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Was habe ich für eine Erkrankung?

M.arcox16061z97x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forum Gemeinde. Ich habe mich hier registriert, da ich mir eine Art virtuelle Hilfe von euch erhoffe. Vielleicht hat einer schon mal ein ähnliches Problem gehabt und kann mir Auskunft geben oder Ratschläge.

Vorweg zu meiner Person: Ich heiße Marco bin 1977 geboren (38) und komme aus Berlin. Ich bin gelernte Betreuungsfachkraft (zurzeit arbeitsunfähig) und beschäftige mich in meiner Freizeit gerne mit Medien, Filmen und redaktioneller Tätigkeit.

Mein Problem:

Angefangen hat es wohl um ca. 2005, wo ich auf dem nach Hause Weg von der Arbeit plötzlich aus heiterem Himmel eine "Schwindelattacke" erlitt. Diese kam nach einigen Monaten erneut auf, sodass ich den regulären Weg zum Arzt vollzogen hatte. Nachdem dieser keine körperliche Erkrankung gefunden hatte, bin ich zum Neurologen gekommen mit dem gleichen Ergebnis. Von da aus ging es zu einer Therapeutin, die ihr Glück versuchte. Nach 8 Sitzungen, merkwürdigen Konfrontationstherapien und ein paar Tipps (Wasser & Traubenzucker) war ich wieder auf mich alleine gestellt mit einem gesundheitlichen Problem, das immer noch bestand.

Bis ca. 2013 arrangierte ich mich mit meinem Problem so gut es ging, natürlich mit Lebensqualitätseinbußen. Nun seit 2013 etwa sind die Symptome immer schlimmer geworden und ein "normales" Alltagsleben ist kaum mehr möglich, was schon damit anfängt, dass ich nicht mehr arbeiten gehen kann. Berufliche Reha usw. alles ohne Erfolg.

Jetzt aktuell 2015 will ich mich meinem Problem stellen und habe im Internet recherchiert, was meine Probleme sind oder wie sie benannt werden. (Hatte mir kein Arzt bisher gesagt)

Mein gesundheitliches Problem:

Ich leide an "Schwindelattacken" die immer dann auftreten, wenn ich "stehe" (Standschwindel) das sich in ein Instabilitätsgefühl mit Benommenheitsgefühl bemerkbar macht. Man denkt, dass man umkippt. Die Begleiterscheinungen sind Herzrasen, kalter Schweiß und erhöhte Atmung. Selten kommt es einen noch so vor wie, als ob man alles dumpfer hört und die Welt an einem vorbei zieht für wenige Sekunden. (Nur selten). Am häufigsten kommen diese unangenehmen Attacken vor, wenn ich z.B. etwas länger am Arbeitsplatz gestanden habe, oder im Supermarkt an der Kasse oder halt überall dort, wo man stehen muss. Im gehen, liegen, sitzen oder hocken kommen diese Attacken nicht. Also nur beim Stehen. Länger als 5 Minuten stehen bereitet mir schon Komplikationen.

Was ist das und wo liegt die Ursache?

Mein Hausarzt hat außer ein "Senk-Spreizfuß" nichts Körperliches festgestellt. Dieses kommt zusätzlich noch dazu. Das linke Bein scheint mir mittlerweile schon überbelastet zu sein (Knie) und macht ein stehen erst recht unmöglich. Der linke Fuß hat kaum halt so kommt es mir vor und verkrampft total beim Stehen.

Manchmal glaube ich das es irgendwie an meinem Fuß liegt das mir schwindelig wird kann mir das aber auch nicht vorstellen das dies wirklich der Auslöser ist. Oder doch?

Psychiater, Neurologe, Sportmediziner, Allgemeinarzt, Augenarzt und Amtsärzte habe ich bereits aufgesucht leider ohne zufriedenstellendes Ergebnis. MRT, EEG, Blutdruck, Blutabnahme usw. alles ok.

Der Teufelskreis

Dadurch dass ich nicht stehen kann, sitzt man die meiste Zeit vor dem PC (ca. 1 Jahr) und Bewegung ist momentan ein Fremdwort. Immer wenn ich morgens versuche mich sportlich zu bewegen, tut mein Bein weh oder mir wird schwindelig, sodass man schnell wieder sitzt.

Nun habe ich Anfang Juni 2015 einen Termin beim Orthopäden gemacht. Vorher war nichts frei.

Meine Sorge ist nur und da bin ich ehrlich und habe etwas schiss, das es eine ernste Erkrankung ist, habe im Internet gelesen, das es ein orthostatischer Tremor sein könnte von den Symptomen her.

Meine Frage an euch:

Kennt einer das was ich habe und hat Erfahrungen mit Standschwindel?

Antworten
IXsabxell


Klingt ein wenig nach einer Angststörung?

Ich nehme an, dass Dir das auch schon gesagt wurde nachdem was Du so berichtest?

Doch bevor Du jetzt gleich denkst "Mir ist aber doch wirklich schwindelig".....das glaube ich Dir unbesehen.

In meiner eigenen, doch recht langen "Karriere" mit dieser Krankheit (mit Auf und Abs), habe ich Eines gelernt:

Die Angststörung geht vor allem perfide vor. Man denkt nach und nach um. Also körperliche Vorgänge, die ein nicht Betroffener gar nicht mal wahrnimmt oder wenn, nicht wichtig nimmt - die fallen einem Betroffenen viel konzentrierter auf, er "lernt" darauf anders und zwar negativ zu reagieren. Primär auf der Gefühlsebene, aber auch körperlich. Man verändert mehr unbewußt dann auch sonstige, normal automatische Vorgänge wie Atmung oder Muskelanspannungen. Diese Veränderung löst dann wiederum tatsächlich derartige Symptome wie z.b. Schwindel aus - dadurch, dass man viel zu konzentriert drauf achtet und es negative Gefühle auslöst, verstärken sich die ansonsten harmlosen Körperreaktionen, es wird schlimmer.....Teufelskreis.

Hinzu kommt, dass man - auch mehr oder weniger unbewußt - daraufhin die Dinge vermeidet, die vermeintlich die Symptome/das Symptom auslösen.

Und je mehr Bewegung man vermeidet, desto träger wird der Körper, der Kreislauf. Und wieder: Teufelskreis.

[[https://www.hochschulambulanz.hu-berlin.de/spezial_panik/panikentsteht/image_preview Klick]].

Selbst wenn Du keine wirklichen Panikattacken hast, so kann das trotzdem so sein.

Hast Du Dich denn auf die psychologischen Behandlungen wirklich eingelassen oder sie nur so halbherzig "mitgenommen"?

B~ad7ebäxr


Du hast die Sache ja schon eine Weile, und bist Du schonmal umgekippt? Wahrscheinlich nicht. Wieso bewegst Du Dich dann nicht? Löst das Angst aus?

Du scheinst da in einem Kreislauf gefangen zu sein, vielleicht wird Dir die Angst bewusst wenn Du Dich einfach bewegst. Lauf los, was soll Dir schon passieren? Hinfallen wirst Du nicht. Wenn das alles aber Angst und Panik in Dir auslöst, bist Du den Ursachen (Siehe Beitrag von Isabell) auf der Spur.

sAumme%rdreaxm84


Tendiere auch zu Angstschwindel oder aber ein HWS-Problem.... mal beim Orthopäden, Physio/ Chiropraktiker gewesen?

M[arco1P6}06i197v7


Hallo Isabell, danke für deine Antwort.

Also von einer "Angststörung" hatte bisher noch kein Arzt gesprochen. Meine Therapeutin, zu der ich 8-mal ging, meinte das es vorkommen kann, das mir schwindelig wird, und ist mit mir zu einem Ort gefahren (Post Warteschlange) wo mir mal schwindelig wurde, hier sollte ich ein Traubenzucker und kaltes Wasser zu mir nehmen. Dann hat sie etwas erklärt, wodurch Schwindel alles kommen kann und das war es dann auch, denn nach den 8-mal hingehen war es dann wohl erledigt, wovon ich aber nichts merkte. Hmmm. Ein vorsichtiger und ängstlicher Mensch bin ich schon denke ich, aber dass es eine Angststörung ist? Ich vermute immer noch das es vom Fuß kommt vielleicht.

Also auf Behandlungen lasse ich mich in der Regel immer ein vor allem, wenn sie weitgehend schmerzfrei sind. Also Ja hatte ich.

Dass mit der Schutzhaltung (Dinge vermeiden) das stimmt, da man halt vor dem Schmerz versucht weg zu kommen.

LG: Marco

Mlarco1M60619R7x7


Hallo Badebär, auch dir Danke für deine Antwort…

Umgekippt bin ich nur einmal, wo ich morgens beim Zähneputzen war, zum Glück waren meine Eltern zu Hause damals 2005 war wohl kreide bleich. Sonst bin ich nie umgekippt.

Nein Bewegung macht mir keine Angst, eher im Gegenteil ich versuche so oft es geht zu laufen oder Fahrrad zu fahren, bis letztes Jahr auch viel Yoga gemacht (auch beruflich)

Eher vor dem "Stehen" habe ich Angst das ich Schmerzen im Bein bekomme und / oder das ich umkippe. (Heute Morgen erst wieder 20 Minuten bewegt (Fitness) ) und wieder Schmerzen und Schwindel :-(

Das stimmt irgendwie bin ich in einem Kreislauf drin. Das ist mir noch nie so passiert. War immer gesund und fit bis das mit dem standschwindel anfing.

Hallo summerdream84

Zu welchem Arzt muss ich da als ersten wenn ich prüfen lassen will ob ich ein "Angstschwindel" habe?

Ja, ich habe einen Termin beim Orthopäden jetzt Anfang Juni.

IZs,ab*elxl


marco

Ein vorsichtiger und ängstlicher Mensch bin ich schon denke ich, aber dass es eine Angststörung ist?

Es ist ein häufiger Trugschluß, eine Angststörung mit etwaigen Persönlichkeitsmerkmalen gleichzusetzen. Das hat damit überhaupt nichts zu tun.

Der Begriff "Angst"-Störung kommt tatsächlich alleine von dem Umstand, dass man eine Angst (Furcht, Panik) empfindet in für andere Menschen völlig normalen, harmlosen Situationen.

Ich selbst z.B. bin ein extrovertierter, kontaktfreudiger Mensch. Ich gehe manche Herausforderungen an, bei denen Andere sagen: "Hätte ich mich nie getraut". Ich kann auch z.B. vor mehreren Menschen reden ohne mit der Wimper zu zucken. Ich kann mich behaupten. Niemand der mich kennt würde mich als "ängstlichen" Menschen bezeichnen.

Dennoch hatte ich Zeiten, da war es so schlimm, da konnte ich kaum vor die Tür gehen ohne eine Panikattacke zu kriegen (ist heute nicht mehr so, heute machen mir nur noch die öffentlichen Verkehrsmittel Probleme). Ich brauchte Jemanden der mich begleitet um von Ort zu Ort zu kommen - die jeweiligen Situationen um die es ging (sei es nun der Arbeitsplatz oder Arzttermine...kein Thema).

Ich sage ja: Ist paradox und perfide diese Krankheit. ;-)

spumme`rdreGam8x4


Zum Thema Angstschwindel solltest du mal im Forum Psychologie gucken, da gibt's einige Themen. Das ist immer was unbewusstes was sich da im Körper abspielt....

Dennoch würde ich beim Orthopäden abklären lassen ob deine HWS ok ist. Vielleicht ist da eine Abnutzung, Blockadse oder ähnliches. Oder verspannte Muskeln die in bestimmten Situationen die nervalen Strukturen abdrücken und somit Schwindel entsteht.

Vielleicht beim HNO noch ein "Schwindeltest" machen lassen um wirklich alles auszuschließen.

m3uhkCuh2k


Nicht schlecht, wie schnell hier eine Angststörung in den Raum geworfen wird ":/

@ Marco16061977

Ich würde dir empfehlen, dich erstmal um das offensichtlich zu kümmern. Der Besuche beim Orthopäden ist sicherlich überfällig. Dort solltest du aber alles angucken lassen, nicht nur die HWS. Nach deiner Schilderung würde ich nämlich eher darauf tippen, dass ein Bein zu kurz sein könnte. Das kann dann gerne bis in den Nacken "hochtelefonieren" und die ganze vegetative Symptomatik auslösen.

Allerdings muss ich die Erwartung gegenüber den diagnostischen Fähigkeiten eines Ortopäden deutlich dämpfen- so jedenfalls meine Erfahrung. Sag ihm am besten, du willst dich durchchecken lassen, sonst sucht er nur an bestimmten stellen und übersieht evtl. das offensichtliche.

Hast du selber mal probiert was passiert, wenn du einseitig eine Einlage in den Schuh packst? Hast du ein Hohlkreuz oder einen Rundrücken? Einen "Geierhals"?

MCarc]o160:619x77


@ muhkuh2k

Also auf den Ärzte schreiben steht folgendes drauf:

Auf dem Schreiben vom Ärztlichen Dienst (2014) steht drauf:

"Gegen die Fortsetzung der zuletzt ausgeübten und auch in Zukunft vorgesehenen Tätigkeit bestehen ärztlicherseits Bedenken. Es liegt eine Leistungseinschränkung auf Dauer vor."

Angekreuzt ist: Maximale körperliche arbeitsschwere (ständig leicht)

Körperhaltung: Gelegentlich gehend, Gelegentlich stehend, überwiegend sitzend.

Gesundheitsstörungen: "Entzündliche Erkrankung des Nervensystems Wirbelsäulenerkrankung"

Dann habe ich ein Zettel von einer Laboruntersuchung (Blut) da stehen viele Werte drauf einer ist rot (Monozythen 0.00 – 0.80 1000 /ul 1,32 (++))

Die Röntgenbilder und schreiben haben eine Großzehengrundgelenksarthrose und das ich ein Senk-Spreizfuß habe, deswegen trage ich Einlagen (hilft aber nicht)

Dann habe ich noch eins vom Rücken da steht: Leichtgradige Residuen eines M. Scheurmann, etwas verstärkte Brustkyphose und Lendenlordose drauf

Bei der Reha haben sie mir gesagt, das ich einen Schwerbehinderten Ausweiß beantragen soll, habe Morgen einen Termin bei der Reha da ich diesen abgelehnt habe. Laut des Arztes hieß es nur ich habe eine Rückenerkrankung (mehr oder genaueres konnte er mir nicht sagen) Der andere Arzt sagte ich habe was am Bein (mehr oder genaueres konnte er mir auch nicht sagen).

Ja also außer das ich Schmerzen beim stehen habe und das mir ständig schwindelig wird geht es mir eigentlich gut. Hätte man mir nicht gesagt dass ich was am Rücken habe oder am Bein hätte ich das noch nicht mal mitbekommen weil da tut nichts weh.

Nur was ich eben genau habe entdecke ich in den ganzen Ärzten Latein nicht.

Zum Thema Angststörung habe ich mich jetzt mal informiert, könnte theoretisch auch sein, mir sagt ja kein Arzt was ich eigentlich habe. Die sagen immer nur alles in Ordnung… Ich war die letzten zwei Jahre nur bei Ärzten der eine schickt mich dahin der andere da.

So habe ich halt hier die Hoffnung das mir einer mal sagt, was das sein könnte was ich habe und mir mal ein Facharzt nennt zu dem ich gehen kann.

Habe mir jetzt mal "Angststörung" notiert und werde mal ein Termin machen nur bei welchem Arzt?

Orthopäden habe ich am 2. Juni den Termin. (dem sage ich dann er soll mich nochmal komplett durch checken.

Danke erstmal für die vielen Antworten, scheint echt ein gutes Forum hier zu sein wo man sich gut informieren kann. Danke und Lob an den Ersteller des Forums.

Icsab,elxl


muhkuh

Nicht schlecht, wie schnell hier eine Angststörung in den Raum geworfen wird

Sie wird ja nicht als Fakt in den Raum geworfen, sondern als Möglichkeit. Der TE hat ja nun schon so Einiges an Untersuchungen hinter sich und es wurde in all' der Zeit nichts gefunden.

Warum also nicht darauf hinweisen, dass seine Symptomatik auch zu einer Angststörung passen könnte?

I/sanbelxl


Habe mir jetzt mal "Angststörung" notiert und werde mal ein Termin machen nur bei welchem Arzt?

Eigentlich reicht erst mal ein Besuch beim normalen Hausarzt. Die meisten kennen sich damit inzwischen recht gut aus, können Dir sagen welche Möglichkeiten (--> Therapie) Du hast.

Ansonsten Psychiater, da diese sich auch besser mit der medikamentösen Therapie auskennen (falls Du so etwas dann in Betracht ziehst) - hier wäre Einer zu empfehlen, der gleichzeitig Therapeut ist.

I6sabelxl


Normalerweise moderiere ich nicht da wo ich auch als User schreibe, aber da es etwas Harmloses ist, mache ich mal eine Ausnahme ;-):

Ich habe einen themenfremden Beitrag gelöscht, falls diesen schon Jemand gelesen und interessiert hat - zu diesem ist jetzt ein eigener Faden eröffnet worden.

mPuhkuhh2xk


@ Isabell

Ja, da hast du recht. Die orthopädische Abklärung scheint aber noch zu fehlen. Auch wenn ich mich dann etwas über die Scheuermann-Diagnose wundere.

Psychische Hilfe würde ich erst in Anspruch nehmen, wenn organische Ursachen definitiv ausgeschlossen sind. Oder die Person halt merkt, dass es daran liegt.

@ Marco

Warst du eigentlich auch mal beim Osteopathen oder Chiropraktiker? Eventuell könnte auch Craniosacrale Therapie für dich interessant sein.

IIsaGbelxl


Psychische Hilfe würde ich erst in Anspruch nehmen, wenn organische Ursachen definitiv ausgeschlossen sind. Oder die Person halt merkt, dass es daran liegt.

Klar, da sind wir uns vollkommen einig :)z

Ich hatte nur eben den Eindruck, dass im Grunde schon alles recht abgeklärt ist - natürlich kann da weitere orthopädische Abklärung auf keinen Fall schaden!

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