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Was sieht aus wie ein Schlaganfall und ist aber keinen?

NNe6le1x988 hat die Diskussion gestartet


Ich, weiblich 27 jährig seit einem Unfall im Rollstuhl (inkomplette Paraplegie),habe vor 6 Tagen Symptome eines Schlaganfalls (Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Sprachstörungen und vorübergehende Lähmung des rechten armes). Ich wurde vom Rettungsdienst in ein Zentrum Spital gebracht mit Stroke Unit Station. Ich wurde auch Stroke Unit mässig untersucht (Labor, MRT und Lumbalpunktion). Zum Glück ist kein Schlaganfall diagnostiziert worden und fast alles Symptome haben sich zurück gebildet bis auf den Kopfschmerz. Bin heute entlassen worden und mit platzt fast der Schädel. Die Ärzte meinten es sei eine Migräne. Die zeigt sich bei mir bis jetzt immer anders und schlägt auch auf Migränemittel an, was jetzt nicht der Fall ist.

Die Frage nun: was hat all diese Symptome, welche stark einem Schlaganfall ähneln und den bestehenden Kopfschmerz gemeinsam, sprich was hat das alles ausgelöst?

Was habe ich?

Hat jemand ähnliches oder gleiches erlebt?

Ich dänke jetzt schon um eure Beiträge.

Gruss Nele

Antworten
SWchn>eehexxe


Bei einer Migräne können neurologische Ausfälle (auch als Aura bezeichnet) auftreten. Bei einer Aura kann es schon zu beunruhigenden Symptomen kommen.

Es können während der Migräneaura langsam einsetzende und wieder abklingende visuelle Störungen (zum Beispiel Skotome, als Fortifikationen bezeichnete Wahrnehmung gezackter Figuren, Verlust des räumlichen Sehens, Unschärfe bis hin zu einem halbseitigen Verlust des Sehens), Störungen des Geruchsempfindens, Sensibilitätsstörungen (zum Beispiel Verlust der Berührungsempfindung oder Kribbelempfindungen in den Armen, Beinen und im Gesicht), Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen oder andere neurologische Ausfälle auftreten. Die Aura wird von Patient zu Patient anders wahrgenommen und beschrieben. Die visuellen Symptome einer Migräneaura werden als Bildstörung wahrgenommen, wobei es unabhängig ist, ob man durch beide Augen sieht oder ein Auge geschlossen hat. Die Bildstörung entsteht im Gehirn. Charakteristisch ist die Dynamik des Prozesses, das heißt zum Beispiel das "Wandern" des Flimmerskotoms im Gesichtsfeld oder Wandern des Kribbelgefühls im Arm oder durch die einzelnen Finger. Auch eine Verschiebung der Aurasymptome, beispielsweise von Sehstörungen über Sensibilitätsstörungen bis hin zu Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen, kann beobachtet werden. Diese Dynamik zeigt sich auch bei Messungen im Gehirn in Form einer wandernden Störungsfront (Streudepolarisierung). Die Dynamik der Symptome sowie deren langsames Einsetzen und Abklingen sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen neurologischen Erkrankungen, insbesondere gegenüber dem Schlaganfall. Die Aura hat keinerlei schädigende Auswirkungen auf das Hirngewebe, ihre Anzeichen sind lediglich vorübergehend und dauern in der Regel bis zu 60 min., in seltenen Fällen sogar bis zu einem halben oder ganzen Tag.

Quelle [[http://de.wikipedia.org/wiki/Aura_%28Migr%C3%A4ne%29]]

Ich würde damit zu einem Neurologen gehen.

Eahe~mal3igeUr NutzerK d(#46x7193)


Schließe mich Schneehexe an. Bei Migräne können durchaus neurologische Ausfälle auftreten, die sich draußen, ausserhalb der Klinik, nicht zuordnen lassen können.

Den Zuständogen von Seiten der Stroke-Unit würde ich glauben, wenn die sagen, dass kein Schlaganfall vorliegt, dann ist da auch keiner. Das ist dort deren täglich Brot. Bei Gelegenheit ab zum Neurologen - Unterlagen/Befunde etc aus der Klinik mitnehmen.

cXr+i/echarlxie


Hallo,

mein Sohn hatte bei seinen ersten Aura-Migräneanfällen auch neurologische Beschwerden, für die nie eine Erklärung gefunden worden ist.

p5el`ztHieprx86


Weshalb hast du die Paraplegie, wenn ich fragen darf?

Das wäre nicht ganz unwichtig zu wissen, weil es vielleicht eine Verbindung zu deiner "Schlaganfall" Episode gibt.

Haben denn die Untersuchungen irgendein Ergebnis geliefert oder waren sie alle ohne jeglichen Befund?

MTajax27


Ich hätte jetzt auch sofort Migräne gesagt. Meine Migräne hat teilweise die gleichen Symptome (Kopfschmerzen, Lähmungserscheinungen, Übelkeit, Sprachstörungen, taube Hände und Zunge). Und wenn es so schlimm ist, helfen mir auch keine Tabletten mehr.

N4ele19x88


Ich hatte einen Schneesport Unfall.

Ich habe die Schädigung zwischen dem 12 Brust- und dem 1. Lendenwirbel.

Die Untersuchungen haben überhaupt keinen Befund ergeben. Deshalb wird auf die Migräne getippt, da ich die schon mehr hatte aber eben nicht in dieser Form wie vor 6 Tagen. Und was mich auch verwundert, dass ich immer noch Kopfschmerzen habe. So ne Migräne kann doch nicht 6 Tage dauern, Oder schon?

MWosquxit%


Und was mich auch verwundert, dass ich immer noch Kopfschmerzen habe. So ne Migräne kann doch nicht 6 Tage dauern, Oder schon?

Obligatorische Frage:

Nimmst Du ausreichend Fluessigkeit, bevorzugt Wasser, Kraeutertee (mind. 2 Liter/Tag) zu Dir?

_________

Signatur:

Geh' zum Arzt.

Nxele1x988


Ich trinke seit Tagen mehr als drei Liter Wasser oder Tee. Hatte bis Mittwoch sogar noch Infusion (1l/24h).

fTreefsa?ll1


Neben Migräne war mein erster Gedanke eine TIA, eine transitorische ischämische Attacke. Äußert sich ähnlich wie ein Schlaganfall, die Symptome bilden sich aber innerhalb von 24 Stunden vollständig zurück..

Außerdem käme noch Unterszucker infrage.

Das solltest du aber bitte in erster Linie wirklich mit deinem Arzt besprechen.

Gute Besserung!

B^reomenfsxie


Hast du nach der Lumbalpunktion ausreichend getrunken? Man sollte danach auch mindestens eine Stunde flach gelegen haben. Eine Nebenwirkung der Punktion sind unter anderem Kopfschmerzen.

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