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Erfahrung nach der Operation beim Kavernom am Hirnstamm

G3er1berxa24 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich habe hier viele eurer Beiträge gelesen aber nicht das passende gefunden oder es war schon einige Zeit vergangen und ich wollte auch keinen Beitrag vor 1-2 Jahren mehr kommentieren. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich vielleicht nicht alles gefunden habe (mir fällt die Arbeit am PC noch schwer, ich denke, da geht es vielen von euch noch ähnlich) So zu meiner Frage: Gibt es vielleicht auch Betroffene hier, die um die 24 Jahre alt sind oder Bekannte haben in diesem Alter, und mir von ihren Erfahrungen berichten können? Zu meiner Geschichte: Letztes Jahr, im Alter von 23 Jahren, war ich in der Bibliothek für eine Hausarbeit (Jurastudium). Mir ging es sehr gut, abgesehen von Müdigkeit. Als ich die Bibliothek verließ, hatte ich plötzlich Übelkeit, Doppelbilder und Kopfschmerzen. Ich bin gegen ein paar parkende Autos gelaufen und habe den Zug nach Hause genommen. Unterwegs hatte ich meine Eltern angerufen und ihnen gesagt, dass ich extrem müde bin und sie mich vom Bahnhof abholen soll. Aus dem Zug ausgestiegen, konnte ich schon nicht mehr gerade gehen und schwerer sprechen. War dann beim Notdienst (natürlich Wochenende). Diese schickten mich ins Krankenhaus mit dem Verdacht einer Blutung im Gehirn. Von den Mitarbeitern wurde ich alleine (!!!) zum MRT geschickt. Diagnose: Unklare Substanz am Hirnstamm, der Arzt wüsste auch nicht weiter und meine Bilder würden weitergeschickt werden. Zwei Kliniken haben sich daraufhin gemeldet und ich konnte noch direkt dahin. Ich war dann in Koblenz in der Neurologie. Diese machten auch ein MRT und eine Angio und dann stand fest: Eingeblutetes Kavernom am Hirnstamm. Ich bekam dann ca. 10 Wochen lang Chortison (mit starken Nebenwirkungen). Grund war, dass das Kavernom erst trocken ein kleiner werden müsste um besser operieren zu können. Alles andere wäre ein "Blindflug". In Dezember 2013 wurde ich dann operiert, alles gut verlaufen. Anschließend war ich 8 Wochen lang in einer Reha. Seit dem September 2014 bin ich nun wieder an der Uni, um mein Studium weiter aufzunehmen. Allerdings habe ich immer noch Probleme: Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Probleme mit der Sprache, starke Gleichgewichtsstörung (dazu muss man sagen, dass bei der OP die Verbindung vom Gleichgewichtszentrum zum Gehirn durchtrennt werden musste). Mein Hausarzt hat mir empfohlen, dass ich mit dem Studium aufhöre und eine Ausbildung machen sollte. Ich kenne niemanden, der sowas schon hatte und in der Reha gab es auch niemanden, der ungefähr in meinem Alter war (Das nächste war 67). Gibt daher hier vielleicht jemanden, der mir sagen kann, ob diese Probleme wieder nachlassen oder was man am besten machen kann? Ich bin wirklich ziemlich traurig an vielen Tagen. Natürlich sehr froh und dankbar, dass alles doch so gut verlaufen ist. Allerdings fühlt man sich auch ziemlich alleine und viel Unterstützung bekommt man leider auch nicht. Ich wäre euch sehr dankbar!!!! Viele, liebe Grüße

Antworten
Efhemgaliger NuZtzer (#"4671x93)


Mein Hausarzt hat mir empfohlen, dass ich mit dem Studium aufhöre und eine Ausbildung machen sollte

Oh mann :|N . Da fehlen einem echt die Worte. Das Studium stellt für dich vielleicht eine größere Herausforderung dar und du brauchst vielleicht länger, aber lass dich bitte nicht leichtfertig davon abbringen.

Ich drück dir die Daumen!

GQer?berax24


Danke für deine Worte :) ich habe mich auch noch nicht entschieden.. Habe erstmal angefangen und wollte mal schauen, wie ich mit den Alltag so zurecht komme! Vielen Dank für deine schnelle Antwort!!

Lgi/llRian_x87


Hallo Gerbera24,

es ist jetzt schon eine Weile her das du diesen Eintrag verfasst hast, aber ich versuche einfach mein Glück. :-)

Ich bin über deine Geschichte gestoplert und ich dachte vlt. könnte ich dich interessieren. Ich hatte genau vor einem Jahr eine Kavernomentfernung und bin jetzt 28. Also noch ungefähr in deinem Suchfeld. ;-)

Mein Kavernom war zwar nicht am Hirnstamm, aber er hat mit seinen 4cm mir 2 OPs, einen viel zu langen Krankenhausaufenthalt und viele "interessante" Erfahrungen gebracht.

Falls du hier noch aktiv bist, können wir uns sehr gerne unterhalten.

:-)

Viele liebe Grüße

Lillian

Leu=ci32


Bin 2 mal am Hirnstamm operiert. 3. OP ist in 4 Wochen. Habe einen Tumor und 1 mal einer Hirnstammblutung, sowie parietale Blutung durch Schwellung.

Gleichgewichtsnerv ist bei mir auch durchtrennt.

Wegen die kognitive Störungen habe ich ein neuropsychologischen Therapie gemacht.

Ich habe trotzdem erfolgreich studiert, brauchte halt ein bisschen länger als andere, da lernen mir schwieriger fiel. Einige Prüfungen habe ich am Ende mündlich gemacht, da seit dem OP ich nicht mehr rechnen kann (Statistik - Psychologin).

Ein Ausbildung ist vermutlich nicht wenig stressger als ein Studium.

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