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Depressionen obwohl Antidepressiva nicht helfen?

Bqadegxr


Na, wenn DAS das Totschlagargument ist...?!

Das ist kein Totschlagargument, sondern eine Diagnose. Einer Diagnose begegnet man mit Behandlung. Behandlung wäre also eine Form von Psychotherapie mit eventueller Unterstützung von Psychopharmaka. Wieso man 7 Antidepressiva nimmt, ohne sich mal bei einem Therapeuten vorzustellen und psychotherapeutische Diagnostik/Behandlung in Anspruch zu nehmen, ist mir rätselhaft.

KLapuzBinerkr*esxse2


@ Zustimmer

ist denn das Vitamin D auch mal untersucht worden?

ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten, dass ich als mein WErt total im Keller war, fast beim Laufen eingeschlafen bin, so müde war ich. Es war schrecklich.

E.hem&aliZger N-utzFer (#45x8871)


Aber eine Diagnose entsteht doch aus dem Zusammenspiel von Arzt und Patient. Wenn der Patient sagt "schließlich habe ich keine schlechte Laune, sondern bin einfach nur müde.", dann ist die naheliegendste Diagnose doch nicht Depression? Sondern Eisenmangel, Schilddruesenfehlfunktion etc. - okay, wurde alles ausgeschlossen (B12-Mangel auch? Cortisol-Tagesprofil erstellt?)

Znusti6mme4r


@ Kapuzinerkresse:

Es wurde jeder Blutwert untersucht, also auch alle Vitamine.

@ julejule81:

Dann schreibt der Arzt halt in seinen Bericht "Patient wirkt schlecht gelaunt, bestreitet dies aber." Und schon passt das wieder zu Depressionen. Zur Not nimmt man sonst halt "Atypische Depression", das passt dann immer. Dazu müsste ich nicht mal müde sein....

Evhemalaiger] NutzYer (#4[588-71)


@ Zustimmer:

Noch mal meine Frage nach dem Cortisol-Tagesprofil. Das ist ein Speicheltest, kein Bluttest.

Treno,chtitl:an


Wenn man eine Depression hat, ist man doch nicht "schlecht gelaunt".

E;hemaligeir NuXtzer (#845x8871)


Aber doch auch nicht "gut gelaunt" - oder? ":/

KtapuzzinGerkre?ssex2


@ Zustimmer

gerade bei Vitamin D gibt es noch recht viel Unwissen bei Ärzten.

Da werden dann auch viel zu nidrige Werte mal durchgewunken.

Vielleicht kannst ja Deine Werte hier mal hochladen?

Hyannah_Wxe


Aber eine Diagnose entsteht doch aus dem Zusammenspiel von Arzt und Patient.

Seit wann denn das? Behauptest du, ein Patient müsste der Diagnose zustimmen, damit sie wahr ist? Wenn man die Diagnose ablehnt, lieber eine andere hätte und deswegen weitersucht, dann ist sie ungültig? So weit ist es gekommen in unserer Pippi Langstrumpf "Ich mach mir die Welt, widewidewi sie mir gefällt"-Welt.

Wenn der Patient sagt "schließlich habe ich keine schlechte Laune, sondern bin einfach nur müde."

Achso, ja, weil Depressive ja schlechte Laune haben, richtig? %-| :|N Genau DAS ist der Unterschied zwischen einem Laien und einem Facharzt: Er kennt die ECHTEN Symptome von Krankheiten, ihre Häufigkeit und ihre Wahrscheinlichkeit. Nicht die Symptome, die "eine Cousine von meiner Nachbarin ihrer Tante hatte, die dann am Ende einen Hirntumor hatte, weil sie immer Kopfschmerzen hatte".

Die TE hat eine Diagnose bekommen, die sie nicht glauben will, und verzichtet auf eine Behandlung, die ihr mit Sicherheit im Laufe der Zeit vom Hausarzt nahegelegt wurde (Psychotherapie). Das ist ihr gutes Recht. Aber man sollte ihr nicht weiter dazu raten, den Ärztemarathon weiterzulaufen, in verzweifelter Suche nach einer Diagnose die besser klingt und mit weniger Zeitaufwand zu behandeln ist als eine Depression.

Bdaz<ix1


Diagnose bekommen und die Schilddrüse wurde überprüft

Das ist kein Totschlagargument, sondern eine Diagnose.

Ich würde NIEMALS irgendwelchen Diagnosen blind vertrauen, ohne mich nicht selbst in das Thema eingelesen zu haben. Hätte ich mich niemals mit den potentiellen Gründen meiner Beschwerden auseianndergesetzt, wüsste ich bis heute nicht, dass ich Hashimoto habe, eine Nebennierenschwäche besitze, Vit. B12 und D3 Mangel hatte und das die letzte Bandscheibe meiner LWS verkürzt ist. Laut den Ärzten war ich immer "gesund" und ich bilde mir alles nur ein. Komisch nur, dass mit der Zeit immer mehr Sachen ans Tageslicht bei mir kommen. Aber auch nur deswegen, weil ich Ärzten schon lang nicht mehr blind vertraue, wie es hier scheinbar einige tuen.

T3enoc5htitlaxn


julejule81, ich dachte immer, man hat garkeine Laune.

shallhy0


Ich habe Depressionen schon Jahre. Und als ich den Arzt gewechselt habe, stellte er eine Schilddrüse n unterfunktion fest. Man kann also auch beides haben. Haben ja dir die Diagnose " Psyche" gegeben. Bei einer Depression hat man auch noch andere Beschwerden wie ganz tiefe traurig keit, zum Beispiel. Aber das der Arzt nur wegen der "Müdigkeit" die Diagnose Depressionen gegeben hat, ist sehr zweifelhaft. Würde den Versuch wagen mit der nebenschilddruese. Schlimmer als das da nichts ist kanns ja nun auch nicht werden. Vielleicht finden sie ja was und es kann endlich behandelt werden. Hättest also nichts zu verlieren! Und das der Psychiater auf privatrezept so ein Medikament verschreibt ohne wirklich zu wissen was los ist, unverantwortlich von ihm!

Bjazxi1


@ sally0

Depressionen können auch von Schilddrüsenstörungen ausgelöst werden. Wurden deine Depressionen besser, als du die Schilddrüsenstörung behandelt hast?

f-reefrall|1


Liebe TE,

ich weiß genau, wovon du sprichst. Bei mir dachte man auch lange, ich wäre depressiv, wobei ich mich in meiner Symptomatik immer von den Depressiven unterschieden hab, mir fehlten die Antriebslosigkeit, der Selbsthass, die langsame Sprache, der gebückte Gang usw..Man gab mir Antidepressiva und leichte Neuroleptika, damit ich mir nicht immer alles so zu Herzen nehme. Was geschah? Ich begann mich absolut - Vorsicht Trigger - selbst zu verletzen. Den Zusammenhang zwischen den Medikamenten und diesem Verhalten stellte zuerst niemand her. Irgendwann reichte es mir, ich setzte alles ab - zack, Symptomatik besser. Kurze Zeit später landete ich mit ziemlichen Kopfschmerzen im Krankenhaus - dort war der TSH zu hoch. Mein HA hatte die Schwankungen achselzuckend zur Kenntnis genommen. Ich suchte den anderen Arzt in der Praxis auf, der mir direkt Hormone verschrieb. Vier Wochen später symptomfrei, was die "Depression" betrifft. Hält bis heute. Seit 1 1/2 Jahren nicht mehr selber verletzt.

Außerdem wurde meine Epilepsie trotz auffälligen EEGs immer als Panikattacken behandelt. Ich streite ja nicht ab, dass sich nicht im Laufe der Jahre sowas dazuentwickelt hat, aber die Wurzel liegt bei mir woanders.

Antidepressiva halfen hier auch nicht, während mir ein Antiepileptikum große Erleichterung brachte. Komisch, oder?! Da wurden die Ärzte stutzig.

Du siehst, man kann wirklich psychiatrische Diagnosen bekommen, wo keine hingehören, zumindest nicht als Hauptproblem. Dass sich lange unentdeckte und falsch behandelte Leiden auf die Psyche schlagen können, sollte klar sein.

Das Wichtigste ist, dass du deinem Körper vertraust. Wenn er dir klar macht, dass etwas nicht stimmt, dann lass dich nicht abspeisen. Du kannst selber noch einiges ausprobieren. Ob es an der Ernährung liegt z.B oder ein Tagebuch schreiben, wann diese Müdigkeit auftritt.

Nicht aufgeben..alles Gute!

Buazix1


Dass sich lange unentdeckte und falsch behandelte Leiden auf die Psyche schlagen können, sollte klar sein.

Leider verstehen das viele Ärzte einfach garnicht. Musste ich selbst schon miterleben. Es ist einfach quasi unmöglich, dass die Psyche im Laufe der Zeit keinen Schanden nimmt, wenn es einem seit Jahren schlecht geht.

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