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Habt ihr Verständnis für das Leiden von hochsensiblen Menschen?

h)atemy_life hat die Diskussion gestartet


Ich möchte eine ehrliche Meinung von euch, weil ich stark davon ausgehe, dass ich selber schon seit Geburt an einfach ein hochsensibler Mensch bin. Das größte Problem an der Geschichte ist doch, dass das ganze Problem noch viel zu unerforscht ist und die Gesellschaft sich bisher nur lächerlich über das Thema gemacht hat. Im Grunde genommen fühle ich mich wie eine soziale Leiche genauso wie es der Fall bei einer vielfachen Chemikalienunverträglichkeit ist, weil niemand weiss, wie man damit umzugehen hat, noch nicht mal ich selbst bis jetzt.

[[http://www.hochsensibel-test.de/]] 10. Der Umgang mit Menschen, insbesondere in Gruppen, kostet mich oft viel Energie.

Ich persönlich finde, dass das definitiv der Punkt ist, welcher einem das Leben erheblich erschwert. soweit ich das gelesen habe, darf man solche Menschen ja auch auf keien Fall mit psychisch Erkrankten gleichsetzen!

Manche Personen in diesem Forum mögen mich wiedererkennen, aber ich bitte euch ein einziges Mal inständig darum dieses Thema nicht schlecht zu machen. In meinem echten Leben will schon kein Mensch von dem Thema etwas wissen, weil sich niemand über das Problem aufklären lassen will? Ich kann niemanden damit ansprechen. Meine Eltern vertragen das Problem psychisch nicht und mein Psychiater will sich gewiss nicht eines besseren belehrt werden, abgesehen davon könnte er mir ohnehin nur zuhören und nicht wirklich helfen. :°(

Antworten
Sopuck-schlxecht


Weshalb erwartest du Rücksicht? Das steht dir ja nicht auf der Stirn geschrieben. Für mich habe ich gelernt, Filter zu setzen, Antennen einzufahren, in mir zu ruhen. Leute, die ich als stressig empfinde, haben keine Chance. Die Menschen, mit denen man kann, kann man sich aussuchen. Vor bekannten stressigen Situationen bin ich autosuggestiv unterwegs (coolsein nannte man das früher). Ohne eigene Rückzugsmöglichkeit wäre das Leben für mich undenkbar, ich bin gerne alleine. Aber auch mit den Menschen, die mich nehmen wie ich bin, und das sind nicht viele. Du kannst dir dein Leben selbst einrichten, wo ist das Problem?

K6r%äh0e


Wenn ich diesen Test mache kommt bei mir auch "hochsensibel" raus. Na, aber was soll das jetzt genau heißen? Mich irritiert diese Art der Pathologisierung. Warum ist es für dich wichtig, als hochsensible Person anerkannt zu werden, statt als jemand, der eben sehr empfindsam und sensibel ist. Verstehst du, welchen Unterschied ich damit meine?

Wie viel Reize einem gut tun ist doch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wo fängt die besondere Grenze an?

Ich verstehe schon, dass du in unserer vollen, lauten und schnellen Gesellschaft darunter leidest. Das kann ich am eigenen Leib nachempfinden. Aber ein bisschen Verständnis hier und da wird dir da nicht weiterhelfen. Du musst darauf hinarbeiten, deine Lebensumstände deinen Bedürfnissen anzupassen und gegenüber deinen Mitmenschen deine Grenzen zu verteidigen (und notfalls auch die Konsequenzen dafür zu tragen). Für mich bedeutet das zum Beispiel Freizeittreffen auch kurzfristig absagen zu können, wenn mir alles zu viel wird. Meine Freunde kennen das und nehmen diesen Luxus mir gegenüber dann auch mal in Anspruch. Aber das war nur ein kleines Beispiel. Sich abschotten zu können, ist wirklich wichtig, aber das gilt auch für weniger sensible Menschen, dann vielleicht nur in kleinerem Umfang.

aRk-gQs630{47*wz


Wenn du gewisse Dinge nicht verträgst, warum änderst du dein Leben nicht so so das es für DICH passt.

Von anderen zu erwarten Rücksicht zu nehmen obwohl du selbst sagst das du überdurchschnittlich sensibel bist halte ich für den falschen Weg und das wird auch nie und nimmer umsetzbar sein.

hZat\emy]life


@ Spuckschlecht

@ Krähe

@ ak-gs3047*wz

Vermutlich bin ich einfach nicht vollständig körperlich und psychisch gesund und deswegen macht es mir so viel aus. Ich bin eigentlich schon kurz davor mein Leben einfach aufzugeben, weil ich wahrscheinlich eh nie so sein werde wie andere es von mir erwarten. Wenn ich dann irgendwann lange genug alleine bin, werde ich doch auch wieder Leute sehen. Es macht sich zu Recht niemand Sorgen um mich, weil ich eh schon seit 5 Jahren nicht wirklich mehr lebe.

m[nef


Wenn ich diesen Test mache kommt bei mir auch "hochsensibel" raus.

Bei mir auch.

Und viele dieser Fragen können körperliche und andere psychische Ursachen haben, die mit "hochsensibel" nicht viel zu tun haben.

auf keien Fall mit psychisch Erkrankten gleichsetzen!

Und du flüchtest dich da hinein, nicht erkrankt, sondern bloß hochsensibel zu sein...? Damit scheint es mir nicht getan.

ajnder\s_alWs_andxere


weil ich wahrscheinlich eh nie so sein werde wie andere es von mir erwarten.

hatemylife

Dein Privatleben ist nicht dazu da, die Erwartungen anderer Leute zu erfüllen. Das gehört in die Berufswelt, du verdienst Geld damit, die Erwartungen Anderer zu erfüllen. Die von deinem Chef oder deinen Kunden.

Hat das Hochsensibel Sein denn vielleicht auch Vorteile? Kannst du Menschen schnell einschätzen? Konzentriere dich doch mal auf die Vorteile.

p1ospaxe


Hat das Hochsensibel Sein denn vielleicht auch Vorteile? Kannst du Menschen schnell einschätzen? Konzentriere dich doch mal auf die Vorteile.

Seh ich auch so. Wenn man hochsensibel ist, ist manches sicherlich belastender und schwieriger, als wenn man "normal" sensibel ist. Man muss sich eben darauf einstellen und sein Leben entsprechend gestalten. So wie jeder andere Mensch auch, muss eben auch der Hochsensible (der ja nicht unbedingt hochsensibel in jedem Bereich sein muss) lernen, mit sich und seinen Eigenschaften umzugehen und wenn möglich, das Beste daraus zu machen. Wichtig ist, sich nicht rein als Opfer zu begreifen und sich sozusagen darauf auszuruhen. Nichts ist nur negativ, nichts ist nur positiv. Du musst eben sehen, wie du mit den Nachteilen zurecht kommst, aber auch, welche Vorteile, welche Pluspunkte du hast.

Da gibt es ein Buch:

Wenn-die-Haut-dünn-Hochsensibilität

aEparti>culIa^rperxson


Dann muss man sich selbst die Lebensumstände schaffen, die man braucht. Ich bin gern zurückgezogen und mag keine Menschenansammlungen. Daher wohne ich auch außerhalb von der Großstadt in der ich arbeite an einem Waldrand.

ObranYgeCanyxon


Du suchst nach einer Ausrede, statt an dir zu arbeiten......so funktioniert das aber nicht.

Du ganz alleine bist für Dich und Dein Wohlbefinden verantwortlich, nicht die Anderen.

llosgeRtre'txen


hatemylife

ich wusste auch immer, dass etwas bei mir "anders" ist als bei vielen. ich würde mich selbst (und kriegte dies nach einer gesprächstherapie auch bestätigt) als hochsensibel bezeichnen.

aaber: ich leg den fokus nicht (mehr) so auf mich selbst, wie ich es früher tat. früher fühlte ich mich auch oft unverstanden und konnte nicht kapieren, warum andere menschen gewisse dinge einfach nicht zu spüren, ja zu "fühlen" schienen. das machte mich hilflos.

heute weiß ich, dass es eben solche und solche menschen gibt und man sich nicht erwarten darf, dass jeder auf einen rücksicht nimmt.

du bist noch sehr jung, mit der zeit wirst du lernen, damit umzugehen und dir raum zu schaffen, wo du dich wohlfühlst.

zumindest mir ist das gelungen :-)

lg!

p.s. dein nickname sagt schon einiges über dich aus, bitte fang zu allererst an, an dir selbst zu arbeiten, bevor du von anderen erwartest, auf dich einzugehen!!

a,k-gsf3047*@wz


@ hatemylife

Du liest dich nicht wie hochsensibel sondern wie depressiv.

l-sprin cess


denk auch, das bei dir eher depressionen das Problem zunächst sind.

Die hochsenesibilität kann ein produkt dessen sein. erstmal die Depression eindämmen und dann muss man schritt für schritt herausfinden wie man die Lebensqualität verbessern kann und in wie fern die sensibilität eine Rolle spielt.

finde du solltest dir antidepressiva verschreiben lassen und dann gucken wie du deine sensibilität in den Griff bekommen kannst.

Das größte Problem an der Geschichte ist doch, dass das ganze Problem noch viel zu unerforscht ist und die Gesellschaft sich bisher nur lächerlich über das Thema gemacht hat.

Das ist nicht das Problem, das siehst du in deiner Melancholie nur so, um nicht sehen zu müssen, dass du was machen musst. Das sich die Gesellschaft drüber lustig macht ist blödsinn. Deine umschreibung ist verbittert und eine Schuldabwälzung auf andere und hat nichts mit der Realität zu tun.

Das Problem kommt nicht von außen, sondern von innen. Da können dir die Menschen sonstwas entgegenbringen, es wird nichts ändern an deiner Trauer. Wenn man nicht Depresssiv ist, erwartet man nicht, dass andere etwas ändern, sondern akzeptiert es und arbeitet an sich und sucht sich seinen eigenen weg und ich weiß wovon ich spreche...

Du beschwerst dich aber nur, was eindeutig zeigt, dass du Depressionen hast und hilfe brauchst um resourcen aufzubauen, damit du deinen weg gehen kannst.

Wünsche dir viel Kraft auf deinem weg.

ainde-rs_alPs_andexre


Du ganz alleine bist für Dich und Dein Wohlbefinden verantwortlich, nicht die Anderen.

OrangeCanyon

Das ist nicht ganz richtig. Ein Mensch wird von Eltern, Schule, Umwelt "geformt", ob er will oder nicht. Dabei läuft normalerweise nicht alles optimal und auch auf individuelle Veranlagungen kann oft nicht eingegangen werden. Zum Beispiel, weil man sie nicht erkennt.

Erst im Alter von 18 Jahren geht die Verantwortung für das Leben "offiziell" an eine Person selbst über. Und wenn die Selbstverantwortung nicht trainiert wurde, zieht sich das Problem hin ...

OHrangeCxanyon


Du ganz alleine bist für Dich und Dein Wohlbefinden verantwortlich, nicht die Anderen.

Das ist nicht ganz richtig. Ein Mensch wird von Eltern, Schule, Umwelt "geformt", ob er will oder nicht. Dabei läuft normalerweise nicht alles optimal und auch auf individuelle Veranlagungen kann oft nicht eingegangen werden. Zum Beispiel, weil man sie nicht erkennt.

Erst im Alter von 18 Jahren geht die Verantwortung für das Leben "offiziell" an eine Person selbst über. Und wenn die Selbstverantwortung nicht trainiert wurde, zieht sich das Problem hin ...

Doch, das ist richtig. Ja, Kinder- und Jugendjahre prägen, dennoch liegt es ganz alleine in der Verantwortung des Einzelnen das Beste daraus zu machen. Und dafür muss man an sich selbst arbeiten, an den Schwächen, Krankheiten, was auch immer,... sie sehen und anerkennen. Mit Hilfe von Ärzten, mit Hilfe von Psychotherapie oder im Alleingang. Das kann bei einigen ein längerer Weg sein, das spreche ich niemandem ab, aber meine Kernaussage, dass jeder selbst für sein Wohlbefinden verantwortlich ist, die ändert sich nicht.

Sich darauf auszureden, dass man eben so ist, wie man ist, weil man als Kind so geprägt wurde, bringt definitiv niemanden weiter.

Die Lösung heisst ganz sicher nicht....Ihr habt euch alle zu ändern und Rücksicht auf mich zu nehmen, damit es mir besser geht.

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