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Medikamente über Jahre genommen und radikal abgesetzt?

I"nfiniAte[Awareneshs hat die Diskussion gestartet


Ich habe eine Frage. Meine Freundin hat seit vielen Jahren regelmäßig vom Arzt verordnet eine ganze Menge unterschiedlicher Psychopharmaka genommen (dazu auch das abhängig machende Tavor). Wieviel sie von den anderen genommen hat und was das alles genau war, weiß ich nicht mehr, aber Tavor hat sie ca. 1 Jahr lang jeden Tag 1mg genommen, teilweise sogar vorbeugend... dabei macht es ja abhängig. Ich höre davon oft nichts gutes... nun hat sie alle Medikamente und das Tavor radikal abgesetzt und es geht ihr gut. Ihr Arzt weiß davon und zu ihm geht sie auch noch. Nun hörte ich, dass das radikale Absetzen fatale Folgen haben kann. Ihr geht es soweit gut. Sie nimmt ihre Medikamente nicht mehr. Sie hat zwar Entzugserscheinungen, aber ihr geht es jetzt nicht ernsthaft schlecht. Meine Frage, sollte sie es so belassen?

Antworten
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Langsames Ausschleichen von Psychopharmaka ist, soviel ich weiß, nur deshalb wichtig, damit man nicht unter argen Entzugserscheinungen leiden muss.

Bei Tavor (und Benzodiazepinen) ist es in der Tat oft nicht so unproblematisch, wenn man kalten Entzug macht. Da kann es zu Krampfanfällen kommen. Aber die Dosis von 1mg finde ich jetzt nicht soooo wahnsinnig hoch, dass ich das Absetzen als große Gefahr betrachte.

Z8wackx44


Deine Angabe dessen, was Deine Freundin in der Vergangenheit genommen hat, sind sehr vage, und deshalb kann man kaum eine vernünftige Antwort geben. Für den Fall, dass sie auch Antidepressiva genommen hat, wäre die Frage, ob sie die Daumenregel erfüllt hat, wonach man nach Verschwinden der letzten Beschwerden das AD noch 6-12 Monate weiternehmen soll, um Rückfälle möglichst zu vermeiden. Wenn sie Tavor-Entzugserscheinungen hat und die zu heftig werden, sollte sie aus meiner Sicht den Arzt um Rat fragen, der ihr das Medi verschrieben hat.

S2pinGnerTixn


Wenn es ihr Arzt weiß und sie darin unterstützt, wieso sollte es dann nicht in Ordnung sein?

Ohne genaueres zu wissen über die Diagnose, die Medikamente, die Dosierung etc. (was ihr Arzt weiß) kann man hier nur spekulieren. Ich finde es zwar sehr fragwürdig, dass man über Jahre viele Psychopharmaka nimmt und die plötzlich alle auf einen Schlag absetzt, aber da ich die Gründe nicht kenne und auch sonst nichts darüber weiß halte ich mich lieber mit einem Urteil zurück.

Ifnfinitve6Awarenness


Also bisher geht es ihr gut. Sie hat Entzugserscheinungen:

Hitze-Kälte-Wechsel, Jucken, und geht weiterhin zum Arzt.

Oitt1ti


Hallihallo,

Ich bin neu hier und wende mich mit einem ganz dringenden Problem an euch - ich weiß nicht wie ich weitermachen soll ?

Ich bin vor 6 Wochen für 1 1/2 Wochen in eine Psychatrische Klinik gegangen, da ich nach einem Risikoverkehr akute Angst vor einer Hiv- Infektion hatte, was mich fast um den Verstand gebracht hat. Ich wurde sofort mit Sertralin und Olanzapin vollgepumpt, mit letzterem (unverständlicherweise) da ein Wahn vermutet wurde. Während des Aufenthaltes erhielt ich 10mg Ol. Und 100mg Se. - nach Entlassung 5mg Ol. Und 150mg Se. Das langsame Absetzen der Psychopharmaka ist seit Ende letzter Woche geplant, da sich da (13 Wochen nach RK) der Hiv-Test als negativ erwiesen hat und somit als sicher gilt - und meine Laune war auch schlagartig so gut wie früher. 

Am Montag musste ich Olanzapin aufgrund eines MNS abrupt absetzen. Mein Arzt sagt, es ist es wäre ja eh nicht mehr nötig und bei 5mg über einen solch kurzen Einnahmezeitraum würde es keine Absetzerscheinungen geben, icH könne also beruhigt sein und wir würden uns jetzt um das langsame Absetzen von Sertralin kümmern . Ich habe mich ja vorher auf eigene Faust erkundigt gehabt über Neuroleptika und etwas ganz anderes gelesen - man müsse Olanzapin bei einer Einnahme von mehr als 4 Wochen ausschleichen lAssen. Nun habe ich seit Mittwoch auch starkes Kopfweh, manchmal einen Tinitus und ein Kribbeln und Zucken in Beinen und Füßen, welche für mich klare Absetzerscheinungen sind ! Habt ihr einen Tipp wie man da nun weiter vorgehen kann? Ich traue meinem Arzt nicht mehr. Sollte ich trotz Diagnose MNS das Olanzapin nach einer Weile wieder nehmen ? Und vielleicht bei 2,5mg einsteigen um es langsam zu erniedrigen? Wie lange braucht man denn normal für das Absetzen einer niedrigen Dosis wie 5mg bzw 2,5mg, wenn der Zeitraum nur knapp 45 Tage betrug ?

Parallel dazu nehme ich ja wie besagt Sertralin mit der Dosis 150mg auch über den schmalen Zeitraum von 6 Wochen. Wie sieht da das weitere Vorgehen bezüglich absetzen/ausschleichen aus?

Muss ich mich da auch an die Minimierung von 10% der Dosis über 4-6 Wochen halten ?? Oder geht das da in kürzeren Abständen ?

Liebe Grüße,

Ottti

S%pinnWerxin


Ich traue meinem Arzt nicht mehr.

Da vertraust du lieber deinen "Erkundigen auf eigene Faust" und fragst auf einem Internetforum nach Rat? Er ist der Fachmann, und wenn du ihm nicht traust, dann geh zu einem anderen. Aber ohne ärztliche Meinung mit Psychopharmaka und deren Dosierung herumzuspielen ist eine sehr schlechte Idee.

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