» »

3 Jahre lang angebl. Diagnose Psyche - jetzt die richtige Diagno

S!chnuckIi x15 hat die Diskussion gestartet


Guten Abend.

Ich wollte mal fragen, ob es Leute hier gibt, die auch wie ich die "Diagnose" Psychosomatisch hatten, weil Ärzte nicht weiter wussten, und dann doch die richtige Diagnose erhielten?

Zu meiner Geschichte:

Ich lief 3 Jahre lang vom Arzt zum Arzt wegen Schwindel, Sehstörungen, Herzrasen und Kurzatmigkeit... War 2x beim HNO, Neurolgen, CT, MRT... Alles ohne Befund, deshalt sagte man mir, ich soll zum Psychiater. Ich war 3 Monate beim Psychiater - natürlich alles für die Katz.

Ich wusste Immer, dass ich nicht spinne und suchte weiter...

Eines Tages landete ich beim neuen HA, der wollte Blut abnehmen - bei dee Blutabnahme fiel dem Arzt auf, dass mein Blut braun ist... Er hat zu Hause in die Literatur reingeschaut und sagte mir - lassen Sie sich auf Mäthaemoglobinaemie testen... Gott sei Dank!!! Ich hatte zu viel Met-Hb im Blut, deshalb alle meine Symptome wie Schwindel, Herzrasen, Panikattaken...

Jetzt verstehe ich auch, warum man dies nicht Früher diagnostizieren konnte - weil man mich nie auf Met -hb testete... Immer Standardblutuntetsuchung...

Ich bin so sehr enttäuscht von den Ärzten...

Gibt's jem., der so was mit den Ärzten erlebte?

Danke.

Antworten
Szpa)rxo


Nun, da bei mir noch nicht raus ist, was es ist, weiß ich nicht, ob meine Symptome zu Unrecht auf die Psyche geschoben wird. Was ich aber jetzt schon weiß, ist nur, dass eigentlich egal wohin man geht, nur das Standardprogramm gemacht wird und keiner den Patienten ganzheitlich betrachtet. Keiner schaut pber sein Fachgebiet hinaus und auf der psychoschiene findet man immer einen Auslöser.

P#lüsch^biesxt


Sieht man das Ganze nur an der Farbe des Blutes?

Bei einer normalen Blutuntersuchung würde ein Arzt das nie heraus finden? ":/

BseanitaZB.


Hm. Das Blut geht doch ans Labor. Die müßten doch, sofern der Aufkleber nicht übers gesamte Röhrchen geht, sehen, welche Farbe das Blut, Serum etc. hat....

Und Alarm schlagen....

Und ja, es gibt Fehldiagnosen. Ich bin von 1999 bis 2005 mit einem nicht erkannten Leistenbruch durch die Gegend gehumpelt, natürlich auch psychisch....

3 Wochen vor der richtigen Diagnose war ich auch noch bei einem Psychiater. Der meinte nur, ich hätte mir (wegen des starken Humpelns) ja was Feines angewöhnt. Sofortige Einweisung in eine Psychosomatik. (Habe ich nicht wahrgenommen).

Komisch, dass ich 4 Wochen später dann problemlos wieder laufen konnte, nachdem ich operiert war.... Mein Leistenbruch war männerfaustgroß....

Beim Recherchieren konnte ich 24 !!! Ärzte aufzählen, die alle falsch lagen....

Klar, alles psychosomatisch....

L6ucci3x2


Als Jugendliche falsch behandelt. Psychisch und Migräne. Leider war es ein Hirntumor. Bin jetzt taub (unter anderem). Epilepsie wurde auch als Stress betrachtet. Habe meinem Auto verschrottet.

Ja, habe selber psychosomatische Diagnosen gestellt, bin aber verdammt vorsichtig dabei. Ich will alle Tests sehen und führe 2 Stunden lang Psychotests durch.

Lkuci3x2


Muss aber dazu sagen. Manche Psychofälle sind sehr offensichtlich. Symptomen passen zu nichts, sind anatomisch nicht möglich, sichtbare dissoziative Zustände (EEG läuft dabei), Angststörungen...

Münchhausen habe ich auch schon gesehen.

Komisch: die Psychofälle erhalten oft mehr organische/neurologische Diagnostik als die organische Fälle.

Organische Fälle machen weniger Stress beim Arzt, betreiben weniger Arzthopping. Sind scheller Psycho zu glauben und akzeptieren. Sind einfach weniger auffällig.

Wenn ich hier lese: die Psychofälle erhalten mehr Diagnostik in 2 Tagen als ich in 10 Jahren. Und glauben immer noch das sie krank sind.

SbchnWucKki 1x5


Guten Abend.

Vielen Dank, dass ihr mir geschrieben habt.

Ich habe leider die Erfahrung machen müssen, dass die Ärzte für viel Geld wenig machen wollen.

@ Sparo:

Darf ich mal fragen, welche Symptome du hast?

@ Plüschbiest

Sieht man das Ganze nur an der Farbe des Blutes?

Bei einer normalen Blutuntersuchung würde ein Arzt das nie heraus finden?

Ich ließ 3 Jahre lang Blutuntersuchungen machen, aber die Ärzte schickten mich immer zum Psychiater. Also ich mein neuer HA hat das mir so erklärt: Methämoglobinämie wird in einer normalen Blutuntersuchung nicht mitbestimmt. Es ist eine seltene Krankheit, deshalb kam kein Arzt darauf. Stattdessen wurde ich leider immer zum Psychiater geschickt. Als nach 3 Monaten sagte, dass die Psychotherapie mir nicht hilf, sagte man mir, ich würde die Therapie verweigern...

@ Benita B.

Auf die Psyche zu schieben - das ist das einfachste.

@ Luci32

Es tut mir sehr leid für dich.

Aber ein Hirntumor kann man doch sofort auf einem MRT sehen oder?

L(u>ci"32


Wenn man überhaupt ein MRT oder CT macht. Ist nicht passiert. 2 Minuten angucken. Ach ist eine junge Frau. Ist nichts.

Wurde aber erst einige Jahre später in Deutschland gemacht. War bei meine Hausärztin. Dachte selber Vitaminmangel und Stress. Sie guckte mir ins Gesicht - es hat subtil gezuckt. Sie schob Panik. Reflexe getestet und sofort das Telefon gegriffen. Bestand auf MRT sofort!

So hatte ich ein Tag später die Diagnose. Nach 5 Jahren. War so groß wie ein Golfball.

SXchnuc kib 105


Luci 32, wie gehts dir heute?

Wurdest du hoffentlich erfolgreich operiert? Mit Taubheit ist natürlich richtig Scheiße :-(

Ärzte haben leider auf alles eine Antwort mit Psyche, aber leider keine Lösung.

Wenn sie nicht so selbstverliebt und geldgierig wären, hätte man vielleicht früher unsere Krankheiten diagnostizieren können.

Ärzte geben ja leider auch nie zu, dass sie nicht weiter wissen und ziehen nie einen Kollegen zu Rate - es ist einfacher den Patienten zum Psychiater zu schicken.

LFupo7x49


@ Schnucki

Was mich jetzt interessieren würde.

Gibst eine Ursache für diese Krankheit - kann man sie behandeln - wird sie jetzt behandelt und geht es Dir damit schon besser ?

djatschIa


Hm. Das Blut geht doch ans Labor. Die müßten doch, sofern der Aufkleber nicht übers gesamte Röhrchen geht, sehen, welche Farbe das Blut, Serum etc. hat....

Und Alarm schlagen....

Und ja, es gibt Fehldiagnosen. Ich bin von 1999 bis 2005 mit einem nicht erkannten Leistenbruch durch die Gegend gehumpelt, natürlich auch psychisch....

3 Wochen vor der richtigen Diagnose war ich auch noch bei einem Psychiater. Der meinte nur, ich hätte mir (wegen des starken Humpelns) ja was Feines angewöhnt. Sofortige Einweisung in eine Psychosomatik. (Habe ich nicht wahrgenommen).

Komisch, dass ich 4 Wochen später dann problemlos wieder laufen konnte, nachdem ich operiert war.... Mein Leistenbruch war männerfaustgroß....

Beim Recherchieren konnte ich 24 !!! Ärzte aufzählen, die alle falsch lagen....

Klar, alles psychosomatisch....

BenitaB.

Und die Zahl 24 ist dabei auch nicht unrealistisch.

Andere würden jetzt sagen, wenn die wahre Diagnose noch nicht raus wäre: "Ach so und du bildest dir wirklich ein, dass 24 Ärzte alle Unrecht hatten?"

Tja...JA hatten sie.

Ich habe im Laufe des Lebens bei Ärzte nichts anderes erlebt. Es ist nicht mal eine Diagnose falsch, nein, es ist mal eine richtig. Das meiste, was Ärzte tun ist falsch, egal in welchem Fachbereich. Bei mir wurde auch sooo viel Mist gebaut, dass viel mehr kaputt gemacht wurde, als gebessert. Und da waren so viele Dinge dabei, wo man dem entsprechenden Arzt hätte die Zulassung nehmen sollen.

Ein vorher noch intaktes Ohr wurde mir auf Dauer zerstört, was mein Leben stark beeinträchtigt...das ist nur ein Beispiel von vielen.

Lange Rede kurzer Sinn: zu Ärzten gehe ich schon lange nicht mehr. Ich versuche, mir selbst zu helfen, und wenn es nicht geht, lebe ich mit der Sache.

Ok, es gibt einige wenige Situationen, wo man um einen Arzt nicht drumherumkommt, und auch beim besten Willen damit nicht leben kann, aber das ist selten.

Ich bin jetzt im siebten Jahr ohne jeden Arztbesuch und ich hoffe, ich darf mich noch auf viele, viele, viele weiter Jahre freuen, am besten für immer! *:)

S}chnuckSi 1x5


Gibst eine Ursache für diese Krankheit - kann man sie behandeln - wird sie jetzt behandelt und geht es Dir damit schon besser ?

Ob es eine Ursache gibt, weiß ich nicht, das hat mir der Arzt nicht gesagt.

Ja, man kann sie behandeln.

Ich bekomme Tabletten und Infusion: 70% meine Beschwerden sind weg, aber ich muß noch Geduld haben, sagt der Arzt, was über 3 Jahre lang lief....

kWizm


Neurologie ist einfach 'nen trauriges Fach und das merkt man eben auch als Patient. Ärzte können meist nur im bereits fortgeschrittenen Stadium diagnostizieren und dann fast immer sowieso nichts dagegen tun, oft nicht einmal symptomatisch.

SJchmnlucki '15


Guten Tag, Kizm.

Bist du selbst betroffen?

Ich bin so dankbar, dass der neue HA mir geglaubt und mich unterstützt hat. Die anderen Ärzte haben immer mir gesagt, dass ich spinne... Ich bin immer weinend da raus gegangen. Es ist schon sehr traurig.

Wünsche Euch allen alles Gute.

_%PaurvJat4ix_


Ich bin bei dem Thema etwas hin und her gerissen. Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass man körperlich gründlich durchgecheckt wird. Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass etwas übersehen wird, wenn es sich z.B. um eine sehr seltene Erkrankung handelt. Es ist dann oft glückssache, wenn man an einen Arzt gerät, der sich zufällig mit der Symptomatik auskennt die man hat und dann auch die passende Lösung parat hat.

Andererseits finde ich es auch richtig und wichtig, nach unzähligen Untersuchungen, die ohne Befund waren, mögliche psychische Ursachen mit einzubeziehen. Das Schwierige hierbei ist natürlich, dass psychische Probleme nicht so einfach nachgewiesen werden können. Das geht dann nur über Gespräche mit einem Fachmann. Als Patient sollte man versuchen, sich auch dieser Variante zu öffnen, auch wenn es vielleicht schwer fallen mag. Aber es besteht eben nun mal auch die Möglichkeit, dass man psychische Probleme haben könnte und je eher so etwas erkannt wird, desto besser. Dass heißt aber nicht, dass man spinnt - um es mal mit deinen Worten zu formulieren, Schnucki15. Genau so wie der Körper, kann eben auch die Seele krank werden. Das ist auch kein seltenes Phänomen und auch keins, wofür man sich schämen müsste. Und das Gute ist auch: Es lässt sich behandeln und das zum Teil sogar besser als so manche körperliche Erkrankung!

Ich bin so dankbar, dass der neue HA mir geglaubt und mich unterstützt hat.

Die anderen Ärzte werden dir auch schon geglaubt haben. Deine Beschwerden waren/sind ja durchaus real. Aber nur, weil Ärzte sagen, dass die Beschwerden psychisch sein könnten, heißt dass ja nicht, dass sie dir nicht glauben, dass du keine Beschwerden hast. Sie glauben nur nicht mehr, dass du etwas körperliches haben könntest. Das ist alles.

Die anderen Ärzte haben immer mir gesagt, dass ich spinne...

Haben sie dir das tatsächlich so wortwörtlich gesagt?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Neurologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Borreliose


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH