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Ärzte sind ratlos - halte es nicht mehr aus - Dauerbenommenheit.

P`robleOmjungxe92 hat die Diskussion gestartet


Liebes Forum,

seit September 2014 habe ich folgendes Problem:

- Dauerschwindel

- stark Berauscht/starke Benommenheit im Kopf, vergleichbar mit einem Alkohol-Vollrausch/Drogenrausch (wirklich GENAU in dieser Intensität/Stärke!!!!!)

- starker Kopfdruck

- Sehstörungen (ich bin sehr lichtempflindlich geworden und kann mich nicht auf einen Punkt fixieren/scharfstellen)

- starke Schweißausbrüche

- Kloßgefühl im Hals

- Kribbeln in Händen und Füßen, sowie gelegentliches Anschwellen der Augen

- ab und an starke Kopfschmerzen

- ab und an Bewusstlosigkeit

- Das Gefühl, jede Sekunde tut es einen "Schlag" und man stirbt

- allgemeine Schwäche (z.B. in Beinen, ich denke, ich falle hin)

- ich muss immer in Bewegung sein, sonst wird alles noch viel schlimmer

- Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen

- gelegentliches Rauschen/Piepsen in den Ohren was plötzlich anfängt

- Herzrasen

- Blutdruckschwankungen (sehr hoch, ab und an über 200)

- Kreislaufprobleme

Es ist sehr schwer, das ganze wirklich genau darstellen zu können. Es ist ein sehr schlimmer Zustand, der mich frühs vom Aufwachen bis Nachts zum schlafengehen JEDEN Tag, JEDE Minute begleitet. Manchmal spüre ich meinen gesamten Körper nicht mehr richtig und denke, ich falle hin, werde bewusstlos. Ich nehme alles anders war und kann und möchte so nicht mehr leben.

Es wurden etliche Untersuchungen bei etlichen Ärzten gemacht (EKG, EEG, Hirnwasser, Nervenstränge gemessen, Blutkreislauf im Kopf gemessen, und viele mehr). Alles neurologische wurde soweit ausgeschlossen.

Es wurde nichts gefunden, bis auf ein "Hypophysenadenom" (gutartig), was laut Ärzten jeder 5. Mensch unbemerkt hat. Es soll nicht operiert werden, da laut 2 Oberärzten das Adenom nicht die Symptome auslöst/es nicht auf etwas draufdrückt.

Die Ärzte wissen nun nicht weiter und ich kann so NICHT mehr Leben. Es ist jeden Tag eine starke Folter aufs Neue. Ich kann manchmal nicht mal aus dem Bett aufstehen, so schlimm ist es. Bin seit einem Jahr krankgeschrieben, mein Leben ist kein Leben mehr.

Wie alles anfing:

Ich hatte damals viel Alkohol getrunken (jeden 2. Tag, ca. 0,5 Liter "Hartes"). Drei Tage nach Ausbildungsbeginn fing das ganze an, als mir urplötzlich schwarz vor Augen und ich bewusstlos wurde. An diesem Tag war ich frühs noch etwas angetrunken/hatte einen Kater und auf der Arbeit, auf der der Chef uns "angemeckert" hatte.

Meine Vermutung: Kann es sein, dass ich in genau diesem Moment im Rausch "steckengeblieben" bin und nun nicht mehr heraus komme?

Wenn ich nun geringe Mengen Alkohol zu mir nehme, ist der nächste Tag ein Totalschaden, ich kann wirklich nur im Bett liegen. Das Alkoholtrinken habe ich seit 2 Monaten aufgegeben.

Was könnte es noch sein?

Ich habe von einem "Atlas" in der Halswirbelsäule gehört, manche Personen beschreiben Ähnliche Sympthome, bei denen der Atlasnerv eingeklemmt ist. Ich habe in 3 Wochen einen Termin zum Abklären und Röntgen (das ist momentan meine einzige Hoffnung, da dies noch nicht untersucht wurde).

Hat jemand einen Rat oder ist jemandem Ähnliches erfahren? An was könnte das nur liegen? Ich KANN NICHT mehr. ??? :(v :(v :(v :°( :°( :°(

Ich bitte um Hilfe! Bitte!

Liebe Grüße vom Problemjungen!

Antworten
Fye.


Ich kann dir nicht wirklich helfen.

Aber dass das hier...

Ich hatte damals viel Alkohol getrunken (jeden 2. Tag, ca. 0,5 Liter "Hartes").

... auch wohl dauerhafte Folgen hat, wundert mich gar nicht.

_oPar{vatix_


Bei hohen Alkoholkonsum kann es auch zu Vitaminmängeln kommen, insbesondere an Vitamin B. Sind Mängel mal ausgeschlossen worden?

Ist die Schilddrüse in Ordung? Falls du Werte zur Hand hast mal bitte rein stellen (am besten gleich ein aktuelles Blutbild inkl. der Referenzwerte des Labors).

Aber betrunken, obwohl du kein Alk konsumiert hast, fühlst du dich nicht, oder? Ich frage nur deshalb, weil es auch eine Erkrankung des Darms gibt, wo dieser Kohlenhydrate in Alkohol umwandelt, also wo der Körper selbst Alkohol produziert.

Abndere Möglichkeit wäre noch, dass deine Beschwerden eine psychosomatische Ursache haben.

X8eniagXenia


Absolute Disziplin was den Alkohol anbelangt !! Du hast dich ja selbst schon fast aufgearbeitet ....

J4an7x4


Mich erinnert das sehr (sehr!) an mein eigenes Befinden, wenn ich in Phasen gerate, wo zu viel Alkohol mit zu viel Streß kombiniert wird. Das vegetative Nervensystem gerät in Schieflage, man wird total sensibel (daher auch die heftigen Kater nach relativ geringen Mengen alk, denke ich), Neigung zu Panikattacken, diversen vegetativen Symptomen usw. Kann man wohl als eine Form von Angststörung oder auch burn out bezeichnen.

Da hilft nur.. Ruhe, kein Alk, kein Streß, moderat Sport, Geduld..

BsadeWxr


Du hast so drastische Beschwerden seit September aber das Trinken erst im April aufgegeben? Wie passt das zusammen?

PQroblemJjungex92


Ich denke eher nicht, dass es ein psychisches Problem ist.

Alles organische wurde soweit jedoch ausgeschlossen, mit der Schilddrüse habe ich auch keine Probleme. Alle Werte sind im Normbereich.

@ Badebär:

Ja, trotz dieser Probleme trank ich weiterhin Alkohol, jedoch nicht mehr so viel und oft, meist nur 1 Bier, da mich dieses dann ja schon umhaute, da: Wenn ich Alkohol trank, merkte ich eher mehr den "Alkoholkick" anstatt meine Probleme. Es war ein Teufelskreislauf... Aber das Trinken habe ich aufgegeben, dennoch ändert oder bessert sich leider nichts.

Für viele mag das ein Grund sein, es alles auf den Alkohol zu schieben, bzw. vermuten zu lassen, dass der Alkohol der Auslöser war. Den Alkohol habe ich immer ohne Probleme vertragen. Meiner Meinung nach ist es aber definitiv etwas organisches (oder eben, dass ich in einem Rauschzustand hängen geblieben bin, wenn es so etwas überhaupt gibt; wie gesagt, ich war noch leicht angetrunken morgens und dann kam der Stress/die schlechte negative Laune des Chefs auf der Arbeit zusammen).

Ich denke aber dennoch, es ist etwas organisches.

@ Parvati:

Nein, betrunken direkt fühle ich mich nicht wenn ich keinen Alk konsumiere. Man kann sich das ganze so vorstellen: Man hat sich sehr stark betrunken (haben die meisten bestimmt schonmal), schläft nur 3 Stunden und steht dann wieder auf (ist ein ganz mieses Gefühl, kennen sicherlich manche) und so ähnlich habe ich das nun dauerhaft, s.o. beschriebene Symptome.

Aber lassen wir die Alkoholgeschichte außer Spiel: Hat jemand eine Idee, an was das noch liegen könnte?

Ich erhoffe mir soviel am kommenden Termin bei der Untersuchung meiner Halswirbelsäule / "Atlasnerv".

Das ist momentan meine letzte Hoffnung.

J0an7x4


Ich denke eher nicht, dass es ein psychisches Problem ist.

Das ist schlecht, könnte der Einstieg in eine langwierige Karriere als Hypochonder werden.

Du solltest Dich, egal ob Du es nun glauben magst oder nicht, zumindest mal über die Symptome von hartnäckigen Angststörungen und Burn out informieren, und dann neu entscheiden. Und schau mal hier bei den Symptomen

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Vegetative_Dystonie]]

_4ParRvati_


Ich denke eher nicht, dass es ein psychisches Problem ist.

Wenn ich Alkohol trank, merkte ich eher mehr den "Alkoholkick" anstatt meine Probleme.

dann kam der Stress/die schlechte negative Laune des Chefs auf der Arbeit zusammen).

Merkst du was?

Aber das Trinken habe ich aufgegeben, dennoch ändert oder bessert sich leider nichts.

Der Alk mag jetzt fast weg sein (besser wäre vorerst ein Totalverzicht), aber deine Probleme, der Stress und dein schlecht gelaunter Chef bleiben. Das allein kann schon massiv auf die Psyche schlagen und sei es eher unterbewusst. Dann weißt du auch nicht, inwieweit dein Alkoholkonsum dein vegetatives Nervensystem angegriffen hat. Bis das wieder in Ordnung ist kann es dauern.

PDroble9mjupngex92


Was ich noch dazu sagen muss, offen und ehrlich:

Die Ausbildung hat mir absolut nicht gefallen. Ich wurde auf einen Stuhl gesetzt, hatte einen PC vor mir, die Ausbilder sind in ihr Büro gegangen und so saß ich da, ich war total verwirrt. Ich hatte nichts zu tun, von mir wurde absolut NULL verlangt, ich saß also somit 9 Stunden da und habe nur auf den Startbildschirm des PC's geschaut. Welches Gefühl das in einem erzeugt, kann man sich vielleicht denken. Man fühlt sich total nutzlos und fehl am Platz und weiß gar nicht so recht, wieso man überhaupt dort ist. Das Arbeiten an sich war ich seit mehreren Jahren gewohnt, aber es geht darum, um das wirkliche "Nichts-Tun" - wortwörtlich. Und dieser, ich nenn es mal, "innere Hass, der zusammen auf morgendliche Angetrunkenheit getroffen hat, plus an diesem Tag das grundlose launische "Fertigmachen" des Chefs" könnte etwas ausgelöst haben?? Es ist naheliegend. Wobei es natürlich auch was organisches sein kann.

Es ist auch sehr merkwürdig, dass es genau 3 Tage nach Ausbildungsbeginn angefangen hat. Ich dachte mir auch, "Hmm, da könnte es doch einen Zusammenhang geben"...

Aber auch wenn ich eine z.B. vegetative Dystonie haben sollte oder ein psychisches Problem, müsste das doch irgendwie herausgefunden werden? Ich bin bereits nebenbei in psychatrischer Therapie in Form von Gesprächsstunden, in denen ich meine Kindheit, Umgang mit Familie, etc. erzählen soll. Aber meiner Meinung nach bringt das absolut nichts.

Das MERKWÜRDIGE ist noch: Nach dem Aufstehen hatte ich alle Sympthome nur SEHR schwach, manchmal fast gar nicht merkbar, allerdings nur für wirkliche 10 Minuten, dann fängt es immer an!!!!!!!

Seit 5 Tagen allerdings, fangen sie sofort beim Wachwerden an. Ich kann nichts mehr machen, kein Auto mehr fahren, fast nicht mehr rausgehen, nichts mehr unternehmen, mein Leben ist nicht mehr planbar.

Der totale Horror.

m-ond0+stuerxne


Bin seit einem Jahr krankgeschrieben, mein Leben ist kein Leben mehr.

Welche Diagnose steht auf der Krankschreibung?

@ Jan74

Ich befürchte, es ist ein hoffnungsloser Fall. Aber ich lass nichts unversucht.

Jban27<4


Dann bist Du ja auf jeden Fall psychisch "vorgeschädigt", vermutlich entsprechend sensibel etc.

Das MERKWÜRDIGE ist noch: Nach dem Aufstehen hatte ich alle Sympthome nur SEHR schwach, manchmal fast gar nicht merkbar, allerdings nur für wirkliche 10 Minuten, dann fängt es immer an

Das war bei mir in entsprechenden Phasen auch so. Halbwegs fit aufstehen, ein paar min gut fühlen und dann "Elefantenkuh setzt sich auf den Brustkorb".

Psychische Ursachen kann man nicht "herausfinden" sondern nur per Ausschlussdiagnose. Wenns nix körperliches ist, bleibt halt nichts anderes übrig. Wobei Du natürlich auch die Spur mit der HWS verfolgen solltest, klar. Offen für alles. Kann natürlich auch da rein spielen.

Aber was Du schreibst schreit halt förmlich nach Burnout, Angststörung, Depression..

Und dieser, ich nenn es mal, "innere Hass, der zusammen auf morgendliche Angetrunkenheit getroffen hat, plus an diesem Tag das grundlose launische "Fertigmachen" des Chefs" könnte etwas ausgelöst haben??

Naja, wenn das Befinden vorher "kurz vorm kippen" war, aber noch ok, dann kann das halt der eine Tropfen zuviel gewesen sein.

Bei mir kam das auch abrupt, von einem Tag auf den anderen, das Leben war sofort nicht mehr so wie vorher, und das hat monatelang gedauert.

PyrobUleamjungex92


Auf der Krankschreibung steht der Tumor (Hypophysenmakroadenom) - wobei laut Ärzten das nicht der Auslöser sein kann.

Wieso hoffnungsloser Fall? Ich nehme sehr gerne jeden Rat an, da ich total am Ende bin und langsam, nach einem Jahr täglicher starker Qual die Hoffnung langsam aufgebe bzw. diese schwindet.

Ich danke auch bisher allen Antworten, das ist sehr nett, dass ihr euch Zeit für mich nimmt.

PhroGbleqmjun-gex92


@ Jan:

Hattest du die gleichen Sympthome wie ich?

Ich würde es wohl gerne auch mit Medikamenten probieren, doch der Psychater möchte mir wohl keine verschreiben. Ich bin an dem Punkt, dass ich alles "fressen" würde, um auszuprobieren, ob es hilft, da ich total am Ende bin.

J;aqn7b4


also das hier ist sicher kein psychosomatisches Symptom

gelegentliches Anschwellen der Augen

aber alle anderen können derartige Ursachen haben, denke ich.

Hm, was für Symptome hatte ich..

- permanten innere Unruhe, Puls erhöht, Blutdruck erhöht, Herzangst ganz massiv, ständige Puls-Beobachtung und so

- Schmerzen in der Herzgegen

- so ein komisches Gefühl, keine Luft zu bekommen, "unter einer Käseglocke", vemutlich chronische Hyperventilation

- Schwächgefühle, "gleich kippe ich um"

- so eine fiese latente Todesangst, die man schwer in Worte fassen kann. So als hätte man irgendwo ein Loch und die Lebensenergie würde entweichen. Das war das schlimmste daran. Also halt einfach Angst Angst Angst

- ebenfalls dauernd Unruhe und starken Bewegungsdrang

- Neigung zu Panikattacken in sozialen Situationen (hab monatelang jede Party gemieden), also "sich stabil fühlend in der Gegend rumstehen" ging gar nicht

Also nicht ganz so umfassend wie bei Dir, aber geht schon in dieselbe Richtung.

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