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Auffälliges Eeg bei 15 jähriges Tochter

fMreCefall1


Ich frage mich, wie man eine Absence einfach so ausschließen kann? Weil sie hatte ja während des Geschehens keine Elektroden dran, oder?

Ich kann euch nur raten, dran zu bleiben. Kann davon ein Lied singen. Bei mir begann das Ganze mit sechs Jahren, schon damals hatte ich immer auffällige EEGs. Trotzdem wurde, da ich ein empfindlicher und ängstlicher Mensch bin, alles auf die Psyche geschoben. Dann lebte ich einige Zeit mit Absencen, Unwirklichkeitsgefühlen, Kopfschmerzen, Schwäche usw. Habe bereits mehrere Klinikaufenthalte wegen Panikattacken hinter mir, wollte immer gesund sein und Antidepressiva machten mich depressiv. Es half nix und ich wurde immer depressiver. Das ging soweit, dass ich Borderline angedichtet bekam und man einen Missbrauch vermutete, um die Unwirklichkeitsgefühle zu erklären. Krass, oder?! Eigentlich kam mir ein großer Zufall zuhilfe: aufgrund von Schmerzen bekam ich ein Antiepileptikum, dieses nahm mir alle Symptome. Habe es fast ein Jahr genommen und das war das schönste Jahr seit langem. Die Diagnose Borderline wurde gestrichen, mir ging es lang und kontinuierlich gut. Mein Hausarzt wurde stutzig, schickte mich in eine Epileptologie, wo ich in naher Zukunft stationär durchgecheckt werde, da sie was fanden, was meinen eigenen Verdacht bestätigt hatte.

Deshalb ist mein dringender Tipp: dranbleiben!

Kann auch ganz harmlos sein, aber sowas gehört abgeklärt!

w5hataUtragexdy


15 Jahre alt, Sehstörungen, Zittern und starke Kopfschmerzen, die nach einem bestimmten Intervall abnehmen?

Das klingt erstmal wie die typischte Migräne die man sich vorstellen.

Sehstörungen, gerade "Auren" mit Fokusproblemen und/oder weißen Punkten sind eines DER Hauptsymptome für einige Migränearten.

Dafür spricht auch das Zittern und die Übelkeit (Der Kreislauf läuft kurzzeitig Amok).

Ebenfalls ist das Alter relativ typisch, weil während (und auch noch eine Weile lang danach) der Pubertät im Gehirn noch ein wenig "umgebaut" wird.

Noch zur klassischen Migräne würde gehören, dass sie nach einem solchen Anfall Licht und Lärm meidet, sowie Essen eine Weile lang als unangenehm empfindet. Doch auch ohne diese Zusatzinfo gilt:

Da würde ich mir erstmal überhaupt keine Gedanken machen und in aller Ruhe das MRT abwarten. Bei einem Tumor wären z.B die Sehstörungen typischerweise nicht völlig reversibel, wenn sie erst einmal aufgetreten sind. Und die Schmerzen folgen dann auch eher selten einem klaren Intervall.

LIilxah


Klar denkt man sofort an das Schlimmste, aber ein Tumor macht sich so gut wie gar nicht im EEG bemerkbar.

Harmlose Ursachen könnten sein: Migräne, starker Magnesiummangel, Panikattacken, Stress...

Für mich hört sich das jedoch nach einem leichten epileptischen Anfall an, gerade die Übelkeit und das Zucken in Armen und Beinen. Wenn es so ist, ist das auch kein Drama.

Manchmal treten Anfälle zb erstmals / einmalig in der Pubertät auf, ausgelöst durch Schlafmangel oder Stress und verschwinden wieder völlig.

Wartet erstmal das MRT ab, ob dort Hirnveränderungen zu sehen sind, die auf eine Anfallsform hinweisen könnten.

Ich persönlich würde erstmal an die harmlosen Ursachen denken, denn es gibt wirklich harmlose, sogar psychische Ursachen, die (starke) körperliche Symptome hervorrufen. :)*

Berichte am Montag auf jeden Fall, was herausgekommen ist.

s{chissFhasex31


Danke für eure Beruhigungen.Vorgestern ist es mir gelungen, das auf Migräne zu schieben, gestern war ich wie der Hamster im Rad. Hab den schriftlichen EEG Befund gekriegt.

"Pathologisches Wach EEG, aufgrund einer intermittierenden Verlangsamung rechts temporo-occipital. Epilepsietypische Potenziale kommen nicht zur Darstellung.Eine kraniale Bildgebung zum Ausschluss einer Raumforderung wird empfohlen."

Mir ist ganz schlecht. Sie hatte auch weiterhin in den letzten Tagen mindestens einmal am Tag Kopfweh. Stärke5. und gestern meinte sie zischendurch hatte sie das Gefühl, als würde sie "schweben".

eigentlich müsste sie auch ihre Periode kriegen, aber is noch nicht.

diese Warterei...ich werd verrückt

AUp\yrexna


An dem Gedanken mit der Periode würde ich auch dranbleiben. Hormonelle Veränderungen können auch ursächlich (mit) im Spiel sein und Migraine auslösen.

s5chniss+hase3x1


Hat denn Migräne überhaupt Auffälligkeiten im EEG? ein auffälliges EEG spricht doch auch nicht für was endokrinologisches, oder?

ich kann nicht mit dem Grübeln aufhören... ":/

A%pyrxena


Das weiß ich nicht, ich weiß nur, dass hormonelle Probleme Migraine auslösen können.

S:unfl^o)wer_7x3


Ich bin Migräne-Patientin und habe Auffälligkeiten im EEG. Auch jenseits eines akuten Anfalls.

Ich würde mir auch erstmal keine allzu großen Sorgen machen. Das MRT zum jetzigen Zeitpunkt lässt auf vernünftige Ärzte schließen, die den Empfehlungen folgen und eben eine Bildgebung veranlassen bei neu auftretenden, auffälligen Kopfschmerzen/Symptomen. "Bildgebung zum Ausschluss von" ist dann auch der Standardsatz, der das MRT rechtfertigt.

Und hormonelle Schwankungen haben oft großen Einfluss auf Migräne. Wetterveränderungen auch (für mich waren die letzten 2 Wochen nicht so toll diesbzgl.).

KXleineoHexke21


Pathologisches Wach EEG, aufgrund einer intermittierenden Verlangsamung rechts temporo-occipital. Epilepsietypische Potenziale kommen nicht zur Darstellung.Eine kraniale Bildgebung zum Ausschluss einer Raumforderung wird empfohlen."

Das EEG wurde noch am gleichen Tag nach dem Vorfall in der Schule gemacht, richtig?

Ich kann dir sagen, dass bei einem solchen Befund IMMER eine Bildgebung zum Ausschluss einer Raumforderung gemacht wird. Raumforderung bedeutet aber nicht unbedingt Tumor.

Bei solchen Befunden kann es sich handeln um: Eine Raumforderung, bestimmte Formen von Migräne, Ischämien, intrazerebrale Blutungen.

Bei allem, was ich seither gelesen habe, würde ich auch auf eine Migräne mit Aura tippen.

slchisshCase3x1


@ kleine Hexe 21

nee, das EEG wurde am Tag danach gemacht. Es waren also ca 22 h dazwischen. :-/

s:chissXhase3x1


@ KleineHexe21

Äh-

Ischämie oder intracrebrale Blutungen wäre ja Schlaganfall. Also das würde ich ausschließen :°(

s@chissYhase+3x1


Hallo Leute, wollte nur kurzes Feedback geben, wen s interessiert.

Das MRT ist Gott sei Dank völlig unauffällig. Wie das mit dem EEG zusammenpasst weiß keiner. Jetzt müssen wir uns mit der KÄ besprechen. Augenarzt wird wohl noch auf der Liste stehen und eine endokrinologische Abklärung.

Aber ich bin erstmal dankbar, dass im MRT alles ok war. :-)

HBolzbaluxm21


freut mich mega. hätte mich auch gewundert

A0pHy8rena


Tolle Meldung, richtig super. Da sind dir sicher viele Steine vom Herzen gefallen!

Jetzt gehört abgeklärt, warum das EEG auffällig war, oder? D.h. ob eine Epilepsie vorliegt? Oder ist das auch schon abgeklärt?

Lgieselaottxe40


Ach liebe Schisshase....ich freu mich für dich! Hab die letzten Tage hier mitgelesen - aber nachdem ich einen Buben habe bei dem wirklich was gefunden wurde damals hab ich nichts geschrieben, ich wollte dir nicht noch mehr Angst machen!

Ich kenne das Gefühl von ersten Verdacht bis zur letztendlichen Gewissheit - man schaut das eigene Kind nicht mehr gern an weil immer nur diese Gedanken kommen "was ist da im Kopf drin?"...man macht nichts mehr gern weil Alles mit den Gedanken endet "und was ist wenn wir das jetzt das letzte Mal zusammen machen können!"

Bei uns war es ein Zufallsbefund weil aus einem anderen Grund ein CT vom Kopf gemacht wurde und dort ein Schatten in der Keilbeinhöhle gefunden wurde, in unserem KH hier waren weiterführende Tests nicht möglich und daher mussten wir nach Linz ins AKH.

Es war ein Tumor der Schädelbasis der am "Richtung Gehirn wachsen" war - ich mag heute noch nicht dran denken was passiert wäre wenn dieses Ding erst Jahre später gefunden worden wäre....wenn es schon Schaden angerichtet hätte! Mein Bub war 14... heute ist wieder Alles ok!

Freu dich, drück dein Mädel....ihr habt heute eine wirklich gute Nachricht bekommen! :)= :)= :)=

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