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MS? Was soll es sonst anderes sein?

P'iMan0509


Ich denke du wirst das Ergebnis der Lumbalpunktion, die mir total unnötig erscheint und mir persönlich zu risikobehaftet wäre, nur um die erfahren, daß nichts ist, eh nicht glauben.

Dann schließe ich mich Kobold an. Es werden jährlich so viele unnötige Untersuchungen gemacht, weil der Patient Eigendiagnosen mitbringt und auf Untersuchungen besteht und es der Arzt irgendwann macht, damit man ihm später nichts nachsagen kann. Und in den meisten Fällen dieser unnötigen Untersuchungen kommt nichts raus und er Hypochonder ist nur kurzzeitig beruhigt.

Ich habe selbst auch eine Angststörung und bin hypochondrisch veranlagt. Und ich kenne sehr viele deiner Symptome. So lange du dich so auf die Symptome konzentrierst werden sie immer da sein und noch präsenter werden. Du verschenkst ständig Lebenszeit für nichts. Denn es wird nach der Lumbalpunktion weiter gehen mit der Suche. Dabei könntest du es so einfach haben.

mMn solltest du die Untersuchungen die du forderst selbst zahlen. MRT und Punktion und auch all die Untersuchungen die du danach noch möchtest und forderst.

NduraTrihyxon


Du magst alles mögliche haben, aber eher eine hypochondrische Erkrankung als MS.

K)le>ineHe|xe21


Das sind halt auch nicht alle Sachen.

Es sind so viele kleine Dinge, die das große ganze formen.

Kannst du das vielleicht mal genauer ausformulieren? Ich hatte dir ja schon gesagt, dass es ca. 100 andere neurologische Erkrankungen gibt, die deine Symptome auslösen könnten.

Wenn man da noch genauer differenzieren möchte, müsste ich schon wissen, welche kleinen Dinge du noch hast und welche Dinge du hier noch nicht aufgeführt hast.

L>uc$i32


Hallo, bei so viele diffuse Symptomen plus negative neurologische Befunde, würde ich auch Richtung Psyche denken. Ich bin Hirntumor und Rückenpatientin. SEPs, NLGs usw. habe Defiziten und Nervenschädigungen gefunden, die ich im Alltag gar nicht wahrgenommen habe. So sensitiv sind diese Tests. NLGs und SEPs zeigen genau wo die Schädigung liegt. Messfehler gesund/nicht gesund gibt es nicht.

Symptomen im linken Arm und rechtes Bein gleichzeitig sind anatomisch gar nicht möglich.

Lieber das Geld für etwas sinnvolles sparen. Das MRT wird o.B. sein.

Lieber um eine Psychotherapie kümmern vor das Ganze chronisch wird.

k\izm


Das Problem des MRIs der Neuro-Achse ist, das selbst mittels MS-Protokoll die Slices nicht fein genug sind, um etwaige Läsionen ausfindig zu machen, die solche geringfügigen Symptome verursachen. Die Nerven am Hirnstamm und in der Wirbelsäule sind so eng gebündelt, das kleinste Entzündungen, derartige Beschwerden verursachen koennen. Selbst ein negatives MRI waere kein Beweis fuer keine ED. Das selbe gilt im Prinzip auch fuer den Kopf, Läsionen können so klein sein das selbst aktuelle 3-Tesla Technik sie nicht finden. Was die Lumbalpunktion betrifft würde ich dies als weiteren Beleg für die Unwahrscheinlichkeit einer MS allerdings definitiv in Betracht ziehen. Beide Verfahren haben im Anfangsstadium ungefähr die selbe falsch-negative Rate (Kopf!), die Lumbalpunktion dürfte allerdings zuverlaessigeren Aufschluss geben als das MRI der Neuroachse, die wesentlich weniger Substanz besitzt als das Gehirn und damit nur bei deutlicher Symptomatik noch überprüft werden sollte. Ebenfalls koennte man gleich in einem Rutsch auch noch auf Neuroborreliose prüfen, nur damit bei langanhaltender Symptomatik, schublosem

weiteren Verlauf und ev. Symptom Verschlimmerung das gleich mit aus der Welt ist (Zuverlaessigkeit von 95%).

PS: Das Problem ist nunmal wirklich, dass eine MS quasi alles ausloesen kann, und selbst Menschen nur mit Kopfschmerzen oder anderem Verdacht durch Zufall durch das MRI eine MS diagnostiziert bekommen haben. Ausserdem sollte man nicht ausser Acht lassen, das bei Erkennung dem Patienten geholfen werden kann, was bei anderen neurologischen Erkrankungen nicht der Fall ist. Das wiederum macht ihn länger arbeitsfähig und schont die Staatskassen, wenn wir hier schon von Geldern sprechen. ;-)

k+izm


Im übrigen finde ich die Unterstellung von Hypochondrie ziemlich deplatziert. Niemand kennt ihn und niemand steckt in seinem Körper, eine Hypochondrie zu unterstellen grenzt schon fast an Unverschämtheit, es ist ganz natürlich das bei derartigen Symptomen Angstgefühle wenn nicht sogar Panik entsteht. Es gibt tausende von Ursachen derartiger Beschwerden, die bis heute noch nicht auf dem Radar der Medizin existiert und unbekannt ist. Es gibt Studien die Belegen das bis zu 10% aller psychiatrisierten Fälle in geschlossenen Psychiatrien in Wirklichkeit biologischer/pathologischer nicht ausschliesslich rein funktioneller Natur sind.

Und bzgl. eine MS kann nicht gleichzeitig Fuss und Hand befallen: das kann sie sehr wohl, wenn sie im Hirnstamm bspw. feine Läsionen besitzt. Das ist zwar untypisch, aber gibt es.

Btr%ombe2erküc=hleixn


Im übrigen finde ich die Unterstellung von Hypochondrie ziemlich deplatziert. Niemand kennt ihn und niemand steckt in seinem Körper, eine Hypochondrie zu unterstellen grenzt schon fast an Unverschämtheit, es ist ganz natürlich das bei derartigen Symptomen Angstgefühle wenn nicht sogar Panik entsteht.

Im Prinzip geb ich dir recht.

Aber - meinst du nicht, das der TE ausreichend von verschiedenen Ärzten untersucht worden ist? (gut ausser der LP)

Alle seine Untersuchungen waren ohne Befund - gerade zu Lehrbuchmäßig laut Arzt/Ärzten.

Ich versteh wirklich, das man sich mal anmaßt mit einem Arzt rumzudiskutieren - ich lass mir sicher auch nicht alles einreden was die Herren Doktores mir versuchen unter zu jubeln. Aber nach drei Ärzten kann man schonmal anfangen zu akzeptieren, das man eventuell körperlich doch gesund sein könnte.

Und wie schon geschrieben:

das Lhermitte Zeichen

solche Sachen sind zusammen gegoogelt, denn der "normale" Patient kennt solche Fachtermini in der Regel nicht. Ebenso wie den Babinski - sowas kennt man nur, wenn man sich mit seinen Symptomen via googel beschäftigt. ;-) Und wenn man anfängt Google mehr zu vertrauen wie den untersuchenden Ärzten, dann ist der weg in eine Angststörung nicht weit.

Sorry aber gib mal bei Googel schwarzes Bein ein - da kommt auch Raucherbein und nicht wasch dich mal, was das naheliegendste wäre. ;-)

k{izxm


Brombeerküchlein, das liegt einfach daran, dass man immer und immer wieder, selbst im Bekanntenkreis, von unzähligen Fehldiagnosen erfährt. Die Mediziner sind beiweitem keine Götter in weiss. Ein Medizin Studium bzw. das Erreichen eines Doktortitels ist bei weitem nicht so schwer wie das Erreichen einer Promotion (akademische Doktor Titel), er ist eher mit der Schwierigkeit eines Diploms gleichzusetzen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Feld der Neurologie sehr gross und komplex ist und Neurologen von vielen Erkrankungen meist weniger Ahnung haben als ihre Patienten. Der Neurologe muss sich auf einem breiten Spektrum von Krankheiten auskennen, und Symptome und Beschwerden kennt er meist nur aus Lehrbüchern oder eben aus der Praxiserfahrung von Patienten, die er aber nicht in grosser Menge selbst diagnostiziert oder diagnostiziert hat. Ein Arzt kann sich nur so gut auskennen wie es sein Patientenpool zulässt, und MS, ALS oder andere seltene Erkrankungen diagnostiziert man eben nicht regelmässig (die Inzidenzrate der MS ist ungefähr 5 von 100.000, und wieviele Neurologen teilen sich wohl diese 100.000 Patienten, und wieviele von denen haben eben eher eine eindeutige Symptomik wie vollkommene Taubheit, Sehnerventzündung oder Lähmung).

Eine vollständige Abklärung ist m.E. nach hier durchaus gerechtfertigt bevor man erst ganz ganz ganz am Schluss das Auffangbecken Psychosomatik zur Hilfe zieht.

Hxaylexy M.


Im übrigen finde ich die Unterstellung von Hypochondrie ziemlich deplatziert. Niemand kennt ihn und niemand steckt in seinem Körper, eine Hypochondrie zu unterstellen grenzt schon fast an Unverschämtheit, es ist ganz natürlich das bei derartigen Symptomen Angstgefühle wenn nicht sogar Panik entsteht.

Es ist aber auch nicht unbedingt sinnvoll, von einem Internetforum Erlösung von dieser Panik zu erwarten. Wer hier schreibt, muss auch mit einem Hinweis auf psychologische Gründe für die Symptome rechnen, zumal wenn untersuchende Ärzte selbst schon darauf hingewiesen haben. Usern deswegen Unverschämtheit zu unterstellen, wäre ähnlich, als diese den Ärzten vorzuwerfen.

K[leipneH&euxe2x1


@ TE,

vielleicht kannst du mal meine Fragen beantworten, dann können wir weiter überlegen.

B?rom\beeOrk>üchxlein


. Ein Arzt kann sich nur so gut auskennen wie es sein Patientenpool zulässt, und MS, ALS oder andere seltene Erkrankungen diagnostiziert man eben nicht regelmässig

Eine vollständige Abklärung ist m.E. nach hier durchaus gerechtfertigt bevor man erst ganz ganz ganz am Schluss das Auffangbecken Psychosomatik zur Hilfe zieht.

Dann sollte er aber auch nicht zu irgendeinem "Wald und Wiesen" Neurologen gehen , sondern in eine MS Ambulanz. Dort sehen die Ärzte das jeden Tag und er kann ziemlich sicher sein, dort adäquat behandelt zu werden. Die Frage ist - akzeptiert er deren meinung, wenn auch die sagen alles ohne Befund?

EyhemaligDer jNutzer (#4 671x93)


die Inzidenzrate der MS ist ungefähr 5 von 100.000

Stimmt. Die Prävalenzrate beträgt 50-100/100.000. Hängt natürlich auch von der Geographie ab, aber das MS nun sooo selten vorkommt, finde ich nicht.

Problematisch ist eher, dass es MS-Patienten gibt, wo die Diagnostik ewig dauert, weil die Symptome so diffus sind. Wenn sich ein Patient mit Paradesymptomen vorstellt, sollte man das relativ flott erkennen.

kCizm


> Usern deswegen Unverschämtheit zu unterstellen, wäre ähnlich, als diese den Ärzten vorzuwerfen

Ich kenne die Gespräche nicht die geführt worden sind, aber ich kann sehr wohl diesen Thread lesen. Und es keine Seltenheit, dass sich Ärzte unverschämt verhalten, das weiss jeder der ernsthaft krank war/ist oder aus anderen Gründen intensiven Kontakt mit dieser Personengruppe hatte.

D>ieK_ruemxi


Eine vollständige Abklärung ist m.E. nach hier durchaus gerechtfertigt bevor man erst ganz ganz ganz am Schluss das Auffangbecken Psychosomatik zur Hilfe zieht.

Sorry, aber das ist in meinen Augen echt Käse..... er war bei 3 Spezialisten, incl. dem INI, dem Tempel von Prof. Samii. Wenn wenigstens ein einziger Arzt die Richtung MS als wahrscheinlich angesehen hätte, könnte ich ja verstehen, dass der TE zweifelt, aber wenn ALLE Ärzte incl. wirklich ausgezeichneter Fachleute MS ausschließen, dann hat er keine MS.

Es ist vollständig abgeklärt, denn invasive Diagnostik, die Risiken birgt, sollte nur gemacht werden, wenn es Anhaltspunkte gibt--und die gibt es hier nicht. Angst alleine berechtigt nicht zu so einer Maßnahme.

Bin schon meistens nur noch zu Hause in der waagerechten

Wenn er jedoch seine Freizeit damit verbringtm einfach still rumzuliegen, werden seine Beschwerden größer-denn der Mnesch ist nicht zum Rumliegen geschaffen.

kUizxm


Brombeerküchlein, da bin ich nun etwas überfragt, aber meines Wissens nach, tut eine MS Ambulanz keine nicht-diagnostizierten Patienten untersuchen bzw. behandeln.

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