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Migräne

k?arto0ffelsaxk hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich leide seit frühester Kindheit unter Migräne. Es gibt auch eine solche Diagnose ebenfalls seit neuestens ein GdB (30).

In den letzten Jahren stelle ich leider immer wieder fest, dass mit zunehmenden Alter sich meine Migräne verschlimmert oder ich es nicht mehr so gut wegstecke.

Zurzeit habe ich ca. 2-3 Mal in der Woche einen Anfall der meisten dank Triptane und Ibu oftmals in den Griff zu bekommen ist, aber mich erschöpft diese ganze Anfälle aufs äußere.

Nun habe ich mal wieder seit über einer Woche eine Dauermigräne die mal etwas besser ist, mal etwas weniger, aber ich habe ständig Schmerzen. All dies ist auch nichts Neues, denn es ist immer ein auf und, ein besser und ein schlechter. Kenn ich leider auch.

Nun zur eigentlichen Frage:

Ich spiele mit dem Gedanken zum Arzt zu gehen und den Wunsch zu äußern mich mal für längere Zeit krank zuschreiben. Ich kann einfach nicht mehr. Ich komme mir vor wie in einem Hamsterrad. Migräne, Tabletten, erschöpft sein usw.. Dazu kommt mein riesiges schlechtes Gewissen. Leider musste ich gerade in der letzten Zeit mich öfters krank melden. Ich komme teilweise nicht mal aus dem Bett. Dieses ständig schlechtes Gewissen meinem AG/Kollegen gegenüber macht die Sache auch nicht besser.

Nur irgendwie bekomme ich aus meinem Umfeld nur fragende Blicke zugeworfen, wenn ich beschreibe wie es mir zzt. geht und ich den Wunsche äußere dass ich mal für eine längere Zeit eine Auszeit brauche.

Hat denn hier jemand Erfahrung mit Migräne und ggf. längere Krankschreibung? Ist das jetzt wirklich so ungewöhnlich?

Ich war in den letzten Jahre durchaus auch wegen Migräne mal eine Woche oder tageweise krank geschrieben (meistens nutze ich aber die Krankmeldung ohne ärztliche Bescheinigung... 1-3 Tage), aber zzt. würde mir das einfach nicht reichen. Ich habe das Gefühl ich klappe bald zusammen.

Antworten
KdleinXeHexxe21


Ich rate dir dringend, einen Neurologen aufzusuchen und das mit ihm zu besprechen. Du nimmst schon so oft Schmerzmedikamente, dass du damit Kopfschmerzen und Migräne induzierst. Maximal 10mal im Monat sollte man zu Schmerzmitteln greifen, sonst induzieren diese den von dir beschriebenen Teufelskreis.

Auf lange Sicht kommst du da so nicht raus.

Bei so einer Migränehäufigkeit sollten dringend die Auslöser herausgefiltert werden. Meistens ist es überraschenderweise nicht nur Stress, sondern auch andere Auslöser wie Genussmittel, Nahrungsmittel, Zyklus der Frau, Medikamente, etc.

Weiterhin muss die medikamentöse Therapie angepasst werden. Sonst drohen Folgeschäden.

L{ucix32


Mache einen Termin in Kiel bei Göbel (ggf. stationär) Ist der Migräne Expert in Deutschland.

Sie bieten so ein Art "Migränekur" an, also du bleibst ein paar Wochen da, Meds werden eingestellt, verschiedene nichtmedikamentöse Therapien werden angeboten.

War selbst noch nicht da, aber in das Forum "Headbuch" kannst du viel austauschen und Rat holen. Forum wird von Kiel betreut.

Leide selber unter hemiplegische Migräne. Jetzt nur im Sommer und immer Status ( Migräne hält bis zu 3 Monaten ohne hochdosierte Cortison an).

Nehme eine Prophylaxe - Flunarizin. Seit dann nur im Sommer Migräne. Bei so oft Migräne ist eine Prophylaxe indiziert, da zu viel Ibu und Triptanen können Migräne/Kopfschmerzen triggern.

Siehe Webseite DMKG (deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft) da findest du auch eine bundesweiteliste von ambulante Experten. Zum größten Teils Neurologen, gibt aber auch zertifizierten Hausärzte.

Migräne der länger als 3 Tagen anhält oder anders als sonst (heftiger/andere Aura) abläuft -> Notfall.

Unterbrechung ist dann durch einmalige Gabe von hochdosierte Cortison, ggf. Diazepam (senkt kortikale Erregung). Man muss aber ggf. vorher andere Erkrankungen ausschließen. Migräne maskieren ggf. andere neurologische Erkrankungen. Daher bei der Häufigkeit sollte vorsichtshalber einen MRT gemacht werden, falls nicht schon geschehen.

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