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Als- täglich mehr Symptome, keine Diagnose

S#palrxo


Sorry

x4ani1B23


Hast ne pn von mir :-)

M#a ya_layya1x3


Liebe Fadenmitglieder,

Ich habe lange überlegt, ob ich mich hier anmelden und etwas schreiben soll, aber es geht mir mittlerweile so schlecht, dass ich nicht mehr weiter weiß. Ich kann euch alle so gut verstehen.

Bei mir fing alles mit dem kleinen Finger an. Er war bewegungslos und hing einfach nur runter. Ich muss jetzt dazu sagen, dass ich ALS schon lange kannte und das schon seit sicher 20 Jahren ein Horror von mir ist (da ich erst 34 bin ein ziemlich langer Zeitraum), aber ich habe nie ausgeprägte Ängste diesbezüglich entwickelt, da ich eigentlich noch jung bin und das bislang nicht wirklich zur Debatte stand.

Dies ist jetzt anders.

Jedenfalls kam mir das mit dem Finger seltsam vor und ich habe im Internet nachgesehen. Großer Fehler. Natürlich kam sofort ALS zum Vorschein. Jetzt der Witz: der Finger war einfach nur abgeklemmt und funktionierte abends wieder einwandfrei. Auch hatte wohl das ständige Halten des Handys dazu beigetragen, dass der Finger einfach mal kurzzeitig gelahmt hat. Man sollte meinen, dass sich das Thema damit erledigt hätte, aber Pustekuchen. Jetzt ging es erst richtig los.

Da ich schon lange sehr schnell erschöpft war und durch meinen Beruf viel im Labor stehe, bekomme ich wenig Sonne und habe meinen Vitamin D Spiegel testen lassen. Befund: 4,2!!! Natürlich viel viel zu niedrig (mittlerweile frage ich mich auch hier, ob da nicht eine Grunderkrankung auch noch Schuld ist). Ich bekam Vitamin D verschrieben und begann mit der Einnahme und von da an ging es stetig bergab. Ich spürte jeden Muskel. Der rechte Arm verhärtete komplett (bis heute habe ich Schmerzen in diesem Arm, nachts liegt er manchmal wie abgestorben im Bett und es dauert ein paar Minuten bis ich ihn bewegen kann), der Nacken, die Beine...ich konnte mich kaum aufrecht halten, so schwach war ich. Und das, obwohl Vitamin D doch eigentlich das Gegenteil bewirken sollte. Ich versuchte mich also wieder zu beruhigen, indem ich nach ähnlichen Fällen suchte und fand auch genug Beispiele, wo es erstmal zur Erstverschlimmerung kam und auch den Hinweis, dass Magnesium unerlässlich ist, wenn man Vitamin D nimmt, da es unglaublich viel verbraucht bei der Verstoffwechselung. Gesagt, getan. DIe Muskelschmerzen an sich wurden zwar besser, aber dann gingen die Zuckungen los. Ich war seitdem völlig panisch und habe mir die schlimmsten Krankheiten (einschließlich ALS) ausgemalt. Allerdings konnte ich mich auch hier noch beruhigen, da ich keine wirklich klinische Schwäche feststellen konnte (nur das SchwächeGEFÜHL) und meine Psyche durch den Stress der ganzen Wochen davor auch wirklich angespannt war. Es war logisch, dass mein Körper mir so signalisiert auch mal einen Gang runterzufahren. So weit, so gut.

Ein paar Tage später stellte ich fest, dass meine Stimme nur noch monoton nutzbar war. Keine Höhen und keine Tiefen waren mehr möglich. Außerdem klang sie gehaucht. So als ob die Stimmbänder nicht schließen würden. Und dann ging mir auf, dass das nicht so plötzlich kam, sondern sich schon ein paar Wochen eher ankündigte als ich auf einer Feier ein Geburtstagsständchen mitgesungen hatte und mich unheimlich quälen musste und danach auch Schmerzen im Kehlkopf hatte. Natürlich habe ich wieder gegooglet und gelesen, dass auch das ein Erstsymptom bei der bulbären Form sein kann. Manchmal habe ich auch Probleme beim schnelleren Sprechen und verhaspele mich oder verschlucke Buchstaben. Und seit zwei Tagen ist auch noch meine linke Gesichsthälfte am Zucken und fühlt sich komisch an. Und jetzt bin ich wirklich ganz unten angekommen. Ich habe seitdem auch noch Atemnot (lachen, gähnen, selbst niesen funktioniert nicht richtig) und ich bin kaum noch belastbar. Ich versuche mir das alles immer noch durch rein psychische Faktoren zu erklären und dass ich mir das nur alles "angelesen" habe bzw durch meine dummen Recherchen verschlimmert habe, aber irgendwas stimmt nicht und das spüre ich. Ich war bislang nur bei meinem Hausarzt. Einen Termin in einer HNO Klinik habe ich erst am 21.7. und einen Neurologen habe ich noch gar nicht angerufen, da ich mir die Blöße nicht wirklich geben wollte.

Und dazu kommt, dass man dann manchmal auch noch unfreiwillig auf das Thema gestoßen wird, weil es im Fernsehen kommt oder in einem Blog steht, der sonst thematisch rein gar nichts damit zu tun hat und man denkt natürlich sofort, dass das alles Zeichen sind! :-/ :-(

Es tut mir leid, dass dieser Text nun doch recht lang geworden ist. Ich weiß nur so langsam nicht mehr, was ich tun soll. Gerade das mit meiner Simme treibt sich um, da ich weder viel reden muss im Beruf, noch etwas mit Gesang zu tun habe und auch nicht erkältet war. Eine Überlastung der Stimme ist also eher unwahrscheinlich. :|N

Liebe Grüße und gute Besserung an alle, die Maya

S"panro


Hallo. Aber ne richtige Schwäche an einer Körperteile jetzt nicht? Hattest du Ma ne starke Erkältung, die dem Voraus ging? Kannst du dich noch erinnern, wann sie Zuckungen bei dir anfingen und wie?

Hast du auch stellen die schon wochenlang 24 h zucken?

B2o41


Was sagt denn Dein Hausarzt?

Sind die Symptome (z.B. monotone Stimme) wieder weg, oder dauerhaft?

es braucht schon eine Zeit bis ein langzeitlicher Starker D Mangel sowie die dadurch entstandenen Schäden wieder ausgeglichen sind. :)D

Mbayaelavya13


Hallo Sparo und Bo1,

danke für eure Antworten. :-)

Was meinst du mit richtiger Schwäche, Sparo? Das ist schwierig einzuschätzen. Ich habe dann ja auch den Fehler gemacht ständig alle Muskelgruppen testen zu wollen (vollen Wasserkocher durch die Gegend tragen, Beinübungen) und sie damit sicherlich überfordert.

An manchen Tagen konnte ich kaum die Treppen hochlaufen und war nach 10 Stufen schlichtweg k.o. und die Beine sackten weg, an anderen war es der Arm, der nicht so wollte (überhaupt ist mein rechter Arm neben meiner Stimme die Hauptschwachstelle).

Aber da alles eben mal besser und mal schlechter ist, hoffe ich, dass das alles nichts zu sagen hat und eher selbst ausgelöst ist.

Plus der eben starke Vitamin-D-Mangel, der meine Knochen und Muskeln geschädigt hat und sie demnach gar nicht so leistungsfähig sein können.

Ich habe auch Stellen, die fast 24Std zucken. Meine Zehen des linken Fußes zum Beispiel. Das begann als ich meinte, sie unbedingt weit auseinanderspreizen zu müssen. Der kleine Zeh wollte nicht so, also habe ich mich überanstrengt und seitdem tanzen sie regelrecht und hören auch nicht mehr auf. :-/

Wie die Muskelzuckungen anfingen, kann ich zeitich gar nicht komplett festlegen. Ich hatte immer mal ein Teil, das gezuckt hat. Mal der Daumen, mal der Zeigefinger, manchmal die Wade. Aber damals hatte ich noch keine Angst vor Krankheiten und habe dem kaum Beachtung geschenkt.

Als aber diese Erschöpfung kam und die gefühlte Schwäche (und dadurch auch die Angst), da ging es am ganzen Körper los. Ich denke, es hat schon jeder Muskel an meinem Körper mal gezuckt. Rücken, Bauch, Gesicht, Oberarm, Unterarm, Oberschenkel, Wade..also wirklich alles. Sogar der Po. Ich kann diese Zuckungen auch provozieren, indem ich die Köperstelle kurz fest drücke oder lange anspanne. Nicht immer, aber manchmal.

Die Zuckungen variieren auch zwischen einzelnen periodischen Zuckungen, Vibrationen und Zuckungen, die sich anfühlen als "blubbere" etwas. Manche dauern nur einige Sekunden, andere ein paar Minuten und die Zehen, wie gesagt, noch länger.

An eine Erkältung kann ich mich im Vorfeld an meine Stimmprobleme nicht erinnern. Ich hatte vor ein paar Wochen mal ein Eintagesfieber (fast 40°C, dazu Muskelschmerzen), das aber genauso plötzlich am nächsten Tag verschwand wie es aufgetaucht war. Da war auch nix mit Halsschmerzen oder so.

Die Stimme ist weiterhin monoton, hauchend und ermüdet schnell. Gestern war ich deswegen mit Panik bei einem ambulanten HNO, der mich dazwischen geschoben hat und meinte, dass mein Hals trocken und verschleimt sei und die Stimmbänder nicht komplett schließen. Da sei ein kleiner Spalt, aber das wäre seiner Meinung nach nichts Gravierendes.

Die Heiserkeit käme vom Schleim auf den Stimmbändern und ich solle Emser Pastillen lutschen und regelmäßig mit Salzwasser gurgeln.

Für ihn ist es nichts Gravierendes und für mich geht die Welt unter. Bedeutet das denn nicht, dass der M. Vocalis schwächelt, wenn die Stimmbänder nicht schließen? :°( :-( Sicherlich gibt es dafür viele Gründe (sogar auch mal wieder psychische), aber ich denke natürlich nur an den einen. :-( :-( :-(

Ich muss jetzt geduldig auf den Termin in der HNO-Klinik Göttingen warten, denn die haben Video-Stroboskopie und Kehlkopf-EMG. Ob sie das auch machen, ist allerdings eine andere Sache und eigentlich wollte ich gar nicht erst in einen Ärztekreislauf hineingeraten. So schnell kann's gehen.

Mein Hausarzt meinte, es könnte alles von Verspannungen herrühren, da ich durch die viele Arbeit im Labor und auch das ständige Ausarbeiten am Computer Fehlhaltungen entwickelt habe (begünstigt auch durch den Vit.D-Mangel) und empfiehlt einen Termin bei einem Orthopäden, um das abzuklären. Das sollte ich dann wohl tun. Noch ein Arzt. Super. :|N :-/ :-(

Opli1Z97x3


Mayalaya,

wenn es auch immer mal wieder besser wird ist es keine ALS. Bei der ALS verkümmert der Muskel und ist weg - da gibt es keine "Tagesform" mehr!

Rauchst Du? Dann ist ein (schon unwahrscheinlicher) Tumor im Hals 1000 Mal wahrscheinlicher als ALS.

Um es auf den Punkt zu bringen:

Du bist zu jung für die sporadische ALS (wenn Deine Eltern nicht an ALS erkrankt sind, fällt die vererbte aus). Deine Symptome passen in der Gesamtheit überhaupt nicht zur ALS. Eine echte klinische Schwäche ist keine gefühlte Schwäche, sondern führt zum kompletten Ausfall des Muskels. Du kannst dann nicht einmal mehr eine Kaffeetasse heben. Gleichzeitig bulbärer Beginn mit Faszikulationen an den Extremitäten ist ausgeschlossen (ist entweder bulbär oder spinaler Beginn- nie zu Beginn beides gleichzeitig). Du hast - wie so viele hier - ne Angststörung und vielleicht (aber nur ganz vielleicht) etwas im HNO-Bereich / Magen. Zb beim sog Reflux (häufiges Sodbrennen, teilw unbemerkt nachts) trocknet der Hals aus und die Stimmbänder werden gereizt und dadurch weniger beweglich. Darunter leiden etwa 5 % der Deutschen und das ist durch Säureblocker gut kontrollierbar

Mein Tipp: neben der HNO-Sache Magenspiegelung und Psychiater. Und wenn Du Dir unbedingt ein EMG vom Kehlkopf antung möchtest: nur zu. Aber es wird Dir keinen Erkenntnisgewinn bringen. Selbst wenn du am Hals Entwarnung hast, wirst du Angst vor ALS an Armen /Beinen haben. Ich sage das so deutlich, weil ich das genauso durchgemacht habe. Ist an einer Stelle Entwarnung, projeziert man die Angst einfach auf eine andere Körperregion - klappt prima. Raus kommst du nur mit einem Vorgehen gegen die Angst.

Fokussier Dich auf das was ist und nicht auf das was sein könnte....

Kopf hoch

Oli

Supa(ro


Also das mit dem Schälken im Hals habe ich auch. Und heiser bin ich auch schnell.

b{ayailxa


Ach, ihr Lieben - Ich hab das doch auch. Und ich war auch nach dem Singen auf einer Feier im Februar heiser wie noch was und hatte Kehlkopfschmerzen. Mein HNO sagt auch, dass irgendwas - Glottis...? schluss? Nanana? nicht komplett ist - aber dank (vor allem Olis) rationaler Argumentation besinne ich mich immer darauf zurück, dass

1. es unfassbar viele Ursachen für unsere Symptome gibt, außer ALS

2. wir quasi Einhörner wären, wenn wir trotz des nicht passenden Alters, der diffusen Symptomatik, den Schwankungen, der fehlenden Diagnose durch Fachärzte doch diese eine bestimmte Krankheit hätten - und naja, Einhörner gibt es bekanntlich nicht.

Aber ich weiß, dass es schwer ist - aber dafür sind hier ja Gleichgesinnte da, damit wir uns gegenseitig helfen und beruhigen, wenn der Kopf gerade mal wieder durchgeht @:)

M[ayalRayDa1x3


Hallo Oli,

danke für die Worte. Mir ist total klar, dass es nur die spinale ODER die bulbäre ALS sein kann, aber von der spinalen ALS bin ich ja so gut wie weg, obwohl die Muskeln zucken, da ich schon erkenne, dass meine Angst erst die Masse an Zuckungen brachte, vorher war fast nichts. Auch die gefühlte Schwäche kann ich selber von der klinischen Schwäche unterscheiden. Allerdings gebe ich dir Recht, dass zu der Zeit, als ich noch Angst vor der spinalen Form hatte (denn damit fing es an), noch gar nicht an die bulbäre Variante gedacht hatte. Das kam erst, als ich mit dem anderen (so gut wie) abgeschlossen hatte. Man könnte das jetzt auffällig finden (ist es auch) und ich schließe bei mir eine Angststörung absolut nicht aus.

Manchmal denke ich, dass auch mein Studium Schuld ist. Das war im medizinisch/pharmazeutischen Bereich und man liest dann viel und weiß zuviel. :(v

An (stillen) Reflux habe ich selber schon gedacht, aber dann wären die Schwingungseigenschaften der Stimmbänder beeinträchtigt und sie wären gerötet (waren sie nicht) und nicht der M. Vocalis am schwächeln, der u.a. die Kraft auf die Stimmbandschließung überträgt. Es ist schon belastend, wenn man noch vor nicht allzu langer Zeit eine durchschnittlich gute Gesangsstimme hatte und plötzlich nicht einmal mehr ein "alle meine Entchen" hinbekommt, da das Stimmvolumen bzw die Bandbreite abnimmt. Weder hohe, noch tiefe Töne funktionieren. Sie kommen nur noch als gehauchte Luft (auch mein sonst so lautes Lachen ist nur noch ein Hauchen). Und das wahrscheinlich wegen des unvollständigen Stimmbandschlusses, der ja eine Ursache haben muss. Vielleicht die beginnende Lähmung eines Stimmbandes. %-| :-/ :-( Und schwupp ist man eben wieder im Gedankenkarussell und in der Angstspirale und sieht sich schon als Pflegefall. Ich kann das auch nicht bewusst steuern, leider.

Dazu kommt eben auch das Gefühl irgendwie rechtsbetont zu schlucken. So als ob links nichts runtergeht. Mein hinteres Gaumensegel ist auch einen Tick asymmetrisch und links ausgeprägter/schlaffer (und ja, ich weiß, der Körper ist nunmal nicht symmetrisch... ;-) ich haue mich selber dafür das überhaupt nachgesehen zu haben). :-( Außerdem kribbelt auch meine linke Gesichtshälfte bzw fühlt sich komisch an und ja, Gefühlsstörungen kommen bei ALS nicht vor, ich weiß auch das. Und trotzdem ist es besorgniserregend.

Ich bin übrigens mein ganzes Leben Nichtraucher. Es ist das erste Mal, dass ich wegen einer Kranheitsangst so neben der Spur bin und ich komme schon allein damit nicht klar, dass ich meine Angst nicht kontrollieren kann. Ich bin regelrecht sauer auf mich. Deswegen wollte ich auch erst zu gar keinem Arzt gehen, denn wenn man einmal anfängt, hört man vermutlich nicht mehr auf.

Ein Gang zum Psychologen ist aber auf jeden Fall sinnvoll und das werde ich auch in Angriff nehmen. :)^

Es tut mir sehr leid, dass du das auch alles durchgemacht hast mit den Ängsten. Ist es dir denn gelungen mit einer Therapie davon Abstand zu nehmen? Du klingst jedenfalls sehr ruhig und rational. Ich hoffe, ich schaffe es auch noch dahin!

@ Bayala:

Bei dir was das auch so mit der Heiserkeit? Hm. Aber ich habe das jetzt seit Wochen und es wird eher schimmer statt besser. Und vom Verstand her weiß ich ja auch, dass es sehr sehr unwahrscheinlich ist, aber wie so viele hier und in anderen Fäden, in denen es um das Thema ging, glaubt man eben immer diese eine blöde Ausnahme zu sein, die es trotzdem erwischt hat. Es ist buchstäblich zum Verrücktwerden. Seufz.

bJa.yalca


@ Maya,

ich weiß - ich bin auch 75% der Zeit überzeugt, dass ich die eine Ausnahme bin, dass ich wegen irgendwas mit der Krankheit bezahlen muss, usw - psychische Faktoren, die nicht ohne sind, denn die Schränken meine Lebensqualität täglich ein. Ich kann also sehr gut nachempfinden, denke ich, was in dir vorgeht :) Ich habe nächste Woche auch endlich die erste offizielle Sitzung mit meiner Therapeutin, ich hoffe, sie kann mir mit diesen Was wenn doch Gedanken helfen.

Das mit der Heiserkeit ist mir Anfang des Jahres das erste mal aufgefallen, dass ich zB wenn ich im Job was erklärt habe für 2-3 Minuten, meine Stimme einfach total rau wurde, als wäre ich erkältet. Aber: Laut Freund und Familie habe ich das schon immer ein bisschen, UND ich hatte vor zwei Jahren, bevor die Zuckungen losgingen, einen bösen Infekt an den Stimmbändern UND man sagt ja, die Psyche kann die Stimme auch immens belasten.

An guten Tagen glaube ich das - an schlechten sind es alles nur Erklärungsversuche, die an der (meiner Meinung nach) Wahrheit vorbeischießen.

Wie du sagst: Seufz. Zum Verrücktwerden.

O3li>19x73


@ Mayalaya,

bei uns scheint es extrem ähnlich zu sein. Nur das es bei mir mit der bulbären Angst anfing. Mein Gaumensegel ist auch leicht asymetrisch und ich habe auch das Gefühl einseitig zu schlucken. Die Schluckbeschwerden wurden dann irgendwann besser und werden jetzt immer nur unter Stress rezidiviereend schlechter. Erst später bekam die Faszis am Körper und die Angst vor der spinalen Form (im Übrigen zuerst Angst vor der spinalen Form (mein linker Unterarm schien mir viel dünner als der Rechte, dann nachgelesen, dann Faszis in Verbindung mit ALS gebracht und wenige Tage später zum ersten Mal Faszis in der Wade (und seit dem durchgehend). Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, dass es BFS sind, ist es schon Wahnsinn, was das Unterbewusstsein so alles kann. Ich brauche mich auch nur auf eine Körperregion in der ich schon mal Zucken hatte (das sind fast alle) fokussieren und schon bekomme ich dort ein paar Zuckungen. Das ist schon fast autogenes Training.

Hast Du schon mal an ein MRT / CT vom Kopf gedacht? Auch wenn da höchstwahrscheinlich nichts ist, würde ich das denke ich an Deiner Stelle erwägen....

Was mir übrigend geholfen hat ist ein Antidepressivum, weil das angstlösend wirkt.

@ Bayla,

Dein Vergleich mit dem Einhorn finde ich Superklasse....

Oli

MDayaRlayax13


@ Bayala

Genau das ist es nämlich. In guten Momenten kann man sich das alles irgendwie rational erklären, aber sehr schnell kommt wieder der Zweifel durch und man ist wieder da, wo man eigentlich nicht sein möchte. Mich belastet das auch sehr im Alltag, da diese Angst im Hinterkopf selbst die schönen Erlebnisse überschattet. Das ist dann nicht nur für mich unschön, sondern ich denke, das ist auch Familie und Freunden gegenüber unfair. Ich sehne mich sehr nach der Zeit zurück, in der alles noch "normal" war.

Ich traue mich mittlerweile kaum noch zu sprechen, da ich mich immer wieder über den Klang meiner Stimme erschrecke. :-(

Ich versuche mir auch immer wieder zu sagen, dass ALS in unserem Alter sehr selten ist. Zumal die Varianz der einzelnen Symptome auch gar nicht wirklich zusammenpasst. Da sind wir wieder beim Rationalen und dennoch will diese innere Stimme nicht verstummen, die einem sagt, dass man krank ist. :°( :-(

Ich hatte mein ganzes Leben immer eine super Intuition. Wieso sollte mich mein Gefühl diesmal täuschen? :-/ :-(

@ Oli1973

Ich nehme bereits seit drei Wochen Opipramol. Habe ich mir vom Hausarzt verschreiben lassen. Ich habe mit 50mg angefangen und bin jetzt bei 75-100mg (je nach Bedarf). Es hilft mir nachts besser zu schlafen und macht mich insgesamt auch langsam etwas ruhiger, aber so wirklich helfen wird gegen die Angst nur eine Therapie. Dessen bin ich mir bewusst.

Unsere Geschichten klingen wirklich sehr ähnlich. I

ch kann dir aber tatsächlich vergewissern, dass die Psyche bzw das Unterbewusstsein sehr viel kann. Wenn man sich im Kopf vorstellt joggen zu gehen, konnte z.B. nachgewiesen werden, dass ein leichter Muskelaufbau stattfindet, obwohl gar kein "echter" Sport stattgefunden hat. Die Suggestion dessen reicht also schon aus, um eine körperliche Veränderung auszulösen.

Und so stelle ich mir das auch mit den Zuckungen vor. Wenn man unter Angst und Anspannung steht, spielen das parasympathische und sympathische Nervensystem quasi Ping Pong miteinander und diese überreizten Nerven-Impulse entladen sich dann eben u.a. in den Muskeln. Mir fällt auch oft auf, dass ich, obwohl ich denke entspannt auf dem Sofa zu sitzen/liegen, mein Körper/Körperteile trotzdem irgendwie angespannt ist/sind. Das merke ich natürlich nicht sofort, aber im Laufe des Abends. Ich muss mich dann richtig zwingen loszulassen. Die Entspannung, die man meint zu empfinden, ist also oft gar nicht wirklich da. Der Körper ist weiterhin in Alarmbereitschaft und dementsprechend ausgelaugt ist man dann auch und die Muskeln fühlen sich schwächer an als sonst.

Bei mir ist es übrigens so, dass ich manchmal denke "solange es nicht am ... (Körperteil nach Wahl einsetzen) zuckt, ist doch alles irgendwie ok. Ich brauche nicht bis 10 zählen und genau da zuckt es dann natürlich. Die Zuckungen an meinem Bauch gingen auch erst los, als ich darüber las. Der reine Gedanke an das Zucken reicht also oft schon aus, um es auszulösen. Schon verrückt.

Aber all das erklärt eben meine Halsprobleme nicht. Dass das Schlucken stressbedingt schlechter wird, kann ich auch bestätigen. Ich versuche daher auch nicht mehr zu sehr darauf zu achten.

Aber jetzt habe ich seit gestern auch noch eine Delle vorne in der Zunge, die definitiv letzte Woche noch nicht da war. So, als ob die Mucosa dort verschwunden wäre, die roten Papillen sind auch weg. ":/ :|N

So als hätte ich sie mir eingeschnitten/eingedrückt, aber ich kann mich an einen solchen Vorfall nicht erinnern. Die Zungenspitze fühlt sich auch seltsam an.

Heute ist irgendwie kein guter Tag. Entschuldigt.

Ich lass mal etwas Kaffee und Kuchen da für den restlichen Sonntagabend! :)D *:)

Und danke für's Zuhören. Allein das hilft schon. Zu wissen, dass da Menschen sind, die verstehen, was in mir vorgeht. @:)

S)parxo


Hi, ist deine Zunge so fleckig, wie eine Landkartenzunge, das hab ich nämlich.

Mgay'alaya=1x3


@ Sparo

Nein, keine Landkartenzunge. Es betrifft nur die äußerste Zungenspitze. Wo sie letzte Woche noch normal halbrund war, ist sie nun eher leicht herzförmig und im "Herzknick" weißlich. Komisch. ???

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