» »

Migräneprophylaxe mit Topiramat

a,liJthexaa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nachdem ich in den letzten Monaten sehr häufig Migräne hatte, war ich nun gestern beim Neurologen. Nach ausführlichem Gespräch blieb als Behandlung "nur" die Prophylaxe mit Topiramat, da andere Alternativen (Beta-Blocker, Amytriphtylin) leider erfolglos bereits getestet sind. Der Arzt erklärte mir, es könnten "leichte Konzentrationsstörungen" und eine Gewichtsabnahme (*freu*) aufgrund von Appetitreduzierung als Nebenwirkungen auftreten. Mir wurde zunächst die Minimaldosis von 15mg verordnet. Leider gibt es diese Dosis lt. Apotheke nicht mehr und ich habe inzwischen auch im Internet von erheblich stärkeren Nebenwirkungen gelesen, als er sie geschildert hat.

Ich mache Sport in Maßen( ist wohl noch steigerungsfähig), Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, achte auf Ernährung und Schlafrhythmus, meine Blutwerte einschließlich Schilddrüse sind gut, Blutdruck ist gut eingestellt.

Kennt jemand von Euch diese Prophylaxe und welche Erfahrungen wurden damit gemacht?

Kennt jemand noch andere Alternativen?

Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Antworten
H1inatxa


Die nächste Dosis wären 25mg.

Nebenwirkungen bei diesem Wirkstoff sind auch oft dosisabhängig. Ürobieren würde ich es mal.

aVlithexaa


Danke für die schnelle Antwort. Ja, die Dosis 25mg hat mir die Apothekerin auch genannt. Ich erreiche nur leider den Neurologen momentan nicht. Hast Du denn Erfahrungen mit dem Medikament?

HrinVata


Erfahrungen nur aus zweiter Hand bin selbst apothekerin

Ich würde wie gesagt noch mal mit dem Neurologen sprechen. Für die andere Stärke brauchst du wahrscheinlich sowieso ein neues rezept.

aqlfithexaa


Ja, das weiß ich. Ich gehe morgen erstmal in die Reha, kann also kein neues Rezept besorgen, aber ich werde es mitnehmen und evtl. dort mit einem Arzt sprechen.

E8isenIbarxth


darf ich ergänzend nachfragen, ob es behandlungsversuche mit NSAR (wie ibuprofen), triptanen (z.b. naratriptan) oder andere akut-therapien gab und wie genau die funktioniert haben?

und ich fänd es interessant zu wissen, ob wann genau die migräne anfing und ob du vorher schonmal attacken hattest, bzw.: wenn es einen markierbaren beginn ("das war die 1. attacke, davor gab es keine") gab: wie oft seitdem und wann hattest du denn migräneanfälle?

wenn dich das nervt: einfach ignorieren :-)

b&ejlla=gixa


Ich habe es mit diesem Mittel versucht über einige Monate.

Leider habe ich bemerkt, dass ich aggressiv wurde davon. Andere Nebenwirkungen waren nur leicht und nicht so schlimm.

Aber ich erkannte mich selbst nicht. Ich bin ein lieber freundlicher Mensch... und plötzlich war ich ständig irgendwie wütend und reizbar.

Die Anfälle wurden schwächer und weniger, das war es mir aber nicht wert.

Ich denke da hilft nur ausprobieren. @:)

a[li~thexaa


darf ich ergänzend nachfragen, ob es behandlungsversuche mit NSAR (wie ibuprofen), triptanen (z.b. naratriptan) oder andere akut-therapien gab und wie genau die funktioniert haben?

Ibuprofen wirkt nicht, Naratriptan wirkt, aber ich darf beides eigentlich nicht nehmen, da ich koronare Vasospasmen habe und beide Medikamente diese auslösen/befördern können. Paracetamol wirkt ebenfalls nicht.

und ich fänd es interessant zu wissen, ob wann genau die migräne anfing und ob du vorher schonmal attacken hattest, bzw.: wenn es einen markierbaren beginn ("das war die 1. attacke, davor gab es keine") gab: wie oft seitdem und wann hattest du denn migräneanfälle?

Ich habe Migräne seit meinem 16. Lebensjahr (bin 56), immer 3./4. Zyklustag gehabt. Hormontherapien haben nicht geholfen. Mit den Wechseljahren "verschwand" die Migräne, ich hatte nur noch 1-2 Attacken im Jahr, die auch deutlich schwächer waren. Vorher dauerte es immer 2-3 Tage mit allen Begleiterscheinungen.

Akut begonnen haben die Attacken seit ca. Januar mit einer Häufigkeit von 10 bis 12 Anfällen im Monat. Mein Verdacht, es könnte hormonell bedingt sein, weil mir Ende letzten Jahres die Gebärmutter und ein Eierstock entfernt wurden, hat sich durch Untersuchungen beim Gyn. und beim Endokrinologen nicht bestätigt.

wenn dich das nervt: einfach ignorieren :-)

So etwas nervt mich nicht ;-D – im Gegenteil, ich bin froh um jeden Gedanken, den ich vielleicht noch nicht gedacht habe.

Der Neurologe begründet die Prophylaxetherapie mit der Häufigkeit der Anfälle. Er hat mir auch gesagt, dass er mir nicht sagen darf, dass ich das Naratriptan trotzdem nehmen soll, weil er rechtliche Probleme bekommt, wenn etwas passiert. Leuchtet mir ein...

H0 Rdupp


Mit einem Tablettenteiler (gibt es in der Apotheke) könntest Du die Tabletten halbieren.

Die teils inakzeptablen Nebenwirkungen können, müssen aber nicht auftreten,

Langsam in kleinen Schritten einschleichen, kann die Nebenwirkungen verringern.

Sprich aber mit einem erfahrenen Arzt daüber.

Viel Glück

E5isenjbarxth


also bei der vorgeschichte finde ich pers., dass ein solcher therapieversuch mit topiramat schon legitim ist.

die dosis von 25mg ist bereits mit bedacht gewählt (vgl. arzneimittelkompendium der schweiz, kostenlos online aufrufbar, dort: fachinformationen (!)) – und wenn die tablette nicht retardiert ist, kann sie möglicherweise tatsächlich geteilt werden (apotheker fragen).

i.d. schweiz gibt es übrigens das 15mg-präparat noch, der hersteller ist janssen-cilag – ich weiß nicht, ob das nicht vllt importiert werden könnte (zum einschleichen wird ja keine sooo riesige stückzahl dieser dosierung nötig sein, danach kann man ja mit dem dt. produkt mit 25mg fortsetzen).

wenn du coronarspasmen hast, würde ich pers. auf keinen fall triptane (weiter)nehmen. die sind bei ischämischen herzerkrankungen afair absolut kontraindiziert.

beste besserung!!

grüße

a0litAhexaa


Danke! Ich bin inzwischen in der Reha und habe auch hier mit dem Arzt gesprochen. Er hat diesen Versuch ebenfalls befürwortet. In der hiesigen Apotheke habe ich sogar die 15mg ohne Probleme bekommen (von Hexal). Warum das zuhause nicht ging | ???

Morgen fange ich mit dem Einschleichen an. Ich hoffe nur, dass ich weiter Auto fahren kann, denn sonst habe ich ein Problem...

p6et5cor4x8


Wieso solltest Du kein Auto fahren? Ich schleiche auch gerade wieder mit Topiramat rein, bin schon bei 75. Ich hatte letztes Jahr abgesetzt, hatte Topiramat 100 über ca drei Jahre genommen wegen Migräne, dann versucht abzusetzten, aber jetzt nehme ich es wieder und schleiche mich langsam wieder rein und wie schon geschrieben bin schon bei 75 und ich kann Auto fahren ohne Probleme, ich kann auch sonst alles machen. Lass Dich nicht verunsichern such Dir nur die Positiven Berichte raus!

aUl;ithexaa


Das "Problem" Autofahren steht im Waschzettel.

Darf ich dich fragen, warum du ausgeschlichen hast? Haben sich die Anfälle unter Topiramat verändert/verringert?

p9etcvor4x8


Ja darfst Du, mir ging es unter Topiramat wesentlich besser, meine Migräneanfälle waren fast weg. Ich habe nach rücksprache mit meinen Neurologen gedacht wir probieren es mal aus, aber schietten, ich habe leider wieder richtige atacken bekommen deswegen bin ich seit vier Wochen wieder mit Topi angefangen. War ein Versuch ohne, geht leider nicht. Ich bin für dieses Medikament, mir hilft es :)^ :)^ :)^

auli{thexaa


Danke, das hilft mir. Ich habe heute angefangen und bis jetzt geht es mir gut, hatte anfangs nur ein leichtes Kribbeln in der einen Gesichtshälfte

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH