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Ständiger Schwindel, Übelkeit, Kraftlosigkeit und Benommenheit

M=axi/mu:s12x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute, bin neu hier im Forum.

Zu meiner Person.

Bin 28 Jahre alt, körperlich schlank und war früher immer sportlich aktiv.

Nun zu meinem Problem(en)

Alles begann vor knapp 4 Jahren. Hatte plötzlich das Gefühl ohnmächtig zu werden. Mir wurde schlecht, schwindelig und begann am ganzen Körper zu zittern.

Ich dachte meine letzte Stunde hätte geschlagen.

Dann begann der Ärztemarathon.

4 verschiedene Neurologen

Orthopäde

Chiropraktiker

2 verschiedene Hausärzte

MRT Kopf

Magen/Darmspiegelung

Belastungs EKG

Etliche Blutuntersuchungen

Hormonuntersuchung

...

Zu meinen Symptomen

Ständiger Schwindel

Übelkeit

Ständige Benommenheit

Zittern

Kraftlos

Kaum kraft in den Beinen

Hitze bzw. Kälteempfinden

Teilweise Sehprobleme

Sofortige Erschöpfung

...

War auch bei 2 verschiedenen Psychologen, da ich auch irgendwann dachte es sei alles psychisch.

3 verschiedene Antideprissiva genommen. Ohne jegliche Wirkung.

Ich bin immer ein fröhlicher Mensch, liebe meinen Job und führe eine tolle Beziehung.

Ende letzten Jahres wurde ich morgens nach dem Aufstehen bewusstlos. Wurde dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. 6 Tage wurde ich auf Herz und nieren geprüft. Alles in Ordnung.

Ich weiss wirklich nicht mehr weiter, bin total ratlos und habe kaum noch Lebensqulität.

Jeder Tag wird zur absoluten Qual.

Hat irgend Jemand da draussen eine Ahnung was ich haben könnte? Bin über jede Antwort Dankbar

Lg

Max

Antworten
bMienex67


Hallo Max....wurden den bei dir alle Hormone genauestens gecheckt...unter anderen Cortisol...wichtig morgens ganz früh!

LG Sabine

D9ecDemb9er&8x0


Warst du beim Endokrinologen wegen der Schilddrüse?

Mir fällt außerdem bei so einer Symptomatik immer die HWS - im Speziellen die Kopfgelenke ein. Hast du Verspannungen / Nackenschmerzen? Was hat der Chiropraktiker gemacht?

Welche AD's hast du ausprobiert?

r-eisxer


Wurde mal eine gründliche Infektionsdiagnostik gemacht, z.B. auf EBV oder CMV? Ich habe sehr ähnliche Symptome und es wurde dann in der Immunologie einer Uni-Klinik eine chronisch aktive EBV-Infektion festgestellt.

Gute Besserung!

Reiser

Mhax2imuus12x3


Danke schon mal für eure Antworten.

Meine Hormone wurden sehr genau geprüft.

War alles in Ordnung.

Habe eine leichte Schiefstellung der Hüfte.

Habe aber auch leichte Nackenschmerzen.

Denke, das kommt aber mittlerweile vom vielen Rumliegen.

EBV wurde bei mir festgestellt. Jedoch soll das schon alt sein.

Mgaximuxs123


Was mir noch eingefallen ist...

wenn ich morgens aufstehe, bin ich total wirr im Kopf.

Ich hab kaum Kraft und bekomme von der Umwelt kaum was mit. Abends geht es mir dann meistens besser.

Hat irgend Jemand eine Ahnung?

B9rom|beer]kücLhlein


Wurde ein EEG wegen der Bewusstlosigkeit gemacht? Es gibt auch leichte Formen von Epilepsie - mein Sohn wird zum Beispiel auch "nur" Ohnmächtig bei einem Anfall.

M"axiimus12x3


Ich glaube EEG wurde 4 Mal bei 4 verschiedenen Neurologen gemacht. War alles okay

MaaximuVs12x3


Ich weiß noch, das ich morgens aufgewacht bin, (hatte ziemlich Husten), habe anschließend eine Zigarrette geraucht. Was mir dabei auffiel, das ich plötzlich total müde wurde. Konnte meine Augen kaum offen halten. Anschließend ging ich in die Küche, wollte einen Schluck Wasser trinken und vorbei war es. Hab die Wasserflasche mit zu Boden gerissen, mit dem Kopf gegen die Wand und mehr weiss ich nicht mehr. Iwann hat mich meine Freundin auf dem Boden gefunden und den Rettungsdienst alamiert. Ich war vllt. ca 20 bis 30 Sekunden bewusstlos

BlrombePerküMchsleixn


Naja wenn man durch nen Infekt (Husten) etwas geschwächt ist, kann der Kreislauf schon mal abschmieren. ;-)

H.ann_ahxWe


Klingt psychisch. Es wurde ja alles abgecheckt.

Alles begann vor knapp 4 Jahren. Hatte plötzlich das Gefühl ohnmächtig zu werden. Mir wurde schlecht, schwindelig und begann am ganzen Körper zu zittern.

Erste Panikattacke? Hattest du in der Zeit eine größere Belastung, neuer Job, neue Freundin, Auszug von Zuhause, irgendwas, was sich verändert hat?

Ständiger Schwindel

Übelkeit

Ständige Benommenheit

Zittern

Kraftlos

Kaum kraft in den Beinen

Hitze bzw. Kälteempfinden

Teilweise Sehprobleme

Sofortige Erschöpfung

Das sind Symptome, die auf zig Krankheiten, organisch wie auch psychisch, passen. Wenn alles organische ausgeschlossen wurde, dann bleiben ja nurnoch zwei möglichkeiten: 1. Es ist eine organische Krankheit, die den Ärzten entweder nicht bekannt ist oder noch nicht entdeckt ist oder 2. es ist psychisch.

Du kannst also entweder weiterhin von Arzt zu Arzt rennen und Untersuchungen machen lassen, die wahrscheinlich ohne Befund sein werden. Oder du akzeptierst, dass es psychisch ist. Und beobachtest genau, wann es kommt und geht.

Kannst du irgendeine Schwankung in deinem Befinden feststellen, morgens besser als abends, am Wochenende besser als wochentags, bei der Arbeit besser als Zuhause, im Urlaub besser als während der Arbeit? Bei der Freundin besser als wenn du alleine bist?

Beboachte deine Symptome. Da solltest du ansetzen. Und die Resultate dann mit einem Psychologen besprechen. Wenn deine Beschwerden psychisch sind, dann solltest du ziemlich bald (wenige Wochen) eine Besserung spüren, WENN ihr am richtigen Problem dran seid.

3 verschiedene Antideprissiva genommen. Ohne jegliche Wirkung.

Das heißt garnichts. Antidepressiva helfen aktuellen Studien zufolge nur bei schweren Depressionen, die du wahrscheinlich nicht hast. Bei leichten bis mittelschweren Depressionen und bei anderen psychosomatischen Beschwerden helfen sie nicht besser als ein Placebo. Leider gibt es bislang keine Tabletten, die alle möglichen psychosomatischen Beschwerden heilen.

Ich bin immer ein fröhlicher Mensch, liebe meinen Job und führe eine tolle Beziehung.

Echt? Ich frage deshalb so dreist, weil man sich sein Leben auch schönreden kann. Und oft entstehen durch dieses "Schönreden" dann psychosomatische Beschwerden. Weil in Wirklichkeit irgendwo doch negative Gefühle sind (Traurigkeit, Wut..), die raus wollen und dann psychosomatische Beschwerden machen.

Niemand ist immer ein fröhlicher Mensch, jeder hat auch mal Phasen in denen er schlecht drauf ist. Du nicht? Allein das sollte dir zu denken geben.

Ich hab kaum Kraft und bekomme von der Umwelt kaum was mit. Abends geht es mir dann meistens besser.

Hat irgend Jemand eine Ahnung?

Morgentief einer larvierten Depression?

Eine einzelne Bewusstlosigkeit muss nichts schlimmes bedeuten. Kann ein geschwächter Kreislauf durch eine Erkältung oder eine schlecht geschlafene Nacht sein, niedriger Blutdruck.

MbaHx5im5us1x23


Vielen vielen Dank für eine so ausführliche Antwort.

Ich bin eigentlich immer fröhlich. Was mir wohl aufgefallen ist, ich kann nicht mehr weinen. Ausser ich sehe z.B. etwas trauriges im Fernsehen, dann fühlt sich mein Körper an, als würde er Stromstößen ausgesetzt werden und ich fühle richtig mit. Aber richtig weinen geht nicht.

Die einzigen Prognosen die ich bis jetzt habe ist EBV (veraltet) und Verdacht auf Morbus Crohn. Das ist aber nur ein Verdacht. Beim MRT wurde nichts gefunden. Soll demnächst noch eine Dünndarmkaplseluntersuchung machen (Morbus Crohn wird im Dünndarm vermutet)

Nehme zur Zeit auch Arlevert, dass hilft mir ein bisschen gegen den Schwindel.

Kann mir bloß beim besten willen nicht vorstellen, dass solche Symptome von Morbus Crohn kommen.

Hatte vor 2 Jahren ziemliche Platzangst. Konnte kaum enge Räume betreten. Jedoch hab ich es immer trotzdem gemacht. Geht leider nicht anders in meinem Job.

Habe damals auch meine damalige Freundin verloren. (War ziemlich am Boden zerstört, als ich erfahren habe, dass sie mich für einen Anderen verlassen möchte)

Ich hatte aber auch in der damaligen Zeit 2 so kurze "Anfälle"

Wir waren beim Essen, plötzlich kam wie ein Stromschlag in meinem Körper. Ich dachte jetzt ist es gleich vorbei.

Dieses dauerte aber nur wenige Sekunden und kam dann nicht mehr so schnell wieder.

Irgendwann hat es mich dann richtig erwischt und seit dem schlage ich mich Tag für Tag mit den Symptomen durch mein Leben.

Am Schlimmsten sind die Symptome morgens oder wenn ich viel getrunken habe. Abend gehts leicht besser. Richtig beschwerdefrei bin ich so gut wie nie

Ich weiss leider absolut nicht mehr weiter

H&annzahWe


Vielen vielen Dank für eine so ausführliche Antwort.

Ich bin eigentlich immer fröhlich. Was mir wohl aufgefallen ist, ich kann nicht mehr weinen. Ausser ich sehe z.B. etwas trauriges im Fernsehen, dann fühlt sich mein Körper an, als würde er Stromstößen ausgesetzt werden und ich fühle richtig mit. Aber richtig weinen geht nicht.

Depression bedeutet unterdrücken. Viele Menschen lernen irgendwann in der Kindheit, wenn etwas Schlimmes passiert (es muss nichts objektiv schlimmes sein, es kann sich auch einfach für ein Kind schlimm anfühlen), dass es erträglicher ist, wenn man negative Gefühle unterdrückt als wenn man sie zulässt. Also z.B. wenn man nicht weint, sondern stattdessen fröhlich ist.

Lass es dir von jemandem gesagt sein, in dessen Schulzeugnissen immer stand "Hannah ist ein immer fröhliches, liebes Mädchen, dass sich durch ihr angenehmes Verhalten Ihnen Mitschülern gegenüber erfreut."

Man verbietet sich die Gefühle irgendwann, also das Traurigsein und die Wut z.B. Am Anfang muss man sich noch anstrengen, die Gefühle wegzudrücken, aber irgendwann geht es ganz von alleine. Du merkst dann garnichtmehr, was du alles in dich reinfrisst. Das kann schon sehr früh im Leben eines Kindes passieren, z.B. wenn es merkt, dass die Eltern nicht gut damit umgehen können, wenn man traurig ist oder wütend.

Ein psychisch gesunder Mensch kann die ganze Palette an Gefühlen spüren, also z.B. Freude, Genuss, aber auch Wut und Traurigkeit. Wenn irgendein Gefühl vom Unterbewusstsein unterdrückt, also "depressed" wird, dann passiert folgendes: Es passiert etwas, was dich eigentlich traurig oder wütend macht (z.B. dein Nachbar beleidigt dich). Eingentlich müsstest du jetzt wütend werden, verärgert sein oder traurig werden, aber dein Unterbewusstsein lässt es nicht zu, weil das Gefühl verboten ist. Dein vegetatives Nervensystem gerät nun ins wanken, weil das Gefühl ein Ventil braucht.

Dann kriegst du all deine Symptome STATT dem Gefühl, also du wirst nicht wütend oder verärgert, sondern deine Hände fangen an zu zittern, dir wird schwindelig oder zu bekommst Herzrasen. Das kann Stunden oder Tage nach dem eigentlichen Ereignis passieren, daher kann es sein, dass du die Symptome nichtmehr mit einem bestimmten Ereignis in Verbindung bringst.

Wenn du z.B. schreibst, dass du Stromstöße in deinem Körper bekommst, wenn du eine traurige Szene im Fernsehen siehst, dann liegt es nahe, dass du anscheinend Trauer nicht zulassen kannst und unterdrückst.

Auch deine Platzangst vor Jahren hat sicherlich ihren Ursprung in unterdrückten Gefühlen. Ich bein kein Psychologe, aber man sagt, dass Depressionen unterdrückte Trauer sind, und Angststörungen (und dazu zählt die Platzangst) wären unterdrückte Wut. Vielleicht warst du wütend, weil deine Freundin dich verlassen hat.

Das Problem ist: Dadurch, dass du weißt, woher die Symptome kommen, gehen sie noch nicht weg. Du kannst noch so intelligent sein (und das sind viele Menschen mit Depressionen und Angststörungen!), noch so viel zu dem Thema lesen und noch so viele Antidepressiva schlucken, es wird nichts verändern. Ernst wenn du mithilfe von Psychologen an die unterdrückten Gefühle kommst, und das kann Monate oder Jahre dauern, da gibt es keine schnelle Hilfe, dann werden sie weggehen.

Die Trauer, die du jahrelang nicht gespürt hast ("ich kann nichtmehr weinen") hat sich aufgestaut und muss nochmal richtig gefühlt werden. Dann wird sie weggehen, wenn du sie verarbeitest. Genauso die Wut, die du vielleicht nicht zulässt. Aber es braucht jemanden, der den Finger in deine "Wunden" legt und mit dir zusammen rausfindet, welche Gefühle du unterdrückst. Alleine wirst du es kaum schaffen.

Ich wünsche dir alles Gute und vor allem, dass du nicht, wie viele Männer, deine Symptome mit Alkohol und Ignoranz "behandelst", weil du nicht einsehen möchtest, dass auch Männer psychische Erkrankungen haben können und dürfen. Viele Leute hätten lieber die Diagnose Krebs als Depressionen, weil sie es einfach nicht glauben wollen.

Du kannst dir viele Jahre des Leids und der verpassten Lebensfreude ersparen, wenn du dem Thema Psychotherapie noch eine Chance gibst. Warte nicht, bis du aufgrund deiner heftigen körperlichen Beschwerden, die du ja wirklich hast, deinen Job (den du ja anscheinend magst), deine Freundin und alles mögliche verlierst.

Denn es muss unglaublich anstrengend sein, die Fassade aufrecht zu erhalten bei deinen ganzen Symptomen. Alles Gute dir. @:)

MbaxLimuPs1x23


Danke Hanna für deine Antwort.

Du schreibst, als würdest du genau wissen was in mir vor geht. Ich trinke oft Alkohol. Mir geht es dann auch ein wenig besser. Ich weiß, ich missbrauche dadurch den Alkohol und ich hab auch einen riesengroßen Respekt davor und auch ein wenig Angst, irgendwann in die Abhängigkeit zu verfallen.

Mein größtes Problem ist, dass ich nicht glauben kann, dass all meine Symptome durch die Psyche hervorgerufen werden.

Ich war damals in München, bei einem sehr bekannten Psychologen und auch in meiner Stadt bei einem anderen Psychologen. Ich habe dann irgend wann abgebrochen und gesagt, dass es keinen Sinn hat.

Ich war einmal beim Psychologen den Tränen sehr nahe, hab aber natürlich nicht geweint. Hätte mich erstens geschämt und zweitens konnte ich es nicht.

Es ist sehr anstrengend sich den ganzen Tag nicht anmerken zu lassen. Gerade in meinem Berufsfeld ist Schwäche ein absolutes NOGO.

Ich habe auch nie die Tipps von den Psychologen befolgt.

Ich glaube ihnen einfach nicht. Und egal wie sehr ich mich bemüht habe ihnen zu glauben , es ging einfach nicht.

Nein, das kann nicht sein. Das stimmt nicht... usw...

Ich hätte es gerne geglaubt, aber es geht nicht.

Immer das Zittern, die Schwäche, Übelkeit, Wahrnehmungsstörungen und sofortige Erschöpfung.

Das muss eine körperliche Erkrankung sein.

Und das denke ich den ganzen Tag. Das geht los, sobald ich morgens die Augen öffne. Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr...

Ich merke ja, wie schlecht es mir geht, wenn ich den Tag zuvor betrunken war.

Ich hab den ganzen Tag zu kämpfen nicht um zu fallen.

Was mir noch eingefallen ist.

Wenn ich Abens ins Bett gehe und es ist dunkel geht es mir am Besten. Dann sind die Symptome nicht so stark

Lg

HOaxnnahVWxe


Danke Hanna für deine Antwort.

Du schreibst, als würdest du genau wissen was in mir vor geht.

Natürlich weiß ich nicht genau, was ihn dir vorgeht, aber ich kann es nachempfinden. Weil ich mich selbst auch lange Zeit so gefühlt habe. Und weil ich viele Menschen kennengelernt habe, denen es so oder ähnlich ging.

Ich trinke oft Alkohol. Mir geht es dann auch ein wenig besser. Ich weiß, ich missbrauche dadurch den Alkohol und ich hab auch einen riesengroßen Respekt davor und auch ein wenig Angst, irgendwann in die Abhängigkeit zu verfallen.

Aktuell hast du anscheinend noch genügend Resourcen, um dem Alkohol nicht völlig zu verfallen. Aber noch "funktionierst" du auch, denn du hast ein Leben, sprich: einen Job, eine Freundin, eventuell auch Hobbies. Aber je schlimmer deine Symptome werden, desto weniger schönes wirst du unternehmen, was widerum dazu führt, dass du weniger positive Momente hast. Und wenn du wirklich irgendwann wieder Pech hast, also z.B. deinen Job verlierst oder deine Freundin, dann kann dein aktuell noch halbwegs normaler Alkoholkonsum irgendwann zur Sucht werden. Aber das weißst du sicher selbst bereits.

Mein größtes Problem ist, dass ich nicht glauben kann, dass all meine Symptome durch die Psyche hervorgerufen werden.

Ich war damals in München, bei einem sehr bekannten Psychologen und auch in meiner Stadt bei einem anderen Psychologen. Ich habe dann irgend wann abgebrochen und gesagt, dass es keinen Sinn hat.

Das kann ich absolut verstehen, mir ging es selbst lange so. Man will es nicht wahrhaben, man hat so viele Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Erkankungen, und man will blos nicht dazugehören.

Aber wenn du intelligent bist, dann wirst du diese Logik nicht anzweifeln können:

Du hast alles organische überprüfen lassen, und es war ohne Befund. 1/3 aller Menschen haben einmal im Leben mit einer psychischen Erkankung zu tun. Du gehörst anscheinend dazu. Ich auch.

Wenn jemand sich das Bein bricht, dann sagen wir: Da hat er Pech gehabt.

Du hast wahrscheinlich eine psychische Erkrankung, das ist nicht selten, und auch nicht dein Verschulden, du hast Pech gehabt.

Wenn du eine Depression haben solltest, dann hast du einen gestörten Hirnstoffwechsel. Das ist keine Einbildung. Eine Erkankung, die man behandeln kann. Du hast es ja bereits mit Medikamenten versucht, leider gibt es immernoch keine Antidepressiva, die allen Patienten helfen können. Wenn du kognitiv in der Lage dazu bist, lies dich mal ein in das Thema Depressionen. Du wirst lesen, dass viele Menschen sehr viele verschiedene Antidepressiva durchprobieren müssen, bis eines hilft. Und das Psychotherapie eine sehr hohe Erfolgsrate hat.

Du gestehst dir selbst eine wichtige medizinische Behandlung, die Psychotherapie,

nicht zu, weil du zu stolz bist, die Wahrheit zu erkennen.

Was würdest du einem guten Freund raten, der in deiner Lage ist? Würdest du ihm nicht sagen: "Alter, es tut mir leid für dich, das du diese Erkankung hast, aber du musst jetzt erwachsen sein und dich behandeln lassen!"

Ich war einmal beim Psychologen den Tränen sehr nahe, hab aber natürlich nicht geweint. Hätte mich erstens geschämt und zweitens konnte ich es nicht.

Wahrscheinlich warst du ganz nah dran, den Knoten platzen zu lassen, aber im letzten Moment hast du den Rückzieher gemacht, weil du Angst gekriegt hast vor deinen eigenen Gefühlen.

Es ist sehr anstrengend sich den ganzen Tag nicht anmerken zu lassen. Gerade in meinem Berufsfeld ist Schwäche ein absolutes NOGO.

Natürlich ist es anstrengend. Du bist krank und tust den ganzen Tag so als wärst du es nicht. Mit solchen Symptomen müsstest du eigentlich krankgeschrieben sein!

Ich habe auch nie die Tipps von den Psychologen befolgt.

Ich glaube ihnen einfach nicht. Und egal wie sehr ich mich bemüht habe ihnen zu glauben , es ging einfach nicht.

Nein, das kann nicht sein. Das stimmt nicht... usw...

Ich hätte es gerne geglaubt, aber es geht nicht.

Vielleicht, weil du denkst, wenn es psychisch ist, würde es bedeuten, dass du es dir einbildest? Das stimmt aber nicht. Dein Gehirn ist krank.

Würdest du es einem Arzt glauben, wenn er sagt, du hast einen Gehirntumor? Du hast eine Stoffwechselstörung im Gehirn, und leider wurde bislang kein Medikament gefunden das dir hilft. Man kann die Stoffwechselstörung aber vielleicht mit Psychotherapie behandeln.

Vielleicht bist du noch nicht so weit, das zu erkennen. Ich wünsche dir, dass du es irgendwann bist, und vor allem, dass du es nicht erst dann bist, wenn du ganz am Boden bist und garnichtmehr aus dem Bett kommst. @:)

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