» »

Unwohles Gefühl im Gehirn

VpiROxN hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Es ist etwas schwierig eine passende Überschrift für dieses Thema zu finden. Ich weiß auch nicht wirklich wie ich anfangen soll...

Erstmal zu meiner Person:

Ich bin 18 Jahre alt, männlichen und besuche derzeit die 13. Klasse in einer integrierten Gesamtschule.

In den Klassen 1-10 hatte ich nie große Probleme. Habe die meisten Aufgaben nach kurzem Nachdenken gelöst. Allgemein empfand ich diese Zeit als eher einfach und unkompliziert. Ich habe Texte ohne Probleme gelesen und konnte sie danach auch gut zusammenfassen.

Nun habe ich habe in den letzten 2 Jahren immer häufiger Konzentrationsschwächen bekommen. Ob man das so nennen kann weiß ich nicht genau. Ich versuche es einfach mal zu beschreiben.

In meinem Kopf hatte ich immer ein bestimmtes Wohlbefinden. Mit der Zeit habe ich dieses irgendwie verloren. Allgemein kann man sich das so vorstellen, dass es sich alles immer geordnet und leicht angefühlt hat.

Wie oben beschrieben konnte ich Dinge gut verstehen und hatte beim Nachdenken keine Probleme. Natürlich stand ich auch das eine oder andere mal auf dem Schlauch :D

Nun zum eigentlichen Problem. Wenn ich eine Aufgabe gestellt bekomme (egal ob in Mathematik, Biologie oder auch im Alltag), dann kommt es häufig vor, dass ich keine klaren Gedanken fassen kann.

In meinem Kopf fühlt es sich dann so an, als könnte ich nicht die gesamte Leistung des Gehirns nutzen. Als würde ich in einige Teile meines Gehirns nicht mehr vordringen können. Das Gefühl erstreckt sich eigentlich eher im hinteren Bereich meines Kopfes. Allgemein kann man vlt auch sagen, dass es sich so anfühlt, als würde ich durch dicke Watte denken.

Als Beispiel mal einige Sachen aus dem Alltag.

- Muss Texte oftmals mehrmals lesen, damit sie verstanden werden.

- Logische Zusammenhänge erkenne ich nicht

- Seltene Wortfindungsstörungen

- Vergesse Sachen schneller als früher

- Konzentration ist extrem schwierig

Insgesamt schlafe ich auch ziemlich lange, wenn ich die Möglichkeit dazu habe.

Es waren gerade Ferien und da kam ich häufig auf 10 Stunden Schlaf. Trotz der langen Schlafzeit kam ich mir immer noch sehr zerknittert vor.

Sehr selten habe ich auch etwas komisches. Für mich sehr schwer zu beschreiben. Hatte es auch schon 4 Monate nicht mehr.

In diesem Moment passiert dann etwas komisches in meinem Gehirn.

Ich bekomme ein kaltes Gefühl und es fühlt sich so an als würde meine Erinnerungen verrückt spielen. Alles was ich irgendwo her kenne läuft schnell und völlig unsortiert an meinen Augen vorbei. Dabei weiß ich aber nicht woher ich diese Stücken, welches ich gesehen habe, her kenne. Alles total chaotisch. Dabei bin ich zwar ansprechbar und nehme die Sachen auch normal war, aber ich kann nur einfache antworten geben. Es fühlt sich vlt auch ein bisschen wie ein Schockzustand an. Es kam unregelmäßig vor und wenn es vorkam, dann gab es diese Schübe immer über den Tag verteilt in etwa 2-3 Stunden Abständen.

Im Prinzip war das jetzt alles. Hoffe ich habe nichts vergessen.

Schon mal danke für die Antworten!

Gruß,

ViRON

Antworten
Fxe.


Könntest du mal bitte sagen, was (und wieviel) du alles an Drogen nimmst bzw. früher genommen hast, einschließlich Alkohol und Psychopharmaka?

(Auch "nichts, ich trinke nicht, rauche nicht und nehme erst recht keine anderen Drogen" wäre eine informative Antwort. Ich will dir keinen Drogenkonsum unterstellen.)

V=iROxN


Jo klar. Kein Problem.

Also Alkohol habe ich das erste mal an meiner Konfirmation getrunken. Das war vor etwa 4 Jahren. Bin nie ein Freund vom "betrunken" sein gewesen und habe deswegen auch sehr selten etwas getrunken. War wenn man es Hochrechnet etwa 4-5 mal im Jahr. War eigentlich immer kontrolliert. Nie zu viel, außer letztes Jahr auf einem Geburtstag war es etwas mehr, sodass ich mich an ca. 2 Stunden des Abends nicht mehr erinnern kann. Den Tag danach ging es mir auch nicht wirklich schlecht.

Nun trinke ich schon seit etwa drei Monaten keinen Tropfen Alkohol mehr. Wie gesagt, davor war es auch sehr selten.

Nun zu anderen Drogen.

Habe vor 2 Monaten das erste mal Gras geraucht. Der Konsum war in den Sommerferien etwas höher (2-3 pro Woche). Momentan ist dieser aber bewusst wieder runter gesetzt wurden.

Habe jetzt seit 2 Wochen nichts mehr geraucht.

Hoffe din Beschreibung ist deutlich genug :D

ECh@emalig~er Nutzber (#43824x5)


Wenn du dir mal Zeit nimmst und im Drogen und Sucht-Forum einige Fäden verfolgst, die mit Symptomen nach Gras-Konsum zu tun haben, dann müsste dir eigentlich ein Licht aufgehen.

Die absolut konsumierte Menge ist dabei nicht unbedingt ausschlaggebend. Manche vertragen mehr, manche weniger. Manche merken aber auch einfach gar nicht, was der Drogenkonsum mit ihnen bzw. ihrem Gehirn macht. Viele denken dann, sie haben "alles im Griff".

Zumindest hast du deine Symptome noch deutlich genug vor Augen. Ich schlage vor, du lässt mal schön die Finger von jeglichen Drogen und wartest noch eine Weile ab. Sollten deine Symptome nicht abklingen, oder gar ohne Drogenkonsum stärker werden, dann würde ich einen Neurologen aufsuchen. Eine organische Störung halte ich allerdings eher für unwahrscheinlich. Eher klingt es so, dass du das Zeug nicht sonderlich gut verträgst und das ist auch gut so.

VTiROxN


Danke für die Antwort! Werde mir deine Antwort mal zu Herzen nehmen und erstmal die Finger von jeglichem Kram lassen.

FRex.


Also ich würde dir auch empfehlen, grade wenn du ein Problem mit deinem Gehirn zu haben meinst, konsequent die Finger von allen Drogen zu lassen. Kein Cannabis mehr! Und auch kein Besäufnis. (Mal ein Glas Bier oder andere Alkoholmengen, mit denen du sogar noch als Fahrtüchtig giltst, sollten kein Problem sein.

Aber deine Beschreibung zu deinem Drogenkonsum war sehr detailliert, wahrlich deutlich genug, und ich meine, dass man aus dem Zusammenhang sehen kann, dass du schon vor dem Cannabiskonsum diese Probleme hattest.

Waren diese Probleme damals schon genauso ausgeprägt?

Oder konntest du die Probleme damals noch ignorieren, während sie nun nach ausgiebigem Kiffen in den Sommerferien nicht mehr ignorierbar sind?


Was anderes: Deine Probleme scheinen insbesondere mit Schule unverträglich. Und sie scheinen ausgerechnet dann aufgetreten, als du in die gymnasiale Oberstufe deiner integrierten Gesamtschule gekommen bist.

In so manch einer integrierten Gesamtschule meines Bundeslandes scheinen die Lehrer mehr oder weniger aufgegeben zu haben, so dass bis Klasse 10 nur Pillepalle gemacht wird. Erst wenn dann die meisten Schüler die Schule verlassen haben, nach der Klasse 10, muss in rasantem Tempo aufgeholt werden, weil drei Jahre später das Zentralabitur ansteht.

Kann das sein, dass dir diese Umstellung (wie so vielen anderen Schülern auch) einfach nicht bekommen ist? Dass nicht deine Konzentrationsfähigkeit und dein logisches Denkvermögen abgenommen haben, sondern einfach jetzt viel höhere Anforderungen an dich gestellt werden als früher? (So manch einer bleibt dabei auf dem Weg zum Abitur auf der Strecke...)

Darf ich mal fragen, in welchem Bundesland du zur Schule gehst? Und eher auf dem Land oder eher in einer Großstadt?

J\anj74


ich kenn solche Zustände auch, ganz simpel im Rahmen von zu viel Streß und Überlastung. Alk+Kiffen machen es natürlich nicht besser (aber sind wohl kaum die Ursache).

E$h7emal@igPer N%utzMer (#438)24x5)


ich kenn solche Zustände auch, ganz simpel im Rahmen von zu viel Streß und Überlastung.

Wie schaut es denn mit deiner Wahrnehmung aus? Zeitverzüge? Dinge die im Augenwinkel vorbei fliegen? Das wäre vielleicht eine mögliche Unterscheidung zwischen rein drogeninduzierten Symptomen und/oder stressbedingten Symptomen.

Wie gesagt, so oder so, Drogen machen es nicht besser. Drogen auf alle Fälle erst mal nicht und um Stress abzubauen was besseres/gesünderes einfallen lassen als Kiffen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH