "wäre ich nicht krank.. dann", sie konnte bis vor 6 Jahren noch normal laufen.

Selbsthass bestimmt ihren kompletten Tagesablauf. Sie möchte nicht mit einkaufen im Rollstuhl, nicht essen gehen, nicht auf Geburtstage.. Es ist sehr schwierig für mich.

gMladi*athoraxz


@ Griesuh1

Kann ich einfach bei der Krankenkasse anrufen und einen MDK Gutachter "bestellen"?

@ Cornelia

sie bräuchte eigentlich (ich weiß nicht, ob sie ihrem Job weiterhin nachgehen kann..)

einen Pflegedienst, der sie täglich wäscht, ihr im Haushalt hilft (aufräumen, waschen, bügeln). Ich weiß nicht, was es noch für Möglichkeiten gibt.

Sie hat einen Fahrdienst, welchen die KK bestellt, er würde sie überall hinfahren, aber sie möchte nirgends hin.

C>ornelBia59


Das klingt nach einer netten kleinen Depression. Schau mal, ob ihr Arzt ihr vielleicht ein Antidepressivum verschreibt, dann könnte es besser werden. Kann ein paar Versuche brauchen, bis das richtige gefunden ist, und die brauchen"Anlaufzeit", bis sie wirken. Auch damit haben wir bei unserer Mutter Erfahrung... :-/

Ist das vielleicht auch mal in dieser neurologischen Klinik untersucht worden?

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