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Hilfe extreme Gedächtnisstörungen mit 26

O:M-8x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich bin 26 Jahre alt und mein Leben ist zu einem Albtraum geworden. In den letzten 2 Monaten hat sich mein Gedächtnis Woche für Woche verschlechtert und ich weiß einfach nicht mehr weiter was ich tun soll. Ich bin regelrecht verzweifelt. Ich versuche meine Probleme mal so gut wie möglich zu schildern. Vor ein paar Monaten, ohne ein bestimmten Zeitpunkt nennen zu können bemerkte ich, dass ich mir immer weniger merken kann und aus dem Gedächtnis abrufen kann. Seit Ende April bin ich nun krankgeschrieben (Bürojob), da sich die Gedächtnisprobleme in allen Lebensbereichen auswirken und mir ein normales Leben wie noch vor ein paar Monaten unmöglich machen. Ich hatte die Hoffnung, dass es von selbst wieder besser funktioniert aber dem war nicht so. Ein Gedächtnis braucht man leider zu jeder Zeit den ganzen Tag.

Sooo.....nun aber zu meinen Problemen. Ich kann überhaupt keine neue Informationen in meinem Kopf mehr verarbeiten. z.B. Gesprächen, Nachrichten, Fernsehsendungen Radio, Artikel, die ich lese, kann ich nicht mehr folgen. Nicht mal im groben direkt danach weis ich nichts mehr als hätte ich es nie gelesen oder gehört. Ich bin aber bei der Sache, bin konzentriert, nicht abgelenkt und auch nicht in Gedanken. Das ist so schlimm, denn schon in der Sekunde beim Aufnehmen hab ich überhaupt keine Chance dem Inhalt zu folgen um was es überhaupt geht und ich kann nichts dagegen machen. Es passiert andauernd. Es ist immer sofort nach 1-2 Sekunden alles weg und dadurch, weil ich die Worte so blitzschnell vergesse und weg sind kann ich auch mehreren Sätzen nicht folgen und ich versteh die Zusammenhänge und den Inhalt nicht.

Menschen mit normal funktionierenden Gedächtnis können sich das ungefähr so vorstellen, wenn der Fernseh nebenbei läuft und sie aber sich gerade mit jemanden unterhalten oder am Smartphone was anderes machen, dann bekommt man nicht wirklich genau mit um was es in der Fernsehsendung geht. Und so nehme aber ich das auf wenn ich Fernseh schaue mit dem Unterschied, dass ich nicht abgelenkt durch andere Aktivitäten sondern mich nur auf die Fernsehsendung konzentriere! Ich höre und sehe zwar alles aber die Infos sind viel zu viel auch wenn der TV Bericht nur 1 min ist. Es geht nichts in meinem Kopf rein, gemäß dem sprichwort: Es geht in einem Ohr rein und direkt im anderen wieder raus.

Es ist wahnsinnig schwierig das zu beschreiben, damit sich andere das überhaupt vorstellen können. Im Endeffekt ist es so als wenn ich keine Nachrichten mir angesehen oder einen Text gelesen hätte. Ich habe gerade eben mir Punkt 12 angesehen und wenn ich nachdenke komme ich auf keinen einzigen Beitrag und kann null darüber erzählen. Das wird jeden Tag schlimmer und schlimmer aber ich weis nicht warum.

Ich kann eig nur noch einfachste, kurze Sätze (max. 5-6 Wörter) folgen verstehn und selbst diese sind nach ein paar Sekunden wieder weg! Es sei denn ich spreche den Satz mehrere Male im Kopf nach und ich denke an nichts mehr anderes denke als an diesen Satz. Sobald ich aber wieder ne andere Info aufnehme oder an was anderes denke ist der Satz weg. Ich kann dann auch überlegen wie ich will ich komme nicht mehr drauf. Es fällt mir auch nie etwas ein. Ich kann mir nicht mal einzelne Wörter über mehrere Stunden merken

Ich habe auch keine Erinnerungen an die letzten Tage, Wochen, Monate. Das ist so schlimm! Es kommt mir vor als lebe ich nur in dieser Sekunde bzw. in dem Moment. Fernsehen und lesen könnte ich eigentlich direkt sein lassen, weil ich nie versteh um was es geht und ich ständig scheitere. Trotzdem versuch ich's. Das macht mich echt fertig. Einen Film anzuschauen ist unmöglich! Was mir aber auffällt, dass ich Dinge die ich früher erlernt habe also Altes aus dem Gedächtnis intakt ist. Ältere Songs kann ich problemlos mitsingen, Glaubensbekenntnis, Autofahren und auch anderes Faktenwissen ist vorhanden. Ich kann neues einfach nicht mehr verarbeiten, speichern und wieder abrufen. Wenn ich morgens aufwache ist mein Kopf leer, ich kann an nichts denken was zum Beispiel gestern so war oder mir über irgendwas Gedanken machen. Selbst wenn ich an was denke oder ich was sagen will, passiert es, dass ich unter dem Sprechen nichtDer weiß was ich eigentlich sagen will. Einschlafen kann ich sehr gut, gibt ja nichts was mich beschäftigen könnte. Ich habe vereinzelt ein paar Erinnerungen zu Bildern was ich so erlebt habe in meinem Kopf. Aber ich habe dennoch bei meiner großen Leidenschaft Fussball auch große Probleme ein Spiel zu verfolgen. Immer wieder sind die Spielsituationen weg und ich weis nicht woher der Ball kam, wie gerade das Tor fiel usw. Früher wusste ich alles über Fussball und ich kannte mich überall aus auch international. Ich wusste über alle Fussballthemen Bescheid, kannte alle Spielernamen von zig Vereinen und heute kann ich mir nicht mal den Namen eines neuen Spielers merken.

Ich hab schon so viel versucht, auch etwas auswendig zu lernen. Kürzeste Sätze, einzelne Wörter ohne Erfolg!

Ich verlege auch ständig meine Sachen und suche sie. Furchtbar! Bei der täglichen Körperpflege kommt es auch ständig vor, dass ich nicht weiß hab ich gerade meine Haare gewaschen, habe ich gerade das Deo benutzt?

Ich bin auch eigentlich ein Typ, der sehr gerne redet und plaudert, unterwegs ist, aktiv ist und gerne was unternimmt. Aber schon seit Wochen kann ich zu keinem einzigen Thema was erzählen und es fällt mir auchzufällig nichts ein. Auch besonders negative oder emotionale Sachen, die sich eig einfacher einprägen sollten, sind nicht vorhanden. Außerdem habe ich Wortfindungsstörungen und ich komme auf die alltäglichsten Wörter nicht. Deshalb entschuldige ich mich, dass mein Deutsch in diesem Beitrag nicht besonders gut zu lesen ist.

Ich habe meine Freunde über mein Problem informiert und habe den Kontakt zu ihnen momentan unterbrochen, da ich ja mit jeder Form von Information vollkommen überfordert bin und ich deren nicht folgen kann und auch nicht in meinem Gedächtnis abspeichert. Gerne wird mir nachgesagt, dass ich mich zu sehr in die Sache reinsteigere aber wenn mein Gedächtnis permanent nicht funktioniert, dann is es doch verständlich. Unter Depression oder psychosomatischen Beschwerden leide ich auch nicht, denn ich habe Kraft, Energie und Antrieb. Und ich bin auch sehr interessiert und wissbegierig aber mein Gedächtnis was ich dazu benötige macht mir ein Strich durch die Rechnung. Ich kann momentan selbst mit mir nicht viel anfangen, weil ich für alle Dinge ein Gedächtnis brauche. Momentan kann ich nur noch joggen gehen mit meinem Hund oder Sonnen auf dem Balkon. Noch vor ein paar Jahren zu meiner Schulzeit (bis 2008) konnte ich mir alles alles merken, und ich hatte nie Probleme mit meinem Gedächtnis. Ich habe immer super Leistungen gebracht und Jahr für Jahr ein Zeugnis mit einem 2er Schnitt oder besser erreicht. Alles hat automatisch und selbstverständlich funktioniert und abgespeichert. Wenn ich heute so darüber nachdenke, bin ich erstaunt und verblüfft. Und was ist heute? Gar nichts geht in meinen Kopf mehr rein. Ich muss noch hinzufügen, dass ich die ersten Gedächtnisproblemchen schon vor 5 Jahren bemerkte. Damals war es aber so, dass ich mich an Dinge die ein paar Wochen, Monate zurücklagen, ich mich nicht mehr so genau erinnern konnte und ich bei langen Gesprächen nicht mehr exakt alles wusste. Das ist mit heute nicht mehr zu vergleichen aber schon damals war das für mich leicht beunruhigend aber da es nicht so schlimm war habe ich das so hingenommen und akzeptiert. In den letzten Jahren habe ich mir dann als Hilfe und Gedächtnisstütze angeeignet mir immer wieder über den Tag für wichtige Sachen Notizen zu machen. Das hat mir auch geholfen aber was nun in den letzten 2 Monaten mit meinem Gedächtnis passiert ist, hilft mir auch keine Notiz mehr, denn ich müsste sofort in der Sekunde alles aufschreiben und das geht natürlich nicht.

Ich rauche seit 11 Jahren ca. 15 Zigaretten pro Tag, habe aber in den letzten Wochen das Rauchen fast komplett eingestellt. Im übrigen habe nie gekiffft oder sonstige Drogen eingenommen. Alkohol trinke ich seit meinen extremen Gedächtnisproblemen also seit 2 Monaten nicht mehr und zuvor eig auch fast nie was, außer es war alle paar Wochen mal ne Party oder beim Weggehen. Hat sich also alles in Maßen gehalten.

Ich habe natürlich auch das Problem, dass ich bei Arztbesuchen immer jemanden dabei haben muss, der sich was merken kann, da ich ja danach nichts mehr von dem Gespräch weis. Ich weis zwar dass ich beim Arzt war aber was gesprochen wurde, kein Plan. Die Ärzte können sich das auch nicht erklären und können mir nicht weiterhelfen. Es wurden schon so viele Untersuchungen durchgeführt ( 3x MRT 2010,2011,2013, 3x EEG, Liqorpunktion, Bluttests). Es kam zum Glück nie was heraus. Gut damals waren die Gedächtnisprobleme nicht so schlimm und ich konnte damit Leben aber was ich jetzt jeden Tag durchmachen muss ist die Hölle. 4 Stunden hab ich jetzt an diesem Text geschrieben.

Alle Menschen können miteinander kommunizieren und reden, schauen ganz normal fern, lesen und ich frag mich wie machen die das und was mache ich falsch. Ich kann ja nicht mehr als aktiv zuhören und lesen.

Ich komme mir vor wie ein Mysterium oder Phänomen. Bin ich der einzige Mensch auf diesem Planeten, der so krasse Gedächtnisstörungen hat?

Was soll ich nur tun? Vielleicht kann mir irgendjemand weiterhelfen? Ich will wieder ein normales Leben!!!!!

Nochmal sorry für den grammatikalisch schlechten Text.

Antworten
m~onld+sRtNernxe


Es ist wohl leider so, wie Du schreibst. Es geht nur noch mit Mühe etwas in Deinen Kopf hinein.

Umso größer ist Dein Bedürfnis, etwas herauszulassen, wie ich Deinem langen Eingangsbeitrag entnehme.

:)_

p<elzt1ierx86


Hast du außer den erwähnten Gedächtnisproblemen noch irgendwelche anderen neurologischen Auffälligkeiten? z.b. übertriebene Bewegungen? Zittern? Probleme mit der Feinmotorik? Persönlichkeitsveränderungen?

p:elGztiier8{6


evtl. könnte man auch, da die MRTs wiederholt negativ waren (wobei zu überlegen wäre, ob man noch einmal ein MRT macht, da das letzte ja 2 Jahre her zu sein scheint, und die Probleme wohl deutlich seitdem zugenommen haben) , überlegen, ob man mal ein PET des Gehirns oder eine fMRT machen könnte.

MtosFquitx%


[...]In den letzten 2 Monaten hat sich mein Gedächtnis Woche für Woche verschlechtert und ich [...]

Evtl. ein vonstatten gegangener Schlaganfall mit in Betracht zu ziehen.


Vom schlimmen zum banal erscheinenden:

Wieviel Fluessigkeit (und welche/was) nimmst Du im Durchschnitt taeglich zu Dir?

_______

Signatur:

Geh' zum Arzt.

sfonyXane]r


Wieso kannst du dich dann so detailliert an den ganzen Sachverhalt und die Abläufe erinnern, wenn dein Gedächtnis angeblich so schlecht funktioniert?

Es ist wohl leider so, wie Du schreibst. Es geht nur noch mit Mühe etwas in Deinen Kopf hinein.

Umso größer ist Dein Bedürfnis, etwas herauszulassen, wie ich Deinem langen Eingangsbeitrag entnehme.

Ein Wink mit dem Zaunpfahl...

M$os~qIuitx%


Waere auch gut, wenn Du was ueber Deine Ernaehrungsgewohnheiten schriebest.

Aapytrenxa


Fachlich oder medizinisch kann ich dir nichts sagen oder raten, ich kenne mich damit nicht aus. Dein Text ist allerdings in astreinem Deutsch geschrieben, was Wortschatz, Grammatik, detaillierte Darstellung und Logik betrifft.

m?onTd+s@twerne


@ sonyaner

Ein Wink mit dem Zaunpfahl...

Versteh ich nicht.

JJanx74


Ich finde auch, dass die Art, wie der Beitrag geschrieben ist, in starkem Widerspruch zu seinem Inhalt steht.

Eine starke Depression kann sowas auslösen, soweit ich weiss. Vielleicht ist der Hirnstoffwechsel bei Dir aus irgendwelchen Gründen aus den Fugen geraten. Bielleicht sollte man mal (ein bisschen nach dem Prinzip trial and error) ein Antidepressivum ausprobieren? Vielleicht stabilisiert das irgendeinen Neurotransmitter, der momentan fehlt. So klingt das nämlich für mich.

Jzan74


Geht bisschen in diese Richtung, finde ich

[[http://www.med1.de/Forum/Sucht/704457/]]

s:onya.ner


@ Mond+Sterne

Ein Wink mit dem Zaunpfahl...

Versteh ich nicht

Jan74 hat es erklärt. Dachte du hast es auch so gesehen und mit deinem Beitrag darauf hinweisen wollen in einer etwas nennen wir es ironischen Weise. :-)

s4o(nyKa\nxer


Falls immer noch nicht klar ist, was ich sagen wollte. Ich denke dass hier eher ein psychisches Problem vorliegt. In Bezug auf Jan74 stimme ich zu dass es eher nach Depression aussieht und sich hier aus psychologischen Gründen in eine krankhafte Vergesslichkeit rein gesteigert wird, einfach weil die Psyche mit etwas belastet ist. Normale Vergesslichkeit wird überbewertet... Ich vergesse auch 99% von dem was man mir erzählt oder kann mich nicht erinnern ob ich mir die Zähne gerade geputzt habe oft am morgen. Man behält von Gesprächen immir nur maximal 10% etwa. Oft halt viel weniger.

Es wird hier aber das herangezogen als Anzeichen einer Krankheit, dabei ist es ganz normal.

Ist alles normal. Wenn man gestresst oder depressiv ist, kann das verschärft sein. Aber ich denke nicht dass da ein Hirnschaden vorliegt, sondern dass man hier mal nach gucken soll, was auf dem Herzen liegt. Auch dieses detaillierte mitteilungsbedürfnis, wirkt eher als ob jemand jemanden zum Reden braucht, weil die Seele belastet ist.

Wie gesagt der Widerspruch zwischen angeblich so vergesslich, dann aber die Fähigkeit so detailliert die vermeintliche Krankheitsgeschichte wieder geben zu können.

mdond+Xster6ne


Das was ich geschrieben habe, war ernst gemeint. Es fällt Dir schwer, neue Informationen aufzunehmen.

Du hast offensichtlich das gegenteilige Bedürfnis. Nämlich etwas zu sagen.

Deshalb brauchst Du jemand, der Dir zuhört.

Was soll ich nur tun? Vielleicht kann mir irgendjemand weiterhelfen? Ich will wieder ein normales Leben!!!!!

:)_

Schreib mehr zu dem Thema.

@ sonyaner

Jan74 hat es erklärt. Dachte du hast es auch so gesehen und mit deinem Beitrag darauf hinweisen wollen in einer etwas nennen wir es ironischen Weise. :-)

Nein. Mir ist ungefähr klar, um was für eine Gedächtnisstörung es sich handelt. Deshalb sehe ich auch keinen Widerspruch zwischen dem Eingangsbeitrag und der von ihm beschriebenen Gedächtnisstörung.

Du hast bei Gedächtnisstörung vielleicht an die übliche Vergesslichkeit gedacht. Der TE hat aber ganz was anderes.

Soweit ich es seinem Eingangsbeitrag entnehmen konnte, fällt es ihm schwer, sprachliche Informationen vom Kurzzeitgedächtnis ins Langzeitgedächtnis zu übernehmen.

J6anx74


Ich kenn Anflüge von sowas aber auch.. wenn ich sehr gestresst bin, emotional belastet etc., fällt es mir schwer, in Gesprächen meinem Gegenüber zu folgen, und ich muss auch dauernd nachfragen. Auch konzentriert einen Fernsehfilm zu schauen ist dann schwierig.

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