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MS, mehrmonatiger Auslandsaufenthalt

SMchnat3tilexin hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich leide unter Multipler Sklerose und möchte gerne für mehrere Monate nach Neuseeland.

Ich weiß, dass es versicherungstechnisch problematisch ist und würde mich daher gerne mit Leuten, die unter ähnlicher Erkrankung leiden und im Ausland waren/sind, austauschen.

Ich bin über jeden Tipp sehr dankbar.

Für mich stellen sich vor allem folgende Fragen:

1.Welche Auslandskrankenversicherung würde im Falle eines Schubes zumindest teilweise dafür aufkommen?

2.Was habt ihr alles vor der Abreise beachtet?

3.Gibt es Möglichkeiten die Medikamente auch im Ausland bezahlt zu bekommen?

4.Wie bleibt man in Deutschland weiterhin krankenversichert?

5. Habt ihr regelmäßige Blutuntersuchungen im Ausland machen lassen?

(ps: ich möchte keine skeptischen Antworten wie "Überleg dir das noch mal", "Mir wäre das zu riskant" oder "das ist unmöglich" bekommen ;-) - Es ist mein Traum und ich möchte mir das ermöglichen)

Vielen Dank vorab !

Lieben Gruß

Schnattlein

Antworten
kNizm


Ich leider zwar nicht unter MS, kenne mich aber aus mit ihr. Ich möchte Dich dazu ermutigen deine Reise in jedem Fall anzugehen! Nicht, weil ich als Kampf betrachte sich von der Krankheit nicht zu sehr geiseln zu lassen, sondern viel mehr, weil ich einfach keinen Grund sehr bei nicht alzu schwerer Behinderung sie nicht zu unternehmen? MS ist sicherlich keine tolle Diagnose, sie ist aber auch in den meisten Fällen keine Tragödie. Warum solltest Du die Reise nicht unternehmen? Deine Krankenkasse wird ganz sicher für die Kosten einer Schub Behandlung im Ausland aufkommen, darum ruf sie doch einfach an, um das kurz abzuklären. Ein Schub ist ja auch kein Weltuntergang, selbst wenn er kommt, dann bedeutet das ja nicht, alles stehen und liegen zu lassen und wieder nach hause zu kehren. Kortison gibts ach in Neuseeland, und ein Schub, wenn er denn überhaupt auftauchen sollte muss ja nicht mit horizontaler Bettlage behandelt werden.

Ich weiss natürlich überhaupt nichts über deinen Krankheitsstatus und die Art und Weise wie sich bisher Schübe bemerkbar gemacht haben. Ich würde jedoch bei der Diagnose MS der Vorsicht wegen nicht einschränken lassen! Technische Tips kann ich Dir leider allerdings keine geben, nur versuche Dich durch nichts enmutigen zu lassen, dafür gibt fast nie einen Grund!

Viel Spass in Neuseeland!

L)u\ci32


Am sinnvollsten: Krankenkasse anrufen und nachfragen, wie und was sie im Ausland übernehmen.

Dann erkundige dich im Netz wie das System in New Zeeland abläuft. In manche Lände gibt es eine stattlichen System - das ist dann kostenlos.

Sonst im Voraus Neuro kontaktieren und Medikamentenvorrat für Notfälle mitnehmen.

tJatuxa


1.Welche Auslandskrankenversicherung würde im Falle eines Schubes zumindest teilweise dafür aufkommen?

2.Was habt ihr alles vor der Abreise beachtet?

3.Gibt es Möglichkeiten die Medikamente auch im Ausland bezahlt zu bekommen?

4.Wie bleibt man in Deutschland weiterhin krankenversichert?

Zu deiner ersten Frage: ich habe mal die allgemeine Info bekommen, dass es auch bei einer chronischen Erkrankung dann Versicherungsleistungen gibt, wenn eine akute Verschlechterung nicht absehbar war. Insofern hängt es vielleicht von den Umständen ab. Wenn du in den letzten paar Jahren regelmäßig vier oder mehr Schübe im Jahr hattest, kann es sein dass sie im Nachhinein streiken, weil absehbar war das du einen Schub haben wirst. Wenn du eher selten Schübe hast, hast du bessere Karten.

2. Ich habe vor einer Reise, die ich nach meiner MS Diagnose gemacht habe, Cortison in Tablettenform mitgenommen, zusammen mit einer Anleitung, wie viel bei dringenden Verdacht auf einen Schub nehmen soll. Falls du Medikamente nimmst, die man kühlen muss – Airline vorher kontaktieren. Dann kann das Zeug in den Bordkühlschrank.

Es ist vielleicht auch nicht schlecht, wenn du vorher schon recherchiert wo du an deinen geplanten Reiseorten medizinische Hilfe findest, falls es dir schlecht geht.

Ganz wichtig finde ich persönlich, zwischendurch für Ruhephasen und Entspannung sorgen... Nicht das billigste Hotel oder Hostel nehmen.

3. es soll durchaus Neurologen geben, die z.b auch einen Dreimonatsbedarf an Basistherapie verschreiben. Bei Infusionen wird es natürlich schwieriger… Was nimmst du denn?

4. du musst dich für die Zeit deines Urlaubs freiwillig krankenversichern lassen. Das kostet leider ein paarhundert Euro iim Monat… Wird dir aber nicht erspart bleiben.

Leider bekommst du im Ausland auch keine Leistung von deiner Krankenkasse. Aber auf diesem Weg kannst du dir die nötigen Medikamente immerhin von Deutschland aus verschreiben lassen. Vielleicht kann ja auch ein Angehöriger deine Krankenkassenkarte behalten und eventuell Nachschubmedikamente bei deinem Arzt holen und sie dir per Post schicken.

Viel Spaß in Neuseeland… Ich bin richtig neidisch

COinderbel7la68


Hallo tatua,

aus Krankheitsgründen - also schwere chronische Erkrankung - stehe ich jetzt vor derselben Frage.

Ich les gerade

4. du musst dich für die Zeit deines Urlaubs freiwillig krankenversichern lassen. Das kostet leider ein paarhundert Euro iim Monat… Wird dir aber nicht erspart bleiben.

Ist das tatsächlich so? Ich hab gelesen, dass Ausland-KV erstmal Abstand davon nehmen, jemanden mit einer schweren chron. Krankheit zu versichern. Wenn man sich dies schriftlich geben lässt und das der heimischen KV - also der, bei der man sowieso versichert ist - vorlegt, dann wird diese generell eine Versicherungs-Zusage für den Auslands-Aufenthalt erteilen.

tratxua


Ich glaube es gibt da keine klares: So ist es.

[[http://www.reiseschutzcheck.de/produkte-angebote/auslandskrankenversicherung-chronische-erkrankung.html hier]] steht Einiges an Information.

Ich würde auf jeden Fall mit offenen Karten spielen und mir Zusagen auch schriftlich geben.

t atxua


Der Schutz von chro­nisch Kranken im Ausland gehört zu den Leistungen der Krankenkassen. Er ist im Sozialgesetz­buch V in Paragraf 18 fest­geschrieben. Für sechs Wochen im Kalender­jahr über­nimmt die Kasse auch außer­halb Europas die Kosten maximal bis zu der Höhe, in der sie im Inland entstanden wären. Sie springt auch ein, wenn Menschen mit Vorerkrankungen aus schu­lischen oder Studien­gründen einen außer­europäischen Aufenthalt planen.

Dies hier hab ich auch noch gefunden... Das hilft der TE leider auch nur wenig, weil sie ja einen längeren Aufenthalt plant.

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