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Somatisierungsstörungen, wie weit können sie unbehandelt führen?

BiB:iexne hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich würde mich sehr freuen und wünsche mir, dass ich hier ein paar Antworten auf meine Fragen erhalte. Was bedeutet schwere Somatisierungsstörungen? Können sie einen Erstickungstod, starke Sehstärkeverschlechterung, Schließmuskelschwäche, Sprach- und Schluckstörung, Zusammensacken der Beine, starke Müdigkeit, Gedächtnisverlust verursachen? Wie kann man damit umgehen? Können schwere Schicksalsschläge, die Jahr zurück liegen so etwas auslösen? Muss ein Trauma aufgearbeitet werden oder kann es umgangen werden?

Mit freundl. Grüßen

BBiene

Antworten
f+reef%all1


Hey du,

erstmal: ein Trauma kann NIEMALS einfach so "umgangen" werden.

Es sei denn, du hast Bock, den Rest deines Lebens vor dir selbst zu fliehen.

Denn es wird dich – in irgendeiner Form – immer einholen, sei es körperlich durch diverse Beschwerden wie Schmerzen, dauernde Infekte, .. oder psychisch durch Albträume, Weinkrämpfe, Emotionslosigkeit, ...es gibt SO viele Möglichkeiten, die kann man gar nicht alle aufzählen.

Und ja, Somatisierungsstörungen können weit reichen. Ich kenne zum Beispiel eine, deren dissoziative Störung so ausgeprägt ist, dass sie nicht mehr laufen kann. Ganz zu schweigen von all den "chronisch Kranken", die schwere psychische Leiden hinter den Symptomen verbergen.

Es gibt ja auch das Broken-Heart-Syndrom (= Stress-Kardiomyopathie).

Was ich dir rate? Such dir einen guten Therapeuten und arbeite dein Trauma auf, ggf auch stationär. Tu' deinem Körper was Gutes. Viele Krankenkassen bieten Yoga- und Entspannungskurse. Gesteh' dir Schwächen ein. Ich weiß, dass das das Schwerste überhaupt ist.

Alles Gute für dich!

BCBienxe


Hallo freefall1,

danke für die schnelle Antwort.

LG

A\horn$blaxtt


.... bis zur Rente....

tQhQe-cfaver


Erstickungstod

Nein

Sehstärkeverschlechterung

Wie man's nimmt: Das Auge wird nicht wirklich schlechter dadurch, die vom Patienten wahrgenommene Sehleistung kann natürlich sinken. Und da Tests der Sehstärke nunmal die Wahrnehmung des Patienten abfragen ("was erkennen Sie?"), können deren Ergebnisse durchaus schlechter ausfallen.

Schließmuskelschwäche, Sprach- und Schluckstörung, Zusammensacken der Beine, starke Müdigkeit, Gedächtnisverlust

Zu allen Punkten ja. Und es gibt genug Fälle, bei denen eine Somatisierungsstörung zu Erwerbsunfähigkeit und völligem Verlust der Lebensqualität führt - Augen zumachen und weiterwurschteln ist immer der falsche Weg!

Wie man mit dem Trauma umgeht, kann man so pauschal nicht beantworten: Wenn es einen zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Trauma und dem Beginn der Symptome gibt, wird es meist sinnvoll sein, sich das näher anzusehen. Wenn es Kindheitstraumata waren und Beschwerden Jahrzehnte später begannen, kann es auch besser sein, die Vergangenheit ruhen zu lassen und im hier und jetzt (also verhaltenstherapeutisch) zu arbeiten. Und dazwischen gibt es auch viele Varianten. Entscheidend ist, möglichst früh was zu tun, bevor einem das komplette Leben um die Ohren fliegt!

BvBienqe


Hallo the-caver,

danke für die hilfreiche Beantwortung meiner Frage. Ich versuche so früh wie möglich einen Termin bei einer Psychotherapeutin zu bekommen, es dauert nun mal Monate. Das Leben soll mir ja nicht um die Ohren fliegen. Abstriche machen, kürzer treten ist für mich schon eine große Herausforderung, aber in Arbeit. Wie hoch ist da die Suizidgefahr ?

LG BBiene

e9ngelO230;7


Alles was Du beschreibst kann auch andere vordergründig organische Ursachen ... besprich das am besten mit Deinem Hausarzt und lass Dich durchchecken und zusätzlich kann es nicht schaden, wenn Du Dir eine Überweisung zu einem Therapeuten geben läßt (die Wartezeiten auf einen Termin sind eh sehr lang) und in der Zwischenzeit läßt Du Deinen Gesundheitszustand abklären. :)z

eangedl23P07


Ich lese gerade was von Suizidgefahr?

Wenn Du dieses Gefühl hast, dann rufe bitte sofort den Krisendienst in Deinem näheren Umfeld an!

B3Bi%enxe


Welche Aufgabe hat dieser Krisendienst?

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