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Liquorunterdrucksyndrom

sbtufdfel?.12x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich bin neu hier im Forum und hoffe "Gleichgesinnte" zu finden.

Vor 4 Wochen ist bei mir ein Liquorunterdrucksyndrom diagnostiziert worden. Ich hatte im Februar eine PDA zur Schmerztherapie nach einer großen Bauch Op. Direkt nach der Anlage habe ich schon über schlimmste Kopfschmerzen beim Aufstehen geklagt, die wieder verschwanden als ich mich hingelegt habe. Habe dann verschiedene staerkste Schmerzmittel bekommen (u.a. Polamidon) aber nichts half... man sagte mir ich sollte viel liegen und ausreichend Flüssigkeit zu mir nehmen. Nach 3 Tagen fast nur liegen verschwand dann auch der schlimme Kopfschmerz wieder.

Dann kamen ueber 3 Monate verschiedene Beschwerden hinzu ( die hatte aber niemand in Verbindung mit der PDA gesehen), starke Übelkeit, Erbrechen, Nackenschmerzen dann kamen zum Schluss die starken Kopfschmerzen wieder hinzu, die wieder weg waren als ich mich hingelegt habe. Nach unzähligen Arztbesuchen und Therapieversuchen die Kopfschmerzen wieder in den Griff zu bekommen, entschied sich mein Hausarzt endlich dazu mich in die Klinik einzuweisen. Ich hatte zum Schluss schon das Gefühl das mich alle für ein Psycho halten würden ....

Nach CCT, MRT vom Kopf und der ganzen Wirbelsäule stand endlich eine eindeutige Diagnose fest. Und mein "Leiden" schien ein Ende zu haben.

Es wurde dann ein "Blutpatch" gesetzt. Insgesamt wurde 45ml Blut in den Duralsack gespritzt. Der Krankenhausaufenthalt von insgesamt 14 Tagen ist nun 4 Wochen her.

Im Moment plagen mich noch extreme Nackenschmerzen, zeitweise extremer Druck auf beiden Ohren, zeitweise Tinitus und "kribbeln" im Gesicht ( wobei das kribbeln und das Taubheitsgefuehl auf der linken Gesichtshaelfte dominanter ist).

Wie lange halten die Beschwerden noch an ??? ?? Mir wurde gesagt das es Zeit braucht bis sich auch die Nervenfasern wieder erholt haben. Aber irgendwann hat man keine Geduld mehr.

Folgende Medikamente nehme ich zur Zeit ein:

- Lyrica 100mg 1-0-1

- Coffein 0, 2g 2-1-0

- Ibuprofen 400 1-1-1

- Remergil 15mg 0-0-0-1

Das tat gut mir das mal von der Seele zu schreiben!

LG

Antworten
s.tufXfel.8123


Kann ich die Frage auch direkt an einen Neurologen stellen?

pRe'tcoxr48


Hallo stuffel,

oh wie ich das kenne was Du jetzt durchmachst. Ich hatte im August 2009 auch eine sogenannte PDA mit leider danach einen super langen Leidensweg. Ich bekomme heute noch manchmal Kopfschmerzen die auf diese Narkose zurück zuführen ist. Das ist aber Gott sei Dank selten geworden und ich kenne die Auslöser. Ich habe fünf Blutpatches bekommen. Haben Sie denn bei Dir das Leck gefunden?

sxtuffSeml.123


@ petcor48

Schön das Sie sich melden! Das genaue Leck hat man nicht gefunden. Der Blutpatch wurde unter CT-Kontrolle auf Höhe des vermuteten Lecks gesetzt. Diese "schlimmen" Kopfschmerzen habe ich seitdem nicht wieder gehabt, aber die größte Zeit des Tages verbringe ich liegend. Man sagte mir das man mit einer "Myelographie" das Leck genau ausfindig machen könne. Das birgt aber viele Risiken. Wenn nach Wochen meine Beschwerden noch anhalten sollte ich wiederkommen. Ich bin echt am Ende meiner Kräfte.

pxetc$or48


Ich habe auch die erste Zeit (wenn es ging) fast nur im liegen verbracht und auch richtig flach gelegen, sobald ich hoch gekommen bin habe ich wieder Nackenschmerzen richtung Kopf/Stirn bekommen. Daraus wurden innerhalb kurzer Zeit Kopfschmerzen (ca eine halbe Minute). Ich mochte meinen Kopf nicht mehr bewegen. Mein Leck konnten Sie auch nicht finden, Sie haben auch meinen Wirbelkanal kpl. mit Kontrastmittel durchgeröngt. Die Ärzte haben mich im UKE-Krankenhaus nicht als Simulant abgestemmpelt, sondern Sie haben mir gesagt das es leider manchmal ein Liquorunterdrucksyndrom ohne erkennbares Leck gibt. Ist zwar sehr selten aber möglich, bei den Ärzte die mich in den Krankenhaus behandelt haben wo ich die OP war, da hatte ich das Gefühl sie würden mich als Simulant abstempeln, ich habe mich dann im I-Net selber um einen Arzt bemüht der sich damit auskennt und Gott sei Dank einen gefunden, nur die Behandlung hat sich als sehr langwierig rausgestellt. Wie schon geschrieben habe ich heute noch ab und zu Probleme.

sptu\fKfel.P12x3


Ueber welchen Zeitraum wurden die 5 Blutpatch gesetzt?

pMetcour4x8


den ersten habe ich viert Tage nach OP bekommen, dann ca drei Wochen nach OP, Nummer drei ca drei Monate, Nummer vier nach einem Jahr und den letzten nach ca zwei Jahren.

M:aleezna20(1x0


Hallo Stuffel,

ich hatte vor 2 Jahren eine Lumbalpunktion und litt auch furchtbar unter diesen Schmerzen. Es war schrecklich!

Dann nach 3 Monaten war ich in der Kopfschmerzambulanz in einer Münchner Klinik. Die haben mir dann erklärt, dass sich Schmerzen manchmal chronisch festsetzen, d. h. das Gehirn sendet immer noch Schmerz weil es zur Gewohnheit wurde obwohl man keinen "echten" Schmerz mehr hat. Ich war sehr skeptisch und er riet mir zu einem Antidepressivum das genau diese Rezeptoren im Gehirn beruhigt und umleitet. Ich dachte mir nur... aha... wieder die Psychoschiene... aber mir war alles recht... hauptsache der Schmerz verschwindet. Also nahm ich es ein. Und nach 10 Tagen... ich konnte es kaum glauben ... waren die Schmerzen weg... einfach so... 2 Tage später habe ich sogar wieder zum joggen angefangen... ich sollte es nach 4 – 6 Wochen nach Verschwinden der Schmerzen nehmen... ich nahm es 1/2 Jahre ein... vor lauter Angst der Schmerz würde wieder kommen. Das Absetzen der Tabletten war hart... aber ich habe seit dem keine Schmerzen mehr! :)^ :)z

Die Tabletten hiessen Venlafaxin... die geringste Dosis... irgendwas mit 37,5 mg oder so... also ganz niedrig dosiert. Hatte zwar viele Nebenwirkungen aber es hat sich gelohnt!

Besprich das doch mal mit Deinen Ärzten!

Gute Besserung! :)* @:)

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